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Beitrag 1 - 11 von 11
Beitrag vom 18.11.2018 - 11:20 Uhr
Userdaniel1138
User (400 Beiträge)
Man sollte dem Flughafenchef klarmachen, dass Bau"normen" keine Gängelungen sind, vor allem nicht bei hochkomplexen öffentlichen Gebäuden, wo ein paar Millionen Menschen im Jahr durchgeschleust werden.
Beitrag vom 18.11.2018 - 12:08 Uhr
UserEricM
User (1087 Beiträge)
Fehlende Etiketten klingt so harmlos, als würde der TÜV böswillig in den Krümeln suchen.
Wer schonmal eine undokumentierte strukturierte Verkabelung auch nur in einem Wohnhaus durchmessen musste, um einen Fehler zu finden oder nachzudokumentieren, wird fehlende Kabelkennzeichnung und/oder Dokumentation (gerade in der Größenordnung Flughafen) zu schätzen wissen...
Und das auch noch in sicherheitskritischen Anlagen...

Oh Mann... gelernter Stadtplaner?
Und da wird immer über die mangelhafte Ausbildung der Jungen geschimpft...
Beitrag vom 18.11.2018 - 14:26 Uhr
Usersunjet
User (136 Beiträge)
Man sollte dem Flughafenchef klarmachen, dass Bau"normen" keine Gängelungen sind, vor allem nicht bei hochkomplexen öffentlichen Gebäuden, wo ein paar Millionen Menschen im Jahr durchgeschleust werden.

Man muss jetzt aber auch nicht versuchen, dem Mann zu unterstellen, er würde auf Kosten der Sicherheit das Bauvoraben vorantreiben. Es waren doch wohl besagte Parteien, die dachten, wer billig kauft, kauft zweimal trifft für den Flughafenbau nicht zu.
Ich gebe mal ein Beispiel dafür, das sich am Bau ganze Industrien gesund stoßen auf Kosten der Bauherren. Ein Investor kauft ein Stück Land und lässt es aufteilen, um die Fläche als einzelne Grundstücke zu verkaufen. Der Vermesser macht seine Arbeit, teilt die Fläche unter anderem auf und wird dafür fürstlich belohnt. Dann komme ich und möchte eines der Grundstücke kaufen. Na hoppla, auch ich muss den Vermesser beauftragen, mein Grundstück zu vermessen und wieder bin auch ich eine vierstellige Summe los. Solche Geschichten haben nichts, aber auch wirklich nichts dami zu tun, wieviele Leute durch mein Haus rennen.
Beitrag vom 18.11.2018 - 14:41 Uhr
UserEricM
User (1087 Beiträge)
Man sollte dem Flughafenchef klarmachen, dass Bau"normen" keine Gängelungen sind, vor allem nicht bei hochkomplexen öffentlichen Gebäuden, wo ein paar Millionen Menschen im Jahr durchgeschleust werden.

Man muss jetzt aber auch nicht versuchen, dem Mann zu unterstellen, er würde auf Kosten der Sicherheit das Bauvoraben vorantreiben.

Da Ihr restliches Posting darauf nicht eingeht: Warum genau sollte man ihm das nicht unterstellen?
Genau so hatte ich seine Einlassungen nämlich interpretiert.
Beitrag vom 18.11.2018 - 16:01 Uhr
Userbevol
User (93 Beiträge)
Man sollte dem Flughafenchef klarmachen, dass Bau"normen" keine Gängelungen sind, vor allem nicht bei hochkomplexen öffentlichen Gebäuden, wo ein paar Millionen Menschen im Jahr durchgeschleust werden.

Man muss jetzt aber auch nicht versuchen, dem Mann zu unterstellen, er würde auf Kosten der Sicherheit das Bauvoraben vorantreiben.

Da Ihr restliches Posting darauf nicht eingeht: Warum genau sollte man ihm das nicht unterstellen?
Genau so hatte ich seine Einlassungen nämlich interpretiert.

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass dies etwas zu weit greift. Ich würde eher den Schluss ziehen, dass der Flughafenchef versucht von seiner Inkompetenz, der seiner Vorgänger, der Planer und des Aufsichtsrates abzulenken und die Schuld für eine neuerliche und vermutlich unvermeidliche Verschiebung des Eröffnungstermins auf angeblich zu strenge Bauvorschriften schiebt.
Beitrag vom 18.11.2018 - 18:03 Uhr
User25.1309
User (303 Beiträge)
Man sollte dem Flughafenchef klarmachen, dass Bau"normen" keine Gängelungen sind, vor allem nicht bei hochkomplexen öffentlichen Gebäuden, wo ein paar Millionen Menschen im Jahr durchgeschleust werden.

Man muss jetzt aber auch nicht versuchen, dem Mann zu unterstellen, er würde auf Kosten der Sicherheit das Bauvoraben vorantreiben.

Da Ihr restliches Posting darauf nicht eingeht: Warum genau sollte man ihm das nicht unterstellen?
Genau so hatte ich seine Einlassungen nämlich interpretiert.

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass dies etwas zu weit greift. Ich würde eher den Schluss ziehen, dass der Flughafenchef versucht von seiner Inkompetenz, der seiner Vorgänger, der Planer und des Aufsichtsrates abzulenken und die Schuld für eine neuerliche und vermutlich unvermeidliche Verschiebung des Eröffnungstermins auf angeblich zu strenge Bauvorschriften schiebt.

Ich habe auch eher so interpretiert, wie EricM.
Allerdings gibt es ja noch die Aussage im Artikel: "Die Frage ist, ob solche Mängel auch nach und nach abgearbeitet werden können."

Dazu steht ja wenig konkretes, solange aber dieselben Firmen und ebenso ein großer Teil des selben Personals die Dokumentation und Etikettierung nach Inbetriebnahme vervollständigen, könnte man ggf. eine Ausnahmeregelung als gefahrlos einstufen.

Ansonsten sehe ich es wie Eric, wenn man sich alleine an den Stromausfall in HAM erinnert... und ich möchte nicht im Fahrstuhl steckenbleiben, wenn man bei 100ten Leitungen kein "Elevator"-Label aufgeklebt und keine Schaltpläne hat :-)
Beitrag vom 19.11.2018 - 11:25 Uhr
Useratc
User (294 Beiträge)
Ein paar CDu Hinterbänkler im Brandenburger Landtag wollen unbedingt in der Zeitung stehen, weil ELD etwas fordert, was völlig vernüftig ist.

Nämlich Mängel, die nicht sicherheitsrelevant sind, sukzessive nach der Eröffnung zu beheben.
Wenn ein LWL-kabel gut funktioniert, aber eben der Norm nach weniger eng gebogen sein müßte, muss man daran vielleicht nicht unbedingt die Nutzung einer Flughafens scheitern lassen.

FFM würde man wegen sowas auch nicht schließen, sondern das im Betrieb beheben.

Aber common-sense ist bei Bausicherheitsfragen in DE nicht mehr zu erwarten.
Es gibt keine Diskussion, die nicht mit einem "verbrannte Kinder" Szenario beendet wird.
Beitrag vom 19.11.2018 - 12:54 Uhr
UserEricM
User (1087 Beiträge)
Wenn ein LWL-kabel gut funktioniert, aber eben der Norm nach weniger eng gebogen sein müßte, muss man daran vielleicht nicht unbedingt die Nutzung einer Flughafens scheitern lassen.

Naja, ein zu eng gebogenes LWL Kabel funktioniert, wenn überhaupt, dann *noch* gut.

Gerade im Infrastruktur-Bereich ist die Abgrenzung von (nicht) sicherheitskritischen Gewerken extrem schwer vorzunehemen.
Auch dank Digitalisierung. Vieles, was vor 10-20 Jahren noch dediziert redundnant aufgebaut, verkabelt und gesteuert wurde, ist heute als Software-Anwendung in einem Server realisiert, der über verschiednene Bus Systeme dezentral plazierte Komponenten abfragt und steuert.

Da wird dann auch ein hundsgemeines LWL Kabel plötzlich sicherheitskritisch.

Beitrag vom 19.11.2018 - 15:28 Uhr
UserFlugangst
User (32 Beiträge)
na das passt doch..... https://www.morgenpost.de/flughafen-BER/article215823603/Kabel-an-BER-Startbahn-im-Wasser.html

man sollte dann die neuen Kabel nur in "lockerem" Erdreich verbudeln, das werden die lockeren Bauvorgaben bestimmt zulassen
Beitrag vom 19.11.2018 - 23:08 Uhr
User1. FC Köln (TOGA)
User (136 Beiträge)
Ich kenne die Verträge in Berlin zwar nicht, arbeite aber in der Bauindustrie, und traue mir daher ein Statement zu:

Es gibt praktisch nie ein absolut mängelfreies Bauwerk zur Abnahme. Branchenüblich ist bei den Abnahme zu unterscheiden:

Funktionsfähigkeit erheblich eingeschränkt oder unmöglich --> keine Abnahme.

Funktionsfähigkeit nicht oder nur sehr unwesentlich eingeschränkt --> Es wird eine Mängelliste erstellt (da stehen dann mitunter mehrere tausend einzelne Positionen drauf), die in den Wochen und Monaten nach der Abnahme beseitigt werden.

Sind die Aspekte sicherheitsrelevant (z.B. Brandschutz), dann fallen sie unter die erstgenannte Kategorie. Dann gibt es keine Abnahme. Und das ist auch besser so.
Und für die anderen Mängel gibt es die eingeforderte Möglichkeit also weitgehend schon. Das Argument ist aus meiner Sicht also eine Nebelkerze.
Beitrag vom 20.11.2018 - 01:31 Uhr
Userfbwlaie
User (3836 Beiträge)
Lütke Daldrup sollte doch wissen, was er geschrieben hat!
Das kann doch nur heissen, dass der Bau trotz seiner Beteuerungen nicht fertig wird.
Zumindest ist er nicht mehr glaubwürdig.
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