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Beitrag vom 18.02.2021 - 20:36 Uhr
Userhansen
User (83 Beiträge)
Alles in der Fliegerei muss redundant sein und nun will man ausgerechnet am Vieraugenprinzip rütteln.
Ich habe erst knapp 500h auf dem A320 und kann mir nicht vorstellen diesen alleine zu fliegen. Der Reiseflug ist sicherlich entspannt bis was passiert, sei es "smell", smoke oder ein Passagier mit Herzinfarkt. Es mag sicherlich zu 99% gut gehen, allerdings sind 1% loss in der Fliegerei viele Menschenleben.
Weiter gilt zu berücksichtigen, wer macht Training? Darf der 65-jährige Kapitain noch alleine 200 Leute nach Malle fliegen? Ab wie viel Stunden darf man alleine Fliegen?
Automatisierung ist im Reiseflug eine tolle Sache und auch bei sehr niedrigen Sichten (mit wenig Wind), aber so lange es keine wirkliche verlässliche künstliche Intelligenz gibt, wird auch kein Autopilot absolut verlässlich sein, was er muss bei nur einem Piloten! Denn wenn der eine dann nicht mehr, dann bleibt nur der Computer und der kann nicht denken.
Beitrag vom 18.02.2021 - 22:02 Uhr
UserJumpfly
User (236 Beiträge)
Der 65jährige Pilot darf bereits heute keine Passagiere nach Malle fliegen, mit 64 Jahren und 364 ist gesetzlich Schluss, die Überbrückung bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter muss der Pilot selbst überbrücken. Da kann er so fit sein wie er möchte.
Ich sehe das ganze relativ entspannt. Alle Checklisten für Zwischen- und Notfälle sind auf 2 Piloten im Cockpit zugeschnitten. Wie will man nun rechtfertigen, dass sich der einzige Pilot im Cockpit in einer evtl. kritischen SItuation ohne Autopilot mit der Nase in Checklisten und Büchern verkriecht? Mit der aktuellen Technik ist es nicht umsetzbar, aus Sicherheitsgründen wäre es vermutlich nie ratsam, sonst könnte man ja auch aus dem Flugzeug alle anderen Dinge die doppelt oder mehrfach vorhanden sind ausbauen und sich durch das geringere Gewicht Kerosinkosten sparen. So wirklich verstehe ich diesen Vorstoß nicht, aber die Lobbyarbeit wird eben auch bei der EASA intensiv geführt was man an den EASA FLT gut ablesen kann. Es wird viel so zugeschnitten, dass es gerade so die meisten Flüge der großen Airlines nicht betrifft. Am Ende wundert man sich dann aber, warum Tarifverhandlungen so vehement geführt werden. Wenn der Gesetzgeber mit dem Arbeitgeber gemeinsame Sache macht wird die Auseinandersetzung mit dem Personal in logischer Konsequenz härter. Dann können sich alle wieder in Foren wie diesem über die überbezahlten Piloten mockieren. Es ist interessant zu sehen, dass in den USA aus den Unfällen der Vergangenheit deutlich andere Lehren gezogen wurden. Die meisten Vorfälle mit menschlichem Fehlverhalten ließen sich durch Übermüdung erklären weswegen man dort die FLT restriktiver gestaltet hat, ganz im Gegensatz zu Europa. Da hat man sie nicht nur möglichst lasch, sondern auch noch maximal unverständlich gestaltet damit man sie bloß nicht zu genau versteht.
Beitrag vom 18.02.2021 - 22:45 Uhr
User2ndSEG
User (240 Beiträge)
@ Jumpfly: Guter Beitrag! Sehr richtig, was Sie da schreiben. Ich erinnere mich insbesondere an die Nachtflugrestriktionen, die entgegen aller Gutachten damals nicht genügend verschärft wurden. Eben so, dass es auch für die Billigheimer aus GB für Night-Turnarounds gereicht hatte. Dramatisch.

Allerdings müssen wie alle der Tatsache ins Auge sehen, dass grosse Bestrebungen in Richtung 1-Mann-Cockpit im gange sind. Es wird kommen, nur eine Frage der Zeit. Und den damit einhergehenden Herausforderungen müssen wir uns leider alle stellen.

Dieser Beitrag wurde am 18.02.2021 22:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.02.2021 - 09:19 Uhr
UserSonnenbar
User (54 Beiträge)
Leider nicht aufzuhalten.
Beitrag vom 19.02.2021 - 11:43 Uhr
UserC-160
User (75 Beiträge)
Leider nicht aufzuhalten.
Schwer zu sagen. Den Funker, den Navigator und den Flugingenieur hat man im Laufe der Jahre ersetzt. Es wird immer noch gefunkt, navigiert und so weiter. Vielleicht wird man aber daran ansetzen (können). Ich sehe die Lösung nicht in der Reduzierung des verbliebenen Personals, sondern darin dass da vorne zwei Bediener sitzen die nicht mehr und nicht weniger als genau das sein werden. Mit den entsprechenden Veränderungen in punkto Ausbildung und Vergütung. Es wird auch dann noch genügend Interessierte geben, der Pool der Geeigneten wird sich vergrößern.
Beitrag vom 19.02.2021 - 11:50 Uhr
UserJumpfly
User (236 Beiträge)
In welchen Punkten unterscheidet sich dieser "Bediener" von einem heutigen Piloten den ich auch ausschließlich als Bediener einer recht komplexen Maschine in einem noch komplexeren Umfeld betrachte? Zumindest ist mir nun kein Pilot bekannt der ein Flugzeug auf einem Langstreckenflug dauerhaft aktiv fliegt, in den höheren Lufträumen ist das ohnehin durch RVSM nicht gestattet.
Beitrag vom 21.02.2021 - 10:34 Uhr
UserWMJH
User (220 Beiträge)
Auch ich habe so meine Bedenken gegen Einmann-Cockpits.
Aber wenn man bedenkt, dass es in der GA nun bereits diverse Flugzeuge mit einem Garmin-Autoland-System gibt: warum sollte sowas nicht auch "irgendwann" mal in Verkehrsflugzeugen kommen?
Das wäre dann evtl. doch ein Argument auf dem Weg hin zu Einmann-Cockpits?

Dieser Beitrag wurde am 21.02.2021 10:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.02.2021 - 10:36 Uhr
UserWMJH
User (220 Beiträge)
Laut aktueller Meldung des AeroTelegraph testete FedEx einen Flug mit nur 1 Piloten im Cockpit. Am 10. Februar hob eine ATR 42 am Waterbury-Oxford Airport / Connecticut ab. Es war ein Testflug für Software, die den zweiten Piloten im Cockpit überflüssig machen soll..
Beitrag vom 26.02.2021 - 12:30 Uhr
UserOtto West
User (289 Beiträge)
Man kann es auch so sehen: Das Autoland System darf das Flugzeug landen wenn es die Boys and Girls im Cockpit längst nicht mehr dürfen. Egal ob zu zweit oder zu dritt.
Beitrag vom 26.02.2021 - 12:49 Uhr
UserBald-Lokführer
User (512 Beiträge)
Man kann es auch so sehen: Das Autoland System darf das Flugzeug landen wenn es die Boys and Girls im Cockpit längst nicht mehr dürfen. Egal ob zu zweit oder zu dritt.

Und die Boys und Girls können das Flugzeug noch landen, wenn das Autoland System es schon längst nicht mehr kann. Und dafür muss man manchmal schlicht Minimum zu 2. sein.
Beitrag vom 26.02.2021 - 17:01 Uhr
UserOtto West
User (289 Beiträge)
Das nennt sich dann wohl Ausweichlandung. Wenn das Autoland System putt iss.
Beitrag vom 26.02.2021 - 18:30 Uhr
UserBald-Lokführer
User (512 Beiträge)
Das nennt sich dann wohl Ausweichlandung. Wenn das Autoland System putt iss.

Nein. Es geht um diverse technische Fehler bei denen der Autopilot und/oder A/THR nicht mehr funktioniert. Das geht weit über das Autoland Thema hinaus.
Beitrag vom 26.02.2021 - 19:28 Uhr
UserOtto West
User (289 Beiträge)
Hat aber nichts mit Wetterbedingungen zu tun wo das Autoland System oftmals höhere Anforderungen erfüllen kann/darf als die Boys and Girls.
Beitrag vom 26.02.2021 - 20:57 Uhr
UserBald-Lokführer
User (512 Beiträge)
Hat aber nichts mit Wetterbedingungen zu tun wo das Autoland System oftmals höhere Anforderungen erfüllen kann/darf als die Boys and Girls.

Und was hat das mit dem Thema zu tun? Nichts.
Beitrag vom 26.02.2021 - 22:14 Uhr
UserOtto West
User (289 Beiträge)
Hat aber nichts mit Wetterbedingungen zu tun wo das Autoland System oftmals höhere Anforderungen erfüllen kann/darf als die Boys and Girls.

Und was hat das mit dem Thema zu tun? Nichts.
Nicht verstanden? Dass es manchmal egal ist ob man zu zweit oder was auch immer ist, die Technik ist bereits einen Schritt voraus. Da wäre es egal ob einer alleine in der Kanzel sitzt, die Ausrüstung landet den Flieger weil die Boys and Girls raus sind.
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