Community / / Klimaziele der Luftfahrt in Gefahr

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Beitrag vom 06.01.2018 - 11:45 Uhr
UserFlyTweety
User (164 Beiträge)
Ist Lobbyarbeit nicht was geiles???

DIE BRANCHE hat SICH verpflichtet, ab 2020 nur noch CO2-neutral zu wachsen.


"Hier sind die Regierungen gefragt: Wir brauchen finanzielle Anreize...

Nein, ihr braucht eine globale Verpflichtung eure Ziele einzuhalten, und wenn der Sprit teurer ist müsst ihr die Ticketpreise erhöhen!
Es gibt auch weiter kein Grundrecht auf Flugreisen, welches subventioniert werden muss...
Beitrag vom 06.01.2018 - 12:14 Uhr
Userbevol
User (75 Beiträge)
Ist Lobbyarbeit nicht was geiles???

DIE BRANCHE hat SICH verpflichtet, ab 2020 nur noch CO2-neutral zu wachsen.


"Hier sind die Regierungen gefragt: Wir brauchen finanzielle Anreize...

Nein, ihr braucht eine globale Verpflichtung eure Ziele einzuhalten, und wenn der Sprit teurer ist müsst ihr die Ticketpreise erhöhen!
Es gibt auch weiter kein Grundrecht auf Flugreisen, welches subventioniert werden muss...

Ihre Kritik ist zwar berechtigt, missachtet aber auch grundlegende Prinzipien der Funktionsweise eines Marktes. Die erste Airline, die Biosprit verwenden würde und deshalb Preise erhöhen müsste, würde viele Kunden verlieren. Denn den meisten ist es leider völlig egal, ob sie CO2-neutral unterwegs sind oder nicht. Der Preis ist noch immer das entscheidende Kriterium. Man muss aber nicht notwendigerweise Biosprit direkt subventionieren. Eine Steuer auf konventionelle Kraftstoffe hätte denselben Effekt. Ganz ohne, dass der Staat Geld dafür ausgeben müsste. Fliegen würde dadurch zwar teurer, aber seien wir mal ehrlich: Angesichts der schädlichen Umwelteinflüsse ist das auch bitter nötig.
Beitrag vom 06.01.2018 - 12:15 Uhr
UserEricM
User (953 Beiträge)
Ist Lobbyarbeit nicht was geiles???

DIE BRANCHE hat SICH verpflichtet, ab 2020 nur noch CO2-neutral zu wachsen.


"Hier sind die Regierungen gefragt: Wir brauchen finanzielle Anreize...

Nein, ihr braucht eine globale Verpflichtung eure Ziele einzuhalten, und wenn der Sprit teurer ist müsst ihr die Ticketpreise erhöhen!
Es gibt auch weiter kein Grundrecht auf Flugreisen, welches subventioniert werden muss...

Naja, auch eine stufenweise Einführung einer Steuer auf fossilen Flugtreibstoff wäre ein "finanzieller Anreiz". Der dem Staat sogar zusätzliche Einnahmen bescheren würde.
Win-Win, sozusagen...
Aber ja, ich bezweifle auch dass der Vorschlag so gemeint war :-)
Beitrag vom 06.01.2018 - 13:43 Uhr
UserHans von Ohain
User (206 Beiträge)
Diese Biotreibstoffe sind glaub ich nicht so das Wahre, diese synthetischen Treibstoffe sind da sicher besser (weil reiner und variabler in der Zusammensetzung, können so besser optimiert werden als die Biokraftstoffe).

Und das CO2 wird ja so oder so gebunden bzw. die Kosten sind ja eh viel zu Hoch.
Beitrag vom 06.01.2018 - 14:12 Uhr
UserEricM
User (953 Beiträge)
Diese Biotreibstoffe sind glaub ich nicht so das Wahre, diese synthetischen Treibstoffe sind da sicher besser (weil reiner und variabler in der Zusammensetzung, können so besser optimiert werden als die Biokraftstoffe).

Und das CO2 wird ja so oder so gebunden bzw. die Kosten sind ja eh viel zu Hoch.

Um Sie mal aus einem anderen Thread zu zitieren: "Hä?"
Anders gefragt: Was genau meinen Sie mit diesen Aussagen? Woher haben Sie das? Was wird wo gebunden und welche Kosten sind zu hoch?

Dieser Beitrag wurde am 06.01.2018 14:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.01.2018 - 17:25 Uhr
UserEin Leser dieser..
User (46 Beiträge)
Biosprit ist ja schön für die CO2-Bilanz, sorgt aber an ganz anderer Stelle für viel größere Umweltsünden. Zum Beispiel die Rodung von Regenwald, um nicht essbaren Mais anzubauen, der nur für Biosprit genverändert wird.
Wachstum CO2 neutral kann nur mit Flottenmodernisierung einhergehen. Ach so, da war ja noch was. Die Herstellung von neuen Flugzeugen kostet Rohstoffe und Energie. Teufelskreis.

Beitrag vom 06.01.2018 - 18:30 Uhr
UserLHTKSQFlyer
User (21 Beiträge)
Die einzig effiziente Massnahme, von konventionellen Treibstoffen wegzukommen, ist eine CO2 Steuer, wie bereits gesagt, und das Schoene daran: kann auch EU weit (oder nur DE weit) ohne Wettbewerbsverzerrung eingefuehrt werden: Air China und Delta zahlen das in FRA und LH zahlt das nicht in ATL und PEK
Beitrag vom 06.01.2018 - 19:15 Uhr
UserEin Leser dieser..
User (46 Beiträge)
Die einzig effiziente Massnahme, von konventionellen Treibstoffen wegzukommen, ist eine CO2 Steuer, wie bereits gesagt, und das Schoene daran: kann auch EU weit (oder nur DE weit) ohne Wettbewerbsverzerrung eingefuehrt werden: Air China und Delta zahlen das in FRA und LH zahlt das nicht in ATL und PEK
EU-weit könnte es was bringen, aber da spielen zuviele nationale Interessen eine Rolle, als dass ich da eine Einigung sehen würde. DEU im Alleingang? Wer würde Delta und Air China davon abhalten, ihren Europaverkehr über Amsterdam oder Warschau (letztere bauen gerade auf solche Alleingänge seitens DEU) abzuwickeln?

Dieser Beitrag wurde am 06.01.2018 19:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.01.2018 - 19:28 Uhr
UserEricM
User (953 Beiträge)
Die einzig effiziente Massnahme, von konventionellen Treibstoffen wegzukommen, ist eine CO2 Steuer, wie bereits gesagt, und das Schoene daran: kann auch EU weit (oder nur DE weit) ohne Wettbewerbsverzerrung eingefuehrt werden: Air China und Delta zahlen das in FRA und LH zahlt das nicht in ATL und PEK
EU-weit könnte es was bringen, aber da spielen zuviele nationale Interessen eine Rolle, als dass ich da eine Einigung sehen würde. DEU im Alleingang? Wer würde Delta und Air China davon abhalten, ihren Europaverkehr über Amsterdam oder Warschau (letztere bauen auf solche Alleingänge seitens DEU) abzuwickeln?

Da könnte man schon vorbauen. Natürlich darf das nicht mit einem Riesenschritt eingeführt werden sondern im Rahmen eines zB 10-Jahresplans in kleinen Schritten mit Ansage.
Wenn keiner der kleinen Schritte mehr kostet als ein Umzug der Operations an einen anderen Standort für zB 3 Jahre kosten würde, wäre der Effekt wohl eng begrenzt.

Auch weil ja weder Biosprit noch andere Ausgleichsmaßnahmen in einem für den größeren Einsatz notwendigen Umfang kurzfristig zur Verfügung stehen.




Dieser Beitrag wurde am 06.01.2018 19:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.01.2018 - 19:28 Uhr
UserLHTKSQFlyer
User (21 Beiträge)
ich bin auch der Meinung, dass EU weit (besser weltweit) vorteilhaft ist, DL und CA fliegen ja nach AMS und CA sogar nach WAW, DE ist ein so wichtiger Markt, dass internationale Airlines nicht wegen ein paar Dollar Kerosin Steuern ihr Europageschaeft ummodeln werden
Beitrag vom 06.01.2018 - 19:35 Uhr
UserEin Leser dieser..
User (46 Beiträge)
Eine CO2-Steuer soll ja kein Geld in die Kasse bringen, sondern Fliegen soweit verteuern, dass weniger geflogen und die Umwelt dadurch entlastet wird.
Die CO2-Steuer muss also zwangsläufig spürbar sein.
Wir diskutieren hier ja nicht um Kosten und Wirtschaftlichkeit, sondern um CO2-Einsparung.

Dieser Beitrag wurde am 06.01.2018 19:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.01.2018 - 19:53 Uhr
UserFly-away
Moderator
Modhinweis
---------------
@alle User
Um zu verhindern dass das Thema „Gründe für die Klimaentwicklung“ hier zum x. Mal
durchgeknetet wird habe ich 2 entsprechende Beiträge gelöscht.

Das Thema ist hier mehrfach ausgiebig diskutiert worden ohne das jetzt neue Erkenntnisse bekannt wurden.
Lässt sich alles nachlesen, wenn man die entsprechenden Threads – hier im Forum- aufsucht.
Mit der Bitte um Verständnis
Fly-away
Moderator
Beitrag vom 06.01.2018 - 20:17 Uhr
UserLHTKSQFlyer
User (21 Beiträge)
Das sehe ich ein kleines bisschen anders, die CO2 Steuer sollte (im Idealfalle) nicht das Fliegen reduzieren, sondern konventionelle Treibstoffe so verteuern, dass Anreize bestehen, alternative Treibstoffe zu entwickeln / zu benutzen
Beitrag vom 06.01.2018 - 20:36 Uhr
UserEin Leser dieser..
User (46 Beiträge)
Das sehe ich ein kleines bisschen anders, die CO2 Steuer sollte (im Idealfalle) nicht das Fliegen reduzieren, sondern konventionelle Treibstoffe so verteuern, dass Anreize bestehen, alternative Treibstoffe zu entwickeln / zu benutzen

Ja, das klingt langfristig ganz gut. Sehr langfristig. Aber um das Ziel, ab 2020 das Wachstum CO2-neutral zu gestalten, ist es jetzt ein wenig zu spät, mit finanziellen Druck (Anreize) Antriebe mit alternativen Treibstoffen zu entwickeln. Bis 2050 soll die CO2-Emission in der Luftfahrt gegenüber 2005 halbiert werden. Selbst das ist sehr ambitioniert, wenn man sich die Entwicklungszyklen in der Luftfahrt vor Augen hält. Alle z.Zt. bestehenden Bestellungen sollen 2050 noch fliegen. BioSprit ist keine wirklich umweltfreundliche Alternative. Die CO2-Emission wird zwar kompensiert, aber die Umweltschädigungen beim Anbau von BioSprit-Mais sind viel gravierender, als die CO2-Bilanz.

Dieser Beitrag wurde am 06.01.2018 20:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.01.2018 - 21:16 Uhr
Userfbwlaie
User (3681 Beiträge)
"Bio"Sprit gibt es nicht, höchstens AgroSprit.
Alle eingesetzten Pflanzen, Dünger und Pflanzenschutzmittel werden nur nach agroindustiellen Gesichtspunkten entwickelt. Es wird dabei keine Rücksicht auf Böden, Grundwasser und ökologische Aspekte genommen. Ein Agrosprit-Acker ist biologisch ähnlich wertvoll wie ein genauso so grosser Betonplatz. Ausserdem benötigt man viel zu viel AgroSprit-Anbaufläche.

Was sagen denn die Techniker zu diesem Problem? Wo liegen die Grenzen bei Turbinen?
Wie viele "alte" FLugzeuge müssten vom Markt genommen werden, damit das Ziel erreichbar ist?
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