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Beitrag 1 - 4 von 4
Beitrag vom 23.10.2018 - 08:53 Uhr
Userd@ni!3l
User (88 Beiträge)
Die "dänisch-lettische Primera Air" [aus] "(Großbritannien)" hat was :-D
Beitrag vom 23.10.2018 - 09:59 Uhr
User4UPilot
User (175 Beiträge)
.."Eurowings konnten das hingegen verkraften."- wird wohl bei den Gewinnen der Lufthansa abgezogen. EW kann sowas alleine nicht verkraften.
Beitrag vom 23.10.2018 - 16:38 Uhr
UserKranich
User (337 Beiträge)
Nicht nur Airlines leiden.
Die Fraport Aktie hatte ihren Höchststand am 26.1.18 bei 96,94€ , heute 23.10.18 ist der Kurs bei 66,46€, ein Verlust von ca 30,4%.
Beitrag vom 23.10.2018 - 17:21 Uhr
UserAvokus
User (581 Beiträge)
Es braut sich ein perfekter Sturm zusammen. Wer lange genug im Geschäft ist konnte das allerdings kommen sehen. Auch dem zurückliegende Boomcycle folgt ein Bustcycle, nur dass im Vgl. zur Vergangenheit die Blasen immer größer werden. Als nächstes trifft es die Hersteller. Während insolvenz- oder effizienzbedingt viel altes Eisen in der Wüste geparkt wird, werden so manche dieser Flieger wohl nie mehr abheben. Für die Hersteller bedeutet es zum einen, daß man nicht alles was bestellt wurde ausliefern wird, auch weil als nächstes die Preise für gute Gebrauchte das Neugeschäft vermiesen könnten und zum anderen immer noch massive Qualitätsprobleme bei den Triebwerksherstellern den Erneuerungszyklus bremsen.

Die Entwicklung des Passagierwachstums, (im vergangenen Jahr flog durchschnittlich jeder Erdenbürger einmal) ist dann auch noch mit großen Fragezeichen zu versehen. Die Geschäftsmodelle der LCC fußen besonders stark auf niedrigen Ticketpreisen um die preiselastische Nachfrage weiter zu befeuern. Dies wird aber unter den genannten Ölpreisszenarien immer schwieriger aufrecht zu erhalten. Auch ob die Reiselust in den kommenden Jahren ungebrochen zunimmt ist nicht sicher.

Den großen Hubs dürfte diese Phase jedoch nicht ganz unrecht kommen, da sie sozusagen Druck aus dem Kessel nimmt. Die zarten Pflänzchen der dezentralen Direktverkehre mit hocheffizienten Narrowbodies könnten jedoch wieder Keim erstickt werden, siehe Primera und vielleicht bald Norwegian et al. Eigentlich schade, denn dies könnte einer Entlastung kapazitätslimitierter Megahubs gereichen und auch einer Entzerrung des Luftraums und nicht zuletzt einem besseren Produkt für den Endverbraucher.

Es bleibt abzuwarten wie tief der Einschnitt wird und wie lange sich die Konsolidierung hinziehen wird. Aber eins scheint sicher; wir haben gerade erst den Anfang gesehen.
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