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Beitrag 1 - 3 von 3
Beitrag vom 23.01.2020 - 19:09 Uhr
UserNeilArmstrong
User (345 Beiträge)
"Schließlich verkündete Dean Thornton (damals Vorstandsvorsitzender Boeing - Anm. Kom.): "Lufthansa will get its 747 Airbus"." Ein zentraler und extrem wichtiger Satz. In Verbindung mit der Tatsache, daß die 737 schon unter Zeitdruck konstruiert (wegen der bereits fliegenden Konkurrenz), aber mit Unterstützung von Lufthansa (Erstkunde der 737) gebaut wurde, hat LH offensichtlich mehr Einfluß auf das Flugzeugprogramm von Boeing gehabt, als allgemein bekannt. Wäre es vermessen zu fragen, ob die Fortentwicklung der 737 ohne diese Einflußnahme von LH bei Boeing mit zu den inzwischen offensichtlichen Schlampereien in Seattle führte?
Beitrag vom 23.01.2020 - 19:30 Uhr
User100-58
User (22 Beiträge)
Ich verstehe nicht ganz was Sie meinen. Die ursprüngliche 737 wurde auf Anregung der LH ins Leben gerufen. Lange her. Wann genau LH ihre Finger aus der 737 Entwicklung herausgenommen hat, kann ich nicht beurteilen. Aber LH war nie Flugzeugbauer, sondern immer Kunde der gesagt hat was man an dem Flugzeug dranhaben will. Wie das dann technisch umzusetzen ist war nie die Sache von LH. Den Bau der eigenen Flugzeuge im Rahmen der Qualitätssicherung zu begleiten ist was anderes. Macht/darf aber nicht jeder. Ich würde ebenfalls gerne live dabei sein wenn mein Auto in der Fabrik gefertigt wird. Ob das Sinn macht, ist eine andere Sache.
Warum sollte LH beim Entwickeln oder Bau der 737NG bzw. MAX dabei sein wenn man nicht mal ein einziges Flugzeug bestellt?
Beitrag vom 31.01.2020 - 00:05 Uhr
UserNeilArmstrong
User (345 Beiträge)
Ich verstehe nicht ganz was Sie meinen.


Weber bestätigt mit der Aussage des VV von Boeing doch nichts anderes, daß der Fortschritt bei Boeing von der LH gekommen ist, nicht von Boeing selbst.


Die ursprüngliche 737 wurde auf Anregung der LH ins Leben gerufen. Lange her. Wann genau LH ihre Finger aus der 737 Entwicklung herausgenommen hat, kann ich nicht beurteilen. Aber LH war nie Flugzeugbauer, sondern immer Kunde der gesagt hat was man an dem Flugzeug dranhaben will. Wie das dann technisch umzusetzen ist war nie die Sache von LH. Den Bau der eigenen Flugzeuge im Rahmen der Qualitätssicherung zu begleiten ist was anderes. Macht/darf aber nicht jeder. Ich würde ebenfalls gerne live dabei sein wenn mein Auto in der Fabrik gefertigt wird. Ob das Sinn macht, ist eine andere Sache.

Das stimmt schon alles, aber eben bereits mit der Ur-737 wurde ein neues Produkt nicht von Boeing sondern auf Drängen von LH eingeführt. Bei der 747 war das noch etwas anders. Dort waren es die gemeinschaftlichen wirtschaftlichen Interessen von PanAm und Boeing nach diesem neuen Produkt 747.


Warum sollte LH beim Entwickeln oder Bau der 737NG bzw. MAX dabei sein wenn man nicht mal ein einziges Flugzeug bestellt?

Eben, LH war nicht dabei. Ich spekuliere aber jetzt einmal, um es klarer zu machen. Wäre LH dabei gewesen, wäre das MCAS im Handbuch gestanden und die Piloten wären darauf trainiert worden. Denn eines scheint mir nach der Aussage von Weber sicher. Wären LH Leute bei der Entwicklung der Max involviert gewesen, hätten sie vom MCAS erfahren. Das ist für mich die Logik aus der 747-Airbus Aussage von Dean Thornton.


Dieser Beitrag wurde am 31.01.2020 00:08 Uhr bearbeitet.
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