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Beitrag vom 27.07.2018 - 15:01 Uhr
UserFW 190
User (1011 Beiträge)
Ich habe in der "Die Zeit" vom 19. Juli einen längeren Artikel über EW gefunden. Zitate daraus, also nicht Forums Teilnehmer Streitereien:

"Die Krise der LH Billigtochter ist hausgemacht"
"Dirks und seine Kollegen waren zu gierig"
"Sie haben zu wenige Maschinen und Personal ... LH hat sich übernommen"
"Bei 4 Mrd Umsatz 9 Mio Gewinn. Im 1. HJ drohen Entschädigungszahlungen von 90 Mio, wenn die Kunden sie denn einfordern"

"Die Netzpläne sind so engmaschig, es gibt keine Puffer mehr im System"
"Bei dem Flugdienst Walter sollten 13 A320 fliegen, aktuell sind es aber nur 5, es fehlt die Cockpitbesatzung"
"Ein Ende des Chaos ist nicht in Sicht, in der EW Gruppe fehlen 2019 400 Piloten, die Hälfte davon in D..."
"LH hat auch aus Ärger über ihre streikende Piloten jahrelang die Ausbildung zurückgefahren"

Aber dann so ein schlauer Spruch des digitalen Dirks:
"In 5 Jahren ist EW nicht mehr nur eine Airline, sondern vielmehr ein digitales Unternehmen mit angeschlossenem Flugbetrieb"

Wenn das alles sauber recherchiert wurde /was ich bei "Der Zeit" eigentlich voraussetze) ist das doch sehr vielsagend über die Qualität der hochgelobten Manger.





Dieser Beitrag wurde am 27.07.2018 15:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.07.2018 - 15:09 Uhr
UserLH830
👮👮👮
User (578 Beiträge)
Auch wenn der Artikel wie Sie sagen etwas lang geworden wäre, einzelne Bruchstücke als zusammengefasste Sammlung ist wohl auch nicht ideal.
Vielleicht wenigstens den Link dazu posten.
Beitrag vom 27.07.2018 - 15:17 Uhr
Usercontrail55
User (500 Beiträge)
Ich habe in der "Die Zeit" vom 19. Juli einen längeren Artikel über EW gefunden. Zitate daraus, also nicht Forums Teilnehmer Streitereien:
Ist doch aber alles nicht neu. Wenn Sie der Zeit diese Qualität unterstellen, sollten Sie auch die Nuancen bewerten. Ihr letzter Satz legt aber den Verdacht nahe, dass Sie diese Absicht nicht haben

"Die Krise der LH Billigtochter ist hausgemacht"
Wird zugegeben
"Dirks und seine Kollegen waren zu gierig"
Man könnte natürlich auch sagen, der AB Kuchen wird nur einmal verteilt und an dem Stück das man genommen hat, hat man sich mächtig verschluckt. Aber was wäre, wenn man das Stück nicht enommen hätte? irgendwer wird es auf jeden Fall essen.
"Sie haben zu wenige Maschinen und Personal ... LH hat sich übernommen"
S. O.aber auch das wird zugegeben.
"Bei 4 Mrd Umsatz 9 Mio Gewinn. Im 1. HJ drohen Entschädigungszahlungen von 90 Mio, wenn die Kunden sie denn einfordern"
Wie jetzt bei Ryanair auch. Aber das ewige Spiel mit den Zahlen. Spielen wir mit. Das um Sondereffekte bereinigt EBIT war 94MIO. Auch nicht so doll, aber wenn man bedenkt wo man herkommt, von -103Mio, liest es sich anders.
"Die Netzpläne sind so engmaschig, es gibt keine Puffer mehr im System"
Dem steht die Aussage von 10 Reservemaschinen entgegen. Aber klar, ohne Optimierung der Ressourcen keine niedrigen Betriebskosten. Wie bei allen anderen auch.
"Bei dem Flugdienst Walter sollten 13 A320 fliegen, aktuell sind es aber nur 5, es fehlt die Cockpitbesatzung"
Wird auch so zugegeben
"Ein Ende des Chaos ist nicht in Sicht, in der EW Gruppe fehlen 2019 400 Piloten, die Hälfte davon in D..."
Das wäre in der Tat eine neue Erkenntnis. Aber wer kann in der heutigen Zeit so weit schauen. Wenn MOL recht hat und Norwegian implodiert wäre diese Aussage Makulatur und aus einem Mangel würde ein Überangebot, mit den entsprechenden Konsequenzen.
"LH hat auch aus Ärger über ihre streikende Piloten jahrelang die Ausbildung zurückgefahren"
Stimmt, wird zugegeben und ist nicht unbedingt DIE Erkenntnis.
Aber dann so ein schlauer Spruch des digitalen Dirks:
"In 5 Jahren ist EW nicht mehr nur eine Airline, sondern vielmehr ein digitales Unternehmen mit angeschlossenem Flugbetrieb"
Ihre Einfärbung lässt eine gewisse Interpretationtendenz erahnen. Aber auch das ist nicht neu, wurde schon mehrfach erklärt und EW wird da nicht die einzige Airline sein, die sich in diese Richtung bewegt. Googeln Sie mal digitalisation and aviation, da bekommt man einen Einblick wie sich das verändern wird. Oder direkt hier
 http://reports.weforum.org/digital-transformation/wp-content/blogs.dir/94/mp/files/pages/files/wef-dti-aviation-travel-and-tourism-white-paper.pdf
Wenn das alles sauber recherchiert wurde /was ich bei "Der Zeit" eigentlich voraussetze) ist das doch sehr vielsagend über die Qualität der hochgelobten Manger.

Wer lobt hoch? Aber ja, gewisse Qualitäten und Visionen lassen sich erkennen. Ob die gut sind? Wird die Zukunft zeigen...

Ja, es läuft viel schief, aber mir ist wirklich egal ob man EW mag oder nicht, mir geht es nur um eine faire Betrachtung. Das sollte drin sein für Berufgruppen, die sich zum Mittleren Management zählen.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich mir Zugang zu diesem Artikel besorgt. Gut recherchiert? Sie wollen doch nicht ernsthaft aus dieser Bildzeitung ähnlichen Aneinanderreihung von Einzelerlebnissen und Insiderberichten (anonym) eine journalistische Qualität ableiten.

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2018 16:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.07.2018 - 19:59 Uhr
UserFW 190
User (1011 Beiträge)
@LH 830
Das ist die Papierausgabe, da gibt es keinen link

@Contrail

Die beiden Einzelerlebnisse habe ich nicht erwähnt aus dem gleichen Grund wie Sie. Und den Insider möchte ich sehen der etwas unter Nennung seines Namens sagt. Hochgelobt, ja, war denn nicht Spohr Manager des Jahres? Der Aktienkurs war doch im letzten Jahr das Feuerwerk in der Branche.

Das mit den 10 Reserve Maschinen ist auch für den Flugbetrieb Walter? (AOC) Und wo kommen bei der Personalknappheit die Besatzungen her? Wissen Sie wieviele CPT bei GW und EW auch rechts fliegen weil es an FO mangelt? LH hat alles abgezogen was möglich war (Verweildauer) um die eigenen Lücken zufüllen.

Also die Zeit ist mir 10 mal glaubwürdiger als die von Ihnen als Vergleich genannte Bildzeitung. Wenn Sie das anders sehen, ....auch gut.

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2018 20:01 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.07.2018 - 20:20 Uhr
UserDigiflieger
User (845 Beiträge)

Genau darum geht es.
Aber die Diskussion ist mir zu Crewlastig. Zunächst geht es mal darum auch übermorgen zu bestehen. Hier läuft gerade ein rasanter Veränderungsprozess, besonders im Vertieb und Digital während es in der OPS eher um finetuning geht. Die Konsolidierung ist in vollem Gange, da muss man agieren. Das es dabei knirscht, geschenkt.
Aber zu sagen die haben keine Ahnung?

Ja, man kann durchaus sagen, dass die Manager keine Ahnung haben. Wovon ist allerdings die Frage;-)

Spaß beiseite. Es geht nicht "nur" um die Crews im Cockpit oder in der Kabine.
Sie Sagen es ja selbst, dass ein Flugbetrieb eine sehr finegetunte Maschine ist. Da ist jedwedes Puzzleteil sehr empfindlich gegenüber unüberlegter Veränderung. Ein Flugbetrieb ist auch alles andere als simpel.
Kein Pilot oder sonstiger Flugbetriebsbeteiligter würde das ernsthaft in Frage stellen.
Nun hat man sich in der EW-Group sehr darauf konzentriert, das Digitale und den Vertrieb zu revolutionieren. Das ist notwendig und gut gewesen.
Leider hat man dabei aber vergessen, dass die Ware auch produziert werden will. Sprich, die verkauften Sitzplätze müssen mit Crews und Material bestückt werden. Das hat man meiner Meinung nach sträflich vernachlässigt. Da ging es dann um Gewerkschaftspolitik und Dogmen, die Konzernvorstände herausgegeben haben und die Ihnen eigentlich jetzt vor die Füsse fallen sollten.
Da die Piloten nun einmal an einer Schaltstelle in Luftfahrtunternehmen sitzen, ist es bei Ihnen auch am offensichtlichsten, wenn sie fehlen. Das gleiche gilt aber für viele andere Jobs im Unternehmen ebenso. Egal, ob Techniker oder Verkehrsleiter, an allen Stellen fehlt das (erfahrene) Personal, um die durch digitalen Vertrieb verkauften Sitzplätze mit möglichst wenig Aufwand/Material auch tatsächlich darzustellen.
Und wenn dann noch dazu kommt, dass man die EW-Group wie ein Consumergoods Konzern betreiben möchte (Eine Marke, viele Produzenten), dann leugnet man die die Komplexität und auch die Expertisen, die in den Flugbetrieben teilweise über Jahre aufgebaut wurden und verkündet die Mär der Austauschbarkeit. Die wäre nur gegeben, wenn alle zu gleichen Bedingungen (Verfahren UND Tarife) unterwegs wären. Aber auch das war und ist nicht gewollt!
Ein Crewplaner, ein Techniker und auch ein Pilot braucht Jahre, um effizient für einen Flugbetrieb arbeiten zu können.
Unternehmen, die das nicht leisten wollen oder können, müssen eben mehr für ihr Personal zahlen, anstatt regelmäßig die neusten hanebüchenen Forderungen in den Raum zu stellen.
Eine LGW kann eben nicht "mal eben" A320 fliegen. Auch eine EWE ist nicht von heute auf morgen entstanden und auch die EWD hat mehrere Jahre gebraucht, bis der A320 bei Ihnen läuft. Die GWI hingegen gab es schon und hat sehr erfolgreich den dezentralen Verkehr der LH übernommen. Aber auch das hat leider verschiedenen Mitspielern nicht gereicht...
Man kann auch nicht einfach Produktionsmaterial (Flugzeug oder Personal) von einem Unternehmen in ein anderes stecken.
Die aktuelle Situation war vom Management gewollt. Insofern ist auch mehr recht als schlecht, dass die Manager genau dafür auch die Verantwortung übernehmen. Eigentlich gehören da ja noch ein oder zwei hinzu.... ;-)

Dieser Beitrag wurde am 27.07.2018 20:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.07.2018 - 09:41 Uhr
Usercontrail55
User (500 Beiträge)
@LH 830
Das ist die Papierausgabe, da gibt es keinen link
Gibt es, ist aber paywall.
 https://www.zeit.de/2018/30/eurowings-verspaetungen-air-berlin-lufthansa

@Contrail

Die beiden Einzelerlebnisse habe ich nicht erwähnt aus dem gleichen Grund wie Sie. Und den Insider möchte ich sehen der etwas unter Nennung seines Namens sagt. Hochgelobt, ja, war denn nicht Spohr Manager des Jahres? Der Aktienkurs war doch im letzten Jahr das Feuerwerk in der Branche.
Ich dachte es geht um Hr. Dirks und Eurowings

Das mit den 10 Reserve Maschinen ist auch für den Flugbetrieb Walter? (AOC) Und wo kommen bei der Personalknappheit die Besatzungen her? Wissen Sie wieviele CPT bei GW und EW auch rechts fliegen weil es an FO mangelt?
Ja, etwa 350 Cpt zu 100 Cos
LH hat alles abgezogen was möglich war (Verweildauer) um die eigenen Lücken zufüllen.
Der Tenor des Artikel ist, das die EW alle Schuld von sich weißt und das ein paar Tage NACH der öffentlichen Bekenntnis des Managements das man sich hier übernommen hat. Das ist schlecht recherchiert und so falsch.
Also die Zeit ist mir 10 mal glaubwürdiger als die von Ihnen als Vergleich genannte Bildzeitung. Wenn Sie das anders sehen, ....auch gut.
Sage ich ja nicht, nichts unterstellen. Ich sage da hat die Zeit Geschichten erzählt, wie die Bildzeitung, von einer Frau die die Hochzeit verpasst hat und die Familie mit ihren Kindern die stundenlang rumsitz usw. Das ist spektakulär aber nicht repräsentaiv und eigentlich der Zeit unwürdig. Auch ich ziehe die Zeit der Bild vor.
Beitrag vom 28.07.2018 - 09:50 Uhr
Usercontrail55
User (500 Beiträge)

Genau darum geht es.
Aber die Diskussion ist mir zu Crewlastig. Zunächst geht es mal darum auch übermorgen zu bestehen. Hier läuft gerade ein rasanter Veränderungsprozess, besonders im Vertieb und Digital während es in der OPS eher um finetuning geht. Die Konsolidierung ist in vollem Gange, da muss man agieren. Das es dabei knirscht, geschenkt.
Aber zu sagen die haben keine Ahnung?

Ja, man kann durchaus sagen, dass die Manager keine Ahnung haben. Wovon ist allerdings die Frage;-)

Spaß beiseite. Es geht nicht "nur" um die Crews im Cockpit oder in der Kabine.
Sie Sagen es ja selbst, dass ein Flugbetrieb eine sehr finegetunte Maschine ist. Da ist jedwedes Puzzleteil sehr empfindlich gegenüber unüberlegter Veränderung. Ein Flugbetrieb ist auch alles andere als simpel.
Kein Pilot oder sonstiger Flugbetriebsbeteiligter würde das ernsthaft in Frage stellen.
Nun hat man sich in der EW-Group sehr darauf konzentriert, das Digitale und den Vertrieb zu revolutionieren. Das ist notwendig und gut gewesen.
Leider hat man dabei aber vergessen, dass die Ware auch produziert werden will. Sprich, die verkauften Sitzplätze müssen mit Crews und Material bestückt werden. Das hat man meiner Meinung nach sträflich vernachlässigt. Da ging es dann um Gewerkschaftspolitik und Dogmen, die Konzernvorstände herausgegeben haben und die Ihnen eigentlich jetzt vor die Füsse fallen sollten.
Da die Piloten nun einmal an einer Schaltstelle in Luftfahrtunternehmen sitzen, ist es bei Ihnen auch am offensichtlichsten, wenn sie fehlen. Das gleiche gilt aber für viele andere Jobs im Unternehmen ebenso. Egal, ob Techniker oder Verkehrsleiter, an allen Stellen fehlt das (erfahrene) Personal, um die durch digitalen Vertrieb verkauften Sitzplätze mit möglichst wenig Aufwand/Material auch tatsächlich darzustellen.
Und wenn dann noch dazu kommt, dass man die EW-Group wie ein Consumergoods Konzern betreiben möchte (Eine Marke, viele Produzenten), dann leugnet man die die Komplexität und auch die Expertisen, die in den Flugbetrieben teilweise über Jahre aufgebaut wurden und verkündet die Mär der Austauschbarkeit. Die wäre nur gegeben, wenn alle zu gleichen Bedingungen (Verfahren UND Tarife) unterwegs wären. Aber auch das war und ist nicht gewollt!
Ein Crewplaner, ein Techniker und auch ein Pilot braucht Jahre, um effizient für einen Flugbetrieb arbeiten zu können.
Unternehmen, die das nicht leisten wollen oder können, müssen eben mehr für ihr Personal zahlen, anstatt regelmäßig die neusten hanebüchenen Forderungen in den Raum zu stellen.
Eine LGW kann eben nicht "mal eben" A320 fliegen. Auch eine EWE ist nicht von heute auf morgen entstanden und auch die EWD hat mehrere Jahre gebraucht, bis der A320 bei Ihnen läuft. Die GWI hingegen gab es schon und hat sehr erfolgreich den dezentralen Verkehr der LH übernommen. Aber auch das hat leider verschiedenen Mitspielern nicht gereicht...
Man kann auch nicht einfach Produktionsmaterial (Flugzeug oder Personal) von einem Unternehmen in ein anderes stecken.
Die aktuelle Situation war vom Management gewollt. Insofern ist auch mehr recht als schlecht, dass die Manager genau dafür auch die Verantwortung übernehmen. Eigentlich gehören da ja noch ein oder zwei hinzu.... ;-)
Ich stimme Ihnen hier in allen Punkten zu, im Detail ist da viel Murks dabei. Es führt aber wieder zu der Frage, die immer noch unbeantwortet ist. Wie hätte man selbst in diesen Zeiten agiert?
Mein Verständnis ist, um im Mark eine Relevanz zu haben braucht es ein gewisse Größe, sonst hat man keine Chance . Dieses Ziel wurde ausgegeben und klar kommuniziert. Durch das Ende der AB gab es die Chance schnell zu wachsen. Die Slots hängen an den AOCs und ein großes AOC zu übernehmen wurde verweigert. Also blieben die Kleinen. Nehmen oder sagen, wir lassen das, zu kompliziert.

Vielleicht liege ich hier falsch, aber das ist meine Sicht und Grundlage meiner Argumentation.
Beitrag vom 28.07.2018 - 18:50 Uhr
UserDigiflieger
User (845 Beiträge)

Ich stimme Ihnen hier in allen Punkten zu, im Detail ist da viel Murks dabei. Es führt aber wieder zu der Frage, die immer noch unbeantwortet ist. Wie hätte man selbst in diesen Zeiten agiert?
Mein Verständnis ist, um im Mark eine Relevanz zu haben braucht es ein gewisse Größe, sonst hat man keine Chance . Dieses Ziel wurde ausgegeben und klar kommuniziert. Durch das Ende der AB gab es die Chance schnell zu wachsen. Die Slots hängen an den AOCs und ein großes AOC zu übernehmen wurde verweigert. Also blieben die Kleinen. Nehmen oder sagen, wir lassen das, zu kompliziert.

Es ist aber ja nun einmal nicht so, als ob es keine Wahl gegeben hätte. Sowohl GWI, als auch die EWD existierten schon vor der EW-Group. Das Konstrukt war einzig und alleine dazu ausgelegt, möglichst viele verschiedenen AOCs unter einer Marke zu bündeln, um internen Wettbewerb veranstalten zu können und gleichzeitig einheitlich nach aussen aufzutreten.
Da frage ich sehr deutlich, wem nütz der interne Wettbewerb?

Das GWI AOC wurde innerhalb eines Jahres ohne große Reibungsverlust verdoppelt! Auch dort war die Günstigkeit das oberste Ziel und damit hat man "mal eben" 200 Mio Ergebnisverbesserung erzielt. Die Kollegen in Kabine, Cockpit und auch am Boden wurden vernünftig vergütet und der GWI Spirit hat vieles möglich gemacht.
Die EWD wurde "erpresst", A320 zu fliegen, damit man endlich den KTV-Piloten etwas entgegensetzen konnte.
Es ist aber viel zu eingleisig gedacht, wenn es immer nur um die Piloten geht. Denn am GWI AOC hingen viele erfahrene Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifiziert haben und damit den Laden "am Laufen" gehalten haben. Diese Identifikation ist in einem Gemischtwarenladen wie der EW-Group kaum zu erreichen und die Konsequenzen sind auch das aktuell vorherrschende Chaos.

Ein Flugbetrieb ist mehr, als seine Einzelteile und diese Erkenntnis spürt die EW gerade am eigenen Leib...

Vielleicht liege ich hier falsch, aber das ist meine Sicht und Grundlage meiner Argumentation.
Beitrag vom 29.07.2018 - 14:15 Uhr
Usercontrail55
User (500 Beiträge)
Es ist aber ja nun einmal nicht so, als ob es keine Wahl gegeben hätte. Sowohl GWI, als auch die EWD existierten schon vor der EW-Group. Das Konstrukt war einzig und alleine dazu ausgelegt, möglichst viele verschiedenen AOCs unter einer Marke zu bündeln, um internen Wettbewerb veranstalten zu können und gleichzeitig einheitlich nach aussen aufzutreten.
Da frage ich sehr deutlich, wem nütz der interne Wettbewerb?
Wird da der Wettbewerb nicht überhöht? Klar, den Wettbewerb nimmt man mit, aber könnte das Ziel nicht sein, tatsächlich eine Plattform zu schaffen, die es möglich macht in der stattfindenden und noch stärkerer werdenden Konsolidierung Möglichkeiten zu schaffen um andere unkompliziert an die Marke anzuschließen. Stellen wir uns vor Wizz (oder auch etwas kleiner, geht nur ums Beispiel) käme dazu. Entweder deren OPS lassen und Flieger umbranden, fertig oder alle auf bestehenden MTV GW/EWD eingliedern. Ich glaube eher an Plattform, kann aber verstehen das man hier sehr auf der Hut ist.
Das GWI AOC wurde innerhalb eines Jahres ohne große Reibungsverlust verdoppelt! Auch dort war die Günstigkeit das oberste Ziel und damit hat man "mal eben" 200 Mio Ergebnisverbesserung erzielt. Die Kollegen in Kabine, Cockpit und auch am Boden wurden vernünftig vergütet und der GWI Spirit hat vieles möglich gemacht.
Ja, aber das war organisches Wachstum durch Rückzug der LH aus dem P2P. Diese Art Wachstum ist sehr begrenzt. Die Möglichkeit von Zukäufen passt da nicht rein, s.o.
Die EWD wurde "erpresst", A320 zu fliegen, damit man endlich den KTV-Piloten etwas entgegensetzen konnte.
Es ist aber viel zu eingleisig gedacht, wenn es immer nur um die Piloten geht.
Schön gesagt ;-)

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