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Beitrag vom 19.10.2019 - 12:00 Uhr
UserEricM
User (1562 Beiträge)

Ich sehe es durchaus als noch nicht ausgemacht an, dass dieser Hype oder Trend ununterbrochen anhält. Allerdings schreitet die Erwärmung fort. In 5-10 Jahren wird das noch viel deutlicher werden als heute.
Ich vermute wir stehen am Anfang eines grundlegenden Wandels des Welt-Wirtschaftsmodells.
Weg von der Wegwerfgesellschaft des "immer mehr, immer weiter" hin zu mehr Nachhaltigkeit.
Zwangsweise.
Und in dem Fall gilt: Je früher sich unsere Industrie darauf einschießt, desto mehr haben wir in den nächsten 30-50 Jahren davon.

Wie gesagt: Ich vermute das. Beweisen kann ichs noch nicht.

So nachdenklich und differenziert habe ich Sie bisher bei dem Thema noch nicht kennengelernt - so finden wir wohl doch noch Gemeinsamkeiten, sehr schön.

Ich gebe Ihnen recht, daß es erstrebenswert ist, weg von der Wegwerfgesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit zu kommen. Ich sehe nur das Problem, daß es im kleinen nicht funktioniert und deshalb auch im großen scheitern wird

Das Kompliment kann ich zurückgeben...

Verbote werden einfach nicht eingehalten, sobald keiner mehr guckt, weil es bequemer ist.

Richtig.
Daher finde ich es auch wichtig, Menschen zu überzeugen statt einfach Verbote oder Vorschriften zu erlassen. Dazu sind die benötigten Verhaltensänderungen zu komplex.

Vielleicht unterscheidet uns nur, daß ich in der Hinsicht pessimistischer und weniger idealistisch bin als Sie (und ich sage das vollkommen wertfrei).

Ja es funktioniert bei vielen nicht. Stimmt schon.
Und selbst bei denen, die den Sinn einsehen, ist die Verhaltensumstellung oft nicht konsequent oder zeitlich nicht andauernd.
Ich nehme mich da selbst nicht aus...

Ob der Trend/Hype anhält, wird sich zeigen - ich persönlich hoffe, daß der Spuk zur nächsten Bundestagswahl vorbei ist. Schreitet die Erwärmung fort? Ich will mir da lieber kein Urteil erlauben - entweder die Modellberechnungen stimmen, dann wird der Klimawandel kommen und wir wären gut beraten, dann vorgesorgt zu haben. Oder sie stimmen nicht (wie Temperatur und Meeresspiegel, deren Anstieg vor 10-20 Jahren um Größenordnungen stärker prognostiziert wurde), dann umso besser.

Das Probelm ist, wir Deutsche/West-Europäer können da noch recht einfach vorsorgen.
Rund um den Erdball die Küstengebiete zu räumen plus die Gebiete die durch ausbreitende Steppen/Wüsten oder tauende Tundra unbewohnbar werden, dürfte alles übersteigen, was die Menschheit in Sachen Vökerwanderung und Messensterben bis jetzt mitgemacht hat.


Ich bin überzeugt, wir wissen über die Zusammenhänge weniger, als wir denken. Ob die momentan heißeren Sommer nur lokales Wetter oder tatsächlich Vorboten des Klimawandels sind, werden wir sicher erst in 50 Jahren wissen. Es spricht einiges dafür, daß es letzteres ist, wobei ich dann beim Kohlendioxid eher ein Abbau- als ein Entstehungsproblem sehe - weil wir die ganzen Regenwälder abholzen.

Die beiden Probleme ergänzen sich leider hervorragend...

Die ca. 3% (manche sagen 1%, selbst der IPCC geht von 5% aus), die der Mensch dem natürlich entstehenden CO2 hinzufügt, könnte eine Natur mit viel Wald evtl. problemlos verkraften und zusätzlich abbauen.

Die 3% fügt der Mensch - jährlich - hinzu, so dass die Gesamtmenge seit 1850 von 280ppm CO2 auf 415 ppm im Mai 2019 gestiegen ist, also mittlerweile etwa +50%...

Was uns unterscheidet, ist eigentlich nur der Punkt, das Sie sagen, die ganzen Klimaschutzmaßnahmen sind wichtig, weil sie eine Vorbild- und Sogwirkung haben und dadurch helfen können. Ich hingegen sage, ist alles für die Katz, weil die anderen großen Emittenten nicht mitziehen

Ja, das kann durchaus passieren....

weil gigantische Mengen Methan (23x wirksamer als CO2) aus dem auftauenden Permafrostboden entweichen werden

Das ist natürlich ein zusätzliches Problem, aber nicht ganz so schlimm wie es klingt, da Methan sich in der Atmosphäre in ca. 12 Jahren in CO2 und Wasser zersetzt.

- und der Klimawandel, wenn die Theorie stimmt, sowieso kommt und nicht aufzuhalten ist.
Deswegen könnten wir meiner Meinung nach ALLE Maßnahmen zur CO2-Reduktion stoppen und das ganze Geld in einen Fonds einzahlen, mit dem wir dafür sorgen, daß das Leben auch nach dem Klimawandel schön und lebenswert bleibt.

Der Klimawandel ist sogar schon da. Regional bis zu 4 °C ( zB. Arktis, Mittelmeerraum ), großflächig gesehen eher 1,5°, Tendenz beschleunigend.
Die Frage ist eher wie stark er in den nächsten Jahren noch ausfällt.
Landen wir bis 2050 bei +2, +4 +8 Grad Celsius oder gar noch mehr? Und wie geht es dann weiter?
Wie groß sind die Teile der Erde die unbewohnbar werden?
Wie groß werden die Flüchtlingsströme werden?
Wie viele Kriege müssen unsere Kinder und Enkel führen, wie viele Menschen müssen sie töten um ihren knapper werdenden Lebenraum zu verteidigen oder neuen zu finden?

D.h. ich sehe heute weiter nichts gegen den Klimawandel zu tun als verdammt teuren Kredit, den unsere Kinder und Enkel zurückzahlen müssen - mit Geld und Blut.
Und wir geben heute diesen Kredit für Konsum aus.


Dieser Beitrag wurde am 19.10.2019 14:47 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.10.2019 - 14:32 Uhr
UserFW 190
User (1255 Beiträge)

weil gigantische Mengen Methan (23x wirksamer als CO2) aus dem auftauenden Permafrostboden entweichen werden

Das ist natürlich ein zusätzliches Problem, aber nicht ganz so schlimm wie es klingt, da Methan sich in der Atmosphäre in unter 2 Jahren in CO2 und Wasser zersetzt.


Wenn es denn nur so wenig beitragen würde:

Aus Wikipedia: "Methan ist ein hochwirksames Treibhausgas: Sein Treibhauspotenzial ist dabei, auf einen Zeitraum von 100 Jahren bezogen, 28-mal höher als das der gleichen Gewichtsmenge Kohlenstoffdioxid;[8] nach einer neueren Untersuchung beträgt dieser Faktor 33, wenn Wechselwirkungen mit atmosphärischen Aerosolen berücksichtigt werden.[46] Es trägt mit rund 20 % zum anthropogenen Treibhauseffekt bei. Dabei ist weit mehr Methan in der Erdatmosphäre als jemals während der letzten 650.000 Jahre;[47"  https://de.wikipedia.org/wiki/Methan#Treibhausgas

Und das Umweltbundesamt schreibt:

"Methan ist ein geruch- und farbloses, hochentzündliches Gas. Die durchschnittliche Lebenszeit in der Atmosphäre beträgt um die 12,4 Jahre, wesentlich kürzer als die von CO2. Trotzdem macht es einen substanziellen Teil des menschgemachten Treibhauseffektes aus, denn das Gas ist 25-mal so wirksam wie Kohlendioxid. "
 https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/treibhausgas-emissionen/die-treibhausgase
Beitrag vom 19.10.2019 - 14:34 Uhr
UserDME
User (22 Beiträge)
Also sind wir uns einig. Jeder kann seinen Beitrag leisten, bringt aber unterm Strich Null. Meine zwei oder drei eingesparten Plastikbecher pro Jahr bewirken rein gar nichts. Die grüne Bahn fährt nach wie vor mit Braunkohlestrom und der innerdeutsche Flugverkehr wird CO2 neutral. Dass ich nicht lache, vom Ablasshandel mit Zertifikaten hat die Umwelt gar nichts.
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Beitrag bearbeitet (Ot)
Fly-away
Moderator

Dieser Beitrag wurde am 19.10.2019 22:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.10.2019 - 14:49 Uhr
UserEricM
User (1562 Beiträge)
Wenn es denn nur so wenig beitragen würde:
Danke für den Hinweis. Habs korrigiert. Allerdings ist Methan trotzdem verglichen mit CO2, das tausende von Jahren chemisch stabil in der Atmosphäre bleibt, ein recht kurzlebiges Klimagas.

Dieser Beitrag wurde am 19.10.2019 14:52 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.10.2019 - 22:09 Uhr
UserFly-away
Moderator
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Fly-away Moderator
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