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Beitrag vom 28.10.2020 - 09:06 Uhr
UserEricM
User (2432 Beiträge)
Naja, genau das war und ist ja die Befürchtung von Lufthansa, als der Bund sich einen relevanten Anteil erpresst hatte. Wofür Sie, @EricM, damals ja großes Verständnis aufgebracht haben, wenn ich mich recht entsinne..

Stimmt, ich hatte damals ganz andere Einflusswünsche der Politik im Blick, zB das Thema Arbeitsplatzabbau oder die Eignerstruktur - aber kein Schaulaufen eines einzelnen Ministers vor der Klatschpresse...
Irgendwie schafft es der Verkehrsminister ständig, meine eh schon niedrigen Erwartungen zu unterbieten...
Beitrag vom 28.10.2020 - 09:25 Uhr
Usercontrail55
User (2054 Beiträge)
Das wird eine Airline dann schon machen wenn es die Nachfrage her gibt. Man darf nicht vergessen das der Zahlen in Berlin v.a. LCC waren.
Eben. Die Nachfrage ist nicht da, daher wird da auch nichts kommen. Es gibt, zusätzlich zum P2P Verkehr, mindestens 10 Drehkreuze in Europa, die ein umfangreiches Angebot bieten. Es gibt ex D nur FRA-NYC, was ohne Feed funktioniert. Der Rest braucht mindestens auf einer Seite ein Netz. Selbst NYC nach Berlin tut sich regelmäßig schwer.
Aber mittlerweile gibt es auch recht viele gutbezahlte Jobs in Berlin, die Stadt wächst weiterhin, gut möglich das es da zeitnah ein Drehkreuz der Lh Group gibt.
Das gerücht kommt hier immer wieder hartnäckig. Dem ist nicht so, weder Berlin noch Metropolregion. Das stagniert. 2000 - 2020 +0,5% und die Bevölkerung wird immer älter. Im gleichen Zeitraum 25-45 Jahre -11%, 65 und älter +80%. Die Stadt ist interessant für Touristen, aber zum Leben kommt hier kaum noch Jugend nach.

Hier können Sie stöbern
 https://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/bevoelkerungsprognose/download/metropolreg.pdf


Da wird sich BER in ein Touri P2P entwickeln, mit Anbindung an die relevanten Hubs in Europa und so den Rest der Welt.
Mit inzwischen 3,6 Mio. Einwohnern ist Berlin auch einfach gross genug für ein Drehkreuz.
Warum ist die Einwohnerzahl das Kriterium? LCCs arbeiten ohne Drehkreuz und das ist hier der Hauptmarkt. Direktverkehr und eine gute Anbindung an die Hubs der großen Player, dazu ein paar Langstrecken die sich rechnen.
Das ganze kommt halt auf die Airlines an, da hat die Politik zum Glück nicht viel zu melden. Die haben ja schon genug vermurkst am BER.

Dieser Beitrag wurde am 28.10.2020 10:38 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.10.2020 - 12:40 Uhr
Usergordon
User (2485 Beiträge)
Naja, genau das war und ist ja die Befürchtung von Lufthansa, als der Bund sich einen relevanten Anteil erpresst hatte. Wofür Sie, @EricM, damals ja großes Verständnis aufgebracht haben, wenn ich mich recht entsinne..

Stimmt, ich hatte damals ganz andere Einflusswünsche der Politik im Blick, zB das Thema Arbeitsplatzabbau oder die Eignerstruktur - aber kein Schaulaufen eines einzelnen Ministers vor der Klatschpresse...

Dachte ich mir! Man könnte - wenn man böse sein wollte - herauslesen, Sie propagieren freies Unternehmertum unter der Bedingung, das Personal besser zu bezahlen als die Konkurrenz, dadurch die Personalkosten möglichst hoch zu halten und keine Arbeitsplätze abzubauen.

Aber solche Gedanken hegen Sie ja zum Glück nicht ...

Beitrag vom 28.10.2020 - 13:10 Uhr
Useramikino
Ex-Vielflieger
User (354 Beiträge)
Es gibt doch schon eine größere Anzahl von Langstrecken Flügen aus BER heraus, betrieben von der Bundeswehr, nun will Scheuer diese aber noch ausbauen!

Dieser Beitrag wurde am 28.10.2020 13:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.10.2020 - 17:06 Uhr
UserEricM
User (2432 Beiträge)
Naja, genau das war und ist ja die Befürchtung von Lufthansa, als der Bund sich einen relevanten Anteil erpresst hatte. Wofür Sie, @EricM, damals ja großes Verständnis aufgebracht haben, wenn ich mich recht entsinne..

Stimmt, ich hatte damals ganz andere Einflusswünsche der Politik im Blick, zB das Thema Arbeitsplatzabbau oder die Eignerstruktur - aber kein Schaulaufen eines einzelnen Ministers vor der Klatschpresse...

Dachte ich mir! Man könnte - wenn man böse sein wollte - herauslesen, Sie propagieren freies Unternehmertum unter der Bedingung, das Personal besser zu bezahlen als die Konkurrenz, dadurch die Personalkosten möglichst hoch zu halten und keine Arbeitsplätze abzubauen.

Aber solche Gedanken hegen Sie ja zum Glück nicht ...

Genau - und Sie wollen ja sicher nicht böse sein :-)
Beitrag vom 29.10.2020 - 07:55 Uhr
Usergordon
User (2485 Beiträge)
Naja, genau das war und ist ja die Befürchtung von Lufthansa, als der Bund sich einen relevanten Anteil erpresst hatte. Wofür Sie, @EricM, damals ja großes Verständnis aufgebracht haben, wenn ich mich recht entsinne..

Stimmt, ich hatte damals ganz andere Einflusswünsche der Politik im Blick, zB das Thema Arbeitsplatzabbau oder die Eignerstruktur - aber kein Schaulaufen eines einzelnen Ministers vor der Klatschpresse...

Dachte ich mir! Man könnte - wenn man böse sein wollte - herauslesen, Sie propagieren freies Unternehmertum unter der Bedingung, das Personal besser zu bezahlen als die Konkurrenz, dadurch die Personalkosten möglichst hoch zu halten und keine Arbeitsplätze abzubauen.

Aber solche Gedanken hegen Sie ja zum Glück nicht ...

Genau - und Sie wollen ja sicher nicht böse sein :-)

Völlig richtig!
Denn wenn Sie das tatsächlich so meinen würden wäre offensichtlich, wie heuchlerisch Ihr verbales Eintreten für die angeblich so gebeutelten Arbeitnehmer in der Luftfahrt ist.
Beitrag vom 29.10.2020 - 09:04 Uhr
UserEricM
User (2432 Beiträge)
Dachte ich mir! Man könnte - wenn man böse sein wollte - herauslesen, Sie propagieren freies Unternehmertum unter der Bedingung, das Personal besser zu bezahlen als die Konkurrenz, dadurch die Personalkosten möglichst hoch zu halten und keine Arbeitsplätze abzubauen.
Denn wenn Sie das tatsächlich so meinen würden wäre offensichtlich, wie heuchlerisch Ihr verbales Eintreten für die angeblich so gebeutelten Arbeitnehmer in der Luftfahrt ist.

Den Satz verstehe ich nicht.
Ich argumentiere in diesem Forum oft gegen diejenigen Billigflieger, die ihren Preisvorteil wesentlich aus mies bezahltem und unter Druck gesetztem Personal beziehen.

Gleichzeitig argumentiere ich gegen (noch) höher bezahlende Airlines, die Initiativen starten um ihr Personal unter Druck zu setzen und/oder in Zukunft mieser zu bezahlen um daraus ebenfalls Preisvorteile zu ziehen.

Ja, ich denke dass Fliegen primär dadurch so unglaublich billig geworden ist, weil die o.g. Marktmechanismen ein lange anhaltendes Race to the bottom ausgelöst haben, das primär auf dem Rücken des Personals aller beteiligten Fluggesellschaften und mittlerweile teilweise auf Kosten der Sicherheit ausgetragen wird.

Zuguterletzt halte ich den Einsteig des Staats bei der LH und anderen Luftfahrtunternehmen für eine Maßnahme die aus Sicht des Staates primär dem Arbeitsplatzerhalt dienen soll.

Mit all diesen Positionen muss man sicher nicht übereinstimmen, aber was daran ist im Zusammenhang mit meinen Äußerungen in diesem Thread "heuchlerisch"?

Und wie kommt man von meinen Positionen zu dem Satz den Sie da oben gebastelt haben?

Dieser Beitrag wurde am 29.10.2020 09:39 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.10.2020 - 09:51 Uhr
Userzahlenfuchs
User (29 Beiträge)
Ist heute schon der erste April? Scheuer von der CSU setzt sich dafür ein, dass der BER ein Drehkreuz wird?? Und dies nachdem sich seine Partei seit zig Jahren dafür einsetzte, dass es nicht Sperenberg wurde und dass der BER keine Konkurrenz für MUC wird? Die künstliche Aufblähung des MUC scheint ja auch gerade ein Ende zu finden:


Mit MUC wird es tatsächlich wohl erstmal mau aussehen, solange das Drehkreuz quasi nicht existiert. Natürlich hat MUC auch O&D Traffic, bei weitem aber nicht so viel wie z.B. BER.

Genau das ist der Punkt. Drehkreuze braucht man nicht mehr, deswegen hat die A380 auch keine Zukunft mehr. Point to point ist die Devise.

Gerade bei P2P spare ich mir auch ein "Feedersystem" zu den Hubs. Das ist auch gerade aktuell ein zu teures Modell.

Der Originärbedarf tritt also mehr im Vordergrund. Und da hat BER einfach 3,3x so viele Menschen direkt vor der Haustür als MUC. Außerdem ist BER, aufgrund der nördlicheren Lage, geografisch besser gelegen für Langstrecken (Nordamerika/Asien).
Beitrag vom 29.10.2020 - 10:13 Uhr
Usercontrail55
User (2054 Beiträge)
Ist heute schon der erste April? Scheuer von der CSU setzt sich dafür ein, dass der BER ein Drehkreuz wird?? Und dies nachdem sich seine Partei seit zig Jahren dafür einsetzte, dass es nicht Sperenberg wurde und dass der BER keine Konkurrenz für MUC wird? Die künstliche Aufblähung des MUC scheint ja auch gerade ein Ende zu finden:


Mit MUC wird es tatsächlich wohl erstmal mau aussehen, solange das Drehkreuz quasi nicht existiert. Natürlich hat MUC auch O&D Traffic, bei weitem aber nicht so viel wie z.B. BER.

Genau das ist der Punkt. Drehkreuze braucht man nicht mehr, deswegen hat die A380 auch keine Zukunft mehr. Point to point ist die Devise.

Gerade bei P2P spare ich mir auch ein "Feedersystem" zu den Hubs. Das ist auch gerade aktuell ein zu teures Modell.

Der Originärbedarf tritt also mehr im Vordergrund. Und da hat BER einfach 3,3x so viele Menschen direkt vor der Haustür als MUC. Außerdem ist BER, aufgrund der nördlicheren Lage, geografisch besser gelegen für Langstrecken (Nordamerika/Asien).
Wo Sie doch der Zahlenfuchs sind, wie kommen Sie denn auf den Faktor 3,3? Das passt nicht mit den Einwohnern Berlins vs. München und schon garnicht im Vergleich des Local Catchments, das ist mit rund 6 Mio etwa gleich.

Da Sie ja P2P propagieren ist es völlig unerheblich wo Berlin oder München liegt. Die Idee an P2P ist, man fliegt von zu Hause in die weite Welt. Ohne Umsteigen. ;-) Das Problem an P2P ist, man muss den Flieger auch zu Hause voll bekommen. Das bekommen Sie aber weder in Berlin noch in München. Ohne Feed wird das nix, schon garnicht aktuell.
Beitrag vom 29.10.2020 - 10:46 Uhr
UserA320Fam
User (1072 Beiträge)
@contrail55 volle Zustimmung.

Ich weiss nicht warum immer wieder die Mär von der Verdrängung der Hubs durch vermehrtes p2p aufkommt. Ja, der A380 hat seine Zeit hinter sich. Aber all die A350 und B787 fliegen trotzdem noch immer in die Hubs und selten bis kaum p2p. Es hat zu einer Frequenzerhöhung an den Hubs geführt, weil anscheinend die Nachfrage nach mehreren Verbindungen pro Tag besteht anstatt nur einer. Das hat bekanntlich den Effekt, das eher mehr 'kleinere' Flugzeuge gebraucht werden als wenige Dickschiffe. Aber das p2p hat das eher weniger befeuert bis auf wenige Ausnahmen vielleicht. Und eine Leuchtturmstrecke wie Berlin-NYC zählt da nicht. Solange da nicht ettliche mehr Strecken im p2p dazukommen, ist das wie einmal ist keinmal und somit auch kein Anzeichen für gestiegenes p2p-Angebot.
Beitrag vom 29.10.2020 - 10:57 Uhr
Usercontrail55
User (2054 Beiträge)
@contrail55 volle Zustimmung.

Ich weiss nicht warum immer wieder die Mär von der Verdrängung der Hubs durch vermehrtes p2p aufkommt. Ja, der A380 hat seine Zeit hinter sich. Aber all die A350 und B787 fliegen trotzdem noch immer in die Hubs und selten bis kaum p2p. Es hat zu einer Frequenzerhöhung an den Hubs geführt, weil anscheinend die Nachfrage nach mehreren Verbindungen pro Tag besteht anstatt nur einer. Das hat bekanntlich den Effekt, das eher mehr 'kleinere' Flugzeuge gebraucht werden als wenige Dickschiffe. Aber das p2p hat das eher weniger befeuert bis auf wenige Ausnahmen vielleicht. Und eine Leuchtturmstrecke wie Berlin-NYC zählt da nicht. Solange da nicht ettliche mehr Strecken im p2p dazukommen, ist das wie einmal ist keinmal und somit auch kein Anzeichen für gestiegenes p2p-Angebot.
Selbst BER-NYC/YYZ/SIN/DOH/PEK zählt da nicht. Auf der anderen Seite fliegen die in ihre Hubs und verteilen/füllen auf. Der HUB ist nur woanders auf der Route, aber ohne HUB geht es nicht.
Beitrag vom 29.10.2020 - 18:57 Uhr
UserKarl Rapp
User (28 Beiträge)
Die hartnäckigen Gerüchte für einen Hub in Berlin sind in der Regel hartnäckiger Schwachsinn und nichts mehr als die feuchten Träume einiger realitätsferner und größenwahnsinniger Lokalpatrioten.

Zum einen hat Berlin keine nennenswerte Metropolregion um sich wie z.B. Frankfurt oder München und zum anderen sind die dortigen Arbeitsplätze zum Großteil staatlich oder von staatlicher Förderung abhängig was heißt dass sie vielleicht oft überbezahlt aber selten wirklich gut bezahlt sind.

Auch verhindert das Hü-Hott des Staats konstante, sichere Lebensverhältnisse der von ihm Abhängigen sowie die Entstehung einer auch international wettbewerbsfähigen Wirtschaft welche auchmal Nachfrage nach Business Class Langstrecken hätte.

Außerdem fehlt jegliche ernsthafte Schicki-Miki Kultur welche auch eine wichtige Voraussetzung für Langstrecken ist.

Die Tatsache dass Berlin hauptsächlich aus irgendwie Zugezogenen welche Miete bezahlen müssen besteht ist natürlich auch nicht gerade förderlich.
In München gibts dieses Phänomen zwar auch aber geschichtlich bedingt halt schon viel länger weshalb die Migranten von gestern schon die Eigentümer von heute sind.
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