Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Niki flog ohne Schulden in die Pleite

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Beitrag vom 18.12.2017 - 03:45 Uhr
Userherbert aus thü..
User (31 Beiträge)
Ich mochte die TU 154, besonders die "...M" .

Toller Flieger! Besonders für die Zeit, in der sie planmäßig im Einsatz war.
War ein paarmal mit ihr unterwegs. Stark und elegant.

Mit dem "paul..." sehe ich mich hier nicht auf einer Linie.
Sehr verwirrend, was er hier von sich gibt ...
Beitrag vom 18.12.2017 - 10:20 Uhr
UserFRAHAM
User (70 Beiträge)
Vor einigen Tagen wurde noch berichtet, dass Lufthansa pro Woche den Flugbetrieb mit 10 Mio. € unterstützt. Das wären auf ein Jahr hochgerechnet ein Defizit von einer halbe Milliarde Euro.

Entweder ist das eine Falschmeldung der Lufthansa .. dann haben die Konzernoberen aber ein Problem wenn das nicht im Rechnungsbericht auftaucht, denn das Geld ist ja weg. Würde auch wenig Sinn machen, soetwas zu publizieren ohne Realitätsbezug, denn die Bücher sind durch den Insolvenzfall einsehbar für die Gläubiger und die haben kein Interesse, dass neue "höherwertigere" Schulden durch den Fortbetrieb gemacht werden.

Oder aber es stimmt, dann fragt sich also, wieso das auf einmal notwendig war?
Und die Antwort kann eine ganz einfache sein - unter dem Dach der Air Berlin sind gewisse Kosten nicht verrechnet worden im Konzern. Das können Kompensation für Kredite sein (Aufrechnung), das können nicht verrechnete Dienstleistungen untereinander sein etc. Hierfür kann es auch immer mal gute Gründe geben und auch rechtlich kann das durchaus in Ordnung sein. Ebenso können auch neue Leasinggebühren eine Rolle spielen aufgrund der wirtschaftlichen Bonität des Unternehmens in der auch Risiken einfließen, die durch die Pleite der Muttergesellschaften gestiegen sind.

Fakt ist jedenfalls, dass dieses Geld durch die Insolvenz der Mutter jetzt gebraucht wird. Mit anderen Worten - auch wenn Niki in der Vergangenheit schuldenfrei/nicht defitzitär gewesen sein mag, jetzt sind sie defizitär. Und nicht erst mit der Absage der Lufthansa zur Übernahme der Niki. Sogesehen ist der Artikel im besten Fall ohne inhaltlichen Wert für die aktuelle Situation, im schelchtesten Fall sogar als falsch einzustufen.
Beitrag vom 18.12.2017 - 11:00 Uhr
Userbob.gedat
User (522 Beiträge)
Vor einigen Tagen wurde noch berichtet, dass Lufthansa pro Woche den Flugbetrieb mit 10 Mio. € unterstützt. Das wären auf ein Jahr hochgerechnet ein Defizit von einer halbe Milliarde Euro.
Nach meiner Kenntnis finanziert Lufthansa mit den 10 Millionen den gesamten, noch verbliebenen Flugbetrieb der insolventen Airberlin. Bis zur Insolvenz von Niki flogen rund 90 Maschinen proaktiv für die Lufthansa, die damit ja auch Erträge erwirtschaftet.

Niki ist quasi das Opfer ihrer Abhängigkeit von der Mutter. Ohne deren Infrastruktur kann sie nicht weiter fliegen (Vertrieb, Flugbetrieb, Technik). Dafür strich Lufthansa aber jetzt die Mittel. Entscheidend ist jetzt, wie Brüssel am 21.Dezember (Donnerstag) über das Gesamtangebot der Lufthansa befindet. Die Übernehme der ersten Tranche von 38 Flugzeugen vor der Insolvenz der AB ist gesichert, alle Maßnahmen danach kann Brüssel aber noch beeinspruchen.

Findet sich für Niki oder Teile davon nach ihrer Insolvenz kein Käufer, hat Eurowings freie Hand sich aus der Konkursmasse zu bedienen. Durch den Rücktritt vom Kauf muss Lufthansa gegebenenfalls die bereits akquirierten Niki-Flieger aber wieder freigeben. Das hat sie auch zugesagt.

Dieser Beitrag wurde am 18.12.2017 11:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.12.2017 - 11:15 Uhr
UserRunway
User (2486 Beiträge)
Ja da ist manches von außen betrachtet nicht genau nachvollziehbar.In der SZ ist heute dazu ein Bericht in dem es u. A. heißt:

Die zweistellige Millionensumme die Lufthansa in Niki gesteckt hat, damit der Flugbetrieb weitergeführt werden kann, müsse nicht zurück gezahlt werden, da sie eine Insolvenzforderung geworden ist.

Damit kann man dieses Geld als so gut wie verloren betrachten. Wenn das so zutrifft ist die vielfache Behauptung LH wolle Niki gar nicht kaufen so gut wie widerlegt. In der weiteren verlängerten Prüfungsphase hätte LH vermutlich weitere Mill. einschiessen müssen.

Sehe mich in meiner Ansicht bestärkt das LH in dieser Konstellation die Notbremse gezogen hat. In ein Fass ohne Boden füllt man irgendwann nichts mehr ein wenn sich die Aussicht auf einen Boden auf unbestimmte Zeit verschiebt. Wird LH-Kritiker trotzdem kaum überzeugen wenn man von Anfang an Böses der LH unterstellt.
Beitrag vom 18.12.2017 - 11:41 Uhr
Userjasonbourne
User (1132 Beiträge)

LH hat die Niki, keine erfolgreiche Airlines, doch nicht in die Pleite geflogen.

Das habe ich auch nicht geschrieben.

Wie verstehen sie: "Eine erfolgreich operierende Airline wird durch Machtspielchen in den Konkurs getrieben"?
Für mich ist das: LH hat dafür gesorgt das Niki pleite ist.

Genau so meine ich das. LH hat seit der Insolvenz von AB mit Niki nur gespielt, um Ihre Interessen durchzusetzen. Und dabei in Kauf genommen, m.M. sogar bewusst bezweckt, das Niki auch Pleite geht und dann nicht mehr (als Konkurrenz) wiederbelebt werden kann.

Also setzen sie sich doch den Alu Hut auf, und behaupten die LH hat dieses Manöver so geplant?
Kann ich nicht verstehen.
Die LH hatte in 2017 mit dem Leasing via AB wohl die einmalige Möglichkeit auf AB zuzugreifen und wollte diese Chance nutzten. Daher wurde eine Abmachung mit Etihad getroffen. Seitdem ist die LH auch Passagier, das ganze bekommt man niemals so geskriptet, viel zu viele Variablen.

LH wollte die kaufen, und die EU hat dazwischen gefunkt.

Da bin ich nicht so sicher, sowohl das LH kaufen wollte, als auch das "die EU dazwischen gefunkt" hat. Die Prüfung war von Anfang klar, und die Bedingungen für ein Genehmigung auch.

Die Prüfung ja, das Ergebnis nicht. Die Begründung ist ja geheim geblieben, es gibt auch ganz andere Standpunkte.

War es das? Ich habe da anderes gehört, und die LH beschäftig sicher ganz ordentliche juristen. Anforderungen hab ich nie gehört, von der EU kamm dieses legendäre "wir waren von anfang an skeptisch"

Natürlich beschäftigt LH ordentliche Juristen. Und ich bin überzeugt, dass diese von Anfang genau wusste, das die Übernahme von Niki nie so bei den EU Wettbewerbshütern durchgehen würde.
(Siehe bereits mehrmals erwähnt - auch verlinkten Spiegel Artikel).

Für mich sind das verschwörungstheorien.
Warum der Zwischenschritt mit dem Leasing? Warum nicht gleich die INsolvenz?
Warum die Partnerschaft mit Etihad?
LH hätte die AB doch einfach untergehen lassen können.
in die Pleite geflogen hat sie die AB.

Ohne Zweifel hat das Management der AB die Hauptverantwortung für die Pleite der AB. Da gibt es nichts daran zu rütteln. Aber das was danach kam (und auch der ganze Vorlauf, seit dem Antritt von Herrn Winkelmann) ist doch schon ziemlich (m.M. nach) anrüchig. Und die NIKI Pleite spricht für sich. Wie geschrieben, im Kontext zu diesem Artikel.

Auch das ist nicht richtig. AM Ruder ist Etihad. Das ist der Hauptgläubiger und größte Eigentümer.

Etihad ist zu Mehdorns Zeiten bei AB eingestiegen, da waren die ganzen, entscheidenden Fehler bereits gemacht.
Das glaube ich nicht.
Man hätte auch da noch die AB sanieren können.

Ich bin da bei @Runway und @CGNWAW:
Die Situation bei Niki ist am Ende jendefalls nicht mehr so gewesen das sie weiter operieren hätte können, sonst wäre sie ja nicht sofort am Boden gewesen.

Schon merkwürdig: fast jede Äußerung, ob privat hier im Forum , oder in einem Artikel in den Medien, der nur leise Zweifel an der Aufrichtigkeit der LH (Führung) äußert, wird in die Abteilung "fake news" gestellt, während die Verlautbarungen der LH immer die reinste Wahrheit sind... .

Der Flugbetrieb hat wohl Geld verschlungen, das die LH bereit gestellt hat. Und das hat sie nur unter der Sicherheit, das sie auch irgendetwas in der Hand hat, in dem Fall die Flieger.
Ich glaube ohne genaue einsicht ist das sehr schwer zu beurteilen,
>
Da bin ich absolut bei Ihnen, die werden wir aber alle niemals erhalten.

Wird spannend zu sehen was dann mit Alitalia passiert, ob da auch die EU reinfunkt.

Auch das sehe ich ähnlich. Interessant nur, Alitalia fliegt immer noch, obwohl schon viel länger Pleite als AB... . Eigentlich müsste da die EU bereits jetzt "reinfunken" und das unterbinden.
Beitrag vom 18.12.2017 - 12:08 Uhr
Userbob.gedat
User (522 Beiträge)
Sehe mich in meiner Ansicht bestärkt das LH in dieser Konstellation die Notbremse gezogen hat. In ein Fass ohne Boden füllt man irgendwann nichts mehr ein wenn sich die Aussicht auf einen Boden auf unbestimmte Zeit verschiebt. Wird LH-Kritiker trotzdem kaum überzeugen wenn man von Anfang an Böses der LH unterstellt.
Niki war alles andere als ein Fass ohne Boden. Lufthansas Interesse galt vor allem der Übernahme des Unternehmens. Niki wäre im Konzern die einzige Airline mit einer LCC-gerechten Kostenbasis gewesen.

Dazu gab es auch marktseitig starke Überlappungen mit Eurowings, ergo ein lukratives Zubrot. Genau das wollte Brüssel aber verhindern. Und mit der frühzeitigen Übernahme der Flieger auch Lufthansa, damit Niki nicht in die 'falschen' Hände fällt, sollte Brüssel im letzten Moment doch noch auf die Bremse steigen.

Durch den Rücktritt von dem Kaufvertrag hat Lufthansa aber keinen Anspruch auf die Flieger, auch nicht als Faustpfand für Vorleistungen zur Finanzierung von Niki.
Beitrag vom 18.12.2017 - 13:45 Uhr
Userrasch
😊
User (129 Beiträge)
Interessante Aussagen, allerdings ist das Bild für mich noch immer sehr diffus.

Niki war alles andere als ein Fass ohne Boden. Lufthansas Interesse galt vor allem der Übernahme des Unternehmens. Niki wäre im Konzern die einzige Airline mit einer LCC-gerechten Kostenbasis gewesen.

LCC-gerecht können eigentlich nur die Personalkosten sein. Leasing der Flugzeuge wg. AB eher teurer, Kerosin für Alle in etwa gleich und die Organisation - wenn die Nachrichten hier richtig interpretiert habe - wurde im Wesentlichen von AB geleistet. Ich glaube auch das LH Interesse am Ganzen hatte aber zu einem „richtigen“ LCC fehlt gerade einiges.


Dazu gab es auch marktseitig starke Überlappungen mit Eurowings, ergo ein lukratives Zubrot. Genau das wollte Brüssel aber verhindern. Und mit der frühzeitigen Übernahme der Flieger auch Lufthansa, damit Niki nicht in die 'falschen' Hände fällt, sollte Brüssel im letzten Moment doch noch auf die Bremse steigen.

Durch den Rücktritt von dem Kaufvertrag hat Lufthansa aber keinen Anspruch auf die Flieger, auch nicht als Faustpfand für Vorleistungen zur Finanzierung von Niki.
>
Das wirft für mich einige Fragen auf:
Hat LH die Flugzeuge (Kauf oder Leasing) übernommen? Wer war bisher Leasingnehmer gegenüber den Eigentümern, AB oder NIKI oder Sonstwer? Die Flugzeuge wurden doch gerade erst zur NIKI organisiert (21 A321 zu gingen zu NIKI).
Insofern sind die Flugzeuge doch unabhängig zu verhandeln. Die gehören nicht zur Insolvenzmasse und können ggf. verkauft werden ohne dass der Leasingvertrag betroffen wäre. Bedeutet für mich, dass NIKI möglicherweise das Zugriffs- bzw. Nutzungsrecht hat, aber nur solange die Raten auch gezahlt werden resp. der Vertrag erfüllt wird. Sonst gehen die Flieger zurück an den Leasinggeber. Frage siehe oben.

Es würde mich wundern, wenn LH sich derart ins Knie geschossen hätte.

Beitrag vom 18.12.2017 - 15:17 Uhr
Userbob.gedat
User (522 Beiträge)
LCC-gerecht können eigentlich nur die Personalkosten sein. Leasing der Flugzeuge wg. AB eher teurer, Kerosin für Alle in etwa gleich und die Organisation - wenn die Nachrichten hier richtig interpretiert habe - wurde im Wesentlichen von AB geleistet. Ich glaube auch das LH Interesse am Ganzen hatte aber zu einem „richtigen“ LCC fehlt gerade einiges.
Niki hatte eine ultraschlanke Betriebsstruktur, hochmotivierte Mitarbeiter mit einem zeitgemäßen KV und eine marktgerechte Flotte. Entscheidend sind die Gesamtaufwendungen pro Passagier, nicht nur die Flugkosten. Und genau da unterscheiden sich LCCs fundamental von den Legacies.
Beitrag vom 18.12.2017 - 15:30 Uhr
UserpaulTU154
User (546 Beiträge)
Ich mochte die TU 154, besonders die "...M" .

Toller Flieger! Besonders für die Zeit, in der sie planmäßig im Einsatz war.
War ein paarmal mit ihr unterwegs. Stark und elegant.

Mit dem "paul..." sehe ich mich hier nicht auf einer Linie.
Sehr verwirrend, was er hier von sich gibt ...

Tut mir leid, wenn es für Sie verwirrend klingt.
Ich kann Ihnen gerne im privaten Chat meine Position erläutern. Herzliche Grüße
Beitrag vom 18.12.2017 - 15:40 Uhr
UserpaulTU154
User (546 Beiträge)

Wie verstehen sie: "Eine erfolgreich operierende Airline wird durch Machtspielchen in den Konkurs getrieben"?
Für mich ist das: LH hat dafür gesorgt das Niki pleite ist.

Genau so meine ich das. LH hat seit der Insolvenz von AB mit Niki nur gespielt, um Ihre Interessen durchzusetzen. Und dabei in Kauf genommen, m.M. sogar bewusst bezweckt, das Niki auch Pleite geht und dann nicht mehr (als Konkurrenz) wiederbelebt werden kann.

Also setzen sie sich doch den Alu Hut auf, und behaupten die LH hat dieses Manöver so geplant?
Kann ich nicht verstehen.

Ich behaupte gar nichts, ich habe ganz klar geschrieben, dass das meine Meinung (m.M.) ist. Selbstverständlich kann ich falsch liegen. Bisher gibt es aber keine Argumente die mich vom Gegenteil überzeugen.

Etihad ist zu Mehdorns Zeiten bei AB eingestiegen, da waren die ganzen, entscheidenden Fehler bereits gemacht.
Das glaube ich nicht.
Man hätte auch da noch die AB sanieren können.

Wer setzt sich den Alu Hut auf? (wobei ich ehrlich gesagt überhaupt nicht weiß, was das bedeuten soll...).
Zum Thema: zu glauben, das AB zu Mehdorns Zeiten noch zu retten war, das ist doch schon sehr abenteuerlich. Die Zahlen aus dieser Zeit sprechen eine andere Sprache.
Beitrag vom 18.12.2017 - 15:54 Uhr
Userjasonbourne
User (1132 Beiträge)

Wie verstehen sie: "Eine erfolgreich operierende Airline wird durch Machtspielchen in den Konkurs getrieben"?
Für mich ist das: LH hat dafür gesorgt das Niki pleite ist.

Genau so meine ich das. LH hat seit der Insolvenz von AB mit Niki nur gespielt, um Ihre Interessen durchzusetzen. Und dabei in Kauf genommen, m.M. sogar bewusst bezweckt, das Niki auch Pleite geht und dann nicht mehr (als Konkurrenz) wiederbelebt werden kann.

Also setzen sie sich doch den Alu Hut auf, und behaupten die LH hat dieses Manöver so geplant?
Kann ich nicht verstehen.

Ich behaupte gar nichts, ich habe ganz klar geschrieben, dass das meine Meinung (m.M.) ist. Selbstverständlich kann ich falsch liegen. Bisher gibt es aber keine Argumente die mich vom Gegenteil überzeugen.

Nichts würde ich es nicht nennen, sondern wirres zeug.
Sie behaupten offensichtlich, die LH hätte diese Situation absichtlich herbeigeführt.
Das halte ich für eine sehr gewagte Verschwörungstheorie.


Etihad ist zu Mehdorns Zeiten bei AB eingestiegen, da waren die ganzen, entscheidenden Fehler bereits gemacht.
Das glaube ich nicht.
Man hätte auch da noch die AB sanieren können.

Wer setzt sich den Alu Hut auf? (wobei ich ehrlich gesagt überhaupt nicht weiß, was das bedeuten soll...).
Zum Thema: zu glauben, das AB zu Mehdorns Zeiten noch zu retten war, das ist doch schon sehr abenteuerlich. Die Zahlen aus dieser Zeit sprechen eine andere Sprache.

Der Einstieg war 2011.
Damals war Etihad der Retter, und ich denke man hätte sehr wohl eine solide Airline daraus formen können.
In 6 Jahren kann sich viel tun. Denken sie mal von 1939 bis 1945.
Beitrag vom 18.12.2017 - 23:11 Uhr
UserpaulTU154
User (546 Beiträge)
Wie verstehen sie: "Eine erfolgreich operierende Airline wird durch Machtspielchen in den Konkurs getrieben"?
Für mich ist das: LH hat dafür gesorgt das Niki pleite ist.

Genau so meine ich das. LH hat seit der Insolvenz von AB mit Niki nur gespielt, um Ihre Interessen durchzusetzen. Und dabei in Kauf genommen, m.M. sogar bewusst bezweckt, das Niki auch Pleite geht und dann nicht mehr (als Konkurrenz) wiederbelebt werden kann.

Also setzen sie sich doch den Alu Hut auf, und behaupten die LH hat dieses Manöver so geplant?
Kann ich nicht verstehen.

Ich behaupte gar nichts, ich habe ganz klar geschrieben, dass das meine Meinung (m.M.) ist. Selbstverständlich kann ich falsch liegen. Bisher gibt es aber keine Argumente die mich vom Gegenteil überzeugen.

Nichts würde ich es nicht nennen, sondern wirres zeug.
Sie behaupten offensichtlich, die LH hätte diese Situation absichtlich herbeigeführt.
Das halte ich für eine sehr gewagte Verschwörungstheorie.

Nochmal: ich behauptete nichts. Ich schreibe meine Meinung. Und meine Meinung ist, das LH von Anfang keinerlei Absicht hatte, ihre wohlklingenden Ankündigung (über T.Winkelmann: 80 % der Arbeitsplätze können gerettet werden, wir kaufen für 190 Mio., wir übernehmen Niki quasi ohne Slots usw.usf.) auch wirklich umzusetzen. Das sehen Sie offensichtlich anders, und das ist auch Ihr Recht. Ich kann andere (Ihre) Meinungen akzeptieren. Sie offensichtlich nicht, sonst würde Sie nicht diskriminieren und andere beleidigen.


Etihad ist zu Mehdorns Zeiten bei AB eingestiegen, da waren die ganzen, entscheidenden Fehler bereits gemacht.
Das glaube ich nicht.
Man hätte auch da noch die AB sanieren können.

Wer setzt sich den Alu Hut auf? (wobei ich ehrlich gesagt überhaupt nicht weiß, was das bedeuten soll...).
Zum Thema: zu glauben, das AB zu Mehdorns Zeiten noch zu retten war, das ist doch schon sehr abenteuerlich. Die Zahlen aus dieser Zeit sprechen eine andere Sprache.

Der Einstieg war 2011.
Damals war Etihad der Retter, und ich denke man hätte sehr wohl eine solide Airline daraus formen können.
In 6 Jahren kann sich viel tun. Denken sie mal von 1939 bis 1945.

Vielleicht schauen Sie sich einfach die Zahlen von AB aus den Jahren 2010 - 2013 an und lassen Sie sich diese von einem Fachmann erklären. Die Chance eine "solide Airline" zu werden, war spätestens seit der Hunold Zeit und seinen Größenwahn LH Konkurrenz (Übernahme LTU) zu machen, vorbei.
Ihr letzter Satz hat das gleiche Niveau, wie Ihre Beleidigung des Users "bevol". Damit disqualifizieren Sie sich selber (vielleicht greift der Moderator auch hier ein).

Weiter werde ich deshalb mit Ihnen nicht mehr diskutieren. Wer weiß, zu welchen Äußerungen Sie sich sonst noch hinreißen lassen... .

Aber bitte:
erklären Sie uns doch noch den "Alu Hut"
Beitrag vom 19.12.2017 - 10:13 Uhr
UserParaho
User (14 Beiträge)
Wer nicht Pariert der wird bestraft und zwar Postum.
Beitrag vom 19.12.2017 - 11:28 Uhr
Userrasch
😊
User (129 Beiträge)
Niki hatte eine ultraschlanke Betriebsstruktur, hochmotivierte Mitarbeiter mit einem zeitgemäßen KV und eine marktgerechte Flotte. Entscheidend sind die Gesamtaufwendungen pro Passagier, nicht nur die Flugkosten. Und genau da unterscheiden sich LCCs fundamental von den Legacies.
Den ersten Teil gehe ich mit, aber bei der Flotte habe ich schon Zweifel. Da wurden am Anfang des Jahres 21 A321 zusammengetragen. Von wem kamen die?: von AB. Die bekanntermaßen bei Leasingverträgen keine großen Möglichkeiten hatten zu verhandeln. Ich glaube eher nicht das NIKI nachverhandeln konnte und Nennenswertes erreicht hat.
Von der eigenen Verwaltung ist dem Vernehmen nach bei der Übernahme nicht viel übriggeblieben. Oder waren es fake news das NIKI organisatorisch (Personal, Accounting, Vertrieb) in AB integriert wurde?
Wenn diese Leistungen zu AB-Kosten verrechnet werden ist zumindest dieser Vorteil weg. Wenn nicht steht NIKI gut da. Beides hängt das Bild schief.
…vielleicht lohnt es gar auch gar nicht jetzt eine Nachbetrachtung zu machen, selbst wenn es nochmal weiter geht bei NIKI wird/kann die Firma nicht mehr die gleiche sein.
Beitrag vom 19.12.2017 - 12:04 Uhr
Userbob.gedat
User (522 Beiträge)
Von der eigenen Verwaltung ist dem Vernehmen nach bei der Übernahme nicht viel übriggeblieben. Oder waren es fake news das NIKI organisatorisch (Personal, Accounting, Vertrieb) in AB integriert wurde? Wenn diese Leistungen zu AB-Kosten verrechnet werden ist zumindest dieser Vorteil weg.
Lauda hat sich die Infrastruktur durch Abtretung von 24% der Airline an AB quasi "kostenfrei" erkauft. Ebenfalls "ausgelagert" waren auch die Crews (Personal Leasing GMBH). Erst Prock-Schauer hat die "Fliegenden" in die Firma geholt. Fakt ist, Niki flog zu unschlagbaren Stückkosten. Davon hätte auch Eurowings profitiert. Die Synergien zwischen HG und EW wären ähnlich wie jene zwischen HG und AB gewesen. Dies entfällt jetzt, es sei denn auch die neue HG kommt operativ bei einem Equity-Partner (wie Condor) unter.

Das treibende Motiv von Lauda dürfte aber das Gleiche wie zu Zeiten seiner Lauda Air und später Niki sein: Mit einem besseren Produkt gegen die Konzerne anzutreten. Nicht vergessen, Lauda ist in erster Linie Sportler, der wahre Lohn ist der Platz am Stockerl.
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