Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Airbus stellt die Pilotenfrage

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Beitrag vom 24.01.2019 - 06:43 Uhr
Userfliegerschmunz
User (120 Beiträge)
Ah ja - und der eine Pilot ist dann 22 Jahre alt, kommt gerade von der Flugschule und kommt dann mit vereisten Staurohren in der ITC über dem Südatlantik klar. Oder mit einer fundierten Entscheidung, wenn die Ostküste im Blizzard versinkt. Träumt weiter in Eurem Elfenbeinturm - genauso wie von Taxidrohnen.
Beitrag vom 24.01.2019 - 07:53 Uhr
Usercapitano
User (2 Beiträge)
Den Blödsinn höre ich seit Jahrzehnten. Im Jahre des Herrn 1975 war ich bei Tittentheo in Mülheim auf Fokker 27 angestellt. 2 mal in der Woche flogen wir Airbus Beschäftigte von Bremen und Hamburg nach Toulouse. Mit an Bord war auch ein gewisser Herr Määähdorn, sicher allseits bekannt in der Szene (Airbus, Heidelberger Zement, Deutsche Bahn, Air Berlin). Er besuchte uns gelegentlich im Cockpit und tönte vollmundig " Wir bekommen euch dort auch noch weg ". Darauf meine Antwort: " Wenn wir hier nicht mehr sitzen dann steigt hinten keiner mehr ein". Das ist jetzt 43 Jahre her, an der Situation hat sich nichts geändert. Piloten werden auch in 50 Jahren noch händeringend benötigt werden, Großschwätzer wie Herr Mehdorn nicht. Könnte es nicht so sein, dass die Herren Ingenieure selbst gern Piloten werden?
Beitrag vom 24.01.2019 - 09:23 Uhr
Usermaussuam
Simulatorfuzzi
User (61 Beiträge)
Die Behörden sind zum Glück so konservativ, dass Techniken, die auf nicht reproduzierbarem Code (=KI) basieren im Moment nicht zulassungsfähig sind. Ich sehe auch das Einmann-Cockpit sehr kritisch. Wenn man bedenkt, wie hoch die Workload für zwei Leute - selbst in hochautomatisierten Cockpits (A350, B787) bei mehr als einem Fehler ist, wird das für einen kaum machbar sein. Zumindest möchte keiner 200+ Leben drauf wetten.
Beitrag vom 24.01.2019 - 10:01 Uhr
UserAvokus
User (634 Beiträge)
Beim autonomen Fahren von breitem Konsens zu sprechen ist ja wohl etwas weit hergeholt. Noch fährt kein einziges Auto im geregelten Straßenverkehr ausser in Pilotprojekten. Da kann man wahrlich noch nicht von Akzeptanz des Konsumenten sprechen. Ein Vergleich zum Luftverkehr hinkt ebenfalls. Auf NN bleibt das Auto im ungünstigsten Fall nur am Seitenstreifen stehen. Auf FL 350 gibt es keinen Seitenstreifen. Nicht umsonst wurden mehrere Piloten im Cockpit vorgesehen, auch wenn es immer wieder heißt menschlicher Fehler, läßt sich daraus nicht ableiten unter KI würde nichts passieren. Und dann fragt man sich was eigentlich der Sinn des ganzen ist, weitere Kosteneinsparungen, damit das Fliegen noch billiger werden kann? Fliegen an sich macht Spaß. Der Pilot ist da heute schon fast zum Manager degradiert. Weitere Automation wird da den Beruf eher noch weniger interessant machen. Fraglich ist auch ob aufgrund der Umweltdiskussion weiterhin von großen Zuwächsen wie in der Vergangenheit ausgegangen werden kann. Da habe ich so meine Zweifel.

Als durchaus großer Flugbefürworter würde ich mich dann allerdings nicht mehr in den Flieger setzen, wenn nur noch einer oder gar kein Pilot im Cockpit ist.
Beitrag vom 24.01.2019 - 10:05 Uhr
UserD-ABYT
User (37 Beiträge)
[...] Könnte es nicht so sein, dass die Herren Ingenieure selbst gern Piloten werden?

Glückwunsch, wieder mal alle Klischees über euren Berufsstand bestätigt. Die Götter in Reihe Null halten sich einfach für die größten. Hoffentlich kommt nicht irgendwann das böse Erwachen.
Beitrag vom 24.01.2019 - 10:47 Uhr
Usershuttle737
User (103 Beiträge)
Wie wäre es mit HAL9000?
Herrlich,nachdem dann Milliarden fuer Entwicklung
draufgegangen sind,um den eh meistens unterbezahlten
zweiten Mann/Frau zu ersetzen und der erste crash fuer ein Verbot gesorgt hat...
Beitrag vom 24.01.2019 - 10:53 Uhr
Usershuttle737
User (103 Beiträge)
...oder anders gesagt,ich glaube die Apollo Missionen waren ein Erfolg,nicht obwohl so wenig Computer-Power dabei war,sondern weil...
Beitrag vom 24.01.2019 - 11:07 Uhr
UserViri
User (428 Beiträge)
Wir leben in einer Zeit, in der eine einzige Drohne einen riesigen Flughafen für mehrere Stunden lahmlegen kann und alle schauen machtlos zu. Zu der "Pilotenfrage" von Airbus sage ich nur: LOL.
Beitrag vom 24.01.2019 - 12:25 Uhr
Userfliegerschmunz
User (120 Beiträge)
2012 gab es ein EU-Programm, das für 2020 den Piloten- und Lotsenlosen Luftverkehr vorsah. Na dann man los, 11 - 23 Monate sind das noch, das schafft Ihr.
Man sollte sich von Manager-Sprüchen nicht beeindrucken lassen, die haben die Auto-Welt-AG versprochen (Schrempp), die Deutsche Bank ruiniert (Kopper, Bräuer & Consorten), den BER verbockt (Wow) und dergleichen mehr. Und solange meine Urlaubsphotos nicht sicher sind, setze sich doch kein Mensch in ein Flugzeug, in dem nicht ein Mensch die letzte Entscheidung hat. Aussrdem steht den aberwitzigen Entwicklungs- und Zulassungskosten kein erkennbarer Mehrwert entgegen.
Wir alle, die uns hier einlassen, werden das nicht erleben.
Beitrag vom 24.01.2019 - 12:30 Uhr
Userfbwlaie
User (3967 Beiträge)
@fliegerschmutz,
ein Computer hätte vielleicht einen anderen Weg vorgeschlagen bzw. hätte nichts unternommen, weil so etwas sschon vorgekommen ist und Nichtstun die beste Strategie war.
Ein Problem ist auf alle Fälle die Zerifizierung der Software.
Die Boeing 737-8 MAX hat drei AoA-Sensoren. Einer ist defekt und der Flieger geht in den Sturzflug, obwohl die Geschwindigkeit ok war (auch drei Sensoren!), der Boden nahte...
Hätte Boeinmg alle Programme entsprechend vernetzt, wäre der Fliegen nicht in die See geflogen, falls die veröffentlichten Daten stimmen.

Am Rande: Wieviele Minuten fliegt ein Pilot ohne Autopilot bei einem normalen Linienflug?

Dieser Beitrag wurde am 24.01.2019 12:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.01.2019 - 13:08 Uhr
UserEricM
User (1133 Beiträge)
Könnte es nicht so sein, dass die Herren Ingenieure selbst gern Piloten werden?

Als Ingenieur kann ich sagen: Nein.
Die meisten von uns wissen in der Regel was sie können - und viel wichteiger: was sie nicht können.
So Sprüche, die auf dem festen Glauben an die eigene Vollkommenheit basieren, kommen meiner Erfahrung nach eher von Mitarbeitern, die in Firmenspitzen hochgespült wurden.
Egal ob eigene Leistung, Glück oder Intrigen dazu geführt haben oder die Person früher ein BWLer, Techniker, Sachbearbeiter oder Ingenieur war.
Beitrag vom 24.01.2019 - 14:00 Uhr
Usershuttle737
User (103 Beiträge)
Könnte es nicht so sein, dass die Herren Ingenieure selbst gern Piloten werden?

Als Ingenieur kann ich sagen: Nein.
Die meisten von uns wissen in der Regel was sie können - und viel wichteiger: was sie nicht können.
So Sprüche, die auf dem festen Glauben an die eigene Vollkommenheit basieren, kommen meiner Erfahrung nach eher von Mitarbeitern, die in Firmenspitzen hochgespült wurden.


Egal ob eigene Leistung, Glück oder Intrigen dazu geführt haben oder die Person früher ein BWLer, Techniker, Sachbearbeiter oder Ingenieur war.
Volle Zustimmung!
Der Idealzustand ist die Zusammenarbeit von
Entwicklung und Bedienung (Ingenieure/Piloten)
alles abhängig von finanzieller Machbarkeit und
genau da kommt der Sachunverstand ins Spiel...
Der Autopilot hat mit kuenstlicher Intelligenz allerdings
wenig bis garnichts zu tun.
Auch hier war das Raumfahrt-Programm Mercury/Gemini/Apollo ein Muster Beispiel fuer Erfolg.
Geld spielte politisch verordnet keine Rolle und der Einsatz
sorgfältig ausgewählter Fachkräfte bei der Rekrutierung
von Entwicklung und Bedienung fuehrte zu einem grossen
Erfolg,hat die Technologie wahnsinnig vorwärts gebracht.
Schon manchmal beängstigend,wie das alles in kürzester
Zeit geschafft wurde und wie das heute so abläuft,bei geradezu
lächerlichen Problemen (Sichwort Entrauchung auf Flughäfen)😂


Beitrag vom 24.01.2019 - 16:49 Uhr
Uservalhs
User (182 Beiträge)
Träumt weiter in Eurem Elfenbeinturm - genauso wie von Taxidrohnen.

Den Blödsinn höre ich seit Jahrzehnten.

vielleicht interessant, da es von Jahr zu Jahr aktueller wird:
'Viele Innovationen sind für die Betroffenen mit Anstrengung, Umbruch und als unnötig empfundener Turbulenz verbunden. Außerdem können Innovationen für Mitarbeiter und Vorgesetzte eine Bedrohung der Einzigartigkeit von Fähigkeiten und Wissensgrundlagen, des sozialen Ranges oder der Machtgrundlage bedeuten
...
Auch sind Organisationen komplexe Gebilde mit gewachsenen Machtstrukturen, in denen sich die Menschen wohlfühlen die hier drin arbeiten, Veränderungen bedeuten eine gewisse Instabilität und lösen Ängste aus. Diese Faktoren können "Seilschaften des Verhinderns" bilden. ... Älteren Arbeitnehmern fällt das Schritt halten mit neuen Technologiezylken daher oft schwerer als jüngeren Kollegen.'
 Innovationshindernis
Beitrag vom 24.01.2019 - 17:42 Uhr
UserDAD
User (14 Beiträge)
Autonomes fliegen ist einfacher zu realisieren als autonomes fahren.
Es hapert nur daran, dass die Leute die Gesetze machen zu wenig Ahnung haben.
Akzeptanz der PAX ist eine andere Frage. Aber das wird sich sicher bald ändern.
Frage
Wer ist besser im rechnen?
Ein billiger Taschenrechner oder Du?

Beitrag vom 24.01.2019 - 17:43 Uhr
UserTrijet
User (129 Beiträge)
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die bevorstehende Boeing 797 entweder das letzte neu-entwickelte Großflugzeug mit Zwei-Mann-Cockpit, oder das erste mit Ein-Mann(Frau/Divers)-Cockpit werden wird.
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