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Beitrag 1 - 6 von 6
Beitrag vom 17.02.2017 - 11:53 Uhr
Useralmostopaque
User (96 Beiträge)
Im Zeitalter des niemals abreißenden Nachrichtenstromes gehört auch eine gewisse Rhetorik, um den Leser bei Laune zu halten und Klicks zu generieren.“A380 Killer“ gehört in diese Kategorie, schade,dass sich auch Leehamnews dieser Ausdrucksweise anschließt.

Ich glaube nicht, dass eine nochmals verlängerte Version der 777 das Schicksal des A380 besiegelt, sie ist höchstens einer der Sargnägel, der zu einem eventuellen Produktionsende führt, es geht doch auch nur um eine neue Bestellung von zwanzig Fliegern eines langjährigen Boeing-Stammkunden.Wozu also die erneute Aufregung?

Der Doppeldecker scheitert an seiner puren Größe,dem riesigen Sitzplatzangebot und der mangelnden Flexibilität bei den Einsatzmöglichkeiten.Viele führende Airlines waren zögerlich beim Kauf und Einsatz dieses Mammutfliegers.Es scheint schlichtweg unmöglich jeden Tag eine befriedigende Auslastung bei entsprechenden Margen zu erreichen. Daher bestuhlen die meisten Betreiber den A380 eher in einer „luxuriösen“ Ausstattung mit vielen Premium-Sitzen, um das Risiko zu minimieren, mit einem halbleeren Flugzeug durch die Welt zu gondeln.

Ausnahme scheint hier einzig und allein „Emirates“ zu sein.Diese Airline entscheidet aus meiner Sicht über das weitere Schicksal des Superjumbos. Wenn die Strategie den Austausch der „alten“ A380 Exemplare nach Ablauf der Leasingfristen durch neue CEOS und NEOS vorsieht, wird es vermutlich weitergehen, gerät Emirates aber weiter unter Druck und nimmt die neue Triple 777 in den Versionen 9 und 10 als „Top-Modell“, dann ist Feierabend in Toulouse auf dieser Fertigungsstrecke.

Natürlich muss auch Boeing ein wenig zittern, den der Auftragsbestand für den neuen Großraumjet, hängt zu einem nicht unerheblichen Teil von den ME3 ab.
Beitrag vom 17.02.2017 - 12:25 Uhr
UserAvokus
User (396 Beiträge)
Boeing 777-X als A380 Killer? Allenfalls ist der A380 ein Killer für sich selbst, quasi "Victim of his own Success". Mit praktisch nur einem Großkunden und wenigen Kleinkunden die immer weniger Interesse daran finden, ist das Projekt A380 ohne wirkliche Zukunft. Bei den Sitzmeilenkosten ist der A380 schon längst von kleineren Varianten eingeholt worden. Die Tripkosten bleiben jedoch enorm hoch und erfordern dass dann nahezu alle Sitze gefüllt sind um bei den Unitcost noch Kostenführer zu sein. Ein Flieger dem letztlich nur die Slotproblematik an manchen Airports entgegenkommt bietet auf Dauer eine zu geringe Grundlage für ein Geschäftsmodell bei anderen Airlines ausser Emirates. Wie es Emirates mal ergehen wird, wenn die A380 in die Jahre kommt und kein vergleichbarer Nachfolger von der große her in Sicht kommt, wird dann auch ihr Geschäftsmodell ins Wanken bringen, dass sich allzu sehr auf den A380 und dem Hub-Effekt stützt. Bis dahin reifen mehr Direktverbindungen mit kleinerem Gerät heran für die es dann auch Alternativen wie A321LR und dann noch bessere Flieger gibt sowohl von Effizienz, Reichweite und Kabinengröße bei gleichzeitig vergleichbar günstigen Sitzmeilenkosten. Vielleicht sogar ein vielversprechendes Zukunftsmodell für Bombardier auf der Plattform einer C-Series.
Beitrag vom 17.02.2017 - 13:12 Uhr
Userairlinestrategy
User (225 Beiträge)
SIA hat immer noch nicht bestellt... den 'Auftrag' gibt es nicht, nur eine Absichtserklärung... nachdem es hier soviele Haarespalter gibt, sollte man diesen kleinen aber feinen Unterschied schon erwähnen.
Beitrag vom 17.02.2017 - 13:24 Uhr
Usergpower
User (1213 Beiträge)
Im Zeitalter des niemals abreißenden Nachrichtenstromes gehört auch eine gewisse Rhetorik, um den Leser bei Laune zu halten und Klicks zu generieren.“A380 Killer“ gehört in diese Kategorie, schade,dass sich auch Leehamnews dieser Ausdrucksweise anschließt.

Machen sie aber nicht, eher im Gegenteil. Sie zitieren Boeing "...This model is what Boeing believes will be the A380 killer, not the 777-9."

Der ganze Artikel ist eher pro A380
 https://leehamnews.com/2017/02/16/singapore-777-9-order-pressures-not-kill-a380/


Ich glaube nicht, dass eine nochmals verlängerte Version der 777 das Schicksal des A380 besiegelt, sie ist höchstens einer der Sargnägel, der zu einem eventuellen Produktionsende führt, es geht doch auch nur um eine neue Bestellung von zwanzig Fliegern eines langjährigen Boeing-Stammkunden.Wozu also die erneute Aufregung?

Der Doppeldecker scheitert an seiner puren Größe,dem riesigen Sitzplatzangebot und der mangelnden Flexibilität bei den Einsatzmöglichkeiten.Viele führende Airlines waren zögerlich beim Kauf und Einsatz dieses Mammutfliegers.Es scheint schlichtweg unmöglich jeden Tag eine befriedigende Auslastung bei entsprechenden Margen zu erreichen. Daher bestuhlen die meisten Betreiber den A380 eher in einer „luxuriösen“ Ausstattung mit vielen Premium-Sitzen, um das Risiko zu minimieren, mit einem halbleeren Flugzeug durch die Welt zu gondeln.

Ausnahme scheint hier einzig und allein „Emirates“ zu sein.Diese Airline entscheidet aus meiner Sicht über das weitere Schicksal des Superjumbos. Wenn die Strategie den Austausch der „alten“ A380 Exemplare nach Ablauf der Leasingfristen durch neue CEOS und NEOS vorsieht, wird es vermutlich weitergehen, gerät Emirates aber weiter unter Druck und nimmt die neue Triple 777 in den Versionen 9 und 10 als „Top-Modell“, dann ist Feierabend in Toulouse auf dieser Fertigungsstrecke.

Natürlich muss auch Boeing ein wenig zittern, den der Auftragsbestand für den neuen Großraumjet, hängt zu einem nicht unerheblichen Teil von den ME3 ab.
Beitrag vom 17.02.2017 - 17:25 Uhr
Userfliegerschmunz
User (50 Beiträge)
@ AVOKUS. Ich pflichte Ihnen bei. Der A 380 ist zu groß für den Markt. Und auch auf der Langstrecke wird es zu einer Dezentralisierung kommen (A 350-9LR, A 321 neoLR). Damit eng verknüpft ist auch das Schicksal von EK. Ich erwarte ja schon seit einiger Zeit deutliche Schwierigkeiten für Emirates, und er scheint auch so, als würde ich Recht behalten, auch wenn ich anfangs für diese Meinung kritisiert worden bin. Emirates ist komplett vom Hub-Verkehr abhängig, und da könnten die Investitionen in A 380 und Dubai World Central schnell zu Fehlinvestitionen werden.
Beitrag vom 17.02.2017 - 17:38 Uhr
UserBurntime
User (98 Beiträge)
Warten wir mal ab, ob die 777-10 überhaupt gekauft werden würde. A380Neo und A380-900 hatten auch keinen Business-Case.
Ich bin der Meinung, dass der Markt sich im Moment mehr in Richtung 787/A330/A350 bewegt.
Das sich Fluggesellschaften mit ihren großen Hubs für die 777X/A380 entscheiden, sorgt dafür, dass die richtig großen Flugzeuge nicht aussterben werden. Aber eine Backlog von 787/A350/A330 von 1700 zu A380/777X/747-8 von 500 (von denen Emirats alleine 200 Stück hält) Maschinen zeigt doch, dass der Markt sich verändert.
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