Community / / Unionspolitiker wollen Steuern für ...

Beitrag 1 - 11 von 11
Beitrag vom 04.06.2019 - 14:23 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (306 Beiträge)
Das ist ja schön und gut... aber hat man dabei auch folgende Punkte bedacht:

- Kurzstrecken innerhalb Deutschlands reduzieren? Sehr gerne, aber dann baut verdammt noch mal auch das Bahnnetz entsprechend aus? Über NUE - MUC, FRA - NUE etc. braucht man ja nicht wirklich was zu sagen in Sachen Bahnanbindung, oder? Schaut mal nach Frankreich... Flüge reduzieren wollen sie alle (sogar die LH, die nach Ausbau von FRA - CGN ihre unwirtschaftlichen Flüge auf Bahn-Codeshare umgestellt hat, nur fährt man da halt einfach mal 50 Minuten und keine 2,5 Stunden wie z.B. FRA - NUE, oder noch schlimmer NUE - MUC. Erst mal von NUE nach München rein, um dann mit der S-Bahn ne Stunde wieder rauszufahren)

- Die ausländischen Fluggesellschaften tanken dann ihre Vögel einfach auf dem Hinflug im Ausland randvoll. Leidtragende werden dann wieder die Deutschen Gesellschaften sein, die das nicht auf jeder Strecke praktizieren können. Und dann ist wieder das Gemotze groß, wenn der nächste deutsche Anbieter umkippt, weil die LH das vielleicht grade so aushält, aber andere daran Pleite gehen...

Letztendlich ist das doch wieder nur halbgar ausgedachte Hauruck-Politik, ohne vorher entsprechende Voraussetzungen zu schaffen...

Dieser Beitrag wurde am 04.06.2019 14:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.06.2019 - 15:14 Uhr
UserVJ 101
User (641 Beiträge)
Eine sehr gute Idee, bei den Flügen, die der Bundespräsident leicht auch mit der Bahn machen könnte, kommt dann obendrein auch noch die Steuer, die dann wieder der Steuerzahler entrichten muß, so wie vor 2 Wochen:

 https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/regierungsflieger-panne-steinmeier-muss-auf-privatjet-umsteigen-16218235.html
Beitrag vom 04.06.2019 - 16:05 Uhr
UserEricM
User (1523 Beiträge)
Die ausländischen Fluggesellschaften tanken dann ihre Vögel einfach auf dem Hinflug im Ausland randvoll.
Leidtragende werden dann wieder die Deutschen Gesellschaften sein...

Natürlich wird auch im Fall einer neuen Steuer versucht werden betriebswirtschaftlich zu optimieren.
Aber was ausländische Gesellschaften auf dem Hinflug könnnen, das können deutsche Gesellschaften ja auf dem Rückflug praktizieren.

Falls das im Einzelfall (MTOW, Mehr-Verbrauch durch höheres Gewicht) überhaupt eine Option ist, die real Kosten spart.
Beitrag vom 04.06.2019 - 16:28 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (306 Beiträge)
Aber was ausländische Gesellschaften auf dem Hinflug könnnen, das können deutsche Gesellschaften ja auf dem Rückflug praktizieren.

Aber eben halt leider nicht auf den innerdeutschen Strecken. Da hat man dann Gesamtwirtschaftlich gesehen das Nachsehen. Ggf. werden dann Strecken eingestellt OHNE dass es Ersatz via Schiene gibt. Und dann ist das Gemecker wieder groß, warum nicht doch jede Milchkann angeflogen wird, wenn die Bahn dort nur eine Servicewüste bietet.

Mir ist diese Steuer einfach zu kurz gedacht und ähnelt den anderen derzeitigen Hauruck-Aktionen, die da so in Sachen Umwelt zelebriert werden. Grün ist ja Hipp.
Beitrag vom 04.06.2019 - 17:19 Uhr
UserEricM
User (1523 Beiträge)
Aber eben halt leider nicht auf den innerdeutschen Strecken. Da hat man dann Gesamtwirtschaftlich gesehen das Nachsehen.

Nein, da hier keine ausländische Konkurrenz mit vollen Tanks fliegt.
Auf diesen Strecken gehen dann halt die Preise etwas rauf.

Ggf. werden dann Strecken eingestellt OHNE dass es Ersatz via Schiene gibt. Und dann ist das Gemecker wieder groß, warum nicht doch jede Milchkann angeflogen wird, wenn die Bahn dort nur eine Servicewüste bietet.

Wenn keine Bahn da ist, gibts ja auch keine Konkurrenz...
Warum sollten in dem Fall Strecken eingestellt werden?

Mir ist diese Steuer einfach zu kurz gedacht und ähnelt den anderen derzeitigen Hauruck-Aktionen, die da so in Sachen Umwelt zelebriert werden. Grün ist ja Hipp.

Da stimme ich sogar zum Teil zu - das ganze muss in einem größeren Kontext verwirklicht werden, der Automobil, Bahn, Flugzeug und elektrische Individualmobilität umfasst.
Aber so wie Herr Scheuer das Thema bisher gelinde gesagt stiefmütterlich behandelt hat, hat die Union ein riesiges Defizit in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit...
Mit Neuwahlen am Horizont grift man da schon mal zur Panikreaktion.

Der Punkt ist: So weiter wie bisher ist halt auch keine Option.
Wenn sich die Union da mal ein minimales bisschen bewegt - und sei es nur um des Machterhalts Willen - kann das nix schaden ...
Beitrag vom 04.06.2019 - 17:29 Uhr
Usermasw
User (95 Beiträge)
Eine solche Steuer macht schon viel Sinn, allerdings nur dann wenn man sich EU-weit darauf einigt, dass die einzelnen Länder diese alle einführen. Das würde die Wettbewerbsnachteile deutlich reduzieren, wenn auch nicht gänzlich beseitigen.
Beitrag vom 04.06.2019 - 18:48 Uhr
UserBlotto
User (178 Beiträge)
Aber eben halt leider nicht auf den innerdeutschen Strecken. Da hat man dann Gesamtwirtschaftlich gesehen das Nachsehen.

Nein, da hier keine ausländische Konkurrenz mit vollen Tanks fliegt.
Auf diesen Strecken gehen dann halt die Preise etwas rauf.

Natürlich fliegt hier auch die ausländische Konkurrenz mit. FRA-NUE hat im Grunde nur Umsteiger. Wenn die jetzt vor der Wahl stehen mit dieser katastrophalen Bahn nach FRA zu fahren um von dort nach SIN zu fliegen oder das eben mit TK über IST zu machen, dann spart man am Ende kein CO2 ein und sorgt nur für einen massiven Wettbewerbsnachteil. Dann haben wir ähnliche viele Flüge und die LH kaputt gemacht.
Beitrag vom 05.06.2019 - 09:23 Uhr
Usernessie
User (622 Beiträge)
Zur Veränderung der Marksituation könnte man ja statt eine Flugbenzinsteuer einzuführen auch die Mehrwertsteuer auf Bahntickets von 19% auf den reduzierten Satz von 7% setzen.

Warum man nicht diesen Weg geht? Vielleicht ist ja genau das der Grund, warum man auf einmal auf die Idee einer Flugbenzinsteuer kommt?
Beitrag vom 05.06.2019 - 12:05 Uhr
UserVJ 101
User (641 Beiträge)
Zur Veränderung der Marksituation könnte man ja statt eine Flugbenzinsteuer einzuführen auch die Mehrwertsteuer auf Bahntickets von 19% auf den reduzierten Satz von 7% setzen.

Warum man nicht diesen Weg geht? Vielleicht ist ja genau das der Grund, warum man auf einmal auf die Idee einer Flugbenzinsteuer kommt?

So werden für den Staat keine Einnahmen generiert, genau darum geht es ja.
Beitrag vom 05.06.2019 - 12:18 Uhr
Usersf260
User (484 Beiträge)
Jetzt kommen sie, die Hauruck Aktionen ohne Sinn und Verstand. Eine Versteuerung von Flugbenzin geht nur europaweit. Aber wenn die Panik regiert. Das wird ein Vorgeschmack auf schwarz-grün....
Beitrag vom 05.06.2019 - 12:52 Uhr
UserEricM
User (1523 Beiträge)
Jetzt kommen sie, die Hauruck Aktionen ohne Sinn und Verstand. Eine Versteuerung von Flugbenzin geht nur europaweit. Aber wenn die Panik regiert. Das wird ein Vorgeschmack auf schwarz-grün....

Ich weiß nicht ... wenn ich mir das schwarz-grüne Hessen und seine Politik ggü dem Luftverkehr im Allgemeinen und Fraport im Besonderen so anschaue ... viel Luftfahrt-freundlicher könnte nur noch eine reine FDP Landesregierung agieren.

Daher schätze ich Grüne in der Regierung als deutlich weniger Hauruck-gefährdet ein als SPD, Union oder FDP im Panik-Wahlkampfmodus.

Dieser Beitrag wurde am 05.06.2019 12:55 Uhr bearbeitet.
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