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Beitrag vom 28.06.2019 - 16:16 Uhr
Useratc
User (431 Beiträge)
Das ist interessant und spricht stark für eine große Anstrengung zur Elektrifizierung der Kurz- und Mittelstreckenverkehre.

Mich würde interessieren, wie der Effekt funktioniert.
Ich hätte angenommen eine stärkere Wolkenbildung würde eher Strahlung reflektieren.
Beitrag vom 28.06.2019 - 16:53 Uhr
UserBV 144
User (100 Beiträge)
Seriösität und Können wird gegen Arbeitsplatz und Gelder für ein Projekt getauscht,

vor 2005 war das nur in den Geisteswissenschaften so.
Beitrag vom 28.06.2019 - 16:57 Uhr
UserEricM
User (1972 Beiträge)
Mich würde interessieren, wie der Effekt funktioniert.
Ich hätte angenommen eine stärkere Wolkenbildung würde eher Strahlung reflektieren.

Genau das tut sie.
Sichtbares Licht wird etwas stärker zurück in den Weltraum reflektiert.
Gleicheitig wird Infrarotstrahlung vom Boden ebenfalls stärker zurück zum Boden reflektiert.
Der zweite Effekt überwiegt etwas in der Energiebilanz.
Beitrag vom 28.06.2019 - 17:27 Uhr
Userjasonbourne
User (1759 Beiträge)
Mich würde interessieren, wie der Effekt funktioniert.
Ich hätte angenommen eine stärkere Wolkenbildung würde eher Strahlung reflektieren.

Genau das tut sie.
Sichtbares Licht wird etwas stärker zurück in den Weltraum reflektiert.
Gleicheitig wird Infrarotstrahlung vom Boden ebenfalls stärker zurück zum Boden reflektiert.
Der zweite Effekt überwiegt etwas in der Energiebilanz.


Wie kann das sein?

Denn die eingestrahlte Energiemenge wird zuerst durch die Wolken, somit auch die Kondensstreifen absorbiert und reflektiert.
Rein der Logik nach kann die reflektierte Infrarotstrahlung vom Boden nicht stärker zurück geworfen werden als die direkt von der Sonne einfallende INfrarotstrahlung wieder zurück absorbiert wird.

Ich halte das für physikalisch extrem Unsinnig.

Genaus stellt sich mir bei solchen Aussagen immer die Frage auf welcher Basis, d..h um welche energiemenge handelt es sich?

Insgesamt geht man davon aus, das Wolken kühlend wirken, warum soll das bei Kondensstreifen anders sein?
Beitrag vom 28.06.2019 - 17:51 Uhr
Useraugustinus
User (27 Beiträge)
Insgesamt geht man davon aus, das Wolken kühlend wirken, warum soll das bei Kondensstreifen anders sein?

Es gibt mehr als eine Art Wolke und dieses sind auch in verschiedenen Höhen unterwegs und haben verschiedene physikalische Eigenschaften.
Es geht hier um Zirruswolken, die in großer Höhe unterwegs sind. Sonnenstrahlen können diese Woken fast ungehindert passieren, die von der Erde abgesonderte Wärmestrahlung wird jedoch auf die Erde zurückgeworfen.
Beitrag vom 28.06.2019 - 18:00 Uhr
UserBV 144
User (100 Beiträge)
Die "Energiebilanz" ist übrigens etwas ganz anderes xxx xxxxxxxxxxx.
Von einer "Energiebilanz" ist die Rede wenn man sich die Triebkräfte einer chemischen Reaktion anschaut.

Modhinweis
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Beitrag bearbeitet.
Fly-away, Moderator

Dieser Beitrag wurde am 28.06.2019 22:26 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.06.2019 - 18:02 Uhr
UserEricM
User (1972 Beiträge)
Wie kann das sein?

Denn die eingestrahlte Energiemenge wird zuerst durch die Wolken, somit auch die Kondensstreifen absorbiert und reflektiert.
Rein der Logik nach kann die reflektierte Infrarotstrahlung vom Boden nicht stärker zurück geworfen werden als die direkt von der Sonne einfallende INfrarotstrahlung wieder zurück absorbiert wird.

Die Wolken verhalten sich nicht für alle Wellenlängen gleich.
Je kurzwelliger die Strahlung, desto geringer ist der Anteil der Reflektion.
D.h. sichtbares Licht wird weniger stark reflektiert als langwelliges Infrarot.


Ich halte das für physikalisch extrem Unsinnig.

Genaus stellt sich mir bei solchen Aussagen immer die Frage auf welcher Basis, d..h um welche energiemenge handelt es sich?

Die Einstrahlung der Sonne beträgt etwa 1,36kJoule/qm/s senkrecht zur Sonne gemessen im LEO.
Davon kommen noch etw 1.02 kJ am Boden an.
Der Rest wird gestreut oder in der Atmosphäre absorbiert.


Insgesamt geht man davon aus, das Wolken kühlend wirken,
Das gilt speziell für tiefe Stratuswolken.

warum soll das bei Kondensstreifen anders sein?

Das hat augiustinus schon gut erklärt.
Die Verteilung der Reflektion von Licht und Reflektion von Infrarot ist bei beiden Wokentypen verschieden.

Generell: Tagsüber wirken Wolken kühlend.
Nachts wirken Wolken wärmend.
Denken Sie mal zB an klare Winternächte ( fällt aktuell recht schwer, ich weiß :) ) da wird es idR deutlich kälter als bei Bewölkung.

Wie gesagt: Es gibt beide Effekte, aber da von Cirrus Wolken Infrarot stärker reflektiert wird als sichtbares Licht reflektiert, ist der Gesamteffekt wärmend.

Dieser Beitrag wurde am 28.06.2019 18:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.06.2019 - 20:20 Uhr
UserBV 144
User (100 Beiträge)
Also Wärmestrahlung = Infrarotstrahlung?

Wird ja immer interessanter.
Beitrag vom 28.06.2019 - 21:24 Uhr
Usermafi29
User (26 Beiträge)
Also Wärmestrahlung = Infrarotstrahlung?

Wird ja immer interessanter.

Ähm, ja...
 https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmestrahlung
Der zweite Satz erklärt es schon ganz gut.
Beitrag vom 28.06.2019 - 21:34 Uhr
UserBV 144
User (100 Beiträge)
Ja und jetzt?
Beitrag vom 28.06.2019 - 21:50 Uhr
UserEricM
User (1972 Beiträge)
Ja und jetzt?

Jetzt könnten Sie zur Abwechslung mal versuchen,mit Argumenten ernsthaft an der Diskussion teilzunehmen.


Dieser Beitrag wurde am 28.06.2019 22:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.06.2019 - 22:35 Uhr
UserFW 190
User (1427 Beiträge)
@BV 144
Die "Energiebilanz" ist übrigens etwas ganz anderes xxx xxxxxxxxxxx.
Von einer "Energiebilanz" ist die Rede wenn man sich die Triebkräfte einer chemischen Reaktion anschaut.

Modhinweis
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Beitrag bearbeitet.
Fly-away, Moderator

Langsam, richtiger wäre zwar Strahlungsbilanz gewesen, aber lt. Wiki ist die Strahlungsbilanz nur eine besondere Form der Energiebilanz.
Zitat:
"Eine Strahlungsbilanz dient dazu, den Strahlungsaustausch eines Systems mit seiner Umgebung zu bilanzieren. Dabei werden die Strahlungsflüsse, die das System verlassen, gegen jene aufgerechnet, die von außen in das System einwirken. Es handelt sich um eine besondere Form der Energiebilanz, die insbesondere dann angewendet wird, wenn andere Prozesse der Energie- und insbesondere Wärmeübertragung, wie zum Beispiel Wärmeleitung oder Konvektion, nicht auftreten bzw. keine Wirkung über die Systemgrenzen hinaus entfalten. Das wichtigste Beispiel ist die Strahlungsbilanz der Erde."

Also ein Streit um des Kaisers Bart, den sie hier aufmachen.

Dieser Beitrag wurde am 28.06.2019 22:36 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.06.2019 - 22:45 Uhr
UserJumpfly
User (148 Beiträge)
Die "Wissenschaftler" haben in der Ermittlung wohl völlig vergessen, dass moderne Triebwerke bereits heutzutage nur noch so kleine Partikel ausstoßen, dass Kondensstreifen immer seltener werden. Wer schon ein paar Jahrzente alt ist kann sich sicherlich an die vielen Kondensstreifen am Himmel noch erinnern die sehr lang waren und auch lang am Himmel zu sehen waren. Heute ist das kaum mehr beobachtbar.
Beitrag vom 28.06.2019 - 23:47 Uhr
UserAvokus
User (839 Beiträge)
Das Ergebnis der Forscherinnen vom DLR steht im starken Widerspruch zu anderen ernstzunehmenden Studien in denen der CO2 Ausstoß der Luftfahrt gerade mal bei 3 % aller Emissionen liegt. Wer hat nun recht?

Nach jüngstem Report der IATA gab es in 2018 mehr als 8 Milliarden Flugreisen, was soviel bedeutet, daß statistisch jeder Erdenbürger pro Jahr einen Flug absolviert. Eine Vervierfachung von Flugreisen bis 2050 bedeutet, daß wir bis 2050 entweder mehr als 32 Milliarden Menschen auf der Erde sind bei gleichem Flugverhalten, oder daß bei gleicher Weltbevölkerung jeder Erdenbürger 4 Flüge pro Jahr absolviert.

Ich überlasse es dem gesunden Menschenverstand, ob das denn sein kann und wird. Bei diesem Tempo würden wohl früher die Ölreserven zur Neige gehen. Zweitens kann man sich heute hinstellen und unterstellen dass:
1. in dreißig Jahren der spezifische Spritverbrauch noch der gleiche ist wie heute?
2. gibt es bis dahin vielleicht nicht doch andere Antriebe die nicht mehr oder nur in geringem Umfang auf Erdölbasieren?

Ich halte es für äußerst Problematisch Entwicklungen der Vergangenheit einfach so in die Zukunft fortzuschreiben.

Letztlich fehlt bei den Untersuchungen die weiter fortschreitende Raumfahrt die in noch wesentlich größeren Höhen Emissionen in Luftschicht einbringt.

Im Vergleich zum letzten Beitrag fehlt jetzt auch die Aussage dass Kondensstreifen in tieferen Luftschichten keine negative Auswirkungen zu haben scheinen, was ja nahelegen könnte niedriger zu fliegen, dort wo Wolken natürlich vorkommen.

Das hat jedoch den Nachteil dass man in niedrigeren Höhen weniger effizient fliegt und es der Luftraum auch nicht hergeben würde.

Bleibt wieder nur die Hauptvariable der Gleichung zu verändern. Ausmaß und Zunahme der Weltbevölkerung.

Aber das ist wohl ein ethisches Thema das man andernorts diskutieren sollte.
Beitrag vom 29.06.2019 - 00:28 Uhr
UserBV 144
User (100 Beiträge)
Also Wärmestrahlung ist nicht gleich Infrarot, UV und das sichtbare Licht ist genauso Wärmestrahlung.

Ob eine Welle ein Teilchen in Schwingung versetzen kann hängt ganz von dessen Beschaffenheit ab, bei Wasser und CO2 geht das mit Infrarot wegen der gewinkelten Struktur, bei anderen wieder nicht.
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