Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa will nicht mehr selber kochen

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Beitrag vom 11.04.2019 - 02:13 Uhr
UsercosmoB
User (84 Beiträge)
Hat das mal wieder McKinsey geraten ? Und in zwei Jahren heisst es dann garantiert "Margen unter Druck weil die Cateringkosten gestiegen sind", dann wird wieder panisch nach einem eigenen Cateringunternehmen gesucht welches man übernehmen kann. Das Management dieser Fluggesellschaft ist so unterirdisch, das ist kaum mehr zu unterbieten.
Beitrag vom 11.04.2019 - 03:12 Uhr
UserMD 11
User (885 Beiträge)
Blödsinn. 115Mio bei 3,2Mrd Umsatz ist lächerlich gering und das wobei immer weniger Kunden überhaupt Catering abnehmen.
Der Verkauf ist aus Unternehmenssicht das einzig Sinnvolle um künftig flexibel auf die stark schwankende Nachfrage zu reagieren.
Günstiger wird es zudem ebenfalls, da man künftig als Kunde eine deutlich bessere Verhandlungsposition hat.

Qualitativ kann man mit Do&Co beispielsweise ohnehin nicht mithalten.
Beitrag vom 11.04.2019 - 06:59 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (242 Beiträge)
Blödsinn. 115Mio bei 3,2Mrd Umsatz ist lächerlich gering und das wobei immer weniger Kunden überhaupt Catering abnehmen.


Das ist in meinen Augen der entscheidende Punkt: die Zukunft für die caterer sieht einfach nicht rosig aus. Es gibt jetzt schon keine Steigerung des Umsatzes mehr, obwohl es immer mehr Flüge/Passagiere gibt. Und in Zukunft wird es immer mehr Tarife geben, bei denen es keine Verpflegung gibt.
Jetzt kann man noch ein unternehmen mit über 100 Mio € Gewinn im Jahr verkaufen. Das verkauft sich deutlich besser als eines, dass Verluste schreibt und sinkende Umsätze hat.
Beitrag vom 11.04.2019 - 07:18 Uhr
UserMHalblaub
User (531 Beiträge)
Hat das mal wieder McKinsey geraten ? Und in zwei Jahren heisst es dann garantiert "Margen unter Druck weil die Cateringkosten gestiegen sind", dann wird wieder panisch nach einem eigenen Cateringunternehmen gesucht welches man übernehmen kann.

Das habe ich auch gedacht. Die Sparte macht doch deswegen wenig Gewinn, weil vor allem Lufthansa wenig fürs Essen zahlt. In zwei Jahren nach dem Verkauf sind die Zahlen besser, da Lufthansa mehr fürs Essen bezahlen muss, weil sie selbst einen Monopolisten geschaffen haben.
Beitrag vom 11.04.2019 - 09:51 Uhr
UserFordsens
User (64 Beiträge)
Das Management dieser Fluggesellschaft ist so unterirdisch, das ist kaum mehr zu unterbieten.

Genau deswegen hat es auch das Unternehmen gewinnbringend und stabil im Wettbewerb aufgestellt... Wenn ich so einen Schwachsinn lese, kann ich nur sagen, aufwachen, es ist 2019, Sie haben 20 Jahre verpennt!
Beitrag vom 11.04.2019 - 10:51 Uhr
UserChrisB
User (17 Beiträge)
Ich versteh es im gesamten einfach nicht: sind es wirklich so gute Manager weil sie sagen: Sparte verkaufen, Kosten senken ? Mit Verlaub aber das kann jeder Affe. Und am Ende fliegt einem alles um die Ohren (wir kennen das aus allen anderen Branchen der Wirtschaft). Woran liegt’s? Na weil man eben nicht unendlich Gewinne abschöpfen kann. Wozu auch? Wozu mehr Gier? Ein Gewinn ist und bleibt ein Gewinn und das sollte doch reichen denn damit sind alle bezahlt und dürfen normal leben. Immer weiter verkaufen bedeutet zunehmenden Lohndumping und eine verantwortungslose Personalpolitik. Wo da jetzt wie Manager „gut“ sein sollen wird mir nicht klar. Ich persönlich Erträge diese abartige Gier nicht mehr!
Beitrag vom 11.04.2019 - 11:31 Uhr
UserEricM
User (1450 Beiträge)
Immer weiter verkaufen bedeutet zunehmenden Lohndumping und eine verantwortungslose Personalpolitik. Wo da jetzt wie Manager „gut“ sein sollen wird mir nicht klar. Ich persönlich Erträge diese abartige Gier nicht mehr!

Stimmt schon, was man aber nicht vergessen darf:
Am anderen Ende der Dividendenzahlung sitzen oft Versicherungen, die zusehen müssen, wie sie über diese Dividenden z.B. Rentenzahlungen, Lebensversicherungen und Krankenhauskosten zahlen.
Und die pochen natürlich auf gesteigerte Dividenden.
Es sind nicht nur "die Manager" gierig, viele Rentner, Krankenversicherte, Arbeitnehmer sind es, wenn auch oft über Umwege und sich dieser Tatsache gar nicht bewusst...

Dieser Beitrag wurde am 11.04.2019 11:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.04.2019 - 12:03 Uhr
Userstarair
User (4 Beiträge)
Ich versteh es im gesamten einfach nicht: sind es wirklich so gute Manager weil sie sagen: Sparte verkaufen, Kosten senken ? Mit Verlaub aber das kann jeder Affe. Und am Ende fliegt einem alles um die Ohren (wir kennen das aus allen anderen Branchen der Wirtschaft). Woran liegt’s? Na weil man eben nicht unendlich Gewinne abschöpfen kann. Wozu auch? Wozu mehr Gier? Ein Gewinn ist und bleibt ein Gewinn und das sollte doch reichen denn damit sind alle bezahlt und dürfen normal leben. Immer weiter verkaufen bedeutet zunehmenden Lohndumping und eine verantwortungslose Personalpolitik. Wo da jetzt wie Manager „gut“ sein sollen wird mir nicht klar. Ich persönlich Erträge diese abartige Gier nicht mehr!

So seh ich es auch... damit werden alte Teure Mitarbeiter ausgebotet...und es ist ja nicht das erstemal das die LH das mit der LSG versucht.Ich hoffe nur das die Kartellbehörden dann mal genau drauf schauen.
Beitrag vom 11.04.2019 - 12:20 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (242 Beiträge)
Jaja, alle sind bessere Manager, das kennt man ja schon. Natürlich weiß jeder besser als der Vorstand eines Konzerns, was das Beste für den Konzern ist. Ich frage mich ja nur, warum sind dann diese Leute nicht auch Vorstand irgendwo, wenn die doch so gut sind?
Wie kann man sich hier hinstellen und Menschen nachsagen, dass sie "unterirdische Manager sind" und eine "abartige Gier" haben, ohne auch nur ansatzweise zu wissen, was die Hintergründe sind? Kennen Sie die genauen Zahlen? Kennen Sie die Strategie? Kennen Sie die Gründe? NEIN!
Es wird hier gleich wieder nur auf der alten Leier aufgesprungen und den Menschen Unvermögen unterstellt, weil man ja alles besser weiß.
Beitrag vom 11.04.2019 - 12:24 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (242 Beiträge)


So seh ich es auch... damit werden alte Teure Mitarbeiter ausgebotet...und es ist ja nicht das erstemal das die LH das mit der LSG versucht.Ich hoffe nur das die Kartellbehörden dann mal genau drauf schauen.

Glauben Sie wirklich, dass das bei LH nicht selbst schon jemand machen wird? Wie glauben Sie eigentlich wird so ein Verkauf gemacht? Jemand sagt: Hey, wir verkaufen heute mal die Catering Sparte, lass mal rumfragen wer das haben will und dann wird das einfach wie auf dem Basar ausgehandelt, bis man sich einig ist?

Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass so ein Verkaufsprozess ein komplexer, teilweise jahrelanger Prozess ist, bei dem alle erdenklichen Eventualitäten durchgerechnet werden? Das heißt auch Mehrkosten für Catering, etc etc?
Und auch beim Käufer wird genau geschaut, wer ist das und was hat der für Pläne und vor allem: Schadet uns der Verkauf oder nicht?

Da arbeiten hunderte Menschen daran um so einen Verkauf durchzuziehen und hier im Forum sind natürlich genau die handvoll Menschen unterwegs, die das alles besser wissen und genau den Punkt gefunden haben, den man bei LH vergessen hat....
Beitrag vom 11.04.2019 - 12:40 Uhr
Userbevol
User (163 Beiträge)
Ein Gewinn ist und bleibt ein Gewinn und das sollte doch reichen denn damit sind alle bezahlt und dürfen normal leben.

Einfach alles an diesem Satz ist falsch!
1. Ein Gewinn ist eben nicht automatisch ein Gewinn, nur weil die Bilanz einen ausweißt. Wenn man bedenkt, dass man mit dem eingesetzten Geld anderswo mehr Rendite hätte erzielen können, wird daraus sogar ein volkswirtschaftlicher Verlust (Stichwort Opportunitätskosten).
2. Wer sind Sie, dass Sie sich anmaßen beurteilen zu wollen/können, was ausreichend ist? Ich bin auch der Meinung dass Piloten, Lokführer, Flug- sowie Zugbegleiter mit Ihrem Geld zufrieden sein könnten, letztere 3 Berufsgruppen angesichts der Bildungsvoraussetzungen ohnehin. Aber meine Meinung ist hier, genau wie Ihre, vollkommen irrelevant. Ob eine Bezahlung/Rendite als ausreichend wahrgenommen wird, entscheidet alleine derjenige, der sie empfängt. Und das ist auch sein gutes Recht.
3. Nur weil ein Gewinn entsteht, sind auch noch nicht alle bezahlt. Sie werfen den Managern, die sie mit den Eigentümern gleichzusetzen scheinen, obwohl das mitnichten dieselben Personen sein müssen, Gier und Egoismus vor und sind selbst keinen Deut besser. Bezahlte Mitarbeiter sind nämlich nur eine Seite der Medaille. Unternehmer oder besser die Eigentümer/Aktionäre dürfen für das ins Unternehmen investierte Geld eine Rendite als Risikoentschädigung erwarten. Und diese Rendite ist nunmal der Gewinn. Und für die Frage, ob dieser als ausreichend eingeschätzt werden sollte, verweise ich auf 1. und 2.
4. Ähnlich zu 2. Was ist "normal" und wer sind Sie, das festlegen zu wollen? Ich verweise Sie an Art. 2 (1) GG.
Beitrag vom 11.04.2019 - 12:54 Uhr
UserYankeeZulu1
User (135 Beiträge)
der Zeitpunkt ist recht spät, um einen wirklch guten Preis zu erzielen, da - wie hier schon geschrieben - es immer weniger Abnehmer gibt und diese auch noch immer weniger bezahlen wollen. Hauptgrund könnte wirklich sein, "teuere" MitarbeiterInnen los zu werden, und das finde ich persönlich einfach zum K.. (meine persönliche Meinung).
Beitrag vom 11.04.2019 - 13:24 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (242 Beiträge)
der Zeitpunkt ist recht spät, um einen wirklch guten Preis zu erzielen, da - wie hier schon geschrieben - es immer weniger Abnehmer gibt und diese auch noch immer weniger bezahlen wollen. Hauptgrund könnte wirklich sein, "teuere" MitarbeiterInnen los zu werden, und das finde ich persönlich einfach zum K.. (meine persönliche Meinung).

Nur um das zu verstehen: Sie sagen, dass Sie sehen, dass der Preis aufgrund der Marktgegebenheit sinkt, sind aber dagegen, dass LUH das jetzt verkauft, weil es sich für Sie so anfühlt, als wolle man nur die teuren Mitarbeiter loswerden?

Der Umkehrschluss wäre dann, man solle den Laden weiter behalten, bis er gar nichts mehr wert ist und macht dann was?
Beitrag vom 11.04.2019 - 13:44 Uhr
UserYankeeZulu1
User (135 Beiträge)
@FloCo: ganz einfach, das sind zwei Dinge.
Vor ein paar Jahren hätte man einen deutlich höheren Preis erzhielen können, da war die Abnehmersituation für Caterer sicher deutlich besser. Da ich kein Glaskugelseher bin, wei0 ich auch nicht, ob Abwarten eine gute Option wäre; ich denke eher NEIN
Der Verkauf findet wohl statt, weil man (offizielle Aussage) nur eine unterdurchschnittliche Umsatzrendite erzielt, und meint, mit dem Erlös besser wirtschaften zu können. Ein außerordeentlicher Verkaufserlös ist gut für den Gewinn + die Aktionäre, verbesserte Ausschüttung vorausgesetzt.
Daß man bei einem Verkauf jetzt (aber grds immer) auch die Situation der Personalstruktur und -kosten beachtet, ist klar; man kann davon ausgehen, daß ältere und "teuerere MitarbeiterInnen" bei einem neuen Eigentümer so bald es geht draußen sein werden.
Ihre geäußerte Annahme ist für mich nicht zutreffend; ich kann(wie vermutlich auch Sie) nicht bis ins Innerste der Entscheider schauen, aber ich habe (wie vermutlich auch Sie) schon viel erlebt bei/Umit Unternehmensverkläufen, den genannten und den wohl wahren Gründen.
Beitrag vom 11.04.2019 - 14:16 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (242 Beiträge)
@FloCo: ganz einfach, das sind zwei Dinge.
Vor ein paar Jahren hätte man einen deutlich höheren Preis erzhielen können, da war die Abnehmersituation für Caterer sicher deutlich besser. Da ich kein Glaskugelseher bin, wei0 ich auch nicht, ob Abwarten eine gute Option wäre; ich denke eher NEIN
Der Verkauf findet wohl statt, weil man (offizielle Aussage) nur eine unterdurchschnittliche Umsatzrendite erzielt, und meint, mit dem Erlös besser wirtschaften zu können. Ein außerordeentlicher Verkaufserlös ist gut für den Gewinn + die Aktionäre, verbesserte Ausschüttung vorausgesetzt.
Daß man bei einem Verkauf jetzt (aber grds immer) auch die Situation der Personalstruktur und -kosten beachtet, ist klar; man kann davon ausgehen, daß ältere und "teuerere MitarbeiterInnen" bei einem neuen Eigentümer so bald es geht draußen sein werden.
Ihre geäußerte Annahme ist für mich nicht zutreffend; ich kann(wie vermutlich auch Sie) nicht bis ins Innerste der Entscheider schauen, aber ich habe (wie vermutlich auch Sie) schon viel erlebt bei/Umit Unternehmensverkläufen, den genannten und den wohl wahren Gründen.

Natürlich spielen auch die Personalkosten, wie alle anderen Kosten und EInnahmen in die Betrachtung rein. ABer: Ich glaube nicht, dass man den Laden jetzt verkauft, um die alten Mitarbeiter loszuwerden. Man verkauft den Laden um den Laden loszuwerden.
Ich profitiere als Unternehmen ja nur davon, dass ich alte Mitarbeiter los werden, wenn diese danach nicht mehr in meine Kosten reinfallen, aber ich immer noch Umsätze habe. Ansonsten kann es mir doch egal sein, ob neue oder alte Mitarbeiter.
Man will den Laden loswerden, weil die Umsatzrendite nicht stimmt. Da gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder, man verkauft den Laden, nimmt das Geld vom Verkauf und freut sich dran oder man behält den Laden und muss die Rendite steigern. Dann wären die Mitarbeiter auch betroffen und entweder trifft es viele, die wenig verdienen oder einige, die viel verdienen.

Am Ende ist es aber egal ob ein neuer Eigentümer kommt oder es bei LH bleibt: Die Rendite ist zu wenig für eine AG, also müssen die Kosten runter, egal wer es dann macht.
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