Community / / A320neo: Zwischenfall mit Öldämpfen

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Beitrag vom 02.02.2018 - 11:14 Uhr
UserEin Leser dieser..
User (41 Beiträge)
Und die Passagiere sind alle wohlauf????
Beitrag vom 02.02.2018 - 11:44 Uhr
UserDocProktologe
User (1 Beiträge)
Unfassbar.....
Das ist doch gekauft und geschmiert vom oben bis unten.
Jeder (!) Pilot lernt in seiner Ausbildung dass Kohlenstoffmonoxid geruchlos ist ! Zumal CO lediglich die Fähigkeit Sauerstoff zu transportieren vermindert und man dadurch einen Mangel erleidet, der ohne Warnsystem i.d.R. unbemerkt bleibt und zur Bewusstlosigkeit(später dann zum Tod) führt. Mir ist nicht bekannt, dass es zu Symptomen wie Übelkeit und Kopfschmerzen führt geschweige denn das Herzangreift oder zu Entzündungen der Nervenbahnen führt. ABER Organophosphate bspw. TCP (enthalten in den guten ach so sicheren Triebwerksölen) ist dafür durchaus bekannt. Schade dass Behörden und Hersteller immer noch leugnen, dass es eine Gefahr für Crew und Paxe gibt. Es kann mir keiner erzählen dass man eine Dichtung einer schnell rotierenden Triebwerksachse zu 100% dicht bekommt. Dafür sind die nicht mal ausgelegt (Stichwort Labyrinth Sealing) und die Probleme, die da aufgetreten sind hatten schon Jetpiloten mit den ersten Bleed-Air Systemen in den 60ern. Glückwunsch an Airbus und sämtliche Behörden für das jahrelange Hüten eines Geheimnisses und auch in diesem Artikel wieder die Verantwortung abzugeben!
Regularien und Neuerungen der Luftfahrt müssen halt mit Blut geschrieben werden...
Beitrag vom 02.02.2018 - 12:16 Uhr
UserDigiflieger
User (770 Beiträge)
Jeder (!) Pilot lernt in seiner Ausbildung dass Kohlenstoffmonoxid geruchlos ist ! Zumal CO lediglich die Fähigkeit Sauerstoff zu transportieren vermindert und man dadurch einen Mangel erleidet, der ohne Warnsystem i.d.R. unbemerkt bleibt und zur Bewusstlosigkeit(später dann zum Tod) führt. Mir ist nicht bekannt, dass es zu Symptomen wie Übelkeit und Kopfschmerzen führt geschweige denn das Herzangreift oder zu Entzündungen der Nervenbahnen führt.

Also eine kurze Wikisuche hat genau diese Symptome, ja nach Schwere der Vergiftung, für eine CO-Vergiftung rausgeschmissen, inkl. der Spätfolgen. Insofern ist irgendetwas, dass Ihnen nicht bekannt ist, nicht automatisch "unfassbar" ;-)

> ABER Organophosphate bspw. TCP (enthalten in den guten ach so sicheren Triebwerksölen) ist dafür durchaus bekannt. Schade dass Behörden und Hersteller immer noch leugnen, dass es eine Gefahr für Crew und Paxe gibt. Es kann mir keiner erzählen dass man eine Dichtung einer schnell rotierenden Triebwerksachse zu 100% dicht bekommt. Dafür sind die nicht mal ausgelegt (Stichwort Labyrinth Sealing) und die Probleme, die da aufgetreten sind hatten schon Jetpiloten mit den ersten Bleed-Air Systemen in den 60ern. Glückwunsch an Airbus und sämtliche Behörden für das jahrelange Hüten eines Geheimnisses und auch in diesem Artikel wieder die Verantwortung abzugeben!

Das TCP wurde schon mehrfach als Übeltäter enttarnt. Das Problem ist, dass es "nur" in relativ geringen Konzentrationen nachweisbar ist, die solche heftigen Symptome eben NICHT verursachen. Ich bestreite nicht, dass es eine ganz unschöne Nummer ist, dass trotz dass Wissens um die schleichende Vergiftung oder mindestens dauerhafte Aussetzung diesem Nervengift gegenüber, es kaum Bewegung gibt, dieses kurz- oder mittelfristig zu verhindern.
Grundsätzlich handelt es sich hier tatsächlich um einen Unfall(!) durch technisches Versagen. Der so auch völlig ohne TCP zum Problem geführt hätte. Da kann man von Glück reden, dass es so glimpflich ausgegangen ist und nicht noch mehr Geschädigte zu verzeichnen sind.

Regularien und Neuerungen der Luftfahrt müssen halt mit Blut geschrieben werden...

Da gebe ich Ihnen leider absolut recht!

Dieser Beitrag wurde am 02.02.2018 12:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.02.2018 - 12:34 Uhr
Usersunjet
User (91 Beiträge)
Aber eine Stunde nach dem bemerken des Events zu landen ist dann doch recht sportlich. Floridas Ostküste hat reichlich alternates. Wenn man schon runter geht auf FL100, dann ist man sich doch schon bewusst, in welche Richtung das läuft. Kontaminierte Atemluft dürfte ja mittlerweile in der ganzen Branche angekommen sein. Oder wird da von Arbeitgeberseite leichter Druck aufgebaut? Es wird ja seit Jahren versucht, dass Thema kleinzureden.
Beitrag vom 02.02.2018 - 13:37 Uhr
Useratc
User (214 Beiträge)
Welche guten Alternativen gäbe es zu Bleedairsystemen?
Kein Sarkasmus, Link willkommen!
Beitrag vom 02.02.2018 - 14:25 Uhr
UserLavendel
User (66 Beiträge)
@atc So genannte No-Bleed-Systeme wie bei 787 und wenn ich mich richtig erinnere zB die 707 mit Turbokompressoren.

PS @Digiflieger: auch TCP ist geruchlos!
Beitrag vom 02.02.2018 - 14:45 Uhr
UserDigiflieger
User (770 Beiträge)
@atc So genannte No-Bleed-Systeme wie bei 787 und wenn ich mich richtig erinnere zB die 707 mit Turbokompressoren.

PS @Digiflieger: auch TCP ist geruchlos!

Ja, hab ich das Gegenteil behauptet??

Es gibt sogar einige Öle, die gar keine TCP beinhalten...
Zum Einen dürften dann allerdings andere Additive, deren Toxizität noch nicht bekannt ist, zum Einsatz kommen und zum Anderen verhindert auch das leider keine technischen Defekte, bei denen es zu Kabinenlufkontaminationen durch Triebwerksgase kommt.
Dafür müsste man 95% der bestehenden Flotten auf No-Bleed Systeme umbauen. Die Kosten wird man wohl kaum in Kauf nehmen, solange es sich um Einzelfälle in Bezug auf die gesamte Luftfahrt handelt...
Beitrag vom 02.02.2018 - 16:37 Uhr
UserFW 190
User (869 Beiträge)
@atc So genannte No-Bleed-Systeme wie bei 787 und wenn ich mich richtig erinnere zB die 707 mit Turbokompressoren.

Aber auch Kompressoren laufen mit Ölschmierung. Ganz ohne Stör-Möglichkeit geht es nicht.
Beitrag vom 02.02.2018 - 19:23 Uhr
UserDüse
User (355 Beiträge)
Die Kompressoren des Dreamliners werden nicht mit Öl geschmiert.Es sind Luftlager.
Beitrag vom 02.02.2018 - 23:04 Uhr
UserpaulTU154
User (369 Beiträge)

Dafür müsste man 95% der bestehenden Flotten auf No-Bleed Systeme umbauen. Die Kosten wird man wohl kaum in Kauf nehmen, solange es sich um Einzelfälle in Bezug auf die gesamte Luftfahrt handelt...

Und wenn diese "Einzelfälle" zu Toten führen würden?
Beitrag vom 03.02.2018 - 06:17 Uhr
UserA320Fam
User (166 Beiträge)
Nur zum allgemeinen Verständnis, die B787 hat die verschiedensten Systeme auf "Elektrik" umgestellt, so auch den Betrieb von Air Conditioning und Kabinendruck um : "787 No-Bleed Systems: Saving Fuel and enhancing operational efficiencies", nicht primär eines Luftverschmutzungsrisikos wegen.
Beitrag vom 03.02.2018 - 07:26 Uhr
UserEricM
User (930 Beiträge)
Jeder (!) Pilot lernt in seiner Ausbildung dass Kohlenstoffmonoxid geruchlos ist ! Zumal CO lediglich die Fähigkeit Sauerstoff zu transportieren vermindert und man dadurch einen Mangel erleidet, der ohne Warnsystem i.d.R. unbemerkt bleibt und zur Bewusstlosigkeit(später dann zum Tod) führt. Mir ist nicht bekannt, dass es zu Symptomen wie Übelkeit und Kopfschmerzen führt geschweige denn das Herzangreift oder zu Entzündungen der Nervenbahnen führt.

Also eine kurze Wikisuche hat genau diese Symptome, ja nach Schwere der Vergiftung, für eine CO-Vergiftung rausgeschmissen, inkl. der Spätfolgen. Insofern ist irgendetwas, dass Ihnen nicht bekannt ist, nicht automatisch "unfassbar" ;-)

Eine CO Vergiftung müsste aber gleichermaßen Crew und Passagiere betroffen haben...
Eine gesundheitliche Wirkung primär bei der Crew und nur Beschwerden über den Geruch durch Passagiere deuten schon eher auf TCP hin, da TCP auch zu Sensibilisierungen führen kann.
Hierbei reagiert der Körper beim 2., 3. oder n-ten Kontakt mit dem Gift immer heftiger.

In der Untersuchung müsste sich aber ganz einfach klären lassen, was die toxische Wirkung verursacht hat.
Ermöglichte die defekte Dichtung Übertritt von Triewerksöl oder Abgasen in die Kabinenluft?
Beitrag vom 03.02.2018 - 22:25 Uhr
UserpaulTU154
User (369 Beiträge)
Wie geht es den Paxen?
Beitrag vom 04.02.2018 - 11:07 Uhr
Userxx450
User (4 Beiträge)
Das klingt vielleicht dämlich, aber hier wurde offensichtlich von den Insassen ein Triebwerksproblem erkannt, dass ziemlich viele Menschenleben gerettet hat. Sofern es bei Flugzeugen ohne Zapfluft solch eine Art Dichtung gäbe, würde diese Form von Defekt vermutlich zu spät erkannt und es käme zum Absturz.

Bitte nicht falsch verstehen, ich bin kein Befürworter des Zapfluftsystems. Wer weiß schon, wieviele Menschen damit bereits vergiftet wurden. Ich habe nur versucht, dem Vorfall etwas positives abzugewinnen.
Beitrag vom 04.02.2018 - 11:47 Uhr
UserDigiflieger
User (770 Beiträge)
Jeder (!) Pilot lernt in seiner Ausbildung dass Kohlenstoffmonoxid geruchlos ist ! Zumal CO lediglich die Fähigkeit Sauerstoff zu transportieren vermindert und man dadurch einen Mangel erleidet, der ohne Warnsystem i.d.R. unbemerkt bleibt und zur Bewusstlosigkeit(später dann zum Tod) führt. Mir ist nicht bekannt, dass es zu Symptomen wie Übelkeit und Kopfschmerzen führt geschweige denn das Herzangreift oder zu Entzündungen der Nervenbahnen führt.

Also eine kurze Wikisuche hat genau diese Symptome, ja nach Schwere der Vergiftung, für eine CO-Vergiftung rausgeschmissen, inkl. der Spätfolgen. Insofern ist irgendetwas, dass Ihnen nicht bekannt ist, nicht automatisch "unfassbar" ;-)

Eine CO Vergiftung müsste aber gleichermaßen Crew und Passagiere betroffen haben...
Eine gesundheitliche Wirkung primär bei der Crew und nur Beschwerden über den Geruch durch Passagiere deuten schon eher auf TCP hin, da TCP auch zu Sensibilisierungen führen kann.
Hierbei reagiert der Körper beim 2., 3. oder n-ten Kontakt mit dem Gift immer heftiger.

In der Untersuchung müsste sich aber ganz einfach klären lassen, was die toxische Wirkung verursacht hat.
Ermöglichte die defekte Dichtung Übertritt von Triewerksöl oder Abgasen in die Kabinenluft?

Das Gleiche gilt auch für CO Vergiftungserscheinungen... Das ist kein Ausschluss von CO oder TCP.
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