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Beitrag vom 17.04.2018 - 21:00 Uhr
UserpaulTU154
User (553 Beiträge)

Das sehe ich komplett anders! Im Gegenteil, ich bin sicher die meisten Angehörigen wären sehr froh darüber zu erfahren, wo und warum ihre Angehörigen ums Leben kamen.

Haben sie mal mit Angehörigen eines Flugunfalles in der Untersuchungszeit zu tun gehabt? Nein, ich leider schon (Als Sachverständigiger vor Gericht) und was diese zu einer überwältigenden Mehrheit beschreiben (etwa 95%) muss jeden Unfallermittler zu zwei Grundsätzen verleiten, soviel ermitteln wie der Ursache angemessen, und das ganze so schnell zum Abschluss bringen, wie sorgfaltsmässig zu vertreten, um die Ungewissheit der Hinterbliebenen zu beenden und eine Trauerarbeit zu zulassen. Punkt 1 ist hier, wie schon zig fach beschrieben, überschritten und Punkt 2 wohl auch.
Die Hinterbliebenen beschrieben die Phase als reinen Physchoterror und die wollen in der Mehrheit den Grund auch gar nciht wissen.

Ob Sie es glauben oder nicht: ja habe ich! Zwar nicht im Rahmen eines Flugzeugabsturzes, sondern "verschollen im Krieg". Meine Oma hat bis zu Ihrem Tod gehofft, das Sie irgendetwas über den Verbleib, den Todesort meines Opas, erfährt. Eben um den Trauerprozess abschließen zu können. Und ich bin sicher, daß die Mehrheit der Angehörigen der Toten von MH370 das genau so empfinden. Und ebenso gerne wüssten, ob sie einem Selbstmörder, einem Terroristen, einem Staatsverbrechen o.ä. zum Opfer gefallen sind.
Ich akzeptiere Ihre Fachkenntnisse, dass das letztere schwer zu ermitteln sein wird, aber die "Kälte" mit der Sie die Sache kommentieren, finde ich unerträglich.
Beitrag vom 18.04.2018 - 08:29 Uhr
Usermenschmeier
User (265 Beiträge)

Ob Sie es glauben oder nicht: ja habe ich! Zwar nicht im Rahmen eines Flugzeugabsturzes, sondern "verschollen im Krieg". Meine Oma hat bis zu Ihrem Tod gehofft, das Sie irgendetwas über den Verbleib, den Todesort meines Opas, erfährt. Eben um den Trauerprozess abschließen zu können. Und ich bin sicher, daß die Mehrheit der Angehörigen der Toten von MH370 das genau so empfinden.

Mein Onkel ist auch im Krieg in Russland geblieben, und da man nicht wusste wo er genau war und ob er dort verletzt oder verstorben ist, ist das eine ganz andere Situation, hier wissen die Angehörigen sehr genau, wer ihrer Liebsten an Bord waren und das dieses Flugzeug abgestürzt ist.

Und ebenso gerne wüssten, ob sie einem Selbstmörder, einem Terroristen, einem Staatsverbrechen o.ä. zum Opfer gefallen sind.

Das wird man aber nicht herausfinden können, denn die Aufzeichnungen werden im besten Falle lückenhaft sein, im schlechtesten Fall nicht vorhanden (was mein persönlicher Tipp ist)

Ich akzeptiere Ihre Fachkenntnisse, dass das letztere schwer zu ermitteln sein wird, aber die "Kälte" mit der Sie die Sache kommentieren, finde ich unerträglich.

Das hat nichts aber auch gar nichts mit Kälte zu tun. Die Toten kann man leider nicht wieder lebendig machen, auch wenn sich das jemand wünschen würde, aber man kann die Lehren aus dem Unglück ziehen, einen abschließenden Untersuchungsbericht veröffentlichen, der allen ICAO Standards entspricht und die Hersteller von Flugzeugen und Flugzeugteilen, dazu bringen, die Lücken im System Flugzeug -(teil) überwachung zu schließen. Oder das reservierte Geld selber in solche Forschung investieren zum Beispiel in Einrichtungen wie dem ZAL in Hamburg.
So lässt man aber nun zu, dass diese nötigen Entwicklungen nur in den Konzeptphasen vorangetrieben werden, weil niemand weiß, wie die Anforderungen der ICAO letztlich aussehen werden, verpulvert massig Geld für Erkenntnisse die nachher höchstwahrscheinlich nichts zur Ursache sagen werden (Wer hat das Flugzeug, wie entführt) und am allerschlimmsten man verschwendet enormst viel Zeit in der sich das ganze Schauspiel wiederholen kann, weil die nötigen Entwicklungen nicht vorangetrieben wurden.
Damit riskiert man Menschenleben, nicht mehr und nicht weniger. Das auch noch zu fördern, indem man diese bessere Schnitzeljagd befürwortet ja regelrecht anfeuert, das emfinde ich als kalt besser aber noch zynisch.
Wie gesagt, den Toten hilft das leider nicht mehr, aber man könnte damit evtl Leben retten. Wenn sich heute ein Attentäter entscheidet das zu widerholen, wird ihm das problemlos gelingen, denn bislang ist noch fast nichts in die Überwachbarkeit des einzelnen Flugzeuges geflossen.
Beitrag vom 22.04.2018 - 17:55 Uhr
UserAILERON
User (1328 Beiträge)
Die Seabed Constructor befindet sich gemäß AIS aktuell ziemlich genau auf Höhe des 30 Breitengrads am 7arc. Rauhe See hat sie bis heute morgen etwas ausgebremst. Wellengang 4-5m. Sie hatten aber trotzdem in der letzten Woche mehrere ROV Einsätze weil man interessante Entdeckungen am Meeresboden mit den AUV´s aufgefunden hatte. Überreste von MH370 hat man dabei aber leider nicht aufgefunden.

Wie geht es weiter wenn weiterhin nichts gefunden wird. Der nächste Zwischenstopp in Perth/Fremantle steht bald an. Dazu wird die Seabed Constructor ab dem 28.04 das Suchgebiet wieder verlassen. Bis dahin wird man wohl noch den 29 Breitengrad erreicht haben. Warten wir es ab.
Sie wird dann am 01.05 geplant im Hafen Fremantle am AUS Marine Complex 4 erwartet. Liegezeit ist bis zum 04.05 geplant.

Danach geht es hoffentlich weiter.
Bisher war der 27 Breitengrad für Ocean Infinity als finales Ziel geplant. Ab dann beginnt aber auch langsam das Meeresgebiet Batavia Seamount. In diesem Seegebiet hatte man damals im Jahre 2014 ein mögliches Signal von der ULB per 37.5Khz von einem der beiden Flugschreiber FDR/CVR entdeckt aber leider wieder verloren.

Hier findet ihr den letzten offiziellen Report #12:

 http://www.mh370.gov.my/en/mh370-underwater-search-2018?download=136:17-april-english-version


Dieser Beitrag wurde am 22.04.2018 17:58 Uhr bearbeitet.
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