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Beitrag vom 14.08.2019 - 15:58 Uhr
Useratc
User (410 Beiträge)
Hat jemand hier eine Idee, inwiefern das realistisch ist in Hinsicht auf Personal, Qualitätssicherung und Nachfrage.

Mir erscheint das ziemlich fraglich, auch wenn es schön wäre, wenn es Erfolg hat.
Beitrag vom 14.08.2019 - 16:51 Uhr
UserAnfang
User (116 Beiträge)
Dürfte ähnlich wie bei Airbus sein. Ein paar qualifizierte, der Rest wird angelernt bzw. eingearbeitet. Zur Zeit ist der Markt leergefegt, daher haben auch Floristen und Fleischfachverkäufer gute Chancen.
Beitrag vom 14.08.2019 - 17:03 Uhr
UserZH Flyers
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User (212 Beiträge)
Das Flugzeug hat ja schon gefloppt als es genug Fachkräfte gab. Wie das jetzt besser funktionieren soll kann ich mir nicht erklären. Technologisch ist der Flieger ja auf dem Stand des Jahres 2000. Ich wünsche aber viel Erfolg. Ein Erfolg wäre toll!
Beitrag vom 14.08.2019 - 17:40 Uhr
Usersf260
User (492 Beiträge)
Die Frage ist, wieso hat es damals gefloppt? Weil es zu spät kam und der Markt damals schon von Saab (Saab 340) und Bombardier (DHC-8-100/-200) belegt war.
WIe sieht die Situation heute aus? Es fliegen noch sehr viele Saab 340 und DHC-8-100/-200, weil es eben keinen modernen Ersatz mehr gibt. Und ich denke genau auf diesen Markt zielt jetzt 328 Services mit einem Neubau der Dornier 328. Man könnte auch eine gestreckte Variante für bis zu 50 Passagiere anbieten, denn den einzigen heute neu erhältlichen 50 Sitzer baut ATR.
Bin gespannt was Viking AIr nach der Übernahme der Dash-8 von Bombardier vorhat. Ich hoffe sehr, es wird eine Neuauflage der kleineren Varianten der Dash geben. Gerade heute in der Klimaschutzdiskussion, wäre ein moderner Turboprop eine sehr schnell umzusetzende Maßnahme zur CO-2 Reduktion.
Beitrag vom 14.08.2019 - 19:20 Uhr
User
User ( Beiträge)
Wow, einfach nur wow.

So sieht die Geburt eines staatlich geförderten (und geforderten und geplanten) Rohrkrepierers aus.

Bevors jetzt wieder mal heißt: aber das ist doch der XY-Airbus-Airbus-Airbus, die Umstände waren damals vollkommen andere.

Ich habe keine Ahnung was die Herrn Politiker damit erreichen wollen, man wird ihnen schon gesagt haben warum das nichts werden kann.
Vielleicht wolln sie sich ja angesichts der kommenden Landtagswahlen in Sachsen etwas bei den konservativen Wählern einschleimen oder sie sind einfach nur blöd bzw. blind wegen des Erfolgs von Leipzig-Halle als Frachtdehkreuz welcher aber auch nur von der regierungsnahen und quasi staatlichen Deutschen Post abhängt.
Beitrag vom 14.08.2019 - 19:20 Uhr
UserAnfang
User (116 Beiträge)
Das Flugzeug hat ja schon gefloppt als es genug Fachkräfte gab. Wie das jetzt besser funktionieren soll kann ich mir nicht erklären.
Wo sind die ganzen Fachkräfte denn heute? Haben die alle Zeit und Lust nochmal von vorne anzufangen mit dem ganzen Risiko dass es nochmal daneben geht?
Beitrag vom 14.08.2019 - 21:14 Uhr
UserVJ 101
User (648 Beiträge)
Das Flugzeug hat ja schon gefloppt als es genug Fachkräfte gab. Wie das jetzt besser funktionieren soll kann ich mir nicht erklären. Technologisch ist der Flieger ja auf dem Stand des Jahres 2000. Ich wünsche aber viel Erfolg. Ein Erfolg wäre toll!

Das Flugzeug hat nicht gefloppt, gefloppt hat das Management, welches die Dasa- Firmen Fokker und Dornier ruinierte.
Ob sich jedoch aus dem Nichts heraus, vor allem ohne entsprechendem Fachpersonal die Produktion (und ggfs. Weiterentwicklung) wieder aufnehmen lässt, ist mehr als fraglich.
Die ehemaligen Dornianer leben sicherlich nicht in der Nähe des neuen Werkes ;-)
Beitrag vom 14.08.2019 - 22:24 Uhr
UserMHalblaub
User (564 Beiträge)
Die Frage ist, wieso hat es damals gefloppt? Weil es zu spät kam und der Markt damals schon von Saab (Saab 340) und Bombardier (DHC-8-100/-200) belegt war.
Der Rückhalt in der Deutschen Politik und damit die Finanzierung haben gefehlt. Damals war nur Airbus angesagt und Dornier hat das gestört.

Die Sierra Nevada Corporation ist ganz dick mit dem US-Militär und die US-amerikanische Air Force Special Operations Command (AFSOC) lieben die Do-328...
Beitrag vom 15.08.2019 - 02:22 Uhr
Usersf260
User (492 Beiträge)
Aber sollte die Do nicht schon mal in der Türkei als Turkish Regional Jet wieder auferstehen?
Beitrag vom 15.08.2019 - 10:36 Uhr
UserAvokus
User (738 Beiträge)
Das Flugzeug hat ja schon gefloppt als es genug Fachkräfte gab. Wie das jetzt besser funktionieren soll kann ich mir nicht erklären. Technologisch ist der Flieger ja auf dem Stand des Jahres 2000. Ich wünsche aber viel Erfolg. Ein Erfolg wäre toll!

Das Flugzeug hat nicht gefloppt, gefloppt hat das Management, welches die Dasa- Firmen Fokker und Dornier ruinierte.
Ob sich jedoch aus dem Nichts heraus, vor allem ohne entsprechendem Fachpersonal die Produktion (und ggfs. Weiterentwicklung) wieder aufnehmen lässt, ist mehr als fraglich.
Die ehemaligen Dornianer leben sicherlich nicht in der Nähe des neuen Werkes ;-)

Dem kann ich nur beipflichten und ergänzen, dass es alleine mit dem Bau des Flugzeugs nicht getan ist. Viel schwieriger ist die Vermarktung des Fliegers, für den es eigentlich nur noch ein Nischendasein geben kann, ähnlich der Dornier 228. Wenn es hier keine Großaufträge, etwa des Militärs geben sollte, dann wird dies ein Klein-Klein im Vertrieb mit kleinen, unbekannten Möchte-Gern Operators, bei denen es dann meistens an der Finanzierung und am Betriebskonzept, oder beidem fehlt.

Leider läßt sich die 328 auch nicht als 50-Sitzer fortentwickeln, ohne richtig viel Geld in die Hand zu nehmen. Ein allenfalls möglicher 40-Sitzer wird gegenüber der Konkurrenz von ATR-42 600 oder der DASH 8 300 einfach nur den Kürzeren ziehen, da im Betrieb nach wie vor zu Teuer. Die Dornier 328 Prop konkurriert eigentlich nur mit der Dash 8-100 auf lukrativen Nischen mit Special Performance Anforderungen wie STOL oder Steep Approach, oder Gravel Fields. Für beide ist der Markt m. E. definitiv zu klein.

Komplex würde es überhaupt erst wenn man die Jet als auch Propvariante erneut auflegen wollte. Das U.S. Militär hat ja überwiegend die Jets im Einsatz, wo größere Stückzahlen denkbar wären, aber da habe ich so meine Zweifel ob das jemals tragen wird.

Ich glaube eher das man Lebensverlängerungsmaßnahmen ins Auge fassen wird, bzw. halbwegs ordentliche Flieger aus dem Airlinebetrieb für neue Aufgaben umrüsten bzw. wieder fit machen wird.

Vor diesem Hintergrund werden die ca. 200 produzierten Flieger noch eine ganze Weile ihre Daseinsberechtigung behalten. Neuproduktion halte ich für unrealistisch. Die Stückkosten würden einfach zu hoch ausfallen.
Beitrag vom 15.08.2019 - 13:15 Uhr
Usersf260
User (492 Beiträge)
Sehe ich etwas anders. Es gibt einen sehr großen Markt für den Ersatz alter 30 Sitzer. Aber ob sich das mit der Do tragen wird? Die Q300 ist insofern keine Konkurrenz mehr, als dass der Flieger auch schon länger nicht produziert wird. Soweit ich weiß, fliegt das US Militär vorwiegend die Turbopropvariante. Für den 328 Jet sehe ich da Ehefrau hat gesagt so gut wie keinen Markt, dür den Turboprop hingegen schon.
Beitrag vom 15.08.2019 - 13:25 Uhr
Useratc
User (410 Beiträge)
Für den 328 Jet sehe ich ****da Ehefrau hat gesagt**** so gut wie keinen Markt, dür den Turboprop hingegen schon.

*lachanfall*
Beitrag vom 15.08.2019 - 14:10 Uhr
Userdlehmann66
User (232 Beiträge)
ich vermute Rechtschreibkorrektur auf dem Handy oder Tablet hat zugeschlagen
....da hat die Ehefrau schon was zu sagen :-)
Beitrag vom 15.08.2019 - 14:31 Uhr
UserAvokus
User (738 Beiträge)
Sehe ich etwas anders. Es gibt einen sehr großen Markt für den Ersatz alter 30 Sitzer. Aber ob sich das mit der Do tragen wird? Die Q300 ist insofern keine Konkurrenz mehr, als dass der Flieger auch schon länger nicht produziert wird. Soweit ich weiß, fliegt das US Militär vorwiegend die Turbopropvariante. Für den 328 Jet sehe ich da Ehefrau hat gesagt so gut wie keinen Markt, dür den Turboprop hingegen schon.

Die Dornier 328 ist jedoch auch keine Konkurrenz mehr für für die ATR 42-600, da sie ja bekanntlich nicht mehr gebaut wird. Wenn man jedoch einen großen Markt für 30-Sitzer erkennen sollte und erwägt die 328 TP wieder aufleben zu lassen, dann können sich auch die Rechteinhaber der Bombardier Dash-8 selbige Frage stellen. Dash 8-100 und 328 hatten was STOL-Fähigkeiten angeht den selben Markt beackert. Dash 8 hatte die Nase jedoch oft vorne wenn es um ein Familienkonzept ging. Hier hatte FD nichts entgegenzusetzen. Mit gleichem Flügel war nur eine Streckung der 328 auf 40 Sitzplätze möglich, nicht genug gegenüber der 50-Sitzerkonkurrenz. Warum sollte das jetzt anders sein, wo es zudem eine schneller ATR 42-600 gibt, geschweige denn eine noch größere und noch schnellere Dash 8-400. Der angedachten 428 Jet war für die Airlines ebenfalls zu klein und den schnelleren Konkurrenten ERJ 140 und 145 sowie CRJ-200 deutlich unterlegen auch was das fehlende Familienkonzept angeht. Nicht zuletzt war dies der Anlass eine neue 728Familie zu entwickeln, womit man der Konkurrenz endlich voraus gewesen wäre.

Es wird nach meiner Erfahrung eine Träumerei bleiben. Wie gesagt Lebensverlängerung ja. Das U.S. Militär fliegt tatsächlich 20 328 T. Mit den Jets hatte ich falsch in Erinnerung.

Dieser Beitrag wurde am 15.08.2019 14:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.08.2019 - 19:01 Uhr
Usersf260
User (492 Beiträge)
@Avokus: Ganz einfach, der Turbopropmarkt war damals schon von Saab 340 und DHC-8-100 belegt in dieser Größenkategorie. Es gibt allerdings mehr als genug Strecken, wo sich ein größerer Turboprop einfach nicht lohnt. Das mag nicht so sehr in Europa der Fall sein, aber gerade in den USA und Kanada ist es das. Als Beweis sehe ich den weiteren Einsatz dieser FLugzeuge, weil es einfach keinen Ersatz gibt. Beispiel: Wideroe. Du kannst nicht einfach auf jeden Platz die Q400 einsetzen, dedshalb sind die kleinen Dash ja weiter in Betrieb, obwohl diese schon teilweise 30 Jahre und älter sind. Das könnte der Markt sein, den man anpeilt. Es wird hier sicherlich nicht um tausende Flugzege gehen, aber im niedrigen hunderter Bereich liegt der Bedarf wohl offensichtlich.
Bisher macht Viking Air keinerlei Anstalten, eine neue Version der Dash-8-100 anzubieten, aber weiss, was da noch kommt.

Nur als Anmerkung: Die Do328 ist schneller als die ATR.
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