Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Simulatortraining für 737-MAX-Piloten

Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 07.01.2020 - 09:23 Uhr
Userdlehmann66
User (341 Beiträge)
Grundsätzlich hätte mich alles andere verwundert d.h. eine Wiederzulassung ohne Nachschulung am Simulator würde meinen Glauben an den Reformwillen der FAA erschüttern. Hat doch der erste Bericht zu dem ersten Unfall genau diesen Mangel (Kenntnisse über MCAS, verändertes Flugverhalten und Abarbeitung der Notfall Checklisten) aufgezeigt.

Generell sehe ich es positiv, dass man sich mit diesem Thema befasst und es auch kommuniziert. Das lässt vermuten, dass die FAA einen Weg sieht für eine Wiederzulassung der MAX. Sie sollte ja aktuell mit am meisten Kenntnisse zu dem Fall haben und wenn man keinen Weg sieht, die Kiste technisch wieder in die Luft zu kriegen, dann muss man sich auch nicht um dann nötige Schulungen kümmern.
Beitrag vom 07.01.2020 - 09:35 Uhr
UserYankeeZulu1
User (210 Beiträge)
allein die (bekannte) Tatsache, daß man auf aus Kostengründen verzichten wollte, lässt mich wieder schaudern. Die angedeutete Kehrtwende sehe ich erst, wenn das durch ist, ich trau´ denen noch nicht so ganz, wei0 aber nicht wirklich um den wirtschaftlichen und politischen Druck, hier habe ich nur Ahnungen.
Würden bei einem solchen Absturz mal enge Angehörige von FAA-FÜhrungskräften betroffen sein, sähe die Denke und Gradlinigkeitsbereitschaft eher anders aus.
Hallooo, Saftey first ist wichtiger als America first.
Beitrag vom 07.01.2020 - 10:31 Uhr
Userswift1212
User (137 Beiträge)
@YankeeZulu1
allein die (bekannte) Tatsache, daß man auf aus Kostengründen verzichten wollte, lässt mich wieder schaudern. Die angedeutete Kehrtwende sehe ich erst, wenn das durch ist, ich trau´ denen noch nicht so ganz, wei0 aber nicht wirklich um den wirtschaftlichen und politischen Druck, hier habe ich nur Ahnungen.
Würden bei einem solchen Absturz mal enge Angehörige von FAA-FÜhrungskräften betroffen sein, sähe die Denke und Gradlinigkeitsbereitschaft eher anders aus.
Hallooo, Saftey first ist wichtiger als America first.

...dann wird diese Führungskraft als untauglich oder eingeschränkt arbeitsfähig eingestuft und gegen einen anderen Kopf ausgetauscht. (ist eben depressiv geworden)
Einige Spezialisten werden ganz bewusst in den Arbeits-Prozessen durch junge und unerfahrene Personen ersetzt, die einige Themen gar nicht kennen und viele Fragen auch nicht stellen werden, die die Projektarbeiten infrage stellen würden und Terminpläne gefährden könnten!

So lange die Top-Ebene juristisch nicht angreifbar zu sein scheint, da sie ja dafür ihre Techniker haben und mit Unwissenheit glänzen möchten, so lange wird sich wohl nichts ändern.
- Vielleicht sollte man mal mit der Frage beginnen, mit welcher Rechtfertigung diese Damen/Herren ihre Gehälter und Gelder rechtfertigen wollen! - Denn beim Geld werden die meisten Top-Manager/innen Ihnen genau erklären können, welche Verantwortung sie denn tragen und warum das alles richtig sein soll! - Das wird aber dann im Schadensfall meist in eine Form des Autismus übergehen, wenn man wieder mit Unwissenheit glänzen und die Verantwortung auf andere abschieben möchte!
--- daher stößt das Verhalten und mangelhafte Reaktion der Öffentlichkeit auf das Verhalten von Muilenburg schon unangenehm auf.

Dieser Beitrag wurde am 07.01.2020 10:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.01.2020 - 11:30 Uhr
Userfliegerschmunz
User (261 Beiträge)
Man muss sich das alles mal in ganz in Ruhe reinziehen. Da wird eine alte Gurke, die in früheren Versionen durchaus ein respektables und sicheres Flugzeug war, solange aufgeblasen, bis es nicht mehr sicher ist. Bei den testflügen wird festgestellt, dass sich bei zunehmend hohen Anstellwinkeln der Gradient der Knüppelkraft umkehrt, was aus gutem Grund nicht zulässig ist. Dann bastelt man so eine Krücke MCAS mit ein, die
1.) quantitativ völlig falsch ausgelegt ist (9,26 Sekunden bei 0,27°/s = 2,5°) 5 Sekunden Pause usw.
2.) das mit einer gewissen Verzögerung bei Unterschreitung des auslösenden AoA Schwellwertes selbsttätig den ursprünglichen Trimmzustand wieder herstellt, also noch einmal reinfummelt
3.) in keinem Handbuch auftaucht, und deren Fußfallen nicht erwähnt werden

Und jetzt soll es doch Simulatortraining geben, bevor crews die MAX fliegen dürfen.
Die FAA und Boeing sind völlig diskreditiert, das Flugzeug ist, whatever update may come, eine elende Krücke.
Die Anwälte werden das begierig aufgreifen und Boeing das Licht auspusten. Hoffentlich wandern da Verantwortliche in den Knast. Vom CEO zum Zellensprecher, das wär doch mal eine Karriere. Als Warnung für alle anderen Gewissenlosen, die glauben, Luftverkehr zu veranstalten sei im Grunde das gleiche wie gebrauchte Klobürsten zu verkaufen
Beitrag vom 07.01.2020 - 11:41 Uhr
UserYankeeZulu1
User (210 Beiträge)
@fliegerschmunz: Die Worte hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube (zumindest derzeit noch).
Doch eine Hoffnung geb´ ich nicht auf: alle können daraus lernen.
Beitrag vom 07.01.2020 - 13:33 Uhr
UserNicci72
User (388 Beiträge)
Man muss sich das alles mal in ganz in Ruhe reinziehen. Da wird eine alte Gurke, die in früheren Versionen durchaus ein respektables und sicheres Flugzeug war, solange aufgeblasen, bis es nicht mehr sicher ist. Bei den testflügen wird festgestellt, dass sich bei zunehmend hohen Anstellwinkeln der Gradient der Knüppelkraft umkehrt, was aus gutem Grund nicht zulässig ist. Dann bastelt man so eine Krücke MCAS mit ein, die
1.) quantitativ völlig falsch ausgelegt ist (9,26 Sekunden bei 0,27°/s = 2,5°) 5 Sekunden Pause usw.
2.) das mit einer gewissen Verzögerung bei Unterschreitung des auslösenden AoA Schwellwertes selbsttätig den ursprünglichen Trimmzustand wieder herstellt, also noch einmal reinfummelt
3.) in keinem Handbuch auftaucht, und deren Fußfallen nicht erwähnt werden

Und jetzt soll es doch Simulatortraining geben, bevor crews die MAX fliegen dürfen.
Die FAA und Boeing sind völlig diskreditiert, das Flugzeug ist, whatever update may come, eine elende Krücke.
Die Anwälte werden das begierig aufgreifen und Boeing das Licht auspusten. Hoffentlich wandern da Verantwortliche in den Knast. Vom CEO zum Zellensprecher, das wär doch mal eine Karriere. Als Warnung für alle anderen Gewissenlosen, die glauben, Luftverkehr zu veranstalten sei im Grunde das gleiche wie gebrauchte Klobürsten zu verkaufen

Ihr Wort in Gottes Ohr - und hoffentlich auch in das des einen oder anderen Staatsanwaltes!
Beitrag vom 07.01.2020 - 17:32 Uhr
UserLP
User (338 Beiträge)
Das es ein (hoffentlich umfangreiches) Sim - Training geben soll, ist zu begrüßen und sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Es zeigt aber auch, dass an der Kiste irgendwas existiert, dass ein Sim - Training (Selbst für erfahrene 737 Piloten?) notwendig macht und nicht technisch gelöst werden kann. Das macht mich dann wieder nachdenklich als potenziellen Passagier.
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