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Beitrag 1 - 11 von 11
Beitrag vom 15.10.2019 - 19:01 Uhr
UserOldCrow
User (159 Beiträge)
Der Luftverkehr hat einen Anteil von 2,7% am CO2 Ausstoß. Wenn davon wirklich 11% gespart werden können, entspricht das 0,3% vom Gesamtausstoß. Ganz toll!
Führt besser eine Internetsteuer ein. Denn das Netz hat mittlerweile einen Anteil von 5% am Co2 und steigt jährlich um ein Zehntel. Von den Kohlekraftwerken gar nicht zu reden.
Beitrag vom 15.10.2019 - 19:27 Uhr
Userlwz_wassermann
User (11 Beiträge)
Der Luftverkehr hat einen Anteil von 2,7% am CO2 Ausstoß. Wenn davon wirklich 11% gespart werden können, entspricht das 0,3% vom Gesamtausstoß. Ganz toll!
Führt besser eine Internetsteuer ein. Denn das Netz hat mittlerweile einen Anteil von 5% am Co2 und steigt jährlich um ein Zehntel. Von den Kohlekraftwerken gar nicht zu reden.

An OldCrow
Ich habe noch nie gehört, dass CO2 der einzige klimaschädliche Ausstoß eines Flugzeugs ist. Stickoxide, Wasserdampf und alles in großer Höhe, wo die Effekte auf das Klima viel verheerender sind, als am Boden. Außerdem werden Benzin und Diesel schon besteuert. Also warum soll das Flugzeug nun davon befreit sein? Ansonsten gebe ich Ihnen Recht, was ist schon der Ausstoß von CO2 gegen das Zünden einer A-Bombe oder gegen die militärische Fliegerei usw.....
Beitrag vom 15.10.2019 - 20:43 Uhr
UserFW 190
User (1255 Beiträge)
Der Luftverkehr hat einen Anteil von 2,7% am CO2 Ausstoß. Wenn davon wirklich 11% gespart werden können, entspricht das 0,3% vom Gesamtausstoß. Ganz toll!
Führt besser eine Internetsteuer ein. Denn das Netz hat mittlerweile einen Anteil von 5% am Co2 und steigt jährlich um ein Zehntel. Von den Kohlekraftwerken gar nicht zu reden.

An OldCrow
Ich habe noch nie gehört, dass CO2 der einzige klimaschädliche Ausstoß eines Flugzeugs ist. Stickoxide, Wasserdampf und alles in großer Höhe, wo die Effekte auf das Klima viel verheerender sind, als am Boden. Außerdem werden Benzin und Diesel schon besteuert. Also warum soll das Flugzeug nun davon befreit sein? Ansonsten gebe ich Ihnen Recht, was ist schon der Ausstoß von CO2 gegen das Zünden einer A-Bombe oder gegen die militärische Fliegerei usw.....

Auch wenn es nicht in das (Feind)bild gegen Flugzeuge passt:

Lt. Umweltbundesamt beträgt die Emission aller Klimarelevanten Gase von Flugzeugen 201 g pro 100 km. Der von Pkw 139g.

 https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/emissionsdaten#verkehrsmittelvergleich_personenverkehr

Stickoxide zählen nicht zu den Klimarelevanten Gasen. Bei dem Wert für Flugzeuge wurde eine Gewichtung mit Faktor 2 vorgenommen um dem Ausbringen des Wasserdampfes in der Höhe Rechnung zu tragen. Da bleibt dann nicht mehr viel von "viel verheerender" übrig. Einer der größten Einzelposten eines jeden einzelnen ist das Heizen.

Übrigens alle Kunststoffe haben Weichmacher und setzen Chlor beider Verbrennung ist genau so ein Blödsinn.
Beitrag vom 15.10.2019 - 21:19 Uhr
UserJumpfly
User (104 Beiträge)
Man besteuert als bereits Autos, FLugzeuge und Schiffe sollen folgen. Warum wird das Transportmittel Zug komplett aussen vor gelassen? Etwa weil diese Unternehmen staatlich sind?
Beitrag vom 15.10.2019 - 23:59 Uhr
Usersf260
User (485 Beiträge)
Man besteuert als bereits Autos, FLugzeuge und Schiffe sollen folgen. Warum wird das Transportmittel Zug komplett aussen vor gelassen? Etwa weil diese Unternehmen staatlich sind?
Zahlt die Bahn nicht Steuern auf ihren Energieverbrauch in Form von Diesel und Strom? Ich meine ja.
Außerdem will man die Bahn ja fördern und die Bürger mit dem
Geldbeutel dazu zwingen auf die Bahn umzusteigen...
Beitrag vom 16.10.2019 - 07:22 Uhr
UserEricM
User (1562 Beiträge)
Auch wenn es nicht in das (Feind)bild gegen Flugzeuge passt:

Lt. Umweltbundesamt beträgt die Emission aller Klimarelevanten Gase von Flugzeugen 201 g pro 100 km. Der von Pkw 139g.

 https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/emissionsdaten#verkehrsmittelvergleich_personenverkehr

Bei dem Wert für Flugzeuge wurde eine Gewichtung mit Faktor 2 vorgenommen um dem Ausbringen des Wasserdampfes in der Höhe Rechnung zu tragen. Da bleibt dann nicht mehr viel von "viel verheerender" übrig.

Richtig, aber immerhin hat das Fliegen den mit deutlichem Abstand schlechtesten Wert aller Verkehrsträger in dieser Aufstellung. Und auch PKW sind ja nicht gerade Umweltengel, sondern haben den zweitschlechtesten Wert in dieser Tabelle...
Es geht ja gar nicht darum, Fliegen zu verbieten, es spricht aber auch nach diesen Werten aus Umweltgesichtspunkten nichts für eine Aufrechterhaltung der Steuerbefreiung und damit Förderung des Fliegens gegenüber den anderen Reisemöglichkeiten.

Stickoxide zählen nicht zu den Klimarelevanten Gasen.

Das ist richtig. Stickoxide sind eher ein Gesundheits-Problem für Anwohner an den Endpunkten der Reise.
Beitrag vom 16.10.2019 - 14:12 Uhr
UserFW 190
User (1255 Beiträge)
@EricM

Es ging mir um die Richtigstellung der Behauptung: " Stickoxide, Wasserdampf und alles in großer Höhe, wo die Effekte auf das Klima viel verheerender sind, als am Boden"

Es ist nur der Wasserdampf in der Höhe, aber in der Gewichtung wird der Flugverkehr deshalb mit Faktor 2 berechnet. Die Stickoxide die in der Höhe emittiert werden bauen sich sich ebenso ab wie die am Boden vom Kfz Verkehr, nur haben sie im Gegensatz zu diesen keine gesundheitliche Relevanz (mehr). Die vom Starten und Landen müsste man mal mit der Menge der durch den Verkehr um die Flughäfen quantitativ vergleichen um eine konkrete Aussage dazu machen zu können.

Das Fliegen ist mit Abstand das schnellste Verkehrsmittel. Je schneller um so höher die Verbräuche aller Verkehrsträger (Kerosin, Benzin, Diesel oder Strom), geht mit dem Quadrat der Geschwindigkeit ein wobei die Flugzeuge in der Höhe nur 1/4 der Luftdichte haben, die geht linear ein.

Wer mit dem Auto statt mit Tempo 100 -> 160 fährt hat den rd. 2:3,6 fachen Verbrauch, oder 1,8 mal mehr.
Beitrag vom 16.10.2019 - 17:49 Uhr
UserEricM
User (1562 Beiträge)
@EricM

Es ging mir um die Richtigstellung der Behauptung: " Stickoxide, Wasserdampf und alles in großer Höhe, wo die Effekte auf das Klima viel verheerender sind, als am Boden"

Es ist nur der Wasserdampf in der Höhe, aber in der Gewichtung wird der Flugverkehr deshalb mit Faktor 2 berechnet. Die Stickoxide die in der Höhe emittiert werden bauen sich sich ebenso ab wie die am Boden vom Kfz Verkehr, nur haben sie im Gegensatz zu diesen keine gesundheitliche Relevanz (mehr). Die vom Starten und Landen müsste man mal mit der Menge der durch den Verkehr um die Flughäfen quantitativ vergleichen um eine konkrete Aussage dazu machen zu können.

Das Fliegen ist mit Abstand das schnellste Verkehrsmittel. Je schneller um so höher die Verbräuche aller Verkehrsträger (Kerosin, Benzin, Diesel oder Strom), geht mit dem Quadrat der Geschwindigkeit ein wobei die Flugzeuge in der Höhe nur 1/4 der Luftdichte haben, die geht linear ein.

Wer mit dem Auto statt mit Tempo 100 -> 160 fährt hat den rd. 2:3,6 fachen Verbrauch, oder 1,8 mal mehr.

Alles richtig, Ich hatte Ihnen ja auch zugestimmt.
Trotzdem bleibt die Frage offen, ob es sinnvoll ist, das schmutzigste Verkehrsmittel weiter über steuerbefreiten Sprit zu fördern. Oder ob eine Kerosinsteuer erstmal ein faires Marktumfeld ggü den anderen Verkehrsträgern, die diese Steuer heute bereits zahlen, herstellt.

Zu den Stickoxid Emissionen im LTO Zyklus hatte ich mal was gerechnet, mal schauen ob ichs noch finde ...

Dieser Beitrag wurde am 16.10.2019 17:52 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.10.2019 - 19:08 Uhr
UserOldCrow
User (159 Beiträge)
Trotzdem bleibt die Frage offen, ob es sinnvoll ist, das schmutzigste Verkehrsmittel weiter über steuerbefreiten Sprit zu fördern. Oder ob eine Kerosinsteuer erstmal ein faires Marktumfeld ggü den anderen Verkehrsträgern, die diese Steuer heute bereits zahlen, herstellt.

Dann aber bitte die Infrastruktur des Luftverkehrs aus der Kerosinsteuer bezahlen. Bisher finanziert die sich über Landegebühren, variable Passagier(abfertigungs)gebühren, Passagier-Sicherheitsgebühr, Luftstrassengebühr. Gleiches Recht für alle.
Beitrag vom 16.10.2019 - 20:47 Uhr
UserEricM
User (1562 Beiträge)
Dann aber bitte die Infrastruktur des Luftverkehrs aus der Kerosinsteuer bezahlen.

Wenngleich die Mineralölsteuer ja nicht die einzige Steuer ist, die beim PKW fahren anfällt, könnte man drüber nachdenken.
Würde das nicht aber eine Verstaatlichung der Infrastruktur wie bei Schiene und Straße voraussetzen?
Beitrag vom 17.10.2019 - 00:10 Uhr
UserOldCrow
User (159 Beiträge)
Nein. Warum denn?
Wetterdienst und Flugsicherung sind sowieso schon staatlich.
Die Flughäfen könnten weiterhin privatwirtschaftlich betrieben werden.
Die Nutzungsgebühren übernimmt das Verkehrsministerium.
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