Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa erwägt Börsengang der Wa...

Beitrag 1 - 6 von 6
Beitrag vom 22.01.2020 - 20:29 Uhr
Usermichik897
User (49 Beiträge)
Halte ich für keine kluge Entscheidung. Auch der LSG Verkauf wird auf Sicht nicht sonderlich klug sein.
Beitrag vom 23.01.2020 - 01:41 Uhr
UserBILLBOEING
User (2 Beiträge)
"Hat die Sparte einen Unternehmenswert von rund 7,5 Milliarden Euro. Der Lufthansa-Konzern insgesamt wird an der Börse derzeit mit nur 6,9 Milliarden Euro bewertet". Heisst also die Technik kostet mehr wie DLH gesamt ? Macht nicht so viel Sinn - BWLer ....
Beitrag vom 23.01.2020 - 11:08 Uhr
UserNicci72
User (386 Beiträge)
"Hat die Sparte einen Unternehmenswert von rund 7,5 Milliarden Euro. Der Lufthansa-Konzern insgesamt wird an der Börse derzeit mit nur 6,9 Milliarden Euro bewertet". Heisst also die Technik kostet mehr wie DLH gesamt ? Macht nicht so viel Sinn - BWLer ....


Dieser Fall ist zwar - zum Glück - nicht die Regel, aber andererseits auch nicht gar so seltsam unter BWLern. Beim ThyssenKrupp-Konzern läuft es derzeit genauso, da ist die Konzern-Tochter, die Aufzüge herstellt, an der Börse auch wesentlich mehr wert als der Gesamtkonzern, deren Tochter sie ist und der vor kurzem aus dem DAX herausgefallen ist. Das begründet sich dadurch, dass Börsenwerte ja keine Vermögenswerte sind sondern sozusagen "Wasserstandsmeldungen" des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage der Aktien eines Unternehmens. Wenn die Aktien eines hochprofitablen Tochterunternehmens am Markt hoch begehrt sind, aber nur wenige Aktien verfügbar, die man kaufen könnte (so wie bei Lufthansa Technik oder ThyssenKrupp Aufzüge), dann geht der Preis für eine solche Aktie nach oben durch die Decke. Wenn man Aktien eines Gesamtkonzerns hat, der neben dieser hochprofitablen Tochter auch noch Verlustbringer hat (Eurowings, Lufthansa Cargo, AUA) und ein "Geht-so"-Hauptgeschäft (Lufthansa Passage), dann gibt es von diesem Gesamtkonzern (sei es nun eine Konzernmutter wie bei Lufthansa oder eine Holding) womöglich viele Aktien am Markt, aber die will dann niemand wirklich kaufen und ihr Preis geht deshalb entsprechend in den Keller - und unter dem Strich ist der Börsenwert der Tochter dann womöglich höher als der Börsenwert des Gesamtkonzerns. Der Vermögenswert der Lufthansa (allein schon mit den ganzen Flugzeugen, der Eigentümerin sie ist) dürfte konservativ geschätzt zumindest bei einem Mehrfachen ihres Börsenwertes liegen.

Dieser Beitrag wurde am 23.01.2020 11:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.01.2020 - 15:48 Uhr
UserExperte
User (167 Beiträge)
"Hat die Sparte einen Unternehmenswert von rund 7,5 Milliarden Euro. Der Lufthansa-Konzern insgesamt wird an der Börse derzeit mit nur 6,9 Milliarden Euro bewertet". Heisst also die Technik kostet mehr wie DLH gesamt ? Macht nicht so viel Sinn - BWLer ....

Das nennt sich  https://de.wikipedia.org/wiki/Kurs-Buchwert-Verh%C3%A4ltnis

Der Buchwert je Aktie war bei der LH in den letzten Jahren praktisch immer größer als der Börsenkurs.

Dieser Beitrag wurde am 25.01.2020 15:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.01.2020 - 17:45 Uhr
UserRunway
User (2671 Beiträge)
Das der Wert der gesamten Vermögenswerte (Geldbestände, Beteiligungen, Patente, Tochterunternehmen, Betriebsteile, Immobilienbesitz usw.) höher ist als der Börsenkurs bzw. der allgemein eingeschätzte Firmenwert ist ja ein mögliches Motiv für Heuschrecken eizusteigen. Dazu muß man aber die Mehrheit haben um so etwas rigoros auszuschlachten. Oder zumindest die nächsten Jahre den Gewinn durch solche Teilmaßnahmen optisch hochzupuschen um beim Widerverkauf dann einen deutlichen Aufpreis zu erzielen.

Die könnte (theoretisch betrachtet) bei LH alle Tochtergesellschaften verscherbeln,die Flugzeuge und Ersatzteile verkaufen, die Slots versilbern sowie alle Immobilien bzw Grundstücke verwerten. Unterm Strich würde ein mehrfaches des Börsenkurses und damit des Übernahmepreises herausspringen.

Nicht alle Heuschrecken d3nken und handeln so aber einige schon. Nicht so sehr bei sehr großen Unternehmen wo so etwas rogoroses Widerstand erzeugt aber bei kleineren und mittleren Firmen kann das prinzipiell so laufen.
Beitrag vom 25.01.2020 - 19:37 Uhr
UserJoachimE
User (203 Beiträge)
Dies könnte unter anderem dadurch verhindert werden, daß die Mitarbeiter die Aktien kaufen, sofern es möglich ist. Denn vielfach werden die Aktien den eigenen Mitarbeitern auch zu vergünstigten Preisen angeboten. Aber lieber schimpft man ja über die Heuschrecken ...
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