Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Fraport: 1.600 Mitarbeiter gehen mit...

Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 17.10.2020 - 23:16 Uhr
UserKranich
User (385 Beiträge)
Wenn man den offiziellen Verlautbarungen von Landesregierung Hessen und Fraport glauben schenkt, dann wurden durch den Neubau der Landebahn Nordwest 100000 neue Jobs am Flughafen geschaffen, wenn jetzt „nur“ 1600 Jobs durch die Corona -Krise wegfallen, dann ist das in Anbetracht der 100000 neuen Jobs eigentlich vernachlässigbar, oder ???
Beitrag vom 18.10.2020 - 00:21 Uhr
Usermikado
User (67 Beiträge)
100.000 Jobs (falls die Zahl wirklich korrekt ist) sind auch Jobs außerhalb der FAG. Da sind Reinigungskräfte, Wurstverkäufer und alles mögliche eingerechnet. Ob es um Vollzeit-Jobs geht, ist ebenfalls nicht klar. Selber haben die etwa 22000 Mitarbeiter, da können keine hunderttausend dazugekommen sein.
Beitrag vom 18.10.2020 - 06:23 Uhr
UserEricM
User (2379 Beiträge)
"Jobs am Flughafen" umfasst neben der Cargo City Süd und The Squaire auch das seit Jahren wachsende Gewerbegebiet Gateway Gardens. Da sitzen neben den eigentlichen Logistikern Firmen wie Dell, EMC oder KPMG, die aus anderen Orten in Rhein-Main dorthin umgezogen sind.

Diese Jobs wurden gerade von der hessischen Politik und von Fraport in der Aussendarstellung gerne immer mal wieder als Erfolg des Ausbaus bzw. des Flughafens "zweckentfremdet".

D.h. die "100.000 Jobs am Flughafen" könnte es möglicherweise zumindest teilweise geben, die haben aber in vielen Fällen mit dem Flug-Betrieb gar nichts zu tun, sondern mit einem Gewerbegebiet in räumlicher Nähe zum Flughafen, dessen Jobs oft nicht mal was mit Logistik im weiteren Sinne zu tun haben und die in anderen Städten des Rhein-Main Gebiets weggefallen sind.

Dieser Beitrag wurde am 18.10.2020 07:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.10.2020 - 12:10 Uhr
Usercontrail55
User (2014 Beiträge)
"Jobs am Flughafen" umfasst neben der Cargo City Süd und The Squaire auch das seit Jahren wachsende Gewerbegebiet Gateway Gardens. Da sitzen neben den eigentlichen Logistikern Firmen wie Dell, EMC oder KPMG, die aus anderen Orten in Rhein-Main dorthin umgezogen sind.

Diese Jobs wurden gerade von der hessischen Politik und von Fraport in der Aussendarstellung gerne immer mal wieder als Erfolg des Ausbaus bzw. des Flughafens "zweckentfremdet".

D.h. die "100.000 Jobs am Flughafen" könnte es möglicherweise zumindest teilweise geben, die haben aber in vielen Fällen mit dem Flug-Betrieb gar nichts zu tun, sondern mit einem Gewerbegebiet in räumlicher Nähe zum Flughafen, dessen Jobs oft nicht mal was mit Logistik im weiteren Sinne zu tun haben und die in anderen Städten des Rhein-Main Gebiets weggefallen sind.
Möglicherweise, vielleicht sind sie aber nur wegen des Flughafens überhaupt noch im RheinMain Gebiet. Laut Gewerbemarktbericht der Stadt Frankfurt aus dem Jahr 2018 liegen die Gewerbemieten im Bereich Flughafen 20% über dem nächstteuersten Bezirk. Da wird es Argumente geben, warum man als nicht im Flugbetrieb oder Nicht-Logistiker dort ansässig ist und sich die höheren Kosten ans Bein bindet.

Interessanter finde ich die Zahl derer, die das Anbegot der Abfindung genommen haben. Die Höhe der Abfindung deckt sich mit dem Angebot der LH in der Kabine, die Größe FRAport/Kabine ist auch vergleicbar. Wenn da auch 1000 zugreifen, wäre man einen großen Schritt weiter.
Beitrag vom 19.10.2020 - 07:19 Uhr
UserD-AIQU
User (64 Beiträge)
Fraport AG ist nicht gleich Flughafen. Der Flughafenbetreiber hat ca. 12.000 Mitarbeiter. Der überwiegende Teil im Flugbetriebsbereich (Bodenverkehrsdienste, Terminalbetrieb, Service). Da sind 1.6000 Stellen durch Frühverrentung oder Abfindungen schon eine Hasunummer, finde ich
Beitrag vom 19.10.2020 - 09:18 Uhr
UserEricM
User (2379 Beiträge)
Möglicherweise, vielleicht sind sie aber nur wegen des Flughafens überhaupt noch im RheinMain

Ja, möglicherweise.
Möglicherweise auch nicht :)

Ich wollte eigentlich nur die große Diskrepanz zwischen der Anzahl der Angestellten der Fraport AG und den oft zitierten "100.000 Jobs am Flughafen" verständlicher machen.
Eigentlich ist Fraport ein gar nicht mal so großer Mittelständler.

Dieser Beitrag wurde am 19.10.2020 09:18 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.10.2020 - 15:09 Uhr
UserBene78
User (36 Beiträge)
Interessanter finde ich die Zahl derer, die das Anbegot der Abfindung genommen haben. Die Höhe der Abfindung deckt sich mit dem Angebot der LH in der Kabine, die Größe FRAport/Kabine ist auch vergleicbar. Wenn da auch 1000 zugreifen, wäre man einen großen Schritt weiter.

Viele Mitarbeiter werden wohl leichter bei einem anderen Arbeitgeber/Branche unterkommen wie das fliegende Personal, was von den Airlines abhängig ist, sofern sie nicht weiter qualifiziert sind.
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