Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / LOT Polish Airlines erhält Zuschlag...

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Beitrag vom 24.01.2020 - 10:24 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (364 Beiträge)
Rumsdada... schlechtestmögliche Option.
Beitrag vom 24.01.2020 - 10:35 Uhr
User4UPilot
User (221 Beiträge)
Rumsdada... schlechtestmögliche Option.

Und warum genau?
Beitrag vom 24.01.2020 - 10:36 Uhr
UserNicci72
User (250 Beiträge)
Rumsdada... schlechtestmögliche Option.

Mit Sicherheit nicht - die schlechteste Option wäre, nach Fakten unbezweifelbar, Greybull gewesen, die bereits Monarch Airlines an die Wand gefahren haben, keine langfristige Option boten und Condor als britische Investmentgesellschaft mit dem Brexit-Problem vom Regen wieder in die Traufe gebracht hätten.

Bitte beschäftigen Sie sich doch erst einmal mit den Bewerbern, bevor Sie so etwas hier "raushauen".

Dieser Beitrag wurde am 24.01.2020 10:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.01.2020 - 10:43 Uhr
UserDehZehZehn
User (4 Beiträge)
Sicher nicht die schlechteste Option!
Die Reise geht früher oder später durch die Hintertür zurück zu Lufthansa.
Beitrag vom 24.01.2020 - 11:01 Uhr
UserNicci72
User (250 Beiträge)
Sicher nicht die schlechteste Option!
Die Reise geht früher oder später durch die Hintertür zurück zu Lufthansa.

Die Zukunft wird es zeigen, ich gehe aber nicht davon aus, dass die Condor zurück zur Lufthansa geht, auch nicht durch die Hintertür (zu fragen wäre da: durch welche Hintertür eigentlich?) - aus Gründen, die in verschiedenen Artikeln und auch hier im Forum benannt und lang und breit diskutiert wurden. Die Meldung hier im Artikel, dass die Lufthansa prüft, ihre Cityline umzubauen und zumindest außerhalb der Langstrecke, wo man seit Monaten ja an einem eigenen Ferienflieger bastelt (Stichwort: "Purple Moon"), zu einer Art Condor-Konkurrenten zu machen, spricht auch nicht dafür.

Wahrscheinlicher ist eher, dass hier am deutschen Luftfahrtmarkt Einiges in Bewegung kommen wird und dass nicht unerhebliche Veränderungen ins Haus stehen, aber kein Zurück zu früher.

Dieser Beitrag wurde am 24.01.2020 11:05 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.01.2020 - 11:12 Uhr
UserDehZehZehn
User (4 Beiträge)
Sicher nicht die schlechteste Option!
Die Reise geht früher oder später durch die Hintertür zurück zu Lufthansa.

Die Zukunft wird es zeigen, ich gehe aber nicht davon aus, dass die Condor zurück zur Lufthansa geht, auch nicht durch die Hintertür (zu fragen wäre da: durch welche Hintertür eigentlich?) - aus Gründen, die in verschiedenen Artikeln und auch hier im Forum benannt und lang und breit diskutiert wurden. Die Meldung hier im Artikel, dass die Lufthansa prüft, ihre Cityline umzubauen und zumindest außerhalb der Langstrecke, wo man seit Monaten ja an einem eigenen Ferienflieger bastelt (Stichwort: "Purple Moon"), zu einer Art Condor-Konkurrenten zu machen, spricht auch nicht dafür.

Wahrscheinlicher ist eher, dass hier am deutschen Luftfahrtmarkt Einiges in Bewegung kommen wird und dass nicht unerhebliche Veränderungen ins Haus stehen, aber kein Zurück zu früher.

Ich komme in einem Jahr auf Sie zurück. Ich glaube, das war ein schlauer Schachzug. Wir werden sehen!
Beitrag vom 24.01.2020 - 11:26 Uhr
UserDannyDADI22!
User (31 Beiträge)
Ich würde sagen für Condor selber die beste option, für die Mitarbeiter die schlechteste. Für Condor die beste, da man nun endlich die Langstrecke wahrscheinlich mit Boeing 787-8 Flugzeugen erneuern kann. Das schlechteste für die Mitarbeiter, da LOT den Mitarbeitern und besonders VERDI einiges abverlangen wird. Ich kann mir vorstellen, dass die Weibliche Angstelle wieder behandeln werden wie in den 60ziger Jahren, da LOT Staatlich ist und der Staat Polen sehr extrem Konservativ ist. Da haben Frauen wie wir wissen nichts zu sagen und sollen laut Lech Kachinsky nur Gebärmaschienen sein. Und Schwule und Lesbische Mitarbeiter werden dann auch aus dem Unternehmen über lang oder kurz rausgedrängt. Denn man will in POlen wegen der so starken Katolischen Kirche ja nur Heterofamilien haben.
Und in Polen arbeitet man zu viel schlechteren Arbeitsverhältnissen. Wenn ich Condormitarbeiter wäre, dann würde ich jetzt den Tarifvertrag kündigen und neue Streiks einberufen. Ich würde erst wieder anfangen zu arbeiten, wenn LOT schriftlich verspricht bis 2030 die Arbeitsbedingungen nicht zu verschlechtern.

Ich sehe auf Frankfurt bis 2030 einen Passagieranstieg um 10 Mio. Passagiere aufziehen, da LOT/Condor und Cityline mit Lufthansa eine Preisschlacht bei der Touristischen Langstrecke aufmachen werden. Ich sehe es schon kommen, dass es zu Zielen wie Phonix, Long-Beach, etliche Kubazielen und so weiter tägliche Flugverbindungen von beiden Gesellschaften geben wird.

Und der Klimaschutz bleibt dann auf der Strecke. So zerstört die Luftfahrt immer stärker das Klima.

Ich sehe es auch noch kommen, dass beide Geseschaften auf langer sicht darunter leiden werden.

Der einzige Gewinner wird FRAPORT sein, da sie mehr und mehr Passagiere pro Jahr abfertigen werden.
Beitrag vom 24.01.2020 - 11:29 Uhr
UserNicci72
User (250 Beiträge)
Sicher nicht die schlechteste Option!
Die Reise geht früher oder später durch die Hintertür zurück zu Lufthansa.

Die Zukunft wird es zeigen, ich gehe aber nicht davon aus, dass die Condor zurück zur Lufthansa geht, auch nicht durch die Hintertür (zu fragen wäre da: durch welche Hintertür eigentlich?) - aus Gründen, die in verschiedenen Artikeln und auch hier im Forum benannt und lang und breit diskutiert wurden. Die Meldung hier im Artikel, dass die Lufthansa prüft, ihre Cityline umzubauen und zumindest außerhalb der Langstrecke, wo man seit Monaten ja an einem eigenen Ferienflieger bastelt (Stichwort: "Purple Moon"), zu einer Art Condor-Konkurrenten zu machen, spricht auch nicht dafür.

Wahrscheinlicher ist eher, dass hier am deutschen Luftfahrtmarkt Einiges in Bewegung kommen wird und dass nicht unerhebliche Veränderungen ins Haus stehen, aber kein Zurück zu früher.

Ich komme in einem Jahr auf Sie zurück. Ich glaube, das war ein schlauer Schachzug. Wir werden sehen!

Ich gehe nicht davon aus, dass LOT für die Lufthansa den Niki Lauda spielen wird bzw. spielen kann, wenn Sie das meinen, schon wegen dem auch in diesem Artikel wieder genannten EU-Kartellrecht - und dann auch, weil LOT am Markt ganz anders positioniert ist als der "Selfmademan" Lauda und seit Jahren eigene Ziele sehr dezidiert verfolgt - und das nicht als Hiwi ausgerechnet der Deutschen. Aber in der Tat, wir werden sehen.
Beitrag vom 24.01.2020 - 11:46 Uhr
UserDebaser
User (275 Beiträge)
Ich würde sagen für Condor selber die beste option, für die Mitarbeiter die schlechteste. [...] Wenn ich Condormitarbeiter wäre, dann würde ich jetzt den Tarifvertrag kündigen und neue Streiks einberufen. Ich würde erst wieder anfangen zu arbeiten, wenn LOT schriftlich verspricht bis 2030 die Arbeitsbedingungen nicht zu verschlechtern.


Beim ersten gehe ich noch mit - was den Umgang mit den Mitarbeitern betrifft, erschent selbst Ryanair noch als sozial im Gegensatz zu LOT.

Der zweite von mir zitierte Abschnitt ist wohl im Affekt geschrieben... Ein Blick ins BetrVerfG bzw. auf das deutsche Streikrecht läßt erkennen, daß kein Mitarbeiter einen TV kündigen kann (und um Himmels Willen, was soll das bringen, er soll doch erhalten werden!!!) - wilde Streiks sind überdies verboten, und wenn Sie einfach nicht mehr arbeiten gehen, wird Ihnen gekündigt und kein Anwalt würde Ihre Kündigungsschutzklage übernehmen.

Gerade was Streiks betrifft, fackelt LOT nicht lange. Wenn ich mich richtig erinnere, hat diese Airline vor einiger Zeit über 60 Leute entlassen, weil sie gestreikt haben. Der Chef hat dazu sinngemäß gesagt, der Streik sei unrechtmäßig gewesen, denn er (sic!) habe ihn nicht genehmigt. Außerdem habe der Streik die Airline viel Geld gekostet, welches er von den Streikenden einklagen wolle. So läuft der Hase bei LOT. Für die Belegschaft der Condor sind das keine guten Aussichten - erst recht, wo sich einige vor Monaten schon fast mit einem gelben LH-Ausweis am Revers gesehen hatten.

Dieser Beitrag wurde am 24.01.2020 11:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.01.2020 - 11:55 Uhr
UserNicci72
User (250 Beiträge)
Ich würde sagen für Condor selber die beste option, für die Mitarbeiter die schlechteste. Für Condor die beste, da man nun endlich die Langstrecke wahrscheinlich mit Boeing 787-8 Flugzeugen erneuern kann. Das schlechteste für die Mitarbeiter, da LOT den Mitarbeitern und besonders VERDI einiges abverlangen wird. Ich kann mir vorstellen, dass die Weibliche Angstelle wieder behandeln werden wie in den 60ziger Jahren, da LOT Staatlich ist und der Staat Polen sehr extrem Konservativ ist. Da haben Frauen wie wir wissen nichts zu sagen und sollen laut Lech Kachinsky nur Gebärmaschienen sein. Und Schwule und Lesbische Mitarbeiter werden dann auch aus dem Unternehmen über lang oder kurz rausgedrängt. Denn man will in POlen wegen der so starken Katolischen Kirche ja nur Heterofamilien haben.
Und in Polen arbeitet man zu viel schlechteren Arbeitsverhältnissen. Wenn ich Condormitarbeiter wäre, dann würde ich jetzt den Tarifvertrag kündigen und neue Streiks einberufen. Ich würde erst wieder anfangen zu arbeiten, wenn LOT schriftlich verspricht bis 2030 die Arbeitsbedingungen nicht zu verschlechtern.

Ich sehe auf Frankfurt bis 2030 einen Passagieranstieg um 10 Mio. Passagiere aufziehen, da LOT/Condor und Cityline mit Lufthansa eine Preisschlacht bei der Touristischen Langstrecke aufmachen werden. Ich sehe es schon kommen, dass es zu Zielen wie Phonix, Long-Beach, etliche Kubazielen und so weiter tägliche Flugverbindungen von beiden Gesellschaften geben wird.

Und der Klimaschutz bleibt dann auf der Strecke. So zerstört die Luftfahrt immer stärker das Klima.

Ich sehe es auch noch kommen, dass beide Geseschaften auf langer sicht darunter leiden werden.

Der einzige Gewinner wird FRAPORT sein, da sie mehr und mehr Passagiere pro Jahr abfertigen werden.

Die Katholische Kirche sehe ich hier eher nicht involviert, zum Katholizismus gehört an prominenter Stelle ja auch die katholische Soziallehre, von der man bei LOT nicht viel findet, aber im Übrigen würde ich Ihnen schon zustimmen. Als Betriebsrat und als Gewerkschaft sollte man bei Condor bei den anstehenden Einzelverhandlungen genau hinsehen, wobei realistisch gesehen ihre derzeitige Verhandlungsposition leider ganz schlecht ist. LOT hat wie erwähnt, gerade bezogen auf seine Mitarbeiter, eine zwar wirtschaftlich erfolgreiche, aber wirklich rabiate Sanierung hinter sich gebracht, bei der man mit seinen Mitarbeitern in der Tat auf dem Ryanair-Fuß umsprang. Wenn es so laufen sollte wie man es durchaus mit Grund befürchten kann, dann hat dieser Deal schon das Zeug zum Beschäftigungsprogamm für Arbeitsgerichte und Rechtsanwälte.

Andererseits muss man aber auch sehen, dass die derzeitige Situation eine enorme Chance für Condor bietet. Für Condor ist, überspitzt gesagt, Thomas Cook gerade noch rechtzeitig pleite gegangen. Thomas Cook hätte sonst noch ein paar Jahre ohne jede Perspektive so viel Geld wie möglich aus der Condor gezogen, um anderswo Löcher notdürftig damit zu stopfen, null komma nichts investiert und die Flotte einfach weiter "ausgelutscht", bis sie völlig schrottreif gewesen wäre und hätte Condor dann auch noch in den Brexit-Schlamassel gezogen.

Dass mit der sich anbahnenden Konkurrenz insbesondere in Frankfurt sehe ich genauso - und in der Tat, FRAPORT wird ein wesentlicher Gewinner davon sein - aber ich sehe diesen Wettbewerb als etwas Positives, jedenfalls als etwas Besseres als ein immer desinteressierterer Quasi-Monopolist, der ohnehin gerade dabei ist, München zu seinem zentralen Hub um- und auszubauen. Ob FRA wirklich zehn Millionen mehr Passagiere hergeben wird wie Sie meinen, da habe ich dann aber wieder meine großen Zweifel, nicht nur, wenn man auf die Slots in Frankfurt schaut.

Noch ein Wort zum Thema Klimaschutz: Uralte 767 der Condor und auch nicht mehr ganz taufrische A 340-Vierstrahler von Lufthansa (Stand: heute) in Frankfurt tragen ja auch nicht gerade sehr viel zu ihm bei. Wenn ein neuer Wettbewerb hier neue Dreamliner und neue A 350 zur Folge hätte, würde der Klimaschutz dabei zumindest nicht verlieren.

Dieser Beitrag wurde am 24.01.2020 12:04 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.01.2020 - 12:01 Uhr
Userfokker50
User (79 Beiträge)
Was LOT mit Sicherheit nicht hatist das notwendige Milliardenkapital für eine Erneuerung der DE Flotte, aber vielleicht ist das ja auch gar nicht gewollt.Die eigene Langstrecke ab Warschau soll ja massiv ausgebaut werden und dafür benötigt man noch einen billigen Zubringercarrier.
Würde mich nicht wundern , wenn Condor dem Beispiel der Lauda/Niki (-Air/-Motion)folgen muss und zum Billigcarrier degradiert wird.
Das wäre zumindest die günstigste Version für LO.
Beitrag vom 24.01.2020 - 12:10 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (364 Beiträge)
Noch ein Wort zum Thema Klimaschutz: Uralte 767 der Condor und auch nicht mehr ganz taufrische A 340-Vierstrahler von Lufthansa (Stand: heute) in Frankfurt tragen ja auch nicht gerade sehr viel zu ihm bei. Wenn ein neuer Wettbewerb hier neue Dreamliner und neue A 350 zur Folge hätte, würde der Klimaschutz dabei zumindest nicht verlieren.

Bei sowas würde mich mal die Gesamtklimabilanz interessieren.

Eine A350 oder 787 würden zwar Adhoc die Betriebskosten senken und durch den geringeren Verbrauch und weniger Lärmemissionen Ihren Beitrag zum Klima leisten. Anders gesagt, laufender Betrieb: Check, besser für die Umwelt.

Aber wie schaut die Bilanz aus, wenn man die Produktion einer A350 oder 787 mit einbezieht. Wie lange muss so eine Maschine mit ihrem geringeren Verbrauch fliegen, bis sie ihre Hypothek Produktion - und zwar alles ab Abbau der Ressourcen bis zur Inbetriebnahme durch die Airline - abgebaut hat? Zusatzfrage: läuft die Produktion selbst ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien?

Dieser Beitrag wurde am 24.01.2020 12:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.01.2020 - 12:29 Uhr
UserNicci72
User (250 Beiträge)
Was LOT mit Sicherheit nicht hatist das notwendige Milliardenkapital für eine Erneuerung der DE Flotte, aber vielleicht ist das ja auch gar nicht gewollt.Die eigene Langstrecke ab Warschau soll ja massiv ausgebaut werden und dafür benötigt man noch einen billigen Zubringercarrier.
Würde mich nicht wundern , wenn Condor dem Beispiel der Lauda/Niki (-Air/-Motion)folgen muss und zum Billigcarrier degradiert wird.
Das wäre zumindest die günstigste Version für LO.

LOT braucht auch kein Milliardenkapital in der Größenordnung, die Ihnen offenbar vorschwebt, LOT ist gerade dabei, seine Langstreckenflotte aus Dreamlinern zu expandieren und macht dies zum Großteil über Drylease bei ACG, nicht per Eigenkauf ab Werk. Es dürfte daher nicht besonders schwierig werden, diesen laufenden Auftrag im Bedarfsfall kostengünstig zu erweitern, zumal Boeing derzeit und auch noch in den nächsten Jahren über jeden Dreamliner froh sein wird, der verkauft werden kann, und sei es an eine Leasing-Gesellschaft. Dass man mit LOT endlich die überfällige Erneuerung der Langstreckenflotte mit adäquaten Zeithorizont in Angriff nehmen kann dürfte wohl sogar einer der ausschlaggebenden Punkte für den Zuschlag für LOT gewesen sein.

LOT wird die Condor natürlich in seine Konzernstrategie einbauen und natürlich auch entsprechend umbauen, das hat seinerzeit Thomas Cook getan und das würde auch jeder andere Investor so tun. Die Rolle als neuer LCC ist allerdings nicht das, was LOT am Dringensten braucht und auch nicht das, wo Condor wirklich Kompetenz, Markterfahrung und Marktanteile anbieten könnte. Die schwache Stelle von LOT ist derzeit das Ferienfluggeschäft, wo man weit hinter Ryanair und sogar hinter der kleinen Enter Air hinterherhinkt - und dabei insbesondere neue Langstrecken-Ferienflugdestinationen, wo man bisher gar nichts anzubieten hat - und da bringt Condor in der Tat viel ein.

LOT expandiert derzeit im großen Stil und deshalb natürlich auch in Warschau. Aber der zentrale Fokus liegt bei LOT seit ein paar Jahren auf der Entwicklung vom rein nationalpolnischen Legacy-Carrier zum europäischen Legacy-Carrier, wobei man seinen Standortvorteil nutzen möchte, dass es in der EU östlich von Deutschland bisher so etwas nicht gibt. Man sieht sich hier im Legacy-Bereich in etwa so wie die Wizz Air im LCC-Bereich. So wurde ausgerechnet Budapest, wo die Wizz Air beheimatet ist (die 2019 Eurowings als drittgrößten europäischen LCC abgelöst hat) zum zweiten Hub ausgebaut und mit der Nordica auch im Baltikum expandiert.
Für LOT ist die Condor deshalb wohl vor allem der Fuß - oder vielleicht auch schon das Bein - in der deutschen Tür, Deutschland ist schließlich der drittgrößte europäische Luftfahrtmarkt. Das wäre im Legacy-Bereich dieselbe Expansionsstrategie, die im LCC-Bereich Wizz Air bereits erfolgreich betrieben hat.
Beitrag vom 24.01.2020 - 12:35 Uhr
UserNicci72
User (250 Beiträge)
Noch ein Wort zum Thema Klimaschutz: Uralte 767 der Condor und auch nicht mehr ganz taufrische A 340-Vierstrahler von Lufthansa (Stand: heute) in Frankfurt tragen ja auch nicht gerade sehr viel zu ihm bei. Wenn ein neuer Wettbewerb hier neue Dreamliner und neue A 350 zur Folge hätte, würde der Klimaschutz dabei zumindest nicht verlieren.

Bei sowas würde mich mal die Gesamtklimabilanz interessieren.

Eine A350 oder 787 würden zwar Adhoc die Betriebskosten senken und durch den geringeren Verbrauch und weniger Lärmemissionen Ihren Beitrag zum Klima leisten. Anders gesagt, laufender Betrieb: Check, besser für die Umwelt.

Aber wie schaut die Bilanz aus, wenn man die Produktion einer A350 oder 787 mit einbezieht. Wie lange muss so eine Maschine mit ihrem geringeren Verbrauch fliegen, bis sie ihre Hypothek Produktion - und zwar alles ab Abbau der Ressourcen bis zur Inbetriebnahme durch die Airline - abgebaut hat? Zusatzfrage: läuft die Produktion selbst ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien?

Ich gebe Ihnen als Katholikin natürlich gerne recht: Ein wirklich klimaneutrales Leben würde sich am Vorbild des Heiligen Antonius orientieren, der bekanntlich nackt in einer Höhle in der Wüste lebte und sich von Heuschrecken und Tau ernährte und täglich seine Bedürfnisse durch Kasteiungen entfernte. Ganz unironisch und ernsthaft gesprochen. Ich fürchte, dazu werde ich zeit meines Lebens nie fähig sein und viele andere Menschen auch nicht - nicht einmal zum auch nicht völlig klimaneutralen Leben einer Greta Thunberg, deren Boot, mit dem sie über den Atlantik schipperte, z.B. ja auch irgendwo irgendwie hergestellt werden musste.

Wie gesagt, Sie haben natürlich Recht mit Ihrem Hinweis auf die Klimabilanz.


Beitrag vom 24.01.2020 - 12:42 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (364 Beiträge)
Ich gebe Ihnen als Katholikin natürlich gerne recht: ...

Zunächst einmal bin ich männlich und über meine Religionszugehörigkeit sagt meine Ausführung ebenfalls nichts, die geht auch keinen was an. Ich wähle auch nicht die Grünen und bin auch nicht im Lager Greta tätig.

Meine durchaus ernst gemeinte Interessensfrage, welche keinen Pranger beinhaltete, verlangte lediglich einen realistischen Überblick als Antwort.

Stattdessen ziehen Sie es als Lächerlichkeit durch den Kakao.
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