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Beitrag vom 30.09.2020 - 17:15 Uhr
Userhansen
User (51 Beiträge)
Liebes aero.de Team,

Germanwings ist eine 100% Tochter der LH. SXD ist ein Joint Venture zwischen Turkish und LH. Aerologic (LH Cargo + DHL Express) werden als externe Mitarbeiter bezeichnet, also sind auch SXD Mitarbeiter extern.
Beitrag vom 30.09.2020 - 17:30 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (579 Beiträge)
Die von den Gewerkschaften unterstützten Arbeitnehmer der Tuifly, Condor und diverser Lufthansa-Gesellschaften forderten die Politik auf, das "beispiellose Vorgehen des Konzerns zur Not durch politische Intervention zu stoppen."

Willkommen zurück in der Planwirtschaft, oder was soll am Ende mit diesem Aufruf bezweckt werden?

"Im Windschatten der Krise versucht der Konzern sein langgehegtes Projekt "Ocean" durchzuziehen, um in einem wiederholten Anlauf Arbeitsplätze ohne Einfluss von Gewerkschaften aufzubauen und sich erfolgreicher Konkurrenz in diesem Sektor zu entledigen", kritisierte der Vorsitzende der Kabinengewerkschaft Ufo, Daniel Flohr.

Aber bei einer neuen Firma kann man doch auch als Gewerkschaft wieder Einfluss aufbauen und entsprechende Tarifverträge aufbauen, oder nicht? Es spricht doch nichts dagegen und rechtlich kann LH das am Ende kaum verhindern. Was hier vermischt wird ist eher, dass die Gewerkschaft um Ihre guten Tarifverträge bangt und halt jeden Flugbetrieb unabhängig von dem Umfeld in dem Sie agiert, geltend machen will.
Durch diese Vermischung, mit Drohungen bei der einen Firma, wenn bei der anderen Firma etwas nicht gemacht wird, kommt es doch immer wieder zu diesen Auseinandersetzungen. Warum fordert man dann aber nicht auch bei Ryanair, EasyJet, TUI etc etc die gleichen Konditionen wie bei LH Mainline?
Und scheinbar geht man davon aus, dass Ocean automatisch deutlich besser angenommen wird als Condor etc. Ansonsten würde man nicht direkt die Vernichtung der anderen Firma vorhersagen. Früher hieß es mal: Konkurrenz belebt das Geschäft...


Es sei "unverfroren und unanständig", einerseits Tausende rauszuwerfen, um anderseits zu 1.400 Euro brutto wieder einzustellen.

Was wäre die Alternative? Nur Tausende rauszuwerfen, ohne wieder neue einzustellen. Ist das das, was die Gewerkschaften fordern?

Piloten erwarten "jahrelange Anlaufverluste"

LoL.

Wir fordern die Politik auf, genauer hinzusehen, wie mit Milliarden an Staatshilfen umgegangen wird," erklärte der VC-Tarifvorstand Marcel Gröls.

Und ich als Steuerzahler und Aktionäre von LH fordere den Staat auf, endlich diese Aufstockung auf 90% zu stoppen und überflüssige Mitarbeiter umgehend vor die Tür zu setzen. Das ist nämlich auch nichts anderes als Verschwendung von Steuergeld.

Nach einem Bericht des Portals "aeroTelegraph" hat Lufthansa bei Ocean auf der A330 ein Einstiegsgehalt von 4.300 Euro pro Monat für Erste Offiziere und von 7.400 Euro für Kapitäne festgelegt - und wird Piloten laut Cockpit damit schlechter stellen als bei der bislang eingesetzten Plattform SunExpress. Lufthansa will Piloten und Flugbegleiter zudem vorerst nur in 70-Prozent-Teilzeiten einstellen.

Also bei den Flugbegleitern kann ich es ja noch verstehen, dass man da das Gehalt kritisiert. Aber 4.300 € und 7.400 € Einstiegsgehalt als "prekäre Arbeitsbedinungen" zu bezeichnen, das lässt schon tief blicken, wie weit abgehoben da so manche sind... Unglaublich
Beitrag vom 30.09.2020 - 18:19 Uhr
Usergnarlberg
User (21 Beiträge)
Und ich als Steuerzahler und Aktionäre von LH fordere den Staat auf, endlich diese Aufstockung auf 90% zu stoppen und überflüssige Mitarbeiter umgehend vor die Tür zu setzen. Das ist nämlich auch nichts anderes als Verschwendung von Steuergeld.

Du hast scheinbar garnichts verstanden. Das von dir gewünschte Szenario kostet Dich, den Steuerzahler, als auch die Aktionäre, mehr als eine Aufstockung auf 85/86/87/90 %.

Allein, das fehlende Wissen, das es nicht bei den Piloten 90% sind, zeigt wie viel Unwissen vorherrscht.

Aufstockung auf 85/86/87/90 % (Kapitäne 85%) kostet bei Gehältern bis zur BBG bei Kapitänen 25% des normalen Gehalts und man spart somit mit sofortiger Wirkung 75% der Gehälter.

Dein Gewünschtes Szenario, nämlich die Kündigung der temporär überflüssigen Mitarbeiter, bedingt einer IASP Verhandlung die nicht kürzer als 3 Monate geht, sowie Kündigungsfristen von 3-18 Monaten, sowie Abfindungen etc.
Möchtest du also jemanden auf die Straße setzen und kündigen, kündigst du zuerst diejenigen Arbeitnehmer (Copiloten) die für 5500Brutto fliegen gehen. Übrig bleiben also nurnoch die Teuren Piloten. Eigentlich alle Kapitäne, und noch ein rest an SFO/FOs die aber seit 15 Jahren dabei sind und Gehälter von bis zu 130000 haben. Was passiert?

1. Zahlst du für den Mitarbeiter den du Kündigen möchtest mindestens 6 volle Monatsgehälter ohne Unterstützung vom Staat.
2.Zahlst du für 5000 Piloten LH das volle Gehalt, denn für diese kannst du kein Kurzarbeitergeld mehr beziehen.
3. Musst du Rücklagen für Kündigungsschutzklagen zur Seite legen.
4. bleiben dir nur Piloten über, die Gehälter jenseits der 100.000€/anno bekommen.
5. Kann der VV sich vor den Aktionären nicht behaupten, weil er nicht die kostengünstigste alternative Gewählt hat.
6. fehlt dir die Perspektive wenn es wieder losgeht, denn ohne Flugschule, Nachwuchs, und Mitarbeitern bekommst du keine Flugzeuge in die Luft. Und dann klettern die Gehälter in die Höhe, denn dann wollen Condor, TUI, Delta FedEx UPS AA und und und Piloten...

Gehst du davon aus, dass jeder DLH Pilot über der BBG verdient, sind das Pro Jahr 177187500€ die an staatlicher Unterstützung fehlen weil du ein paar kündigen willst:
5000 Piloten x 12 Gehaltsmonate x 4687€BBG x 0,63 (Durchschnitt 60% 67% KUG ) = 177,2 Millionen Euro an Staatlicher Unterstützung die fehlen.

@FloCo
Lies dir mal das Betriebsverfassungsgesetz durch, und noch das Kündigungsschutzgesetz.
Bis dahin halt einfach deine Klappe !

Danke

Dieser Beitrag wurde am 30.09.2020 18:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.09.2020 - 18:35 Uhr
UserOrthodrome
User (7 Beiträge)
Also bei den Flugbegleitern kann ich es ja noch verstehen, dass man da das Gehalt kritisiert. Aber 4.300 € und 7.400 € Einstiegsgehalt als "prekäre Arbeitsbedinungen" zu bezeichnen, das lässt schon tief blicken, wie weit abgehoben da so manche sind... Unglaublich

@FloCo: Im Artikel ist von "prekäres Arbeitsumfeld" die Rede. Wenn schon Anführungszeichen, dann bitte korrekt zitieren. Gehalt ist nicht gleich Arbeitsbedingung.

Schade, dass es damals in der Sportallee in Hamburg für Sie nicht so gut lief, der Frust scheint noch zu sitzen!
Beitrag vom 30.09.2020 - 18:47 Uhr
Usergordon
User (2440 Beiträge)
Aufstockung auf 85/86/87/90 % (Kapitäne 85%) kostet bei Gehältern bis zur BBG bei Kapitänen 25% des normalen Gehalts und man spart somit mit sofortiger Wirkung 75% der Gehälter.

Diese Rechnung müssen Sie mir einmal erklären.

Die AGA zahlt z.Zt. 70% (?) der Beitragsbemessungsgrenze, das wären ca. 3500 Euro.
Das Bruttogehalt eines LH-Kapitäns liegt bei 15000 bis 16000, netto 9000 bis 10000 Euro.

Wie kommen Sie da auf Einsparungen von 75%?

Bitte ohne Ihre unflätigen Bemerkungen, @ ex-marbu :)

Dieser Beitrag wurde am 30.09.2020 18:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.09.2020 - 18:48 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (579 Beiträge)
Und ich als Steuerzahler und Aktionäre von LH fordere den Staat auf, endlich diese Aufstockung auf 90% zu stoppen und überflüssige Mitarbeiter umgehend vor die Tür zu setzen. Das ist nämlich auch nichts anderes als Verschwendung von Steuergeld.

Du hast scheinbar garnichts verstanden. Das von dir gewünschte Szenario kostet Dich, den Steuerzahler, als auch die Aktionäre, mehr als eine Aufstockung auf 85/86/87/90 %.

Als Aktionär? Was kostet mich da denn mehr? Ich gehöre halt nicht zu den Verblendeten, die immer noch davon ausgehen, dass in 2 Jahren, oder wann auch immer das Kurzarbeitergeld dann irgendwann ausläuft, alles wieder soweit normal ist, alles wieder wie vor der Krise ist. Insofern gibt es, egal wie man es dreht und wendet, zu viele Mitarbeiter. Und die kosten Geld. Die kosten jetzt Geld, die kosten in der Zukunft Geld. Natürlich wird es teuer denen zu kündigen, aber man muss es so oder so irgendwann tun. Also kostet mich das aktuelle Vorgehen als Aktionär mehr Geld, als wenn man jetzt die entsprechenden Schritte einleiten würde.
Als Steuerzahler sehe ich das auch nicht direkt. Die Mitarbeiter bekommen Arbeitslosengeld. Das haben die auch selbst eingezahlt (weswegen es ihnen ja auch zusteht). Danach gibt es dann irgendwann Harz 4. Derzeit zahle ich nach Ihrer Rechnung ja doppelt: Als Steuerzahler das Kurzarbeitergeld und dann noch als Steuerzahler mit den 9 Mrd. die Aufstockung. Warum sollte es also für mich teurer sein, wenn man jetzt endlich mal Nägel mit Köpfen macht?


Allein, das fehlende Wissen, das es nicht bei den Piloten 90% sind, zeigt wie viel Unwissen vorherrscht.

Es dreht sich nicht immer nur um Piloten, auch wenn diese es oft gerne hätten. Es gibt im Konzern durchaus Aufstockungen auf 90%, oder nicht?


Aufstockung auf 85/86/87/90 % (Kapitäne 85%) kostet bei Gehältern bis zur BBG bei Kapitänen 25% des normalen Gehalts und man spart somit mit sofortiger Wirkung 75% der Gehälter.

Was denn jetzt? Jetzt reden Sie doch wieder von bis zu 90% Aufstockung? Ich dachte die gibt es nicht? Selbst wenn diese Rechnung stimmt, dann zahlt man doch immer noch 25% Gehalt, für jemanden, den man derzeit und auch in Zukunft nicht braucht. Also verbrennt man täglich Steuergeld; genau das, was hier von Seiten der Gewerkschaften angeprangert wird.
Man soll ja nicht alle rauschmeißen, die derzeit Kurzarbeitergeld bekommen, aber die, die auch nach der Krise nicht mehr benötigt werden, müssen auch nicht bis zum Ende der Krise mit durchgeschleppt werden. Das ergibt absolut keinen Sinn.


Dein Gewünschtes Szenario, nämlich die Kündigung der temporär überflüssigen Mitarbeiter, bedingt einer IASP Verhandlung die nicht kürzer als 3 Monate geht, sowie Kündigungsfristen von 3-18 Monaten, sowie Abfindungen etc.

Und was ist jetzt Ihr Vorschlag? Alle weiter mit durchfüttern, obwohl man Sie nicht braucht?

Möchtest du also jemanden auf die Straße setzen und kündigen, kündigst du zuerst eine Arbeitnehmer (Copiloten) die für 5500Brutto fliegen gehen. Übrig bleiben also nurnoch die Teuren Piloten. Eigentlich alle Kapitäne, und noch ein rest an SFO Fossil die aber seit 15 Jahren dabei sind und Gehälter von bis zu ... haben. Was passiert?

Was passiert? Man spart das Gehalt von Leuten, die man nicht braucht. Selbst wenn man diesen Ansatz wählt, und es gibt durchaus noch andere Möglichkeiten Mitarbeiter zu reduzieren, bei denen dann auch die Teureren gehen. Aber selbst bei dem von Ihnen beschriebenen Szenario: Man reduziert die Gehaltskosten! Das können Sie doch nicht abstreiten?


1. Zahlst du für den Mitarbeiter den du Kündigen möchtest mindestens 12 volle Monatsgehälter ohne Unterstützung vom Staat.

Und? Nochmal: Der Mitarbeiter ist zu viel! Auch in einem Jahr, auch in zwei Jahren, auch in 5 Jahren. Selbst wenn man dann 12 oder wie viele Monatsgehälter auch immer man zahlt, irgendwann zahlt man das doch sowieso.

2.Zahlst du für 5000 Piloten LH das volle Gehalt, denn für diese kannst du kein Kurzarbeitergeld mehr beziehen.

Sehr gut, dann zahle ich als STeuerzahler ja deutlich weniger. Das war doch das, was Sie mir hier vorrechnen wollten, oder? Oder geht es nicht mehr um Ihre Aussage: "Das von dir gewünschte Szenario kostet Dich, den Steuerzahler, als auch die Aktionäre, mehr als eine Aufstockung auf 85/86/87/90 %"

3. Musst du Rücklagen für Kündigungsschutzklagen zur Seite legen.

Rücklagen sind kein abfließendes Geld. Das bleibt ja erhalten. Wo ist das Problem in der Diskussion um meine These, dass hier gerade Steuergeld verbrannt wird?

4. bleiben dir nur Piloten über, die Gehälter jenseits der 100.000€/anno bekommen.

Und ich bin immerhin die los, die ich nicht mehr brauche. Also habe ich immerhin meine laufenden Kosten reduziert. Und wie weiter oben geschrieben: Es gibt auch Möglichkeiten die "Alten" loszuwerden.

5. Kann der VV sich vor den Aktionären nicht behaupten, weil er nicht die kostengünstigste. alternative Gewählt hat.

Was wäre denn in Ihren Augen die kostengünstigste Lösung? Alle behalten? Bitte rechnen Sie mir das einmal vor, warum das günstiger ist.


@FloCo
Lies dir mal das Betriebsverfassungsgesetz durch, und noch das Kündigungsschutzgesetz.
Bis dahin halt einfach deine Klappe !

Danke

Irgendwie verhaspeln Sie sich hier in Ihrer Diskussion ziemlich. ICh habe doch nur gesagt, dass da gerade massiv Steuergeld verschwendet wird, indem man an nicht mehr benötigten Mitarbeitern festhält. Ihre Argumentation stimmt mir sogar in weiten Teieln zu, von daher meine Frage: Was ist Ihr Punkt?

Und vor allem: warum gleich so unhöflich? Ein "Bis dahin halt einfach deine Klappe" stellt Ihren ganzen Beitrag in den Schatten, denn wer zu solchen Worten greifen muss, der hat scheinbar sonst nicht viel zu sagen...nur meine Meinung, aber den Mund dürfen Sie mir hier sihcerlich nicht verbieten ;-)
Beitrag vom 30.09.2020 - 18:53 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (579 Beiträge)
Also bei den Flugbegleitern kann ich es ja noch verstehen, dass man da das Gehalt kritisiert. Aber 4.300 € und 7.400 € Einstiegsgehalt als "prekäre Arbeitsbedinungen" zu bezeichnen, das lässt schon tief blicken, wie weit abgehoben da so manche sind... Unglaublich

@FloCo: Im Artikel ist von "prekäres Arbeitsumfeld" die Rede. Wenn schon Anführungszeichen, dann bitte korrekt zitieren. Gehalt ist nicht gleich Arbeitsbedingung.

Schade, dass es damals in der Sportallee in Hamburg für Sie nicht so gut lief, der Frust scheint noch zu sitzen!

Gut, da gebe ich Ihnen Recht. Aber inwiefern ändert das was? Wie schafft man denn durch dieses Gehalt ein "prekäres Arbeitsumfeld"? Hier wird doch ganz klar bemängelt, dass das Gehalt scheinbar dazu beiträgt, oder nicht?

Und bitte nicht schon wieder diese Argumentation. Es ist echt peinlich, dass alles immer in diesen beiden Argumenten endet: Neid (keine Angst, ich verdiene auch deutlich 6 Stellig und muss nicht Neidisch sein auf Piloten) und irgendein verkackter Test (ich kann mit dem Stichwort Sportallee nicht einmal etwas anfangen, außer dass es hier immer wieder für irgendwelchen Test als Synonym gewählt wird). Ich habe nie versucht Pilot zu werden. Ich fliege sehr gerne, aber nur als Passagier und andere Intentionen hatte ich auch nicht.
Beitrag vom 30.09.2020 - 18:55 Uhr
Usergordon
User (2440 Beiträge)
Dein Gewünschtes Szenario, nämlich die Kündigung der temporär überflüssigen Mitarbeiter, bedingt einer IASP Verhandlung die nicht kürzer als 3 Monate geht, sowie Kündigungsfristen von 3-18 Monaten, sowie Abfindungen etc.

In welchem Gesetz ist geregelt, dass es bei betriebsbedingten Kündigungen Abfindungen gibt?

Möchtest du also jemanden auf die Straße setzen und kündigen, kündigst du zuerst diejenigen Arbeitnehmer (Copiloten) die für 5500Brutto fliegen gehen. Übrig bleiben also nurnoch die Teuren Piloten. Eigentlich alle Kapitäne, und noch ein rest an SFO/FOs die aber seit 15 Jahren dabei sind und Gehälter von bis zu 130000 haben.

Sind Sie da sicher?
Heute kam die Nachricht, dass LH die Betriebsvereinbarungen "Interessenausgleich und Sozialplan", "Vermittlungsprozess" und "Soziale Auswahlrichtlinien" gekündigt hat.

Ich glaube, so wie Sie sich das vorstellen, läuft es diesmal nicht.



Dieser Beitrag wurde am 30.09.2020 18:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.09.2020 - 19:08 Uhr
UserPilot Response
User (345 Beiträge)
Dein Gewünschtes Szenario, nämlich die Kündigung der temporär überflüssigen Mitarbeiter, bedingt einer IASP Verhandlung die nicht kürzer als 3 Monate geht, sowie Kündigungsfristen von 3-18 Monaten, sowie Abfindungen etc.

In welchem Gesetz ist geregelt, dass es bei betriebsbedingten Kündigungen Abfindungen gibt?

Im MTV

Möchtest du also jemanden auf die Straße setzen und kündigen, kündigst du zuerst diejenigen Arbeitnehmer (Copiloten) die für 5500Brutto fliegen gehen. Übrig bleiben also nurnoch die Teuren Piloten. Eigentlich alle Kapitäne, und noch ein rest an SFO/FOs die aber seit 15 Jahren dabei sind und Gehälter von bis zu 130000 haben.

Sind Sie da sicher?
Heute kam die Nachricht, dass LH die Betriebsvereinbarungen "Interessenausgleich und Sozialplan", "Vermittlungsprozess" und "Soziale Auswahlrichtlinien" gekündigt hat.

Ich glaube, so wie Sie sich das vorstellen, läuft es diesmal nicht.

Solche BVBs oder TV gibt es im Cockpit nicht, muss sich wohl um das Bodenpersonal handeln.
Beitrag vom 30.09.2020 - 19:11 Uhr
Usergordon
User (2440 Beiträge)
5000 Piloten x 12 Gehaltsmonate x 4687€BBG x 0,63 (Durchschnitt 60% 67% KUG ) = 177,2 Millionen Euro an Staatlicher Unterstützung die fehlen.

In Anbetracht der Tatsache, dass man monatlich 500 Mio. Euro verliert (6 Mrd. Euro im Jahr) ist dieser Betrag an staatlicher Unterstützung geradezu lächerlich (3%). Von dieser staatlichen Unterstützung lebt LH demnach 11 Tage länger.

Wie schnell sich doch solche Zahlen relativieren, wenn man einmal darüber nachdenkt.
Beitrag vom 30.09.2020 - 19:12 Uhr
UserV178
User (63 Beiträge)
Und bitte nicht schon wieder diese Argumentation. Es ist echt peinlich, dass alles immer in diesen beiden Argumenten endet: Neid (keine Angst, ich verdiene auch deutlich 6 Stellig und muss nicht Neidisch sein auf Piloten) und irgendein verkackter Test (ich kann mit dem Stichwort Sportallee nicht einmal etwas anfangen, außer dass es hier immer wieder für irgendwelchen Test als Synonym gewählt wird). Ich habe nie versucht Pilot zu werden. Ich fliege sehr gerne, aber nur als Passagier und andere Intentionen hatte ich auch nicht.

Ha, gerade hatte ich im Nebenthread zur geplanten Schließung der Flugschule in Bremen folgendes geschrieben:

@V178 Wie viele Jahre liegt denn Ihre Bewerbung bei LH nun schon zurück? Und wie ist es Ihnen seither ergangen? Gehen Sie einer fliegerischen Tätigkeit in einem anderen Betrieb nach oder mussten Sie Ihren Traum ganz begraben? Nichts für ungut, aber das Wort „Häme“ schwingt beim Lesen Ihrer Zeilen durchaus sehr deutlich mit.
Und dafür haben Sie sich extra neu angemeldet?
Wissen Sie, hier ist es immer das gleiche Verfahren. Wenn eine bestimmte Gruppe keine plausiblen Argumente gegen die Realität hat, dann versucht man es entweder mit der Neiddebatte oder die Version mit der gescheiterten LH Cockpit Bewerbung muss dafür herhalten. Bei beiden Varianten ist es so: die 20. Wiederholung macht sich nicht besser als die 15. oder 16.
Ich kenne übrigens die Sportallee ebenfalls nicht, keine Ahnung ob das in Hamburg oder Neu-Isenburg ist. Was man dort macht kann ich nicht sagen. Lego Steine stapeln oder Kniebeugen, ich weiß es nicht. Daher ist die Anspielung des anderen Schreibers komplett OT.

Dieser Beitrag wurde am 30.09.2020 19:13 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.09.2020 - 19:17 Uhr
UserJumpfly
User (195 Beiträge)
>Sollte es zu kündigen kommen ist in Deutschland ein Sozialplan vorgeschrieben. Bisher wurde auch beim AA noch keine Kündigungswelle angekündigt. Sollte es zu kündigen kommen laufen diese auch nicht ganz so ab wie von gnarlberg gezeichnet. Es wird immer positionsbezogen gekündigt, wenn also 2000 Piloten gehen müssen trifft es grob 1000 Kapitäne und 1000 Copiloten. Der Sozialplan schreibt wie der Name schon suggeriert dabei eine soziale Vorgehensweise vor. In die am Ende festzulegende Formel gehen sicherlich Dinge wie die Betriebszugehörigkeit mit ein, allerdings auch Familienstand, Kinder, pflegebedürftige ersten Grades... Am Ende ist der Single Kapitän der seit 10 Jahren links sitzt und seit 25 Jahren für LH arbeitet schneller weg als ein Copilot mit 3 Kindern der erst 4 Jahre dabei ist.

@FloCo
Ich verstehe Ihr Argument, dass man dauerhaft überflüssiges Personal nicht jahrelang mitschleppen kann und sollte. Sie vergessen bei Ihrer Argumentation allerdings einen wichtigen Faktor. Der Konzern will etwas über 1000 Piloten kündigen, jedes Jahr gehen dabei etwa 400 Piloten in Ruhestand. Wenn man nun 2 Jahre Kurzarbeitergeld bekommt und dazu die gesamte Belegschaft zwangsweise bspw. auf 70% Teilzeitverträge verpflichtet ist dies die deutlich günstigere Variante zur Entlassung von von Tausenden von Piloten. Ich nehme hier jetzt nur die Piloten weil dort die Zahlen besser kommuniziert sind, allerdings trifft das sinngemäß auf alle Beschäftigungsgruppen zu. Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass die angegeben Gehälter für Ocean 100% Gehälter sind. Man muss also durchaus noch selbst den Taschenrechner benutzen bevor man mit einer Zahl argumentiert was Ihnen hier offenbar misslungen ist. Aber lassen Sie mich Ihnen helfen, das Stufe 1 Copilotengehalt beträgt 3010€ brutto. Und bevor Sie nun mit dem Argument des Einstiegsgehaltes kommen, man erwartet Bewerbungen von bspw GWI,SXD oder Brussels Piloten die schon seit mehr als 10 Jahren in der selben Firma tätig sind und nun zu diesen Bedingungen unterschreiben sollen, befristet auf 24 Monate und mit 6 Monaten Probezeit versteht sich...
Beitrag vom 30.09.2020 - 19:26 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (579 Beiträge)

Ich kenne übrigens die Sportallee ebenfalls nicht, keine Ahnung ob das in Hamburg oder Neu-Isenburg ist. Was man dort macht kann ich nicht sagen. Lego Steine stapeln oder Kniebeugen, ich weiß es nicht. Daher ist die Anspielung des anderen Schreibers komplett OT.

Ich bin Hamburger und musste gerade erstmal gucken, wo die ist...ich glaube ich war da sogar schon einmal; als Family Day bei LHT war und ich damals als Dualer Student für meinen Damaligen Arbeitgeber mit auf einem der Messestände war, die da aufgebaut wurden.
Ich glaube damals habe ich in der Straße geparkt. Aber ansonsten habe ich keine Ahnung, was da für Tests gemacht werden oder wer da angesiedelt ist...
Beitrag vom 30.09.2020 - 19:29 Uhr
UserEricM
User (2374 Beiträge)
5000 Piloten x 12 Gehaltsmonate x 4687€BBG x 0,63 (Durchschnitt 60% 67% KUG ) = 177,2 Millionen Euro an Staatlicher Unterstützung die fehlen.

In Anbetracht der Tatsache, dass man monatlich 500 Mio. Euro verliert (6 Mrd. Euro im Jahr) ist dieser Betrag an staatlicher Unterstützung geradezu lächerlich (3%).

Ja, kann man so in etwa in Relation setzen.
Allerdings beschreibt das ebenfalls die Relation von Pilotengehältern zur gesamten LH Kostenstruktur allgemein.
Anders gesagt: Mit null Piloten laufen trotzdem 97% der Kosten der LH auf...

Daher hatte ich der Vergangenheit ja schon öfter Verwunderung über die Verbissenheit, Häme, Aggression und Schadenfreude mit der gerade Pilotengehälter immer wieder themtisiert werden und wie alleine Pilotengehälter für eine empfundene mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der LH verantwortlich gemacht werden geäußert.





Wie schnell sich doch solche Zahlen relativieren, wenn man einmal darüber nachdenkt.


Dieser Beitrag wurde am 30.09.2020 20:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.09.2020 - 19:44 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (579 Beiträge)
@FloCo
Ich verstehe Ihr Argument, dass man dauerhaft überflüssiges Personal nicht jahrelang mitschleppen kann und sollte. Sie vergessen bei Ihrer Argumentation allerdings einen wichtigen Faktor. Der Konzern will etwas über 1000 Piloten kündigen, jedes Jahr gehen dabei etwa 400 Piloten in Ruhestand.

Es gehen 400 Piloten pro Jahr in den Ruhestand? Sprechen wir da von LH Gesellschaften? Ich dachte es gibt insgesamt nur ~6.000 Also wird alle 15 Jahre einmal das gesamte Pilotenkorps ausgetauscht? Oder ist die Demographie bei den Piloten gerade sehr ähnlich einer umgekehrten Pyramide?

Wenn man nun 2 Jahre Kurzarbeitergeld bekommt und dazu die gesamte Belegschaft zwangsweise bspw. auf 70% Teilzeitverträge verpflichtet ist dies die deutlich günstigere Variante zur Entlassung von von Tausenden von Piloten. Ich nehme hier jetzt nur die Piloten weil dort die Zahlen besser kommuniziert sind, allerdings trifft das sinngemäß auf alle Beschäftigungsgruppen zu.

Dann kostet es mich als Steuerzahler immer noch sehr viel mehr Geld, als wenn man diese jetzte kündigen würde ;-) Als Aktionär habe ich komplett das Vertrauen verloren, dass man mit den Gewerkschaften, oder bleiben wir auch hier bei den Piloten, dass man mit der VC einen solchen Deal abschließen kann. Da hilft in meinen Augen nur noch die Brechstange. So wie es die VC in früheren Jahren mit der BRechstange versucht hat, so muss es jetzt halt andersrum gemacht werden.
Es kann doch nicht sein, dass nahezu jede große Fluggesellschaft auf der Welt, entweder Personal entlassen hat, die Entlassungen eingeleitet hat oder man massive Einsparung von Seiten des Personals zugesichert bekommen hat und man bei LH immer noch ohne irgendwas da steht und man sogar immer noch fleißig auf die 90% oder meinetwegen auch 89, 88, 87, 86 oder was auch immer Prozent aufgestockt und sich dann trotzdem nur massiven Anfeindungen von Seiten der GEwerkschaft und des Personals ausgesetzt sieht.
Sorry, aber das ist doch mittlerweile nicht mehr erklärbar.

Und damit meine ich nicht, dass ich es schön finde, wenn Menschen Ihren Arbeitsplatz verlieren, weniger Geld verdienen oder sonst etwas. Es geht hier in meiner Argumentation (auf die Sie sich ja beziehen) um die Aussage von @gnarlberg, dass mich das gerade als Aktionär UND Steuerzahler deutlich günstiger kommt, als wenn man hier endlich mal durchgreifen würde.
Und das sehe ich hier nicht, auch nach diversen Erklärungsversuchen nicht.

Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass die angegeben Gehälter für Ocean 100% Gehälter sind. Man muss also durchaus noch selbst den Taschenrechner benutzen bevor man mit einer Zahl argumentiert was Ihnen hier offenbar misslungen ist. Aber lassen Sie mich Ihnen helfen, das Stufe 1 Copilotengehalt beträgt 3010€ brutto. Und bevor Sie nun mit dem Argument des Einstiegsgehaltes kommen, man erwartet Bewerbungen von bspw GWI,SXD oder Brussels Piloten die schon seit mehr als 10 Jahren in der selben Firma tätig sind und nun zu diesen Bedingungen unterschreiben sollen, befristet auf 24 Monate und mit 6 Monaten Probezeit versteht sich...

Ja, es gibt wieviel? 70%? Aber auch nur für 70% Arbeit. Es ist ja nicht so, dass man da trotzdem 100% der Stunden leisten würde. Und für einen Teilzeitjob finde ich 3010 € Einstiegsgehalt alles andere als eine Zumutung. Sie etwa? Wenn das nicht reicht, kann man sich immer noch das Gehalt anders aufbessern und einen anderen Job annehmen. Aber es gibt genug Leute, die mit weniger als 3010 € in Vollzeit nach Hause gehen und damit teilweise sogar gut leben können.

Ich habe auch nirgends gesagt, dass man sich nicht darüber beschweren darf.
Meine Hauptargumente waren doch eigentlich nur:
1. Die Gewerkschaften, die bis zu 90% Aufstockung für die Angestellten ausgehandelt/verlangt haben und in weiten Teilen immer noch nicht mit einer Lösung für das derzeitige Problem gekommen sind, sich über Steuerverschwendung beschweren und
2. Die Verknüpfung von den Einstiegsgehältern zu prekären Arbeitsumfelder zu ziehen. Was einfach nur zeigt, wie abgehoben da so mancher zu sein scheint. Das sind alles andere als schlechte Einstiegsgehälter!

Natürlich sind die Umstände nicht Ideal, aber hey, ich frage gerne nochmal: Was ist der Alternative? Ocean kommt nicht und die Mitarebiter von GWI und Co haben trotzdem die Kündigung bekommen, aber des gibt nirgends einen freien Job, auch nicht für 1000 € im Cockpit. Weil derzeit einfach keiner sucht.
Und da halte ich es für mehr als vermessen sich über solche Einstiegsgehälter zu beschweren.
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