Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / LOT Polish Airlines erhält Zuschlag...

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Beitrag vom 24.01.2020 - 12:44 Uhr
UserCGNWAW
User (525 Beiträge)
Ich würde sagen für Condor selber die beste option, für die Mitarbeiter die schlechteste. Für Condor die beste, da man nun endlich die Langstrecke wahrscheinlich mit Boeing 787-8 Flugzeugen erneuern kann. Das schlechteste für die Mitarbeiter, da LOT den Mitarbeitern und besonders VERDI einiges abverlangen wird. Ich kann mir vorstellen, dass die Weibliche Angstelle wieder behandeln werden wie in den 60ziger Jahren, da LOT Staatlich ist und der Staat Polen sehr extrem Konservativ ist. Da haben Frauen wie wir wissen nichts zu sagen und sollen laut Lech Kachinsky nur Gebärmaschienen sein. Und Schwule und Lesbische Mitarbeiter werden dann auch aus dem Unternehmen über lang oder kurz rausgedrängt. Denn man will in POlen wegen der so starken Katolischen Kirche ja nur Heterofamilien haben.
Und in Polen arbeitet man zu viel schlechteren Arbeitsverhältnissen. Wenn ich Condormitarbeiter wäre, dann würde ich jetzt den Tarifvertrag kündigen und neue Streiks einberufen. Ich würde erst wieder anfangen zu arbeiten, wenn LOT schriftlich verspricht bis 2030 die Arbeitsbedingungen nicht zu verschlechtern.

Ich sehe auf Frankfurt bis 2030 einen Passagieranstieg um 10 Mio. Passagiere aufziehen, da LiOT/Condor und Cityline mit Lufthansa eine Preisschlacht bei der Touristischen Langstrecke aufmachen werden. Ich sehe es schon kommen, dass es zu Zielen wie Phonix, Long-Beach, etliche Kubazielen und so weiter tägliche Flugverbindungen von beiden Gesellschaften geben wird.

Und der Klimaschutz bleibt dann auf der Strecke. So zerstört die Luftfahrt immer stärker das Klima.

Ich sehe es auch noch kommen, dass beide Geseschaften auf langer sicht darunter leiden werden.

Der einzige Gewinner wird FRAPORT sein, da sie mehr und mehr Passagiere pro Jahr abfertigen werden.

Das ist ja eine fundierte und Fakten basierte Analyse /s

Sie haben wohl noch nie mit Mitarbeitern von LOT gesprochen?
Beitrag vom 24.01.2020 - 12:46 Uhr
UserDebaser
User (320 Beiträge)
@fokker50: Die Flottenerneuerung der Condor kostet keine Milliarden. Die Flotte ist geleast, die Leasingverträge laufen gestaffelt aus und die Flugzeuge werden sukzessive durch neue, ebnfals geleaste neue Modelle ausgetauscht. Und LOT betreibt eine Dreamlinerflotte und kommt an neues Fluggerät heran.

Trotzdem ist so eine Flottenerneuerung natürlich ein finanzieller und logistischer Kraftakt. Das fliegende Personal muß umgeschult werden, und zwar immer genau in der richtigen Menge, die Technik muß erst Erfahrungen mit dem neuen Muster sammeln, und nicht zuletzt sind alle infragekommenden Muster (B787, A330, A350) deutlich größer und müssen gefüllt werden können. Die Leasingraten sind außerdem höher und müssen erst einmal erwirtschaftet werden - bei der 787 im Gegensatz zur 767 über den Daumen etwa um den Faktor 4. Dagegen steht ein etwas geringerer Treibstoffverbrauch; die 767 ist aber seit der Nachrüstung von Winglets auch nicht mehr so ein Spritschlucker.

Es gibt einige Airlines, die sich bei so einer Erneuerung fast oder tatsächlich verhoben haben, z.B. die LTU damals bei der Airbus-Umstellung. Aber es ist keine Milliardeninvestition.

@Ein_Fliegereiint..: Lassen Sie doch mal den Klimahype außen vor... Die Betriebskosten werden nicht notwendigerweise gesenkt, erst recht nicht in der Phase der Umstellung, die durchaus fünf Jahre dauern könnte. Um 500.000 bis 700.000 Euro höhere Leasingraten pro Flugzeug und Monat müssen erstmal reinkommen - wenn man von 60 Legs á 330 Paxe ausgeht, sind das schon mal 20 bis 50 Euro pro Ticket, je nach Auslastung.

Dagegen steht ein Spritverbrauch, der pro Sitz 5-10% niedriger liegt. Die Wartungskosten sind bei neuen Fliegern zwar etwas geringer, aber nicht signifikant - die Ersatzteile der neuen Modelle sind teuer und man hat noch keine gebrauchten auf Lager, und ein neues Flugzeugmodell hat Kinderkrankheiten - man denke bei der infragekommenden B787 an die feuergefährlichen Bordbatterien.
Beitrag vom 24.01.2020 - 12:49 Uhr
UserCGNWAW
User (525 Beiträge)
Ich gebe Ihnen als Katholikin natürlich gerne recht: ...

Zunächst einmal bin ich männlich und über meine Religionszugehörigkeit sagt meine Ausführung ebenfalls nichts, die geht auch keinen was an. Ich wähle auch nicht die Grünen und bin auch nicht im Lager Greta tätig.


Vielleicht nicht immer alles auf sich selbst beziehen, sondern Kommentare richtig lesen?
Beitrag vom 24.01.2020 - 13:29 Uhr
UserNicci72
User (386 Beiträge)
Ich gebe Ihnen als Katholikin natürlich gerne recht: ...

Zunächst einmal bin ich männlich und über meine Religionszugehörigkeit sagt meine Ausführung ebenfalls nichts, die geht auch keinen was an. Ich wähle auch nicht die Grünen und bin auch nicht im Lager Greta tätig.

Meine durchaus ernst gemeinte Interessensfrage, welche keinen Pranger beinhaltete, verlangte lediglich einen realistischen Überblick als Antwort.

Stattdessen ziehen Sie es als Lächerlichkeit durch den Kakao.

Sorry, das war ein Missverständnis: ICH bin Katholikin. Ich wollte Ihren Beitrag auch nicht durch den Kakao ziehen, deshalb habe ich ausdrücklich geschrieben, ich meine das nicht ironisch. Wenn man den strukturellen asketischen Grundzug der derzeitigen Ökologie-Bewegung wirklich ernst nimmt, der mit einem rigiden Moralismus verbunden ist ("How dare are you?") und einem ausgesprochen missionarischen Duktus, und ihn konsequent zu Ende denkt, wenn man das Predigen einer neuen Bedürfnislosigkeit und des "leichten Gepäcks" (und damit ist jetzt nicht das Handgepäck bei Ryanair gemeint, Scherz aus) ernst nimmt, dann kommt man zum Gründer der monastischen Bewegung und des Mönchtums, zum Heiligen Antonius. Gerade weil ich Katholikin bin, ist mir das schon seit Längerem aufgestoßen, ich gebe zu: unangenehm.

Damit sind wir jetzt aber schon ein ganzes Stück Off-Topic. Was ich sagen wollte war: Ja, jedes Fliegen ist bisher unökologisch und schädigt das Klima. Aber trotzdem wäre es auch in ökologischer Hinsicht besser, Condor könnte seine Uralt-767 durch Dreamliner ersetzen und Lufthansa würde seine A 340 durch A 350 ersetzen.

Dieser Beitrag wurde am 24.01.2020 13:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.01.2020 - 13:47 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (463 Beiträge)
Sorry, das war ein Missverständnis: ICH bin Katholikin. Ich wollte Ihren Beitrag auch nicht durch den Kakao ziehen, deshalb habe ich ausdrücklich geschrieben, ich meine das nicht ironisch.

Jetzt wird ein Schuh draus, den Beitrag konnte man in der Satzkonstellation mit anderer Betonung schlichtweg auf mich selbst beziehen.

Ich entschuldige mich hiermit in aller Form!
Beitrag vom 24.01.2020 - 13:49 Uhr
UserNicci72
User (386 Beiträge)
@fokker50: Die Flottenerneuerung der Condor kostet keine Milliarden. Die Flotte ist geleast, die Leasingverträge laufen gestaffelt aus und die Flugzeuge werden sukzessive durch neue, ebnfals geleaste neue Modelle ausgetauscht. Und LOT betreibt eine Dreamlinerflotte und kommt an neues Fluggerät heran.

Trotzdem ist so eine Flottenerneuerung natürlich ein finanzieller und logistischer Kraftakt. Das fliegende Personal muß umgeschult werden, und zwar immer genau in der richtigen Menge, die Technik muß erst Erfahrungen mit dem neuen Muster sammeln, und nicht zuletzt sind alle infragekommenden Muster (B787, A330, A350) deutlich größer und müssen gefüllt werden können. Die Leasingraten sind außerdem höher und müssen erst einmal erwirtschaftet werden - bei der 787 im Gegensatz zur 767 über den Daumen etwa um den Faktor 4. Dagegen steht ein etwas geringerer Treibstoffverbrauch; die 767 ist aber seit der Nachrüstung von Winglets auch nicht mehr so ein Spritschlucker.

Es gibt einige Airlines, die sich bei so einer Erneuerung fast oder tatsächlich verhoben haben, z.B. die LTU damals bei der Airbus-Umstellung. Aber es ist keine Milliardeninvestition.

@Ein_Fliegereiint..: Lassen Sie doch mal den Klimahype außen vor... Die Betriebskosten werden nicht notwendigerweise gesenkt, erst recht nicht in der Phase der Umstellung, die durchaus fünf Jahre dauern könnte. Um 500.000 bis 700.000 Euro höhere Leasingraten pro Flugzeug und Monat müssen erstmal reinkommen - wenn man von 60 Legs á 330 Paxe ausgeht, sind das schon mal 20 bis 50 Euro pro Ticket, je nach Auslastung.

Dagegen steht ein Spritverbrauch, der pro Sitz 5-10% niedriger liegt. Die Wartungskosten sind bei neuen Fliegern zwar etwas geringer, aber nicht signifikant - die Ersatzteile der neuen Modelle sind teuer und man hat noch keine gebrauchten auf Lager, und ein neues Flugzeugmodell hat Kinderkrankheiten - man denke bei der infragekommenden B787 an die feuergefährlichen Bordbatterien.

Ihre Rechnung klingt sehr plausibel und sicher braucht Condor die 767-Flotte nicht von heute auf morgen umstellen sondern kann sich durchaus ein Jahrfünft dafür Zeit nehmen. Wesentlich länger dann allerdings doch nicht, weil diese Flugzeuge dann so langsam auf ihren 30. Geburtstag zusteuern und damit auf eine Grenze des den Kunden guten Gewissens Anbietbaren, von steigenden Wartungskosten einmal ganz abgesehen.

Die Frage, die sich beim heutigen Stand der Dinge nicht wirklich beantworten lässt, wird allerdings sein, ob LOT die Condor dann tatsächlich mit Dreamlinern ausstatten würde oder nicht doch mit dem A 321 XLR. Was allerdings nach meinem Dafürhalten für den Dreamliner spricht ist zum einen, dass LOT dies relativ problemlos und kostengünstig aus einem laufenden Geschäft heraus tun könnte und LOT andererseits erklärtermaßen einen wachsenden Langstreckenmarkt in Mittelosteuropa sieht und entwickeln und bedienen möchte und dabei bisher exklusiv auf den Dreamliner setzt.
Beitrag vom 24.01.2020 - 14:02 Uhr
UserDebaser
User (320 Beiträge)
Interessant wird auch sein, wie LOT die Condor verwendet - das wird vor allem die deutschen Reiseveranstalter interessieren, die sich eine Airline neben der ins Langstreckensegment strebenden TUI und einem wie auch immer genannten LH-Ableger wünschen.

Auch wenn die Condor in FRA bleibt und der Platz zum Langstreckendrehkreuz für LOT wird - man wird die Condor mit Kunden aus Osteuropa feeden, die mit Sicherheit immer zahlreicher werden. Teuer kann es für die Veranstalter daher trotzdem werden.
Beitrag vom 24.01.2020 - 15:12 Uhr
UserDavid Webb
User (228 Beiträge)
Ich sehe das als beste unter schlechten Optionen.

Condor wird auch mit Lot nicht besser. Der Laden krebst knapp über der schwarzen 0, und das bei fast 10 Jahren Boom.
Bei der nächsten WIrtschaftskrise platzt Condor.

Was LOT damit will ist mir unklar. Passt überhaupt nicht, LOT fliegt Linie, Condor Touristik und Chater.
Wenn die LH den Stecker zieht mit den Zubringern ist ziemlich schnell aus.

Evtl. kauft die LH dann vlt. doch mal den ganzen LOT laden, das ist im Grunde eine Airline die im europäischen Wettbewerb ohne Staat nicht überleben sollte.
Beitrag vom 24.01.2020 - 15:52 Uhr
UserDebaser
User (320 Beiträge)
Ich sehe das als beste unter schlechten Optionen.


Für die Mitarbeiter trifft es mit der schlechten Option sicher zu - für Condor als Airline ist es u.U. sogar die beste. Die beiden Heuschrecken hätten den Laden gekauft, das Eigenkapital herausgezogen, anschließend filetiert und gewinnbringend verkauft. LOT hat zumindest einen operativen Plan, mit dem Condor weiterexistieren kann.

Condor wird auch mit Lot nicht besser. Der Laden krebst knapp über der schwarzen 0, und das bei fast 10 Jahren Boom.
Bei der nächsten WIrtschaftskrise platzt Condor.


Nicht auszuschließen. Aber Airlines sind kapitalintensive Unternehmen und haben traditionell geringere Gewinnmargen. Wenn Condor das Gewinnniveau halten kann, wird LOT wohl für's erste zufrieden sein. Bei einem externen Schock oder einer Krise werden die Karten natürlich neu gemischt, und eine Touristikairline ist da einigermaßen anfällig.

Was LOT damit will ist mir unklar. Passt überhaupt nicht, LOT fliegt Linie, Condor Touristik und Chater.

Wurde doch schon oft genug durchgekaut, gerade nicci72 hat das hier und im anderen Thread sehr fundiert und plausibel ausgeführt. Es paßt sogar in mehrererlei Weise - z.B. gibt es in ganz Osteuropa keine Langstrecken-Touristikairline, vom Baltikum über die Ukraine bis runter zum Schwarzen Meer. Diese Riesengruppe könnte LOT nach FRA fliegen, wo sie dann mit Condor an ihr Langstreckenziel geflogen werden. LOT hätte damit ein Alleinstellungsmerkmal, schüfe sich eigene Nachfrage auf der Mainline (durch die Zubringer) und wäre auf einen Schlag eine Riesennummer in der Touristik.

Es gibt noch andere denkbare Szenarien.

Wenn die LH den Stecker zieht mit den Zubringern ist ziemlich schnell aus.


Warum sollte sie das tun? LOT ist Star-Alliance-Mitglied und damit ein Verbündeter. Außerdem kämen sich die beiden nicht ins Gehege, wenn z.B. LOT die Condor für die ganzen Urlauber aus Osteuropa nutzt. Im Gegenteil, die deutschen Veranstalter müßten dann teilweise auf den LH-Ableger (Cityline?) und die neue TUI-Langstrecke ausweichen, was die Preise durch das verknappte Angebot steigen ließe.

Evtl. kauft die LH dann vlt. doch mal den ganzen LOT laden, das ist im Grunde eine Airline die im europäischen Wettbewerb ohne Staat nicht überleben sollte.

Das ist eine sehr kühne Behauptung. LOT gewinnt mit Sicherheit keinen Sympathiepreis, wenn man sieht, wie mit den Mitarbeitern umgesprungen wird, ist aber wirtschaftlich außerordentlich erfolgreich. Die zu übernehmen, wäre für LH ein großer, zu teurer Brocken, und es würde auch keinen Sinn ergeben. Ganz abgesehen davon, daß so ein Merger nie und nimmer eine Chance auf Genehmigung hätte. Die Kartellbehörden hätten die LH ja nicht einmal die Condor übernehmen lassen.
Beitrag vom 25.01.2020 - 15:11 Uhr
UserLP
User (321 Beiträge)
Von den verbliebenen Bietern war LOT vielleicht tatsächlich die beste Option.
Aber nein, Sinn sehe ich da keinen. Manche schreiben hier von einem fehlenden Langstrecken Lowcoster im Baltikum, ich denke ja: den gibt es nicht, weil es den nicht braucht. Ist der Markt wirklich da? Wollen die Leute dort wirklich alle Langstrecke wegfliegen? Warum hat es noch keiner probiert sowas da aufzuziehen? Ich lasse mich überraschen und auch gern eines besseren belehren, aber ich denke fast, hier läuft ein ganz linkes Ding. Ich sehe einfach nicht, dass die Condor wirklich von LOT gebraucht wird. Und ich bin gespannt, wie LOT das gewinnbringend umsetzen will, da ich vermute, dass die Tarife (Flugpreise) im Baltikum etwas niedriger liegen, als im bisherigen Wirkungskreis der Condor. Und da war der Laden schon nicht gerade eine "Gelddruckmaschine".
Beitrag vom 25.01.2020 - 15:47 Uhr
UserYankeeZulu1
User (210 Beiträge)
Ich würde sagen für Condor selber die beste option, für die Mitarbeiter die schlechteste. Für Condor die beste, da man nun endlich die Langstrecke wahrscheinlich mit Boeing 787-8 Flugzeugen erneuern kann. Das schlechteste für die Mitarbeiter, da LOT den Mitarbeitern und besonders VERDI einiges abverlangen wird. Ich kann mir vorstellen, dass die Weibliche Angstelle wieder behandeln werden wie in den 60ziger Jahren, da LOT Staatlich ist und der Staat Polen sehr extrem Konservativ ist. Da haben Frauen wie wir wissen nichts zu sagen und sollen laut Lech Kachinsky nur Gebärmaschienen sein. Und Schwule und Lesbische Mitarbeiter werden dann auch aus dem Unternehmen über lang oder kurz rausgedrängt. Denn man will in POlen wegen der so starken Katolischen Kirche ja nur Heterofamilien haben.
Und in Polen arbeitet man zu viel schlechteren Arbeitsverhältnissen. Wenn ich Condormitarbeiter wäre, dann würde ich jetzt den Tarifvertrag kündigen und neue Streiks einberufen. Ich würde erst wieder anfangen zu arbeiten, wenn LOT schriftlich verspricht bis 2030 die Arbeitsbedingungen nicht zu verschlechtern.

Ich sehe auf Frankfurt bis 2030 einen Passagieranstieg um 10 Mio. Passagiere aufziehen, da LOT/Condor und Cityline mit Lufthansa eine Preisschlacht bei der Touristischen Langstrecke aufmachen werden. Ich sehe es schon kommen, dass es zu Zielen wie Phonix, Long-Beach, etliche Kubazielen und so weiter tägliche Flugverbindungen von beiden Gesellschaften geben wird.

Und der Klimaschutz bleibt dann auf der Strecke. So zerstört die Luftfahrt immer stärker das Klima.

Ich sehe es auch noch kommen, dass beide Geseschaften auf langer sicht darunter leiden werden.

Der einzige Gewinner wird FRAPORT sein, da sie mehr und mehr Passagiere pro Jahr abfertigen werden.
nur zu einem Punkt:
Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen: real können die MtarbeiterInnen streiken wollen, ob die Gewerkschaft das tut, man wird sehen, ich vermute erst mal nein. Aber das wird die Airlineführung relativ kalt lassen, die werden von Beginn an straight ihre Ziele verfolgen und wissen ganz genau, daß es genügend AnwärterInnen mit Deutschkenntnissen gibt, die zu dann gültigen Konditionen aufspringen und in der Kabine arbeiten. Ich bin mir sehr sicher, die werden sich nicht à-la-LH in epische Diskussionen und Verhandlungen drängen lassen, die werden handeln. Ob uns das gefällt oder nicht. Die haben halt nicht in dem Maß die Altlasten wie LH.
Beitrag vom 25.01.2020 - 16:28 Uhr
Usercontrail55
User (1944 Beiträge)
Um sagen zu können, die Condor hat es geschaftt, müsste man zunächst definieren was die Condor ist. Flieger mit dem Condor-Logo, das wird jetzt bleiben. Aber das wofür Condor steht? Da habe ich meine Zweifel.

Condor kann eine Operation im Touristkgeschäft am Laufen halten. Das war es auch schon, aber genau dafür wird man sie brauchen.

LOT ist eine staatlich geführte Airline und die Zuständigen haben eine Vision. Und sind bereit dafür Geld in die Hand zu nehemen. Das müssen sie auch, denn so richtig proftabel ist das Ganze nicht mit 5% Marge.

Synergien gibt es jetzt reichlich und die werden auch genutzt werden. Da wo sie billiger sind. Das ist nicht in D. Es steht zu befürchten, dass es hier mittelfristig zu Verschiebungen nach Osten kommen wird. Gerade wenn die Condorflotte an mehreren Standorten tätig sein wird. Dann müssen die Flieger ohnehin irgendwo zur Wartung hingeschickt werden.

Verwaltung das Gleiche, Operations möglicherweise eine zentralisierte für alle. Mittelfristig.
Zimperlich scheinen die Polen nicht zu sein, das zeigt wohin die Reise gehen wird.

Osteuropa ist extrem preissensitiv. Alles was ex dort fliegt wird auch dort beschäftigt, zu diesen Konditionen. Wenn es dort mal läuft wird die D Ops mächtig unter Druck geraten.

Die Langstrecke es D wird anfangs wohl mit Ost EU Gästen gefüllt bis man Märkte etabliert hat die dann von dort direkt bedient werden könnten. Was passiert dann mit DE? Was wenn LH auf bestimmten Strecken den Druck erhöht? Nur mit Feed wird das nicht funktionieren, zu teuer.

Die Flottenentscheidung sehe ich komplett offen. LOT hat keine offen Bestellungen auf der LS, alle Bestellungen sind ausgeliefert oder kurz davor und bereits verplant. Neue Flieger für die LOT Expansion sollen größer sein und die 787-1000 passt von der Range wohl nicht so richtig, A350 ist eine Option. LOT und Condor sind etwa gleich groß und es gibt kleine Airlines mit 2 Mustern, wenn es sich denn rechnet. Die Ansage des Managements ist hier Flottenerneuerung innerhalb 2-3 Jahren. Es wurde schon angesprochen, alle neuen Muster wären größer und müssten erst mal gefüllt werden mit Preisen die sich rechnen.

Unter dem Strich sehe ich Condor nur als Vehikel für die Erweiterungen in Osteuropa. Auf einen Krieg mit LH im Heimatmarkt werden die sich nicht einlassen, Condor wird hier nur weitergenutzt wenn es sich auf bestimmten Märkten rechnet. LH hat gezeigt wie sie ihren Markt verteigt, siehe MUC und Condor sowie FRA mit FR. Die Musik wird woanders spielen.



Dieser Beitrag wurde am 25.01.2020 16:41 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.01.2020 - 07:10 Uhr
UserDavid Webb
User (228 Beiträge)
Ich sehe das als beste unter schlechten Optionen.


Für die Mitarbeiter trifft es mit der schlechten Option sicher zu - für Condor als Airline ist es u.U. sogar die beste. Die beiden Heuschrecken hätten den Laden gekauft, das Eigenkapital herausgezogen, anschließend filetiert und gewinnbringend verkauft. LOT hat zumindest einen operativen Plan, mit dem Condor weiterexistieren kann.

Ob der klappt ist halt die Frage.

Condor wird auch mit Lot nicht besser. Der Laden krebst knapp über der schwarzen 0, und das bei fast 10 Jahren Boom.
Bei der nächsten WIrtschaftskrise platzt Condor.


Nicht auszuschließen. Aber Airlines sind kapitalintensive Unternehmen und haben traditionell geringere Gewinnmargen. Wenn Condor das Gewinnniveau halten kann, wird LOT wohl für's erste zufrieden sein. Bei einem externen Schock oder einer Krise werden die Karten natürlich neu gemischt, und eine Touristikairline ist da einigermaßen anfällig.

Ganz genau. Krise trifft Tourismus Langstrecke besonders.


Was LOT damit will ist mir unklar. Passt überhaupt nicht, LOT fliegt Linie, Condor Touristik und Chater.

Wurde doch schon oft genug durchgekaut, gerade nicci72 hat das hier und im anderen Thread sehr fundiert und plausibel ausgeführt. Es paßt sogar in mehrererlei Weise - z.B. gibt es in ganz Osteuropa keine Langstrecken-Touristikairline, vom Baltikum über die Ukraine bis runter zum Schwarzen Meer. Diese Riesengruppe könnte LOT nach FRA fliegen, wo sie dann mit Condor an ihr Langstreckenziel geflogen werden. LOT hätte damit ein Alleinstellungsmerkmal, schüfe sich eigene Nachfrage auf der Mainline (durch die Zubringer) und wäre auf einen Schlag eine Riesennummer in der Touristik.

Sehe ich nicht.
Warum sollte es Sinn machen an den Hub von LH mit Lot zu shutteln, die haben selbst eine Langstreckenflotte und wenn Osteuropa das hergibt, dann ist es wensentlich einfacher über den eigenen Hub zu gehen.
Condor liefert für Lot weder Auslastung noch billigere Kosten.
Das es keinen Langstrecken Touristiker gibt hat imo seine Quelle auch darin das es sich nicht rechnet.
Gibt es jemanden der das wirklich erfolgreich macht?

Die Aussage das man von FRA den gesamten Osten andocken kann, das löst bei mir nur kopfschütteln aus. Keine relvante Zielgruppe.
Nicht einfach abzufertigen, wollen sie die erst nach Warschau und dann nach FRA umsteigen lassen?
Und warum macht das die COndor heute nicht schon? Wäre ja easy.

Die Synergien sind Minimal, das Geschäft ist ein ganz anderes.
Ich verstehe das nicht.


Es gibt noch andere denkbare Szenarien.

Wenn die LH den Stecker zieht mit den Zubringern ist ziemlich schnell aus.


Warum sollte sie das tun? LOT ist Star-Alliance-Mitglied und damit ein Verbündeter. Außerdem kämen sich die beiden nicht ins Gehege, wenn z.B. LOT die Condor für die ganzen Urlauber aus Osteuropa nutzt. Im Gegenteil, die deutschen Veranstalter müßten dann teilweise auf den LH-Ableger (Cityline?) und die neue TUI-Langstrecke ausweichen, was die Preise durch das verknappte Angebot steigen ließe.

Sorry, den Quatsch mit der Star All. glauben sie doch ned selbst?
Natürlic kommen die sich ins Gehege, wenn Lot die Nr. 2 im Heimatmarkt der LH kauft. SO funktioniert das Geschäft. Welche Urlauber meinen sie? Die Horden Osteuropäer die die Strände in den tropischen Destinationen Bevölkern? Wie kommen die nach FRA?

Die LH wird sich ganz genau anschauen was LOT da macht, denn weiterer Verkehr auf Routen die LH auch anbietet wird zwangsweise auch PAX aus der LH wegziehen, reines shutttelnist anders nicht profitabel.
Die LH hat sicher nur zum Spass die Condor routen gecovert...

Evtl. kauft die LH dann vlt. doch mal den ganzen LOT laden, das ist im Grunde eine Airline die im europäischen Wettbewerb ohne Staat nicht überleben sollte.

Das ist eine sehr kühne Behauptung. LOT gewinnt mit Sicherheit keinen Sympathiepreis, wenn man sieht, wie mit den Mitarbeitern umgesprungen wird, ist aber wirtschaftlich außerordentlich erfolgreich. Die zu übernehmen, wäre für LH ein großer, zu teurer Brocken, und es würde auch keinen Sinn ergeben. Ganz abgesehen davon, daß so ein Merger nie und nimmer eine Chance auf Genehmigung hätte. Die Kartellbehörden hätten die LH ja nicht einmal die Condor übernehmen lassen.

LOT ist erfolgreich weil der Staat mit drin steckt. Die sicherheit senkt die Kapitalkosten enorm. Abwarten wie lange das gut geht.
Zwnagsläufig wird auch der europ. Luftfahrtmarkt weiter Konsolidieren müssen, schauen sie sich die USA an.
Es wird 3 grosse geben, UNited, Delta und AA sind in Europga IAG, LH und AF - KLM.
Dazu ein paar LCC, Ryanair, Easyjet, wer überlebt es noch? Norwegiean?
Am Ende ist es ein Geschäft in dem doch Größe zählt.
LOT ist dauerhaft zu klein, und es wird spannedn zu sehen sein ob sich das ausgeht.

Für die LH wäre LOT wie Wizz ein strategischer Fit.
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