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Beitrag 1 - 12 von 12
Beitrag vom 15.11.2018 - 10:11 Uhr
Userflydc9
User (327 Beiträge)
Dramatisch wenn man hier immer wieder hauptsächlich nur von Lufthansa liest, welche wegen Ölgeruchs in der Kabine einen Notfall haben. Von anderen Airlines weltweit liest man kaum was. Wieviel A380 betreibt Emirates zb:? 100 Stück? Die LH 15?
Beitrag vom 15.11.2018 - 12:25 Uhr
Usermlowrey
User (73 Beiträge)
Was hat das mit A380 oder LH bzw. EK zu tun?

Air-France-Passagiere sitzen drei Tage in Sibirien fest
Auf dem Weg von Paris nach Shanghai musste eine Boeing 777 von Air France mit Rauch in der Kabine in Irkutsk landen. Dort kamen die Passagiere nicht mehr so schnell weg.


Flughafen Irkutsk
Zwei der drei Air-France-Jets in Irkutsk: Probleme mit Rauch und Hydraulik.

Ein beißender Geruch und leichter Rauch in der Kabine zwangen die Piloten einer Boeing 777 von Air France am Sonntag (11. November) zu einer außerplanmäßigen Landung im sibirischen Irkutsk. Die Maschine war als Flug AF116 unterwegs von Paris-Charles-de-Gaulle nach Shanghai Pudong. Für die 282 Passagiere begann damit eine lange Zeit der Ungewissheit.

Einer der Fluggäste erzählte dem Rundfunksender Radio France, russische Sicherheitsbeamte hätten die Reisenden und die Crew nach der Landung zu einem Hotel eskortiert. Ihre Pässe seien einbehalten worden und auch zu ihrem Gepäck hätten sie keinen Zugang gehabt. Die russischen Behörden begründeten die Eskorte laut der Nachrichtenagentur AFP damit, dass die Passagiere keine Visa gehabt hätten.

Erst dritter Jet schafft es nach China
Die Fluggesellschaft schickte eine Ersatzmaschine, ebenfalls eine Boeing 777, die laut dem Flughafen Irkutsk am Dienstag gegen 14 Uhr Ortszeit Richtung China abheben sollte. Doch bei zweistelligen Minusgraden in Irkutsk traten Hydraulik-Probleme an dem Flugzeug auf. Die Reisenden mussten nach mehreren Stunden ins Hotel zurückkehren. Erst am Mittwoch hatte eine dritte Boeing 777 dann Erfolg und brachte die Fluggäste nach Shanghai.

Die ersten beiden Jets mit den Kennungen F-GSQC und F-GSQB sind inzwischen aus Irkutsk nach Paris zurückgekehrt. Am 1. November erlebte Air France mit Russland bereits einmal eine Konfrontation. Eine Boeing 777 auf dem Weg nach Vietnam wurde der Überflug verwehrt. Die Maschine musste umkehren. Die russischen Behörden erklärten, man habe sie nicht über eine Änderung der Flugroute informiert.
Beitrag vom 15.11.2018 - 16:52 Uhr
Usermasw
User (73 Beiträge)
Dramatisch wenn man hier immer wieder hauptsächlich nur von Lufthansa liest, welche wegen Ölgeruchs in der Kabine einen Notfall haben. Von anderen Airlines weltweit liest man kaum was. Wieviel A380 betreibt Emirates zb:? 100 Stück? Die LH 15?

Das hier ist ein deutsches Luftfahrtportal, und Lufthansa ist eine deutsche Airline, daher wird über Lufthansa verstärkt berichtet. In einer deutschen Tageszeitung lesen Sie ja auch Kleinigkeiten aus der deutschen Politik, während Sie aus zB Frankreich nur die wichtigeren Dinge erfahren werden.
Von Emirates lesen Sie so eine Meldung hier vermutlich nur, wenn der Flug aus, oder nach Deutschland führte.
Schauen Sie einfach mal auf Avherald, Ölgeruch in der Kabine ist kein spezifisches Problem der Lufthansa.
Beitrag vom 19.11.2018 - 10:55 Uhr
Useratc
User (294 Beiträge)
Bleedair macht die Kabinenluft dauerhaft schlechter, den Druck weniger regulierbar und gefährdet in vielen Fällen die Gesundheit und in einigen sogar die Flugsicherheit.
Ich würde mir wirklich wünschen, dass zukünftige Maschinen das nicht mehr verwenden.
Beitrag vom 19.11.2018 - 11:59 Uhr
UserA320Fam
User (501 Beiträge)
Bleedair macht die Kabinenluft dauerhaft schlechter, den Druck weniger regulierbar und gefährdet in vielen Fällen die Gesundheit und in einigen sogar die Flugsicherheit.
Ich würde mir wirklich wünschen, dass zukünftige Maschinen das nicht mehr verwenden.

Können Sie das bitte genauer Begründen, bzw beweisen?
Beitrag vom 20.11.2018 - 06:36 Uhr
User747SP
User (3 Beiträge)
Die Bleedair für die Kabinenluft wird durch den Compressor der Triebwerke erzeugt.
Ist in einem Triebwerk die Lagerabdichtung defekt, so gelangt Ölnebel in die Kabinenluft.
Jetzt müsste man herausfinden welches Triebwerk dafür verantwortlich ist und man könnte dieses Triebwerk für die Kabinenluft ausschließen. Safety First, daher wird dieses aber nicht im Fluge praktiziert. Schon seit Jahren werden seperate Compressoren für die Kabinenluft gefordert, dieses kostet Gewicht und Geld. Der Vorteil wäre das kein Flug abgebrochen werden müsste. Die Triebwerke wären dann davon nicht betroffen. Nur einer von meheren Compressoren müsste abgeschaltet / isoliert werden.
Der Druck zum Regulieren des Kabinendrucks ist unabhängung von der Versorgungsquelle.
Er wird durch sogenannte Outflow Valves geregelt. Da besteht keine Gefahr.
Beitrag vom 20.11.2018 - 14:39 Uhr
Useratc
User (294 Beiträge)
Es gibt zahlreiche gut dokumentierte Vorfälle, in denen Dämpfe von Schmierstoffen und Wartungsmittelrückständen in die Kabine eingedrungen sind. Viele davon auf dieser Website nachzulesen. In etlichen dieser Fälle wurden Menschen ohnmächtig, darunter regelmäßig auch Flightattendants. Piloten klagten über schwere Übelkeit und mußten ihre Sauerstoffmasken benutzen.
In einer Studie des BFU werden allein 845 derartige Vorfälle genannt.
 http://www.bfu-web.de/EN/Publications/Safety%20Study/Studies/140507_Fume_Events.pdf?__blob=publicationFile

Ja, die Studie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass sich aufgrund der untersuchten Vorfälle eine Umrüstung aller Flugzeuge aus Sicherheitsgründen nicht als notwendig erweise. Dass es diese Vorfälle gegeben hat und diese teils drastische Auswirkungen hatten, wird aber nicht bestritten.

Der höhere Kabinendruck auf Reiseflughöhe, wäre sicher auch mit Bleedair machbar. Faktisch wird aber im Augenblick lediglich bei der 787, die kein Bleedair-system verwendet, der Kabinendruck signifikant höher gehalten als bei anderen Verkehrsflugzeugen. Das sorgt für ein besseres individuelles Wohlbefinden während des Reisefluges.

Die Zapfluftanlage erhöht die Kompelxität der Triebwerkskonstruktion und die Wahrscheinlichkeit der notwendigen Abschaltung von Triebwerken.

Vielleicht möchte mir jemand erläutern, warum wir uns für die Zukunft eine weitere Nutzung von Zapfluft wünschen sollten?

 https://www.aerosieger.de/news/5548/gefahr-von-vergiftungen-durch-zapfluftsysteme.html/

Dieser Beitrag wurde am 20.11.2018 15:45 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.11.2018 - 19:01 Uhr
UserFW 190
User (1011 Beiträge)
Sind es nicht in erster Line Additive im Öl? Korrosionsschutz ? Die die gesundheitlichen Probleme machen? Da gab es vor längerer Zeit mal einen Bericht im Fernsehen.
Beitrag vom 20.11.2018 - 21:14 Uhr
UserLH830
👮👮👮
User (578 Beiträge)
Faktisch wird aber im Augenblick lediglich bei der 787, die kein Bleedair-system verwendet, der Kabinendruck signifikant höher gehalten als bei anderen Verkehrsflugzeugen. Das sorgt für ein besseres individuelles Wohlbefinden während des Reisefluges.
Wie hoch ist denn der Kabinendruck bei einer 787? Und wie sieht es denn bei den aktuellen Airbussen so aus? Ich nehme mal an wir werden über Delta Pressure sprechen wenn Sie Kabinendruck schreiben.
Gerne auch faktische Informationen zu den entsprechenden Kabinenhöhen.
Beitrag vom 20.11.2018 - 21:33 Uhr
Usermasw
User (73 Beiträge)
Faktisch wird aber im Augenblick lediglich bei der 787, die kein Bleedair-system verwendet, der Kabinendruck signifikant höher gehalten als bei anderen Verkehrsflugzeugen. Das sorgt für ein besseres individuelles Wohlbefinden während des Reisefluges.
Wie hoch ist denn der Kabinendruck bei einer 787? Und wie sieht es denn bei den aktuellen Airbussen so aus? Ich nehme mal an wir werden über Delta Pressure sprechen wenn Sie Kabinendruck schreiben.
Gerne auch faktische Informationen zu den entsprechenden Kabinenhöhen.

Das würde mich allerdings auch mal interessieren weil soweit ich weiß unterscheidet sich der Kabinendruck zwischen A350 und B787 nicht signifikant. Lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren.
Beitrag vom 21.11.2018 - 14:41 Uhr
Usersciing
User (276 Beiträge)
Cabin altitude sind A350 und 787 gleich bei 6000ft. Normal sind 8000ft.
Beitrag vom 22.11.2018 - 01:01 Uhr
UserJetset
User (1 Beiträge)
Der Kabinendruck ist in erster Linie ein Auslegungsthema der Flugzeugstruktur als ein Kompressorproblem. Mit konventionellem Bleed System könnte man auch ohne Probleme 6000ft fahren. Die Struktur der 787 war stärker als gedacht bzw. mit noch mehr Sicherheit gerechnet wegen des neuen Werkstoffs, sodass man ohne Probleme den Druck erhöhen konnte.
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