Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Airbus rechnet ab 2022 mit deutliche...

Beitrag 1 - 9 von 9
Beitrag vom 15.07.2020 - 15:15 Uhr
UserMr.Clean
User (36 Beiträge)
Das klingt hervorragend, auch wenn es nur eine Einschätzung ist. Am Ende wird immernoch der üble Geschmack da sein wo man glaubt, dass sich Konzerne mit der Kriese nun ihrer "Kosten" entledigt haben.
Beitrag vom 15.07.2020 - 15:36 Uhr
UserSetjet
User (1 Beiträge)
Was ist denn der üble Geschmack, wenn sich Airbus der "Kosten" entledigt hat? Airbus hat keine Kosten mehr? Airbus reduziert die Kosten? Warum hat das einen üblen Geschmack? Und für wen? Verstehe ich nicht, was wollen Sie damit sagen?

P.s.: Warum ist "Kosten" mit Anführungsstrichen geschrieben? Komischer Kommentar...
Beitrag vom 15.07.2020 - 17:14 Uhr
UserMr.Clean
User (36 Beiträge)
@Setjet
Es gibt immer Mitarbeiter die ihre beste Zeit hinter sich haben aber zu Alt sind was mit ihrer einschlägigen Spezialisierung zu finden. Die haben alles fürs Unternehmen gegeben und sollten idealerweise weiterhin getragen werden. Natürlich gibts auch die, die garkeine Leistung mehr Zeigen und dieman nicht mehr los wird aber dennoch muss ein Großkonzern, der auf im Maßstab von Staatshaushalten agiert auch diese mittragen. Das ist der üble Geschmack.
Unverschudete Flugzeugbauer die nun zu Tausenden arbeitslos werden. Wo sollen die jemals wieder Vertrauen haben und wo sollen die an ihrer gelernte Tätigkeit arbeiten können.
Beitrag vom 15.07.2020 - 17:59 Uhr
UserJumpfly
User (168 Beiträge)
Bei einer Entlassungswelle in Deutschland sucht sich der Arbeitgeber nicht irgendwelche Mitarbeiter aus die nun arbeitslos werden dürfen, auch der Nasenfaktor spielt dabei keine Rolle. Für diesen Fall wird von Gewerkschaften ein Sozialplan erstellt der unter anderem auch die Jahre als Angestellter berücksichtigt. Somit kann man sich gar nicht einfach der älteren Mitarbeiter entledigen. Sollten diese sich allerdings für einen früheren Renteneintritt entscheiden gibt es eine Abfindung die ebenfalls von den Mitgliedsjahren abhängig ist. Somit kann ich Ihre Behauptung nicht ganz nachvollziehen, bei einem solchen Verfahren sind die Mitarbeiterjahre im Unternehmen die Trumpfkarte.
Den Ausbildungsberuf Flugzeugbauer gibt es nicht. Diese Mitarbeiter bauen auch kein Flugzeug zusammen, sondern sie sind nur für kleine Bereiche tätig. Dafür benötigt man beispielsweise Elektroniker die auch ohne Probleme in anderen Industriezweigen ab vom Flugzeugbau arbeiten können.
Sollte es wirklich so kommen, dass Airbus die Produktionsrate nur für 2 Jahre senkt gehe ich davon aus, dass alle Mitarbeiter an Bord bleiben und die Kosten durch Kurzarbeit, befristeten unbezahlten Urlaub oder Zwangsteilzeit abgefedert werden. Somit würde auch in diesem Szenario wenig gegen die Abwicklung von "Kosten" unter dem Vorwand von Corona nichts hindeuten.
Aber sollten Sie für Ihre Vermutung sichere Belege haben wäre ich für einen Hinweis dankbar, ich lerne gerne dazu wenn ich falsch liegen sollte.

Dieser Beitrag wurde am 15.07.2020 17:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.07.2020 - 19:50 Uhr
UserLP
User (320 Beiträge)
@ Jumpfly: ich stimme Ihnen zu, außer im Punkt mit dem Ausbildungsberuf. Ich habe Flugzeugbauer gelernt.
Und wir bilden das hier in etwa so auch aus. (Auch wenn es jetzt Fluggerätbauer heißt.)
Beitrag vom 16.07.2020 - 09:48 Uhr
UserMr.Clean
User (36 Beiträge)
@JumpFly
Sie haben recht, ich habe keinerlei Belege. Es war ausschließlich der Flurfunk in Bereichen die nichts mit solchen Entscheidungen zu tun haben. Ich lerne auch gerne dazu und daher muss ich zugeben, dass meine Infos ausschließlich Hören-Sagen sind.
Beitrag vom 16.07.2020 - 15:25 Uhr
UserAfterburner
User (72 Beiträge)
Ich sehe da noch einen weiteren, wenn auch sehr unscharfen Faktor. Nämlich dass 737Max-Besteller jetzt kurzfristig zu Airbus wechseln, da die Kapazitäten frei haben und bekannte Qualität liefern. Zumindest diejenigen Airlines, die Aufgrund Lieferverzögerungen über 1 Jahres die komplette Anzahlung an Boeing zurückkommen und problemlos aus ihrem Vertrag aussteigen können, könnte es sich überlegen, zumindest 1/3 bis 1/2 der ursprünglich geplanten 737Max-Stückzahl bei Airbus zu bestellen. Der XLR, den es zu Zeiten der Max-Bestellung noch nicht gegeben haben dürfte, könnte auch ne Rolle für die reduzierten Langfristplanungen spielen.

Ich bin mal gespannt, wie sich das aktuell entwickelt.
Beitrag vom 17.07.2020 - 05:46 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (24 Beiträge)
Auf Leeham ist ein Artikel mit einer Übersicht, da wird die Mitte der 20ger Jahre genannt, genauer 24/25.

Fast alle Analysten liegen in dem Zeitraum.
Beitrag vom 17.07.2020 - 17:52 Uhr
UserRunway
User (2667 Beiträge)
Ich sehe da noch einen weiteren, wenn auch sehr unscharfen Faktor. Nämlich dass 737Max-Besteller jetzt kurzfristig zu Airbus wechseln, da die Kapazitäten frei haben und bekannte Qualität liefern. Zumindest diejenigen Airlines, die Aufgrund Lieferverzögerungen über 1 Jahres die komplette Anzahlung an Boeing zurückkommen und problemlos aus ihrem Vertrag aussteigen können, könnte es sich überlegen, zumindest 1/3 bis 1/2 der ursprünglich geplanten 737Max-Stückzahl bei Airbus zu bestellen. Der XLR, den es zu Zeiten der Max-Bestellung noch nicht gegeben haben dürfte, könnte auch ne Rolle für die reduzierten Langfristplanungen spielen.

Weltweit braucht so gut wie keine Airline kurzfristig unbedingt neue Flugzeuge. Was Airbus unter deutlicher Erholung versteht bleibt zudem unklar. Bin da längst nicht so optimistisch.

Ohne ausreichend verfügbare Covid-Impfung bleiben vermutlich viele Einreisebeschränkungen länger bestehen denn die Pandemie ist weltweit noch steigend. Damit bleibt der Tourismus auf sehr niedrigem Niveau. Besonders im Langstreckenverkehr geht doch so gut wie nichts mehr.

Wo will bzw. kann man denn noch hin. Nach USA oder Brasilien zur Corona-Party?. Nachdem dies Jahr ettliche Fernflüge bei mir ausgefallen sind entfällt für mich auf längere Sicht auch jede Neuplanung und viele andere handeln ähnlich.

Bei SA könnte man zudem von Leasingunternehmen oder Airlines mit Finanzproblemen diese sicherlich günstig bzw sogar sehr viel günstiger als neue Flugzeuge bekommen. Auch deshalb wird es 2022 m. E. noch lange nicht deutlich aufwärts gehen.
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