Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Piloten und Eurowings sind sich übe...

Beitrag 61 - 71 von 71
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | « zurück | weiter »
Beitrag vom 23.10.2017 - 13:40 Uhr
Userrasch
User (49 Beiträge)
Und jetzt steht den EWD-Kollegen diese Regelung ziemlich im Weg. Mehr noch den Kollegen die deswegen nicht bzw. bei EWE eingestellt werden.

Die Befürchtung der FO`s kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Wenn neuen Maschinen mit neuen Crews besetzt werden, bleibt das Verhältnis CPT/FO doch im Wesentlichen gleich. Und Aufstiegschancen sind in einem wachsenden Unternehmen potentiell deutlich größer.

Dass die VC allerdings jetzt auf die EWD-Geschäftsleitung zugeht und die Regelung abschafft glaube ich auch nicht… würde aber einen hier vehement vertretenen Kritikpunkt entschärfen das sind die österreichischen Verträge.
Beitrag vom 23.10.2017 - 14:00 Uhr
Userjasonbourne
User (977 Beiträge)
Warum so einen Wirbel?
Weil tarifierte gute Arbeitsplätze ausgelöscht werden sollen und das eine Riesen Sauerei,gedeckt von der Politik ist,ganz einfach.
Wir Piloten,Flugbegleiter,Mechaniker,Büroangestellten sollen die Verlierer sein,bei diesem kriminellen Spiel.
Einfach so,werden wir uns das nicht gefallen lassen!

Ich glaube, bei Ihnen läuft einiges durcheinander.
Zur Erinnerung: Nicht die Politik oder die Lufthansa oder die Eurowings haben tarifierte gute Arbeitsplätze ausgelöscht!
Air Berlin ist seit Jahren wirtschaftlich am Ende. Die Mitarbeiter haben es doch einzig dem viel gescholtenen Management zu verdanken, das seit sechs Jahren überhaupt noch Gehälter bezahlt wurden, indem Mehdorn mit Etihad kooperiert hat. Im Prinzip ist AB doch schon seit Jahren pleite und würde nur durch milliardenschwere Subventionierung aus den Emiraten überhaupt am Leben gehalten. These: Durch dieses jahrelange Dahinvegetieren einer im Prinzip zahlungsunfähigen Firma sind die Flugpreise immer unter Druck gewesen, was in letzter Instanz auch hunderte Arbeitsplätze in dieser Industrie gekostet hat, z.B. bei Augsburg Airways.
Die Forderung nach hoch tarifierten Arbeitsplätzen ist doch ein Schlag ins Gesicht der vielen Arbeitnehmer, die durch eine Insolvenz in wirklich existenzielle Nöte geraten. Diese gibt's leider auch im Falle der Air Berlin, die Piloten und Flugbegleiter gehören aber wirklich nicht dazu. Für die gibt es, wie Sie oben selbst geschrieben haben, doch zig Alternativen.

Faszinierend der Finanzbericht ( https://www.welt.de/wirtschaft/article169922821/Diese-Zahlen-offenbaren-den-desolaten-Zustand-von-Air-Berlin.html) der AB:

Mitte 16- Mitte 17 fast 1 Mrd. Verlust, genauer 944 Mio. €!

328 Mio. leasinggebühren
281 Mio. kerosin
225 Mio. Personal

Wenn man das jetzt logisch runter bricht:
An den leasingkosten konnte man nix drehen, da ist auch der schlechte tui vertrag dabei. Die Kosten sind fix, ebenso kerosin.
Das selbe gilt für die im artikel nicht erwähnten Kosten für den Flugbetrieb (Slots, Flughafengebühren, etc.)
Da bleibt einem nicht soviel Handlungsspielraum.
Bleibt also der Punkt Erlöse, Effizienz und Personal.
Das man bei der Verschuldungslage die Leasinggebühren runter bekommt war wohl utopisch, und mittlerweile sehe ich auch die Staatshilfe und diesen Deal mit LH in einem besseren licht.
AB war chronisch defizitär, ein weiterbetrieb sinnlos.
Die 150 Mio. haben alle Reisenden heim gebracht und wohl einen Großteil der Jobs erhalten.

Die Piloten haben jetzt ein schlechteres Angebot, aber für eine Insolvenz sind 10% Gehaltseinbussen bei schon ab Einstieg überdurchschnittlichem Gehaltsniveau kein Drama.
Die EWD Konditionen sind immer noch gut bezahlte Jobs, und die Piloten sind die die bei dieser Geschichte insgesamt am besten Weg kommen.
Und sollten die AB Piloten nicht wollen, bleibt immer noch der Arbeitsmarkt, oder erst einmal bei EWE kurz unterschlupf finden und dann wechseln?

Wie schon oft erwähnt: Eigentlich haben auf dem dt. Jobmarkt aktuell alle relativ gute Karten, die besten haben die Piloten die schlechtersten die Verwaltungsangestellten.
Beitrag vom 23.10.2017 - 14:57 Uhr
UserLH830
User (471 Beiträge)
Dass die VC allerdings jetzt auf die EWD-Geschäftsleitung zugeht und die Regelung abschafft glaube ich auch nicht… würde aber einen hier vehement vertretenen Kritikpunkt entschärfen das sind die österreichischen Verträge.
Wenigstens einer hat es verstanden. Und lassen wir Digiflieder gerne im Glauben, mit dem Kopf durch die Wand alles erreichen zu können was man will. Genau an dieser Stelle sehe ich das Schlupfloch für die Herren der Lüfte, aber wer nicht will der hat dann wohl schon.
Beitrag vom 23.10.2017 - 21:21 Uhr
UserDigiflieger
User (681 Beiträge)
Dass die VC allerdings jetzt auf die EWD-Geschäftsleitung zugeht und die Regelung abschafft glaube ich auch nicht… würde aber einen hier vehement vertretenen Kritikpunkt entschärfen das sind die österreichischen Verträge.
Wenigstens einer hat es verstanden. Und lassen wir Digiflieder gerne im Glauben, mit dem Kopf durch die Wand alles erreichen zu können was man will. Genau an dieser Stelle sehe ich das Schlupfloch für die Herren der Lüfte, aber wer nicht will der hat dann wohl schon.

Also, nur damit ich das auch verstehe. Sie wollen, dass die VC, in diesem Falle die EW-TK auf vereinbarte/versprochene Vergütungsverbesserungen verzichtet und nennen das "Mit dem Kopf durch die Wand"?

Die österreichischen Tarifverträge sind doch nur im zweiten Schritt das Problem. Es wurden ja EWD-Tarife dort angeboten. Inkl. Stationierungszusagen u.ä.
Allerdings eben nur die EWD-Einsteiger-Tarife für Airberliner, die unter Umständen ja schon ein paar Jahre unterwegs sind. Daher auch die errechneten Gehaltsunterschiede.
Mal ganz ehrlich, ein Arbeitgeber möchte wachsen indem er eine andere Firma aus der Insolvenz übernimmt. Da ist es doch wohl legitim seitens der Tarifpartner ihre Wünsche deutlich zu formulieren. Die Firma möchte die AN möglichst billig anwerben, die AN sich möglichst teuer verkaufen.
Dazu gehört eben auch die Forderung nach neuen Tarifen, wenn vorher vereinbarte Grenzen überschritten werden.
Beitrag vom 23.10.2017 - 21:50 Uhr
UserLH830
User (471 Beiträge)
Extra für Sie:
Wie wäre es denn wenn es die EWE gar nicht geben müsste weil die Beschränkung bei der EWD nicht weiterverfolgt wird? Selbstverständlich wieder mal: NICHT zu KTV Bedingungen, weil diese nicht tragfähig sind. Aber möglicherweise immer noch besser als die EWE Konditionen. Man muss aber abschätzen können wo Ende der Fahnenstange ist wenn man mit CS verhandelt, sonst kommt die böse Firma in Austria in Rennen. CS ist der Chef, nicht die VC.
Beitrag vom 23.10.2017 - 22:19 Uhr
UserTexon
User (33 Beiträge)
Weil man vielleicht lieber unter anständigen Bedingungen, mit deutschen Vertrag arbeiten würde?
Die gibt es doch bei EW, was wollen Sie denn?

Aber nicht bei EWE.

Klingt komisch, aber Eurowings bietet einen deutschen Arbeitsvertrag bei einem deutschen Arbeitgeber an. Eurowings Europe hat dazu eine deutsche Tochtergesellschaft.
Beitrag vom 24.10.2017 - 00:38 Uhr
Userfbwlaie
User (3475 Beiträge)
@jasonbourne,

wenn man bei 3,6 Mrd Umsatz 0,9 Mrd Miese macht, kann man bei Personalkosten von 0,23 Mrd. durch Reduktion der Personalkosten auch nicht viel reissen. Selbst ohne Personalkosten hätte man weiterhin eine äusserst desolate Situation.


Wo ist das Geld geblieben?
Beitrag vom 24.10.2017 - 01:13 Uhr
UserCRJ9
CLH
User (89 Beiträge)
@LHnachCPH und gleichgestimmte..

Ich bin sicher kein Fan des KTV oder seiner Aufgüsse-ABER:

Warum sollen Piloten beim Arbeitgeberwechsel immer bei Null anfangen- jede andere Branche (sicher auch Sie) wechseln sich hoch?
Kein AN in Deutschland wechselt seinen Arbeitgeber ohne mit mehr Geld (das vom Kunden bezahlt werden muss) dazu überzeugt worden zu sein!
Wenn EWE dringend Cockpits braucht, dann können sie doch gute Bezahlung anbieten- Man kann doch auf dieser Plattform zahlen, was man will. DESWEGEN GIBT ES DIESE FIRMA! Sie ist untarifiert- das heisst, sie können auch zahlen, was es kostet.
Beitrag vom 24.10.2017 - 01:58 Uhr
UserLH830
User (471 Beiträge)
Mannomann. Weil keiner mehr zahlt als er muss. Ob das Ihr Gehalt ist oder ob Sie sich einen Fernseher kaufen. XXX ist deutlich günstiger als ZZZ, also kaufen Sie bei XXX. Machen alle so, also auch EW mit den Piloten. Und wenn Sie ein Problem damit haben, wen juckt es schon.
AB ist pleite, da kann man froh sein wenn man mit einem blauen Auge davonkommt und nicht in die Hartz 4 Spirale reingespült wird. Aber ein paar meinen noch ne dicke Lippe riskieren zu dürfen. Allerdings auch nur hier in diesem Forum, bei denen die was zu sagen haben finden Sie offensichtlich kein Gehör.

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2017 02:00 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.10.2017 - 06:29 Uhr
Usermenschmeier
User (90 Beiträge)
Allerdings auch nur hier in diesem Forum, bei denen die was zu sagen haben finden Sie offensichtlich kein Gehör.

Und warum bietet EWE dann plötzlich eine Wechselprämie? Weil sie zuviele Bewerber haben (nach eigener Aussage ja 2500 auf 1500 Stellen)

Also nach ihrer Logik "Jeder zahlt nur soviel wie er muss" würde sich das Angebot jetzt verschlechtern.

Ich glaube, EWE geht der Arsch gerade gewaltig auf Grundeis.
Beitrag vom 24.10.2017 - 07:10 Uhr
UserDigiflieger
User (681 Beiträge)
Extra für Sie:
Wie wäre es denn wenn es die EWE gar nicht geben müsste weil die Beschränkung bei der EWD nicht weiterverfolgt wird? Selbstverständlich wieder mal: NICHT zu KTV Bedingungen, weil diese nicht tragfähig sind. Aber möglicherweise immer noch besser als die EWE Konditionen. Man muss aber abschätzen können wo Ende der Fahnenstange ist wenn man mit CS verhandelt, sonst kommt die böse Firma in Austria in Rennen. CS ist der Chef, nicht die VC.

Also, die EWE wurde aus der Taufe gehoben, bevor die Beschränkung überhaupt spruchreif war. Da ging es eigentlich darum, so Kandidaten wie Vueling und Ryanair Paroli zu bieten, indem man europaweite Basen nutzt, um um Deutschland herum zufliegen... Österreich war "nur" das Land, indem man relativ einfach ein AOC bekommen hat. EWD war auch vor der Beschränkung dafür "zu teuer"..
Das Ende der Fahnenstange scheint schon erreicht zu sein, da auch ein CS sich keine qualifizierten Piloten aus den Rippen schneiden konnte und EWE Problem hatte Personal zu finden. Er hofft nun darauf, dass die Airberliner einknicken und die zwar leicht verbesserten, aber immer noch bescheidenen und untarifierten Konditionen einfach nehmen müssen.
In die Suppe spucken ihm dabei seine eigenes Personal/Management, dass die EWE-Leuten aufgrund der bescheidenen Bezahlung mit versprochenen Konditionen, wie solche "Kleinigkeiten" wie Tarifverträge, geködert haben und nun seit Jahren nicht liefern.
Da überlegt man eben zweimal, ob man zu schlechten Konditionen ein System ala Ryanair annimmt oder lieber versucht etwas anderes zu finden.

Ganz interessant finde ich dann die EWE-Piloten, die sich jetzt teilweise genau darüber beschweren, dass den AB bessere Konditionen geboten werden und dass man ja schließlich im LH-Konzern die gleiche Leistung abliefert.

Ich bin echt gespannt, wie lange das funktioniert.

Zum Thema KTV nicht tragfähig... Der ist hier gar kein Thema! Da ja selbst tarifiertes EWD-Personal zu teuer zu sein scheint, geht es doch wohl eher um Tarifflucht.
Erst nach Österreich, dann ganz OHNE tarifliche Regeln. Der Traum von O´Leary, gelebt von CS. DAS haben wir in Deutschland doch wohl nicht nötig, oder?!?

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2017 07:15 Uhr bearbeitet.
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | « zurück | weiter »
CCBot/2.0 (http://commoncrawl.org/faq/)