Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Ex-Pilot warnte Ethiopian Airlines

Beitrag 1 - 9 von 9
Beitrag vom 16.08.2019 - 08:33 Uhr
UserAngros
User (368 Beiträge)
Sich auf die Einhaltung internationaler Standards zu berufen, reicht eben nicht aus, wenn eben jene nachweislich unzureichend waren. Boeings Handlungsanweisungen haben jedenfalls anscheinend nicht geholfen, den zweiten Absturz zu verhindern.
Wenn dann im eigenen Haus jemand den Finger in die Wunde legt, ist der natürlich schnell „persona non grata“, aber wie Ethiopian da gut rauskommen will, darauf bin ich gespannt.
Beitrag vom 16.08.2019 - 10:59 Uhr
Userfbwlaie
User (4260 Beiträge)
Ganz einfach: Der aktuelle MAX-Sim kann die Situation nicht abbilden - er soll doch die nötigen Kräfte nicht korrekt widerspiegeln.
Beitrag vom 16.08.2019 - 14:19 Uhr
UserRolfKeller
User (11 Beiträge)
Auch falls von Hösslin nicht unbedingt als "bequemer" Zeitgenosse gelten sollte: Er hat offenbar etwas offengelegt, was Boeing und Ethiopian Airlines unangenehm ist. Und wenn ich von "unangenehm" spreche, ist dies nicht einfach eine fällige Entschuldigung für ein gefährliches Produkt gemeint, sondern Millionenforderungen der Angehörigen von Unfallopfern. Ebenfalls ins Gewicht fallen dürfen immense Regressforderungen von Versicherungen, wenn sich bewahrheitet, dass Boeing und die Airlines wussten, dass die MAX mit einem System ausgerüstet ist, das in gewissen Situationen der Absturz selbständig herbeiführt.
Beitrag vom 16.08.2019 - 23:37 Uhr
UserNeilArmstrong
User (300 Beiträge)
Was für ein Lügengeschwätz dieser Airline.

"Ethiopian Airlines bestreitet die Echtheit der Emails nicht, von Hösslins Anschuldigungen bezeichnet die Airline-Kommunikation jedoch als "falsch und sachlich unrichtig"." sagt diese Airline über einen Piloten der seit Jahrzehnten Flugzeuge fliegt und sich fachlich und sachlich bestens auskennt. Ganz im Gegenteil zu den Verantwortlichen der afrikanischen Airline. Die Tatsachen sind Beweis genug.

Der Kapitän der abgestürzten Maschine war keine 30 Jahre alt und in Panik. Also ist doch genau das eingetreten was der erfahrene Kapitän vorhergesagt hatte und wie es im Text steht. Und war das nicht dieselbe Maschine, welche am Tag zuvor bereits Probleme mit dem MCAS hatte und nur durch die zufällige Anwesenheit eines dritten Piloten, der die Zeit und Erfahrung hatte den Kollegen zu helfen, nicht zum Absturz kam?

"In Emails warnte von Hösslin das Management Monate vor dem zweiten Absturz davor, dass Crews von den zahlreichen Cockpit-Alarmsignalen überfordert sein würden, die bei einer Fehlfunktion des MCAS anschlagen." Genau, der Kapitän fühlte sich überfordert da nicht hinreichend geschult und Ende. Dachte Ethopian wäre eine gute, verlässliche afrikanische Airline, aber nach dieser Aussage kann man diese auch vergessen, egal wie neu oder alt die Flugzeuge sind. Geflogen werden sie von Menschen und die müssen geschult und erfahren sein, damit sie die Materie beherrschen.
Beitrag vom 16.08.2019 - 23:54 Uhr
UserAdam der 10.
User (50 Beiträge)
Das könnte heißen dass die Maschine beherrschbar ist wenn man mit den Systemen ausreichend vertraut und geschult ist. Weil es am Vortag durch rechtzeitiges korrektes Einordnen der Situation geklappt hat. Soweit ich weiß, war es tatsächlich die gleiche Maschine die am nachfolgenden Tag verunfallt ist. Was mich mal interessiert: Was haben die drei Piloten eigentlich unternommen, nachdem sie der Katastrophe nur so knapp und rein zufällig entgangen sind?
Beitrag vom 17.08.2019 - 10:51 Uhr
UserJoachimE
User (70 Beiträge)
Was heißt "beherrschbar" ? Viele Sachen sind vielleicht durchaus beherrschbar. Aber, vielleicht blöder Vergleich, Rennwagen sind "beherrschbar". Und trotzdem kommt es im Rennsport zu Unfällen. Nur daß eben bei Flugzeugen mehr Menschenleben zu beklagen sind als im vergleich vielleicht "nur" ein oder zwei Rennfahrer.
Für mich hat sich ein Flugzeug in das ich steige, fast immer "normal" zu verhalten und nicht "immer mal wieder" nur von Spezialisten "beherrschbar" zu sein. Auch ein Pilot ist nur ein Mensch und vielleicht an dem Tag nur zu 95 % fit. Und das muß reichen können. Ist jedenfalls meine Meinung.
Beitrag vom 17.08.2019 - 12:58 Uhr
UserP41
User (64 Beiträge)
Interessante Stelle: "Von Hösslin hat für über ein Dutzend Airlines weltweit gearbeitet, meistens als 737-Pilot."
Der Mann ist jetzt 57. Wenn er mit 17 Jahren angefangen hat zu fliegen, dann war er im Schnitt etwa drei Jahre pro Airline beschäftigt. Ich kenne persönlich keinen der seinen Arbeitgeber auch nur ähnlich oft gewechselt hat. Ich habe da meine Meinung, unabhängig von der Geschichte mit der 737 MAX.
Beitrag vom 17.08.2019 - 13:03 Uhr
UserP41
User (64 Beiträge)
Was heißt "beherrschbar" ?
Man kommt gesund und lebend an, solange ausgebildetes Personal den Flieger steuert.
Für mich hat sich ein Flugzeug in das ich steige, fast immer "normal" zu verhalten
Was heißt "fast immer"
und nicht "immer mal wieder" nur von Spezialisten "beherrschbar" zu sein.
Aber Piloten sind doch Spezialisten, oder nicht? Es ist doch völlig normal, dass das Gelernte von Zeit zu Zeit auch mal anzuwenden ist, wenn eine Komponente am Flugzeug Probleme macht oder das Wetter einmal nicht "normal" ist.
Beitrag vom 17.08.2019 - 14:32 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (303 Beiträge)
Interessante Stelle: "Von Hösslin hat für über ein Dutzend Airlines weltweit gearbeitet, meistens als 737-Pilot."
Der Mann ist jetzt 57. Wenn er mit 17 Jahren angefangen hat zu fliegen, dann war er im Schnitt etwa drei Jahre pro Airline beschäftigt. Ich kenne persönlich keinen der seinen Arbeitgeber auch nur ähnlich oft gewechselt hat. Ich habe da meine Meinung, unabhängig von der Geschichte mit der 737 MAX.

Und ich kenne Jemanden der als Freelancer in nichteinmal 10 Jahren für ein gutes Dutzend Airlines flog.Teilweise auch gleichzeitig für Mehrere.
Nicht weil er schlecht gewesen wäre, sondern die Airlines Spitzen beim Pilotenbedarf haben und er auch die Abwechselung liebt.

Dieser Beitrag wurde am 17.08.2019 14:33 Uhr bearbeitet.
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