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Beitrag vom 11.06.2020 - 09:30 Uhr
Usergordon
User (2170 Beiträge)
Gerade lese ich dass die LH von einem Überhang von 22000 Vollzeitstellen spricht. Wenn man das auf rund 138000 Stellen umrechnet sind das rund 16 Prozent. Es sind aber 138000 Beschäftigte, nicht wenige darunter dürften Teilzeitmitarbeiter sein. Auf Vollzeit gerechnet vielleicht 100000 Mitarbeiter. Somit wären das 22 Prozent Überhang. Es gibt etwa 5000 Piloten bei LHG, tatsächlich wohl ein paar mehr.
a) 5000 mal 16 Prozent wären etwa 800 Jobs im Cockpit
b) 5000 mal 22 Prozent wären etwa 1100 Jobs im Cockpit.
Wer genauere Zahlen hat, soll sich eingeladen fühlen. Ich wollte mir das nur mal etwas bildlich vorstellen. So langsam dämmert es warum man bei der VC eilig mit Angeboten nach vorne rennt. 1100 Piloten kosten wieviel pro Jahr? Mehr als 175 Millionen? Das Angebot der VC ist praktisch ein einmaliger Vorgang wobei das andere nachhaltig wirksam wäre. Und in zwei Jahren wieder garantiert zurück zur alten Gehaltsstruktur incl. Arbeitsplatzgarantie bei völlig offenem Ausgang der wirtschaftlichen Entwicklung? Ich glaube das Kraut hätte ich auch gern mal probiert.

Ich verstehe nicht, wieso Sie ausgerechnet die Piloten herausstellen.
Gerade hier wären doch Einkommenseinschnitte von 20% - 25% am leichtesten verkraftbar.
Aber was bedeutet das z.B. für die Mitarbeiter der LSG?
Beitrag vom 11.06.2020 - 09:39 Uhr
Usercontrail55
User (1719 Beiträge)
Ich verstehe nicht, wieso Sie ausgerechnet die Piloten herausstellen.
Gerade hier wären doch Einkommenseinschnitte von 20% - 25% am leichtesten verkraftbar.
Aber was bedeutet das z.B. für die Mitarbeiter der LSG?
Das kann ich sagen, da Betroffene in der Familie. Da ist nix mit TZ ÜV oder wir rücken zusammen, kleiner Flexibilitätspuffer über KA wird bleiben und der Rest wird gehen müssen.
Diese Pilotenrechnerei, oder Crew im Allgemeinen, ist sowieso Teesatzlesen und der Konzernschnitt lässt sich hier nicht übertragen. Schon Kabine und Cockpit sind von ihrer Bedürnislage komplett verschieden.
Beitrag vom 11.06.2020 - 13:53 Uhr
User100-58
User (354 Beiträge)
Gerade lese ich dass die LH von einem Überhang von 22000 Vollzeitstellen spricht. Wenn man das auf rund 138000 Stellen umrechnet sind das rund 16 Prozent. Es sind aber 138000 Beschäftigte, nicht wenige darunter dürften Teilzeitmitarbeiter sein. Auf Vollzeit gerechnet vielleicht 100000 Mitarbeiter. Somit wären das 22 Prozent Überhang. Es gibt etwa 5000 Piloten bei LHG, tatsächlich wohl ein paar mehr.
a) 5000 mal 16 Prozent wären etwa 800 Jobs im Cockpit
b) 5000 mal 22 Prozent wären etwa 1100 Jobs im Cockpit.
Wer genauere Zahlen hat, soll sich eingeladen fühlen. Ich wollte mir das nur mal etwas bildlich vorstellen. So langsam dämmert es warum man bei der VC eilig mit Angeboten nach vorne rennt. 1100 Piloten kosten wieviel pro Jahr? Mehr als 175 Millionen? Das Angebot der VC ist praktisch ein einmaliger Vorgang wobei das andere nachhaltig wirksam wäre. Und in zwei Jahren wieder garantiert zurück zur alten Gehaltsstruktur incl. Arbeitsplatzgarantie bei völlig offenem Ausgang der wirtschaftlichen Entwicklung? Ich glaube das Kraut hätte ich auch gern mal probiert.

Ich verstehe nicht, wieso Sie ausgerechnet die Piloten herausstellen.
Gerade hier wären doch Einkommenseinschnitte von 20% - 25% am leichtesten verkraftbar.
Aber was bedeutet das z.B. für die Mitarbeiter der LSG?
Ich vermute mal dass nicht jeder Mitarbeiter den gleichen Beitrag leisten kann, prozentual nicht und in Summe ohnehin unmöglich. Und ich vermute dass den Verantwortlichen am Entscheidungstisch dieses bewusst ist
Beitrag vom 11.06.2020 - 13:57 Uhr
User100-58
User (354 Beiträge)
Diese Pilotenrechnerei, oder Crew im Allgemeinen, ist sowieso Teesatzlesen und der Konzernschnitt lässt sich hier nicht übertragen. Schon Kabine und Cockpit sind von ihrer Bedürnislage komplett verschieden.
Ich denke mal dass es Angestelltengruppen gibt die auch bei geparkten Flugzeugen gebraucht werden, wenn auch in reduzierter Anzahl. Jedes abgestellte Flugzeug braucht aber mit sofortiger Wirkung keine Cockpit oder Cabin Crew. Daher stehen die meiner Meinung nach besonders weit vorne an der Front.
Beitrag vom 11.06.2020 - 14:07 Uhr
Usercontrail55
User (1719 Beiträge)
Diese Pilotenrechnerei, oder Crew im Allgemeinen, ist sowieso Teesatzlesen und der Konzernschnitt lässt sich hier nicht übertragen. Schon Kabine und Cockpit sind von ihrer Bedürnislage komplett verschieden.
Ich denke mal dass es Angestelltengruppen gibt die auch bei geparkten Flugzeugen gebraucht werden, wenn auch in reduzierter Anzahl. Jedes abgestellte Flugzeug braucht aber mit sofortiger Wirkung keine Cockpit oder Cabin Crew. Daher stehen die meiner Meinung nach besonders weit vorne an der Front.
Sagt ja niemand etwas anderes, an der Front stehen auch Catering, Check In, Gate, Technik, Lounge, Einsatzplanung, ... suchen Sie sich was aus. Keine Gäste, kein Flug = keine Arbeit.
Beitrag vom 12.06.2020 - 16:17 Uhr
Usergordon
User (2170 Beiträge)
@SaintEx

Kommen jetzt noch Antworten auf meine konkreten Fragen oder versuchen Sie, diese für Sie offenkundig unangenehme Diskussion für beendet zu erklären?.

Die Führung des Unternehmens delegiert natürlich anstehende Aufgaben an Spezialisten, die das viel besser können.
Tarifverhandlungen werden von Tarifknechten (Ihre Worte), Flüge werden von Fachidioten (die Worte einer LH Pilotin) durchgeführt und Flugzeuge von Technikern gewartet. Alles andere wäre doch höchst unprofesionell.
Oder sollte ein Vorstand etwa auch ein Flugzeug fliegen?

Stellt sich am Ende nur die Frage: Was bleibt nach Abzug aller Tätigkeiten durch Spezialisten noch als Spezial- und Verantwortungsgebiet eines Vorstandsmitglieds übrig, daß ein 20-200-mal höheres Gehalt rechtfertigen könnte?

Klingt so, als würden Sie tatsächlich erwarten, dass ein Vorstandmitglied selbst Tarifverhandlungen führt, Flugzeugsitze designed oder an Flugzeugen schraubt.

Wo genau klingt das so? Ich habe eine sehr konkrete Frage gestellt, der Sie ausgewichen sind - warum auch immer.

Naja, Se haben meine Fragen ja auch nicht beantwortet :)
Aber wenn Sie darauf bestehen: Wenn es einer für weniger Geld genauso gut macht ist er mir willkommen. Ansonsten ist das halt der Preis.


Und akzeptiern Sie doch aber bitte, dass es in dieser Diskussion nicht um die Höhe von Vorstandgehältern ging.

Es ging weder um die Höhe von Vorstandsgehältern, noch um die Frage, wer an Flugzeugen schraubt oder Tarifverhandlungen führt, sondern darum, daß diejenigen mit den höchsten Gehältern sich immer dann, wenn es um die unangenehmen Teile ihres Tätigkeitsbereiches geht, teurer, fremder Hilfe bedienen. Und darum, was am Ende, nach Abzug aller dieser Hilfen, ein so hohes Gehalt überhaupt noch rechtfertigt.
Ich weiß, daß Sie das sehr wohl verstanden haben. Umso vielsagender Ihr erneutes Ausweichmanöver.

Ich kann überhaupt nicht glauben, dass Sie Ihre Ausführungen ernst meinen.

".... die unangenehmen Teile des Tätigkeitsbereichs ... fremder Hilfe bedienen".

Beim unangenehmsten Teil seines Tätigkeitsbereichs, am schwärzesten Tag der Firmengeschichte, als ein Pilot 149 Menschen in den Tod riss, hat Carsten Spohr sich wessen Hilfe bedient?

Und beantworten Sie auch meine anderen Fragen?


Ganz kurz zu Beratungsfirmen: Ich bin wirklich kein Freund von denen, aber manchmal macht es Sinn, ein Thema "von außen" zu betrachten, einfach um Betriebsblindheit ("Das haben wir schon immer so gemacht") vorzubeugen.

Na ja, manchmal ... selten vielleicht. Jedenfalls nicht in dreistelliger Millionenhöhe. Ich werte das jetzt mal als klassischen Versuch, den hier Mitlesenden Sand in die Augen zu streuen. ;-)

Da Sie es ja anscheinend wissen und um den Mitlesenden den Sand aus den Augen zu treiben: Wie viel Geld ging denn an Beraterfirmen?
Ich weiß es wirklich nicht.

Laut Geschäftsbericht € 312 Mio. im Jahr 2019. Aber auch das wüssten Sie genau, wenn Sie nicht versuchen würden, diese für Sie offenkundig unangenehme Diskussion hier zu beenden.

Wusste ich wirklich nicht, ich lerne ja nicht den Geschäftsbericht auswendig. Das ist viel Geld, auch in meinen Augen zu viel.

Aber warum sollte diese Diskussion für mich unangenehm sein?
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