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Beitrag vom 17.03.2017 - 14:01 Uhr
Usergordon
User (1178 Beiträge)
Ich vertraue da nur den marktwirtschaftlichen Prinzipien. Wenn in fünf Jahren die Nachfrage nach Piloten das Angebot an Pilotenstellen übersteigt, dann werden die Gehälter steigen. Kein Problem,
Solange aber FR mit seinen anscheinend dürftigen Angeboten sein Wachstum bereedern kann, ist dieser Tag noch nicht gekommen. Glauben Sie mir, wenn hunderte Piloten kündigen, werden auch die Vergütungen ganz schnell steigen.

Stellen Sie sich doch einfach diesem von Ihnen beschriebenen Markt und verschanzen Sie sich nicht hinter einem bald 20 Jahre alten Vertragswerk.

Das Vertragswerk ist doch keine 20 Jahre alt.. Es hat immer wieder Veränderungen gegeben. Mal in die eine Richtung, mal in die andere...
Der "KTV", bestehend auch zig verschiedenen Tarifverträgen, hat heute nichts mehr mit dem Vertragswerk von vor 20 Jahren zu tun. Das wurde doch deutlich weiterentwickelt! Z.B. die Altersversorgung der KTVler wurde mehrmals 2005, 2010 und zuletzt 2011 mal mehr oder weniger groß angepasst (Genaue Zahlen ohne Gewähr;-)) oder z.B. die Mehrflugstundenauslösegrenze immer wieder verschoben...

Dann streichen Sie doch einfach die "bald 20 Jahre".


Was wir aktuell erleben ist leider die absolute Markt- und Maximierungshörigkeit (im Gegensatz zur Optimierung!).

Was verstehen Sie denn Optimierung?

Da nehme ich die Piloten nicht aus, wenn ich da so einzelne Aussagen zur vorgestrigen Vereinbarung höre;-(
Wir sollten uns alle die Frage stellen, ob und wie wir die soziale Marktwirtschaft leben wollen, bzw. wie oder ob wir sie am Leben erhalten wollen.

Was bedeutet 'soziale Marktwirtschaft' für Sie? Sind die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft verletzt, wenn Tarifpartner eine Einigung erzielen?

Ist es z.B. in Ordnung, wenn verschiedene Beschäftigungsgruppen zweistellige Prozente in Einkommen oder Altersversorgung abgeben, obwohl die Firma immer Gewinne erwirtschaftet ...

Ich denke schon, wenn die Tarifpartner sich da einig sind?

...und gleichzeitig die Vorstände zweistellige Zuwächse verzeichnen dürfen?

Da sind doch hier alle derselben Meinung, da gibt es doch gar keinen Disput.

Ich persönlich finde das zwar nicht in Ordnung, aber so es scheint der "Markt" zu wollen und dem haben sich, für manche endlich mal, auch die Piloten der LH gebeugt.
Ich bitte weiter zu bedenken, dass wir alle den Markt durch eigenes Verhalten, wenn auch minimal, beeinflussen können;-)
Dazu gehört eben auch mal auf etwas zu verzichten (z.B. wenn man sich das teuere nicht leisten kann) oder dem anderen etwas (wie z.B. mehr zu verdienen oder eine gute Altersversorgung zu haben) auch einfach mal zu gönnen. Das scheint aber heutzutage nicht mehr ganz so modern zu sein.

Schön gesagt!
Sagen Sie es doch einfach mal Boeing757767, der hier nicht müde wird, aufzuzählen, was bei anderen Airlines so alles aufgetischt wird und das LH da hin muss, um in fünf Jahren überlebensfähig zu sein. Das wird bestimmt eine interessante Diskussion, wenn Sie ihm 'Verzicht' und 'anderen etwas gönnen' vorschlagen.

Dieser Beitrag wurde am 17.03.2017 14:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.03.2017 - 14:47 Uhr
UserDigiflieger
User (545 Beiträge)
Dann streichen Sie doch einfach die "bald 20 Jahre".

Das Vertragswerk hat den Piloten ein Sicherheit und ein ordentliches Auskommen gegeben. Beides wurde und wird immer wieder in Frage gestellt. Warum wird dann immer suggeriert, dass es "veraltet" ist?


Was wir aktuell erleben ist leider die absolute Markt- und Maximierungshörigkeit (im Gegensatz zur Optimierung!).

Was verstehen Sie denn Optimierung?

Optimierung ist der best mögliche (In so fern kann es auch eine Maximierung sein;-)) Kompromiss(Lösung) aller Abhängigkeiten eines Problems.


Da nehme ich die Piloten nicht aus, wenn ich da so einzelne Aussagen zur vorgestrigen Vereinbarung höre;-(
Wir sollten uns alle die Frage stellen, ob und wie wir die soziale Marktwirtschaft leben wollen, bzw. wie oder ob wir sie am Leben erhalten wollen.

Was bedeutet 'soziale Marktwirtschaft' für Sie? Sind die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft verletzt, wenn Tarifpartner eine Einigung erzielen?
Jaein, ich wollte damit sagen, dass das Gleichgewicht zwischen Kapital und AN und AG verschoben ist. Und ich finde es nicht in Ordnung, wenn Ergebnisse "erzwungen", bzw. "erpresst" wurden. Weder von AG, noch von AN!

Ist es z.B. in Ordnung, wenn verschiedene Beschäftigungsgruppen zweistellige Prozente in Einkommen oder Altersversorgung abgeben, obwohl die Firma immer Gewinne erwirtschaftet ...

Ich denke schon, wenn die Tarifpartner sich da einig sind?

Siehe oben, es sind mir zuviel Machspielchen am Werk, statt sachorientierte, ausgewogene Tarifarbeit.


...und gleichzeitig die Vorstände zweistellige Zuwächse verzeichnen dürfen?

Da sind doch hier alle derselben Meinung, da gibt es doch gar keinen Disput.

Ich persönlich finde das zwar nicht in Ordnung, aber so es scheint der "Markt" zu wollen und dem haben sich, für manche endlich mal, auch die Piloten der LH gebeugt.
Ich bitte weiter zu bedenken, dass wir alle den Markt durch eigenes Verhalten, wenn auch minimal, beeinflussen können;-)
Dazu gehört eben auch mal auf etwas zu verzichten (z.B. wenn man sich das teuere nicht leisten kann) oder dem anderen etwas (wie z.B. mehr zu verdienen oder eine gute Altersversorgung zu haben) auch einfach mal zu gönnen. Das scheint aber heutzutage nicht mehr ganz so modern zu sein.

Schön gesagt!
Sagen Sie es doch einfach mal Boeing757767, der hier nicht müde wird, aufzuzählen, was bei anderen Airlines so alles aufgetischt wird und das LH da hin muss, um in fünf Jahren überlebensfähig zu sein. Das wird bestimmt eine interessante Diskussion, wenn Sie ihm 'Verzicht' und 'anderen etwas gönnen' vorschlagen.

Das ist ein bisschen die Frage auch Henne oder Ei, was war zuerst?
Ich hatte die Beiträge von 757767 meistens als Antwort auf die Aussage, dass bei LH zu viel für die Arbeit der Piloten gezahlt wurde, bzw. wird, gesehen. Das heisst ja nicht, dass man mit dem was man bekommt nicht versuchen kann, den Markt zu beeinflussen. Vielleicht kann er das ja aufgrund des Einkommens sogar noch mehr steuern, als andere.... und auf das Mehreinkommen bei anderen Airlines verzichten, bzw. es den Piloten dort gönnen;-)
Beitrag vom 17.03.2017 - 15:15 Uhr
Usergordon
User (1178 Beiträge)
@ Digiflieger

Dann streichen Sie doch einfach die "bald 20 Jahre".

Das Vertragswerk hat den Piloten ein Sicherheit und ein ordentliches Auskommen gegeben.

Werden durch die neue angestrebte Vereinbarung Arbeitsplatzsicherheit und ordentliches Auskommen der LH-Piloten gefährdet?

Was bedeutet 'soziale Marktwirtschaft' für Sie? Sind die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft verletzt, wenn Tarifpartner eine Einigung erzielen?
Jaein, ich wollte damit sagen, dass das Gleichgewicht zwischen Kapital und AN und AG verschoben ist.

Die 1,8 Mrd. Gewinn für 2015 verteilte sich wie folgt:
200 Mio für das Kapital (Dividende)
600 Mio für die Mitarbeiter (Rückstellung für die Pensionsverpflichtungen)
1000 Mio. für AG und Mitarbeiter (Flugzeuginvestition für die Flottenverjüngung)

Das Gleichgewicht ist tatsächlich verschoben! Aber in Richtung Kapital?

Und ich finde es nicht in Ordnung, wenn Ergebnisse "erzwungen", bzw. "erpresst" wurden. Weder von AG, noch von AN!

Einverstanden!
Aber, Hand aufs Herz: Hätten Sie das auch geschrieben, wenn nach dem 3. Streik die Geschäftsleitung den KTV auch für Eurowings aufgemacht hätte?

Dieser Beitrag wurde am 17.03.2017 15:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.03.2017 - 15:32 Uhr
UserDigiflieger
User (545 Beiträge)
@ Digiflieger

Werden durch die neue angestrebte Vereinbarung Arbeitsplatzsicherheit und ordentliches Auskommen der LH-Piloten gefährdet?

Nee, aber das war mal das Ziel... In so fern bin ich tatsächlich ganz zufrieden...

Was bedeutet 'soziale Marktwirtschaft' für Sie? Sind die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft verletzt, wenn Tarifpartner eine Einigung erzielen?
Jaein, ich wollte damit sagen, dass das Gleichgewicht zwischen Kapital und AN und AG verschoben ist.

Die 1,8 Mrd. Gewinn für 2015 verteilte sich wie folgt:
200 Mio für das Kapital (Dividende)
600 Mio für die Mitarbeiter (Rückstellung für die Pensionsverpflichtungen)
1000 Mio. für AG und Mitarbeiter (Flugzeuginvestition für die Flottenverjüngung)

Das Gleichgewicht ist tatsächlich verschoben! Aber in Richtung Kapital?

Ja, das waren ja mal "meine" Rückstellungen, die jetzt aufgelöst werden. Und ich soll das "unternehmerische" Risiko (Zinsen) tragen und gleichzeitig darf ich die unternehmerische Freiheit nicht einschränken. Das sehe ich schon als Verschiebung an. Ist aber halt Fakt und wurde heir ja auch von vielen vehement gefordert. Dagegen haben wir uns lange gewährt. Wofür wir das nun hergegeben haben, wird sich erst in Zukunft zeigen...


Und ich finde es nicht in Ordnung, wenn Ergebnisse "erzwungen", bzw. "erpresst" wurden. Weder von AG, noch von AN!

Einverstanden!
Aber, Hand aufs Herz: Hätten Sie das auch geschrieben, wenn nach dem 3. Streik die Geschäftsleitung den KTV auch für Eurowings aufgemacht hätte?

Na klar;-)
Ich habe immer zugegeben, dass das Pendel 2001 weit in Richtung VC ausgeschlagen hat...

(Auch weil die LH taktische Fehler gemacht hat;-) und die VC nicht darauf aufmerksam gemacht hat... Aber Stich sitzt bis heute im Vorstandsfleisch oder eher AR-Fleisch;-))

Dieser Beitrag wurde am 17.03.2017 15:33 Uhr bearbeitet.
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