Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Test-Airbus hebt automatisch ab

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Beitrag vom 17.01.2020 - 08:16 Uhr
Userfliegerschmunz
User (232 Beiträge)
hui hui, es geht voran, aber viel Spass bei einem hardover im high-speed-regime, da werden die Eingriffszeiten aber ganz kurz.
Beitrag vom 17.01.2020 - 09:17 Uhr
UserTrijet
User (135 Beiträge)
hui hui, es geht voran, aber viel Spass bei einem hardover im high-speed-regime, da werden die Eingriffszeiten aber ganz kurz.

Und da kommt dann der Vorteil der autonomen Systeme zum Tragen, die viel schneller, korrekter und emotionsloser reagieren können, als der Mensch.
Beitrag vom 17.01.2020 - 09:29 Uhr
UserJoris Kreuz
modellflughafen.blogspot.de
User (30 Beiträge)
Damit verlernen die Piloten das Fliegen wieder ein Stück mehr. Und wenn ein solches System im Start ausfällt, ist das Geschrei groß. Letztlich wollten die Flugzeugbauer den Airlines nur helfen, Geld zu sparen: Vermutlich sollen die Piloten noch Kaffee in der Kabine ausschenken, um dort Personal einsparen zu können. Niemand braucht diese Systeme wirklich, weder in der Luftfahrt noch im Auto.
Beitrag vom 17.01.2020 - 10:36 Uhr
UserKate Austen
User (493 Beiträge)
Frage an die Experten:
Ist das denn wirklich so schwer, der Mittellinie automatisch zu folgen und bei Vr hoch zu ziehen? Vollausgereifte und bewährte Spurfolgeassistenten gibts heutzutage schon für Mittelklassewagen.

Wenn ein Flieger hoch anspruchsvolle Landungen vollautomatisch hinbekommt, dann sollte der Start doch vergleichsweise einfach zu programmieren sein, möchte man als Laie meinen...
Beitrag vom 17.01.2020 - 10:53 Uhr
UserD-ABYT
User (52 Beiträge)
Niemand braucht diese Systeme wirklich, weder in der Luftfahrt noch im Auto.

"Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung." (Wilhelm II.)
"Ich denke, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer gibt”. (Thomas Watson, Chairman IBM)

Sehr plakative Zitate, ja ich weiß, aber letztlich ist Ihr Beispiel der kaffeeausschenkenden Piloten ja auch die reinste Polemik. Es ist klar, die die Automatisierung weiter voranschreiten wird. Und dass das hier beschriebene System erst der Anfang in einer langen Reihe ist, sollte auch klar sein. An dieser Stelle aber bereits jeglichen Nutzen abzusprechen, ist genauso rückwärtsgewandt wie die Urheber meiner Zitate.
Beitrag vom 17.01.2020 - 10:57 Uhr
UserReinrob
User (9 Beiträge)
"Niemand braucht diese Systeme wirklich, weder in der Luftfahrt noch im Auto."
Sie vertrauen also Menschen offensichtlich immer mehr als der Technik? Dann würde ich gerne wissen, wem sie bei folgendem Szenario mehr vertrauen? Sie stehen auf der linken Spur im Stau, links die Leitplanke, rechts andere Fahrzeuge und von hinten nähert sich ein 40 Tonner LKW mit unverminderter Geschwindigkeit auf ihr Fahrzeug zu. Sie vertrauen also zu 100% dem LKW Fahrer und halten ein automatisches Antikollisionssystem für überflüssig?
Dann mal viel Glück!
Nicht das ich der Technik zu 100% vertraue, aber sie unterstützt und ist in vielen Fällen besser und schneller als wir Menschen. Das habe ich in meinem PKW auch bereits erleben dürfen. Damals hatte ein Motorroller Fahrer das Glück, das mein Auto reagiert hatte.
Genauso hält es sich beim Fliegen. Es macht es sicherer (mal von der "Sache" bei Boeing abgesehen. Aber das hatte letztendlich auch menschliches Fehlverhalten als Ursache)


Dieser Beitrag wurde am 17.01.2020 11:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.01.2020 - 11:14 Uhr
UserLP
User (275 Beiträge)
@Reinrob: gutes Beispiel.
Beitrag vom 17.01.2020 - 11:36 Uhr
UserReal Dreamliner
"Konstrukteur"
User (281 Beiträge)
Damit verlernen die Piloten das Fliegen wieder ein Stück mehr. Und wenn ein solches System im Start ausfällt, ist das Geschrei groß. Letztlich wollten die Flugzeugbauer den Airlines nur helfen, Geld zu sparen: Vermutlich sollen die Piloten noch Kaffee in der Kabine ausschenken, um dort Personal einsparen zu können. Niemand braucht diese Systeme wirklich, weder in der Luftfahrt noch im Auto.

Verehrte Passagiere, hier spricht Ihr Flugkapitän Francesco Schettino. Ich lade Sie anlässlich unserer Start-Party zu einem kleinen Umtrunk ins Cockpit ein. Ich bitte Sie Reihenweise nach vorne zu kommen, der erste Offizier wird das für Sie organisieren... :)

Dieser Beitrag wurde am 17.01.2020 11:36 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.01.2020 - 11:40 Uhr
Userfbwlaie
User (4379 Beiträge)
Wo ist eigentlich das Problem beim automatischem/autonomen Starten?
Beschleunigen, Spur halten (bei relativ mässigem Wind und entsprechender Sicht), Bugrad entlasten und Rotieren (und die restlichen Aktionen beim Steigflug) sind doch gar nicht so schwer technisch zu reralisieren!?
Gibt es dafür keinen Bedarf?


Dieser Beitrag wurde am 17.01.2020 11:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.01.2020 - 11:46 Uhr
Usernessie
User (667 Beiträge)
Wieviele Tailstrikes beim Rotieren gibt es eigentlich jedes Jahr?
Die kann man ja durch so ein System wegbekommen.

Und ansonsten: break-and-vacate und was es so alles gibt. Ist ja nicht so, dass teilautonome Systeme gänzlich unbekannt wären.
Beitrag vom 17.01.2020 - 13:37 Uhr
UserJumpfly
User (138 Beiträge)
Meiner Erfahrung nach sind automatische Landungen oft nicht das gelbe vom Ei. Bei Tests hält mal ein Flugzeug 10ft und setzt dann hart auf, mal hätte es besser 10ft früher mit dem flair begonnen. Man kommt heil runter und es bleibt alles in Limits, mehr aber auch nicht. Genau deshalb wird es vom Cockpit eigentlich auch nur bei sehr schlehcten Wetterbedingungen genutzt. Die Überwachung einer automatischen Landung ist mehr Arbeit als es selbst machen. Im Prinzip ja auch nicht anders als im Tesla wo das überwachen des Autopiloten sicherlich mehr Energie kostet als es einfach selbst zu machen.
Ein automatisches Startsystem könnte ich mir für extrem schlechte Sichtbedingungen durchaus hilfreich vorstellen, also Bedingungen bei denen man ansonsten eben nicht starten kann. Sobald man allerdings Bedingungen vorfindet die besser sind behaupte ich einfach mal, dass 99% der Piloten es auch selbst machen. Nicht nur aus Berufsehre oder zu Training, sonders auch weil es weniger aufwendig ist als die Arbeit des Computers zu verfolgen und am Ende bei einem Vorfall doch die volle Verantwortung zu tragen. Ich gehe nicht davon aus, dass dieses System in der Lage sein wird einen Startabbruch durchzuführen, da muss man also weiterhin tätig werden. Bei einer automatischen Landung muss man ja auch nach wie vor die Schubhebel nach hinten ziehen und den Umkehrschub aktivieren.
Beitrag vom 17.01.2020 - 15:12 Uhr
UserJettsome
User (1 Beiträge)
Es ist wie Jumpfly beschrieben hat: Eine automatische Landung macht viel mehr Arbeit bei der Vorbereitung. Es müssen nicht nur alle Systeme flugzeugseitig, sondern auch bodenseitig (was sich lange nicht jeder Airport leisten mag) vorhanden und einsatzbereit sein. Ansonsten funktioniert die automatische Landung nicht zuverlässig und es passieren solche Dinge:  https://avherald.com/h?article=445873f3 Da die Eingriffszeit bei einem Ausfall des Systems extrem kurz ist für den Piloten, fliegt man lieber selber solange es möglich ist.
Der Aufwand der für das automatische Landen betrieben wird ist groß, kostenintensiv und reduziert die Kapazität der Flughäfen aufgrund erhöhter Staffelung weshalb der heutige Verkehr in seiner Dichte nicht mehr darstellbar wäre, würde nur noch automatisch gelandet. Wenn morgens in Heathrow Nebel ist und automatisch gelandet werden muss, weil man die Bahn kaum sieht, ziehen sich die Verspätungen bis weit in den Tag hinein.

Außerdem sind z.B. auch die Windlimits einschränkender bei automatischen Landungen als bei manuellen Landungen (besonders beim A321Neo sehr einschränkend). Bei dichtem Nebel hält sich natürlich der Wind meist in Grenzen, trotzdem sind der Technik bisher Grenzen gesetzt. Daher ist die Technik natürlich trotzdem sinnvoll und ermöglicht einen eingeschränkten Weiterbetrieb, wenn die Sicht für das manuelle Fliegen zu schlecht wird.

Man sieht, dass Airbus bei dieser Lösung möglichst auf bodenseitige Voraussetzungen verzichten möchte. Das angesprochene Problem eines rejected Takeoffs ist allerdings schwierig. Das Zusammenspiel mit dem Piloten ist hier genau wie bei einer fehlgeschlagenen automatischen Landung wohl das größte Problem.

Beitrag vom 17.01.2020 - 15:29 Uhr
Usermenschmeier
User (509 Beiträge)
Hat eigentlich irgendjemand von den Kommentargebern, den Artikel vollständig gelesen.

Es geht darum, ein System auf die Sinnhaftigkeit und Unterstützungsmöglichkeit für den Piloten zu testen, der Pilot bleibt im Cockpit.

Hier hört sich das von einigen gleich wieder so an, als ob man den Piloten rationalisieren will.

Zitat:
Airbus will das Thema Autonomie im Verbund mit Anwendungsgebieten in den Bereichen Materialtechnik, Elektrifizierung und Konnektivität erproben. Danach soll bewertet werden, ob man die Problemfelder Pilotenmangel, Flugsicherung und Betriebssicherheit mit seiner Hilfe verbessern kann. Airbus sagt aber auch, dass auch in Zukunft Piloten im Herz des Betriebs bleiben müssen.

Autonome Technologien seien nur Ergänzung, damit die Piloten sich mehr auf strategische Entscheidungsfindung und Missionsmanagement, als auf den reinen Flugbetrieb konzentrieren könnten.



Dieser Beitrag wurde am 17.01.2020 15:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.01.2020 - 16:11 Uhr
Userdlehmann66
User (296 Beiträge)
Ich gehe nicht davon aus, dass dieses System in der Lage sein wird einen Startabbruch durchzuführen, da muss man also weiterhin tätig werden. Bei einer automatischen Landung muss man ja auch nach wie vor die Schubhebel nach hinten ziehen und den Umkehrschub aktivieren. <

Das System vermutlich nicht aber ich finde das schon eine gute Idee, dass ein System in Echtzeit mitverfolgt, ob ein Startabbruch noch möglich ist und mit welcher Kraft dann gebremst werden muss. So muss der Pilot dann beim Abbruch nur noch den Emergencybreak-Knopf drücken und weiter lenken, bremsen und Schubumkehr geht automatisch.
Das lässt sich sicherlich realisieren.

Dieser Beitrag wurde am 17.01.2020 16:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.01.2020 - 16:36 Uhr
Usermenschmeier
User (509 Beiträge)
Das System vermutlich nicht aber ich finde das schon eine gute Idee, dass ein System in Echtzeit mitverfolgt, ob ein Startabbruch noch möglich ist und mit welcher Kraft dann gebremst werden muss. So muss der Pilot dann beim Abbruch nur noch den Emergencybreak-Knopf drücken und weiter lenken, bremsen und Schubumkehr geht automatisch.
Das lässt sich sicherlich realisieren.

Welchen Emergency Brake Knopf? Beim Airbus ist es das eine Logik die durch das Zurückziehen der Schubhebel aktiviert wird. Autobrake aktiviert sich aus dem MAX/RTO ARMED Mode heraus auf maximale Verzögerung mit Anti Skid, Spoiler werden aktiviert und Ailerons fahren in die Max Up Position.

Kurzum: Es gibt keinen Emergency Brake Knopf und zwar in keinem Airbus Cockpit.

Falls sie sich sich die zahlreichen (Vorsicht: Ironie) Handgriffe ansehen wollen.
 https://www.youtube.com/watch?v=CHlO6bsjln4

Dieser Beitrag wurde am 17.01.2020 16:40 Uhr bearbeitet.
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