Community / / Ex-Air-Berlin-Chef verteidigt Millio...

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Beitrag vom 17.11.2017 - 19:44 Uhr
Usermikebear62
User (107 Beiträge)
Welche Flugzeugverkäufe meint er bloss????

Winkelmann hat eiskalt den "goldenen Fallschirm" gefordert und der Aufsichtsrat der Air Berlin hat ihm diesen zugestanden. Moralisch gesehen ist das aus aktueller Sicht zu missbilligen, aber welcher Kapitalist hat schon Moral?

Dass sich Air Berlin Mitarbeiter verschaukelt fühlen, kann man voll verstehen.
Beitrag vom 17.11.2017 - 20:06 Uhr
Usershuttle737
User (108 Beiträge)
Mir kommen die Tränen lieber Herr Winkelmann....
Gewinner?
Herr Winkelmann und Herr Spohr,sowie die Aktionäre...
Verlierer?
Die Kunden (...es wird keine Preiserhöhungen geben)
Die Mitarbeiter ( ...80% werden Ihren Job behalten... )
Dass sich jemand wie Winkelmann auch noch erdreistet,
dieses abartige Millionengeschenk für nichts zu verteidigen,
wundert mich nicht...
Wie armselig!!!
Beitrag vom 17.11.2017 - 21:04 Uhr
UserNapsa
User (70 Beiträge)
Was für eine unverschämte Dreistigkeit und Schande diese Gestalt. Und er macht sogar noch den Mund auf..... erbärmlich!

Beitrag vom 18.11.2017 - 00:08 Uhr
UserExperte
User (130 Beiträge)
Gewinner?
Herr Winkelmann und Herr Spohr,sowie die Aktionäre...

Die Aktionäre von Air Berlin (von denen übrigens nie jemand spricht) wohl kaum...
Beitrag vom 18.11.2017 - 00:18 Uhr
UserEuroLloyd
User (2 Beiträge)
Ich meine, wenn man sich aus vermeintlich sicherer Position auf ein Himmelfahrtskommando wie die Sanierung der AB einlässt, dann ist es legitim, wenn man sich finanziell absichert. Das Grab der AB wurde mMn. bereits in der Hunold Ära mit den Käufen der DBA, LTU und Belair sowie dem Versäumnis, eine klare Strategie zu entwickeln geschaufelt. Beides kann man ihm aus meinder Sicht nicht vorwerfen. Unter ihm wurde der Laden zwar endgültig vor die Wand gefahren, die alleinige Schuld dafür trägt er aus meiner Sicht nicht.

Andererseits wurde Hr. Winkelmann mMn. zwar fürstlich entlohnt, hat aber wenig bis gar nichts positives bewirkt. Auch er war eine Fehlbesetzung und zieht sich nun aus der Verantwortung. Wenn Moral, Stil und Anstand seine Tugenden wären, hätte er zumindest auf einen Teil seines goldenen Fallschirms verzichtet.
Daher mein Fazit: er hat wenig geleistet aber für das Wenige die volle Gegenleistung erhalten. Moralisch hat er sich in meinen Augen disqualifiziert.

Beitrag vom 18.11.2017 - 10:03 Uhr
UserMHalblaub
User (543 Beiträge)
Andererseits wurde Hr. Winkelmann mMn. zwar fürstlich entlohnt, hat aber wenig bis gar nichts positives bewirkt. Auch er war eine Fehlbesetzung und zieht sich nun aus der Verantwortung. Wenn Moral, Stil und Anstand seine Tugenden wären, hätte er zumindest auf einen Teil seines goldenen Fallschirms verzichtet.

Ich sehe das etwas anders. Herr Winkelmann wurde von Etihad bezahlt, um bei AirBerlin nach dem rechten Zahlen zu sehen. Was Herr Winkelmann gefunden hat, schein Etihad so erschreckt zu haben, dass eben der Stecker gezogen wurde. Für den Arbeitgeber von Herrn Winkelmann hat das wahrscheinlich Milliarden gespart. Hätte es für Winkelmann keinen Fallschirm gegeben, hätte er den Laden aus Eigeninteresse mit schönen Zahlen am Leben erhalten und Etihad damit eher geschadet. Herr Winkelmann wurde dafür entlohnt, dass er Schaden von seinem Arbeitgeber abgewendet hat.
Beitrag vom 18.11.2017 - 10:18 Uhr
UserNCC1701
User (279 Beiträge)
Die einzigen die sich in diesem ganzen "Spiel" gewissenhaft verhalten haben ist für mich gesehen easyJet.



Ich sehe das etwas anders. Herr Winkelmann wurde von Etihad bezahlt, um bei AirBerlin nach dem rechten Zahlen zu sehen. Was Herr Winkelmann gefunden hat, schein Etihad so erschreckt zu haben, dass eben der Stecker gezogen wurde
Dafür Bedarf es meiner Meinung nach aber keinen hochdotierten "Manager", sondern einer Buchprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer (wobei das eigentlich durch den Geschäftsbericht ausreichend hätte seien müssen).

...NCC1701

Dieser Beitrag wurde am 18.11.2017 10:18 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.11.2017 - 10:28 Uhr
Usercessy
Landwirt / Bauer
User (217 Beiträge)
Wenn ich mich öffentlich dafür rechtfertigen muss, dass ich so und so viel Bezüge erhalte, dann ist von vorn herein was faul. Für ehrliche Arbeit bekommt man ein ehrliches Gehalt, für unehrliche .....
Beitrag vom 18.11.2017 - 13:55 Uhr
Userjasonbourne
User (1735 Beiträge)
Das ist so richtig typisch deutsch- neid und wie du mir so ich dir denken.


Da kommt ein Manager und übernimmt in einer hochbrisanten Krise eine extrem exponierte Position, mit der offensichtlichen Option das er im Falle einer Insolvenz verbrannt ist.

also ich unterschreib so einen vertrag nur wenn ich nach dem vertrag finanziell durch bin.

Der Mann hat ein Himmelfahrtskommando übernommen und wird jetzt angefeindet, weil es insgesamt noch einigermassen glimpflich ausging.

Er ist 57, das war sein letzter Job. Oder meint wirklich jemand das er nochmal eine Führungsposition bei einer Airline bekommt?

Seinen Job hat er doch erfüllt.
Seine Mission war wohl von Anfang an dual aufgebaut:
In erster Linie das Leasing absichern
In anderer Linie AB stabilisieren
In dritter Linie bei Insolvenz und verhindern das Easyjet oder Ryanair ein großer Batzen der AB zufällt ohne das die LH zugreifen kann

Er hat finde ich viel erreicht. Mehr als die Hälfte der Flugzeuge bleiben in Betrieb.
Damit bleiben auch die Jobs erhalten.
Keine Gäste sind gestrandet. Relativ wenig Schaden ist entstanden, was sonst ein unkontrolliertes Chaos geworden wäre.

Sein ehemaliger Arbeitgeber für den er vlt. irgendwann einen Board posten bekommt hat die Kontrolle.

Er ist damit finanziell durch, das war voraussetzung das er es überhaupt macht. Bezahlt und geschickt haben ihn Etihad und LH. Etihad hat er zahlreiche Millionen gespart.

was ist jetzt der Vorwurf?

Beitrag vom 18.11.2017 - 16:27 Uhr
Usershuttle737
User (108 Beiträge)
Gewinner?
Herr Winkelmann und Herr Spohr,sowie die Aktionäre...

Die Aktionäre von Air Berlin (von denen übrigens nie jemand spricht) wohl kaum...
Sie haben Recht!
Meinte die Aktionäre der LH,die von airberlin dann auch auf die
Verlierer Seite...
Beitrag vom 18.11.2017 - 16:32 Uhr
UserTexon
User (159 Beiträge)
Man sollte sich nur mal in Erinnerung halten, dass Etihad das Gehalt bezahlt und wenn die erst meinen einen Vierjahresvertrag zu machen und dann Air Berlin pleite gehen lassen ist es deren Schuld.
Beitrag vom 19.11.2017 - 07:57 Uhr
UserRATM
User (73 Beiträge)
„Er hat finde ich viel erreicht. Mehr als die Hälfte der Flugzeuge bleiben in Betrieb.
Damit bleiben auch die Jobs erhalten.
Keine Gäste sind gestrandet. Relativ wenig Schaden ist entstanden, was sonst ein unkontrolliertes Chaos geworden wäre.“

Er hat wirklich sehr viel erreicht!

Flugzeuge noch im Betrieb? Die Jobs bleiben erhalten. Wie bei Nokia damals - nur eben in Rumänien...

Keine Gäste gestrandet. Na das nenn ich eine sozial-marktwirtschaftliche Leistung par excellence !
Relativ wenig Schaden... dafür müsste man bereits in die Ergebnisse aus 2017 sehen - können sie das?

Unkontrolliertes Chaos?
Dann sind sie niemals in Tegel unter Winkelmann geflogen.
Für die grob fahrlässigen Vertragsbedingungen von aerogate u Globeground ist ihr bedürftiger Manager verantwortlich. Achso - dieses Metier ist dem Herrn ja aus Münchner Zeiten noch gut bekannt.

Fazit: geschickt von Gottes Gnaden. Verträge erfolgreich geleaked. Auftrag ausgeführt. Das 4,5Mio wert?

Aber das nur die Meinung eines langen Mitarbeiters.

Wieviel Jahre haben sie bei AirBerlin auf den Buckel das sie Winkelmanns Missionsziel so gut kennen, JasonBourne?
Beitrag vom 19.11.2017 - 11:09 Uhr
Userrasch
😊
User (157 Beiträge)
Es ist schon ein bisschen schräg das hier über den Winkelmann Vertrag „diskutiert „wird. Der Mann hat einen Vertrag mit einer Firma (Etihad) geschlossen der es Das wert war. Wie es aussieht war es Freiwilligkeit auf beiden Seiten.

Ich denke Winkelmann hat geliefert und Etihad wird auch zahlen. Das hat aber nur wenig mit dem Ausgang für Airberlin zu tun. Das ist tragisch für die Belegschaft, aber doch nicht Winkelmanns Schuld.

Auch der Abfertigungsvertrag… der trat nach meiner Erinnerung etwa mit dem Amtsantritt in Kraft. Aber ausgehandelt und unterschrieben muss der vorher gewesen sein. Sowas geht nicht von heute auf morgen.

Wenn ich, als Außenstehender, auf die Reihe der CEO`s gucke und überlege welcher am meisten verantwortlich war, ist es sicher Hunold. Der hat alles gekauft was nicht schnell genug auf den Bäumen war und keine ausreichende Strategie gehabt wie er das Ganze wirtschaftlich sinnvoll einsetzen sollte.
Dann kamen drei CEO’s die mehr oder weniger erfolgreich versucht haben die richtige Richtung zu finden. Und dann kam einer der eher den Auftrag hatte die Sache zu beenden, weil der Geldgeber die Geduld verlor.
Das ist sicherlich recht nüchtern betrachtet und taugt kaum für Schuldzuweisungen…

Beitrag vom 19.11.2017 - 14:34 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Unkontrolliertes Chaos?
Dann sind sie niemals in Tegel unter Winkelmann geflogen.
Für die grob fahrlässigen Vertragsbedingungen von aerogate u Globeground ist ihr bedürftiger Manager verantwortlich. Achso - dieses Metier ist dem Herrn ja aus Münchner Zeiten noch gut bekannt.

Fazit: geschickt von Gottes Gnaden. Verträge erfolgreich geleaked. Auftrag ausgeführt. Das 4,5Mio wert?

Aber das nur die Meinung eines langen Mitarbeiters.

Wieviel Jahre haben sie bei AirBerlin auf den Buckel das sie Winkelmanns Missionsziel so gut kennen, JasonBourne?


Um mal bei den Fakten zu bleiben: Air Berlin hatte der Wisag bereits im November 2016 gekündigt und Aeroground als neuen Partner bestellt. Das bedeutet, wenn man einen CEO dafür verantwortlich machen will, dann Stefan Pichler. Demnach hat die interne Vorbereitung u. Verhandlungen für einen Wechsel sicherlich schon im Sommer 16 oder früher stattgefunden. Auch die Zeit der Vorbereitung des Wechsel zw. Nov 16 und März 17 lief fast überwiegend unter Pichlers Führung:
 https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2017/03/air-berlin-wechselt-bodendienstleister-am-flughafen-tegel.html

Winkelmann könnte also nur noch das angerichtete Chaos verwalten. Und die Entscheidung zum Wechsel war ggf. in Anbetracht der Notsituation der Gesamtfirma auch vermutlich gar nicht unbedingt das Problem an sich, sondern wohl eher Mängel in der Planung und Durchführung des Wechsels.

Allgemein: es ist in der übergroßen Mehrheit der Fälle so, daß Mißstände oder Fehlentwicklungen - genauso aber auch positive Entwicklungen - in Wirtschaft UND Politik durch Entscheidungen Jahre zuvor bedingt sind - und seltenst durch die aktuellen Verantwortlichen und/oder jüngsten Entscheidungen.
Genausowenig hat keine der letzten beiden Bundesregierungen maßgeblich zur aktuell positiven Wirtschaftsentwicklung beigetragen - das passierte früher. In dem Zusammenhang möchte ich nochmal den Satz des Mitforisten Blotto eines Parallelthreads hier inhaltlich nochmal nennen:
„Einfache Antworten auf komplexe Fragen sind oft eben auch nur das: einfach.“ - und häufigst auch einfach falsch.

Aber genau da liegt eine der größten Schwächen in Wirtschaft u. Politik: diejenigen, die für den eigentlichen Schaden verantwortlich sind, sind zum Zeitpunkt dessen Entstehung häufig schon über alle Berge und können dafür nicht mehr herangezogen werden. Umgekehrt gilt das gleiche: diejenigen, die wirklich etwas langfristig bewegt und verbessert haben, werden die Früchte und die Anerkennung dessen versagt. Das alles fördert leider nicht benötigtes integres Führungsverhalten.

Und: an oben genanntem Thema zeigt sich auch, das die Dauer der Firmenzugehörigkeit (hier Air Berlin) alleine überhaupt nicht relevant ist bzgl. der Urteilskraft bei solchen Fragen, wer z.B. für das Kofferchaos in Tegel verantwortlich zu machen ist.

Von daher die Bitte, soweit es auch immer geht, konstant auf dem Boden der Fakten zu bleiben. Das das manchmal schwer fällt, vor allem wenn man durch solche o.g. Entwicklungen selbst betroffen ist, steht außer Frage, ist aber im Sinne einer konstruktiven Diskussion erforderlich.
Beitrag vom 19.11.2017 - 16:13 Uhr
UserParaho
User (14 Beiträge)
Meiner Meinung nach sind die 4,5 Mio. für Winkelmann eine absolute Frechheit, für das was er geleistet hat, denn das war definitiv nichts!!! Bei Vertragsabschluss wussten alle und auch Hr. Winkelmann wir es um Air Berlin steht, aber sogar Fr. Zypries findet die 4,5 Mio. für angemessen und verteidigt dies auch noch. Mir ist völlig unklar, wie eine Bundeswirtschaftsministerin, dies auch noch für gut halten kann. Die kann doch von nichts eine Ahnung haben. Braucht er vielleicht doch Hilfe für sein schlechtes Gewissen?????? Ich könnte da nicht mehr ruhig schlafen, wenn ich an die vielen AB- Mitarbeiter denken müsste, die jetzt auf der Straße stehen oder für einen Hungerlohn bei EW arbeiten sollen. Aber Hr. Winkelmann braucht sich wahrscheinlich um seine Zukunft keine Sorgen zu machen (so wie die AB-Mitarbeiter), denn auf ihn wird sicher wieder ein gutbezahlter Posten bei LH oder bei einem anderen Konzern warten.
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