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Beitrag vom 30.10.2017 - 14:31 Uhr
UserDASH6@
User (33 Beiträge)
Es ist den Beschäftigten zu wünschen, dass sie, wenn der Betriebsrat gewählt worden ist, wenigsten einen Kollektivvertrag in der Art wie NIKI ihn hatte, von der Konzernleitung zu erlangen, zumal der NIKI-KV durch die Übernahme in die LH-Group in Kraft bleibt und auch seitens der LH akzeptiert werden muss. Und dann als weiteren Schritt, wenn alles eingespielt ist, auf OS-Niveau. Nochmals "alles Gute" für die Wahl und die anschließenden Verhandlungen.
Beitrag vom 30.10.2017 - 21:30 Uhr
UserFly_United
User (29 Beiträge)
Werte Kollegen, ich wünsche Euch im Namen aller AirBerliner viel Erfolg bei der Wahl Eurer Personalvertretung. Euer offener Brief hat sich selbstverständlich bei uns verbreitet wie ein Lauffeuer. Auch wenn natürlich einige wenige Lemminge sich auf die Scherzartikel-Ausschreibungen der letzten Wochen beworben haben, hält das Kollektiv jedoch gut zusammen.

In dem Sinne:
"Verwandelt euren Hass in Energie!"
-Che Guevara
Beitrag vom 30.10.2017 - 23:25 Uhr
UserOldCrow
User (159 Beiträge)
Nur damit man weiß von welchem offenen Brief hier gesprochen wird:

 http://www.austrianaviation.net/detail/offener-brief-der-eurowings-europe-belegschaft/www.austrianaviation.net/detail/offener-brief-der-eurowings-europe-belegschaft/index.html
Beitrag vom 31.10.2017 - 00:25 Uhr
UserNapsa
User (70 Beiträge)
Wer es bis jetzt immer noch nicht verstanden hat, dem ist nicht zu helfen.

In Europa lohnt sich die Arbeit als Pilot nicht mehr. Leute geht nach Asien oder in die Wüste.

Ich würde sagen, die Konditionen welche in dem offenen Brief der Eurowings Mitarbeiter angeprangert wurden sind noch TOP im Vergleich zu den derzeit angebotenen Verträgen in Europa! Ja man kann sogar froh sein direkt bei einer Firma angestellt zu sein, nicht irgendwie illegal als Scheinselbständiger mit der Option in einigen Jahren seine Steuern nach zu zahlen oder als Contractor von Jahr zu Jahr mit anderer base.
Leute ihr habt es noch richtig gut bei Eurowings. FESTVERTRÄGE!! Wo gibt es das noch! Fragt doch mal was die CSA Kollegen bezw. Smartwings verdienen... Oder Small Planet etc. Die Speditionen haben doch auch fast nur noch Bulgarische und Polnische LKW Fahrer, warum braucht man überhaupt noch teures “deutsches“ Personal? Wacht auf Leute - genau das ist die EU, race to the bottom.... “Willkommen“ zurück im Zeitalter der (freiwilligen) rechtelosen Arbeiter/Sklaven.

So wie ich das beobachte, hier muss in der Politik etwas passieren! Das ist ein viel größeres Problem.
Wenn ihr die Drecksarbeit bei Euro wings nicht machen wollt machen es andere, völlig legal und halb so teuer wie ihr.

Und was habt ihr da von Ryanair geschrieben in eurem offenen Brief? Soll ich diese “Drohung“ ernst nehmen?

Ihr solltet euch besser informieren bevor ihr einen Vertrag unterschreibt.

Eure Firma gibt es noch nicht lange. Wenn man so schnell frustriert ist bedeutet das auch, dass ihr euch nicht gut mit den “Terms and conditions“ befasst habt. Nur weil Lufthansa in der Gruppe dabei ist heisst das doch nicht das eure Verträge ok sind. Genau deshalb gibt es ja 10 verschiedene Eurowings.....
Beitrag vom 31.10.2017 - 07:39 Uhr
UserFRAHAM
User (70 Beiträge)
Ich verstehe bei diesen Diskussionen zwei Dinge nicht:
1.) Wieso unterschreibe ich einen Vertrag ohne ihn vorher zu lesen? Oder anders gesagt: wieso unterschreibe ich einen Vertrag, wenn ich damit nicht einverstanden bin?
2.) Wenn ich so unzufrieden bin, muss ich dort weg und zu einem anderen Arbeitgeber.

Die Zeiten haben sich geändert. Die Zeiten einer Loyalität des Arbeitgebers gegenüber seinen Mitarbeitern sind vorbei. Aber auch deshalb, weil die Zeiten einer Loyalität eines Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber vorbei sind. Mag man sich jetzt über Huhn und Ei streiten, aber einen gemeinsamen auslösenden Faktor hat es: uns! Denn wir alle wollen ja billig fliegen. Genauso wie wir billig einkaufen wollen, weshalb die Verkäufer nur noch Mindestlohn bekommen etc. Die Welt dreht sich immer schneller weiter und wir alle müssen schauen, wie wir da in Zukunft rein passen. Und bevor mir jemand vorwerfe ich wisse nicht wovon ich rede ... ich weiß es nur zu gut aus persönlicher Erfahrung.
Beitrag vom 31.10.2017 - 11:27 Uhr
UserDebaser
User (259 Beiträge)
@FRAHAM: Was ist daran so schwer zu verstehen? Wenn die Alternative Arbeitslosigkeit ist und/oder die anderen potentiellen Arbeitgeber noch üblere Bedingungen bieten, unterschreibt man selbstverständlich diesen Vertrag!

Und wenn man das getan hat, hat man doch keine moralische Verpflichtung, sich mit diesen miesen Bedingungen oder dem Dumpinglohn zufriedenzugeben! Im Gegenteil, dann kämpft man für deren Verbesserung. Genau dafür legen die Kollegen der EWE nun den Grundstein und bilden einen Betriebsrat.

Dieser Beitrag wurde am 31.10.2017 11:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 31.10.2017 - 14:33 Uhr
Userjasonbourne
User (1740 Beiträge)
"Bisher galten Firmen wie Ryanair und Co als weniger sozialer Arbeitgeber, doch wenn man die Mitarbeiter von Eurowings Europe fragen würde, würden die meisten, sofort zu Ryanair wechseln."

FR / MOL sucht Piloten wie verrückt.
Dann wechselt doch.
Alle.
Wenn es so schlecht ist.

Einfach kündigen und wechseln. Die 15 tage frist gilt ja wohl in beide richtungen.


Was ist das Problem an verschiedenen Arbeitsverträgen?
Dem Kunden mutet ihr doch auch zu, das der selbe Sitz jedes Mal anders kostet.

Ich kann so ein Gejammer nicht verstehen.
Streiken, Kündigen, es gibt soviele Optionen.

Beitrag vom 31.10.2017 - 17:44 Uhr
Userhamxfw
User (482 Beiträge)
Und wenn man das getan hat, hat man doch keine moralische Verpflichtung, sich mit diesen miesen Bedingungen oder dem Dumpinglohn zufriedenzugeben! Im Gegenteil, dann kämpft man für deren Verbesserung. Genau dafür legen die Kollegen der EWE nun den Grundstein und bilden einen Betriebsrat.

Dann passiert wieder folgendes. Es kommt wieder zu einem Streik der auf dem Rücken der Pax ausgetragen wird. Es wird für eine Verbesserung gekämpft und das Gegenteil trifft ein.

Die Menschen wollen so billig wie möglich von A nach B kommen. Denen sind doch die Arbeitsbedingungen egal.
Beitrag vom 31.10.2017 - 17:48 Uhr
Usermlowrey
User (77 Beiträge)
Als “normaler” Arbeitnehmer in einem Unternehmen MIT Betriebsrat kann ich nachdem ich den offenen Brief gelesen habe nur sagen: “Herzlich willkommen in der realen Arbeitswelt.” Es tut mir leid, aber für mich grenzt dieser Brief an Rufschädigung und sollte juristisch geprüft werden.

Ich habe für dieses Gejammer kein Verständnis mehr, es tut mir leid.
Beitrag vom 31.10.2017 - 18:39 Uhr
UserEricM
User (1523 Beiträge)
Und wenn man das getan hat, hat man doch keine moralische Verpflichtung, sich mit diesen miesen Bedingungen oder dem Dumpinglohn zufriedenzugeben! Im Gegenteil, dann kämpft man für deren Verbesserung. Genau dafür legen die Kollegen der EWE nun den Grundstein und bilden einen Betriebsrat.

Dann passiert wieder folgendes. Es kommt wieder zu einem Streik der auf dem Rücken der Pax ausgetragen wird. Es wird für eine Verbesserung gekämpft

Ja, soweit klar.

und das Gegenteil trifft ein.

Durch einen Streik verschlechtern sich die Bedingungen für die Angestellten?
Fordere ein Beispiel.

Die Menschen wollen so billig wie möglich von A nach B kommen. Denen sind doch die Arbeitsbedingungen egal.

Vielen schon. Traurig aber wahr. Und genau deswegen müssen das ja auch Arbeitnehmer und -Geber austragen. Zur Not eben auf dem Rücken genau dieser Passagiere, denen die Arbeitsbedingungen egal sind.
Und genau bei denen hält sich dann auch das Mitleid in Grenzen, wenn sie auf Feldbetten in irgendwelchen Terminals die Nacht rumkriegen müssen.

Dieser Beitrag wurde am 31.10.2017 18:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 31.10.2017 - 18:47 Uhr
UserEricM
User (1523 Beiträge)
Die Zeiten haben sich geändert. Die Zeiten einer Loyalität des Arbeitgebers gegenüber seinen Mitarbeitern sind vorbei. Aber auch deshalb, weil die Zeiten einer Loyalität eines Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber vorbei sind.

OK, aber gerade dann ist ja die formale Struktur Betriebsrat-Gewerkschaft der einzige Schutz des Arbeitnehmers vor der Übermacht und Willkür eines gewissenlosen Arbeitgebers.
Wo ist also das Problem bei der Gründung eines Betriebsrats?
Beitrag vom 01.11.2017 - 08:33 Uhr
UserFRAHAM
User (70 Beiträge)
@EricM
Es tut mit leid, dass ich es so sagen muss. Aber das ist doch Denken aus den 80er Jahren. Ein Arbeitgeber ist in erster Linie dem Investor verpflichtet. Ist es vom Sinne her richtig? ja, denn der ist beteiligt und hat ein Interesse, seine Investition zu erhalten oder auszubauen. Wird es heutzutage richtig "gelebt"? Nein, denn es wird auch dort auf beiden Seiten nur noch an kurzfristige Ziele gedacht. Kann ein Betriebsrat oder Arbeitnehmer das ändern? Höchst zweifelhaft, hier ist die Politik gefordert.

Als Konsument haben wir uns daran gewöhnt und leben ganz gut damit in der Marktwirtschaft zu leben. Als Arbeitnehmer wollen wir das aber nicht haben. Und an der Stelle drehen sich doch die Diskussionen mit einigen vormals elitären Berufsgruppen. Ob es die Apotheker waren, die Ärzte oder eben hier die Piloten. Die Jahresgehälter die hier aufgerufen werden sind immer noch ordentlich. Klar ist es weniger als bisher, aber die Konsumenten am Markt sind nicht mehr bereit das zu bezahlen. Und hier gilt der Grundsatz aus dem ersten Semester, erste Vorlesung - Unternehmen müssen sich ständig verbessern ansonsten werden sie irgendwann übernommen oder überleben nicht.

Und das Problem eines Betriebsrats ist nicht die Institution an sich. Ich habe in meiner langen Berufserfahrung einige Betriebsräte durch. Leider haben sich die meisten dort reinwählen lassen, weil sie dadurch freigestellt sind oder wenigstens ein paar Stunden weniger arbeiten müssen. Sie haben vom Unternehmen in der Mehrheit der Fälle leider keine Ahnung und machen damit mehr kaputt als besser.
Beitrag vom 01.11.2017 - 09:26 Uhr
Useramikino
Ex-Vielflieger
User (290 Beiträge)
Wenn ich mir den “offenen Brief” richtig durchlese, komme ich zu der Feststellung, dass der Beruf des Piloten verdammt stark abgewertet wird in der nahen Zukunft.
Das „Elitäre“ geht dem Ende entgegen!!!!

Wie @mlowrey schon richtig schrieb “Herzlich willkommen in der realen Arbeitswelt.”!!!!!

@FRAHAM - bei den Gewerkschaften kann ich Ihnen voll zustimmen! Konnte mich in meinem gesamten Arbeitsleben von denen ferngehalten, bin dabei immer gut gefahren! Habe da so meine persönlichen Erfahrungen machen dürfen!
Beitrag vom 01.11.2017 - 11:38 Uhr
UserEricM
User (1523 Beiträge)
@EricM
Es tut mit leid, dass ich es so sagen muss. Aber das ist doch Denken aus den 80er Jahren.

Das muss Ihnen nicht leid tun.
Diese Aussage ist in der Form ja durchaus richtig, dass sozial schädigendes Verhalten von Firmen in den 80ern noch nicht öffentlich akzeptiert war (bzw resignierend hingenommen wurde) und daher entprechende Äußerungen eher hinter vorgehaltener Hand getätigt wurden.

Das "Denken", d.h. die Zielvorstellung einer auch sozial zumindest begrenzt verantwortlichen Firmenführung ist aber auch heute noch durchaus Grundlage des geltenden Arbeitsrechts und des Betriebs-Verfassungsgesetzes.

Ein Arbeitgeber ist in erster Linie dem Investor verpflichtet. Ist es vom Sinne her richtig? ja, denn der ist beteiligt und hat ein Interesse, seine Investition zu erhalten oder auszubauen. Wird es heutzutage richtig "gelebt"? Nein, denn es wird auch dort auf beiden Seiten nur noch an kurzfristige Ziele gedacht.

OK

Kann ein Betriebsrat oder Arbeitnehmer das ändern? Höchst zweifelhaft,

Kann ein nicht vorhandener Betriebsrat das ändern? Sicher nicht.

hier ist die Politik gefordert.

Die Politik hat den Rahmen geschaffen, inkl. der Möglichkeit ein Betriebsrat zu gründen und Mitbestimmung auszuüben.
Die Mitarbeiter müssen diesen Rahmen nutzen statt weiter in der Opferrolle zu verharren und nur nach der "Politik" zu rufen.

Als Konsument haben wir uns daran gewöhnt und leben ganz gut damit in der Marktwirtschaft zu leben. Als Arbeitnehmer wollen wir das aber nicht haben.

Da sehe ich keinen Widerspruch.
Die Marktwirtschaft sorgt für den niedrigsten erreichbaren Preis.
Welches genau der niedrigste erreichbare Preis ist, legen die Firmen und ihre Mitarbeiter fest.

Und an der Stelle drehen sich doch die Diskussionen mit einigen vormals elitären Berufsgruppen. Ob es die Apotheker waren, die Ärzte oder eben hier die Piloten. Die Jahresgehälter die hier aufgerufen werden sind immer noch ordentlich.

Die BR Diskussione bei EWE beziehen sich doch auf alle Mitarbeiter. Nicht nur die angeblich fürstlich entlohnten Piloten.

Klar ist es weniger als bisher, aber die Konsumenten am Markt sind nicht mehr bereit das zu bezahlen.

Genereller Fehlschluss. Es gibt billigere Anbieter am Markt, die ihre Preise mit teilweise unlauteren Methoden erzielen. Die sind das Problem, nicht der Konsument.

Und hier gilt der Grundsatz aus dem ersten Semester, erste Vorlesung - Unternehmen müssen sich ständig verbessern ansonsten werden sie irgendwann übernommen oder überleben nicht.

Schon richtig, diese "Verbesserung" wird aber im Denken der 2010er - um das Kompliment zurückzugeben - nur noch als verbessertes Auspressen der Mitarbeiter verstanden. Das ist zwar recht einfach, aber natürlich zu dünn um zu überleben.


Und das Problem eines Betriebsrats ist nicht die Institution an sich. Ich habe in meiner langen Berufserfahrung einige Betriebsräte durch. Leider haben sich die meisten dort reinwählen lassen, weil sie dadurch freigestellt sind oder wenigstens ein paar Stunden weniger arbeiten müssen. Sie haben vom Unternehmen in der Mehrheit der Fälle leider keine Ahnung und machen damit mehr kaputt als besser.

Verstehe schon Ihre Distanz, ging mir da in der Vergangenheit teilweise ganz ähnlich.
Einen Betriebsrat zu haben, garantiert aleine natürlich noch keine Verbesserung.
Andererseits: Keinen Betriebsrat zu haben, garantiert, dass es gar keine Verbesserungen geben wird.

Welche Alternative ist besser?

Dieser Beitrag wurde am 01.11.2017 11:45 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.11.2017 - 12:50 Uhr
UserDebaser
User (259 Beiträge)
@EricM, großartiger Beitrag, nicht dogmatisch und sehr differenziert.

Zu Betriebsräten und Gewerkschaften möchte ich noch ein par Anmerkungen loswerden:

Erstens, klar gibt es da auch Ausfälle, Leute ohne Ahnung, linke, undifferenzierte Dogmatiker oder Leute, die einfach nur freigestellt sein wollen. Die sind meiner persönlichen Erfahrung nach, und zwar in mehreren Branchen, aber in der Minderheit. Die meisten sind engagiert und haben außer dem Wohl der Belegschaft durchaus auch das Wohl des Unternehmens im Auge. Außerdem wollen sie wiedergewählt werden, und das wird man als nichtstuender Sesselpupser nicht - und ein gesundes, profitables Unternehmen ist auch im Interesse der Belegschaft.

Zweitens, unterschätzen Sie die Kompetenz der Angestellten nicht. Es gibt genug Beispiele, in denen sich die Meinung der Belegschaft hinterher als richtig herausgestellt hat (Condor während der Umbenennung in TC seinerzeit; auch viele heute als Ursachen der Pleite geltende Unternehmensentscheidungen bei AB wurden jahrelang von den Kollegen angeprangert); in den USA läßt eine der erfolgreichten Airlines alle wichtigen Unternehmensentscheidungen von der Belegschaft abstimmen - Southwest hat in der Zeit, in der alle anderen amerikanischen Airlines Verluste machten und/oder unter Gläubigerschutz standen, als einzige schwarze Zahlen geschrieben.

Die Belegschaft kennt das Unternehmen und die Prozesse besser als jeder CEO; man könnte das als so eine Art Schwarmintelligenz bezeichnen.

Drittens, und das an die Adresse derjenigen hier, die sich damit brüsten, sich immer von Gewerkschaften und Betriebsrat ferngehalten zu haben: Ich erlebe es gerade bei jungen Leuten sehr oft, daß sie die angenehmen Arbeitsbedingungen und vergleichsweise guten Gehälter als gegeben hinnehmen, aber nicht bereit sind, dafür auch nur einen Cent herzugeben, geschweige denn, sich zu engagieren. Dabei sind diese Bedingungen mal erkämpft worden, und es gäbe sie nicht, wenn es keine Gewerkschaft und keine Tarifkommission gäbe. Dieses Verhalten ist parasitär in meinen Augen. Und auch die AT-Angestellten profitieren genau davon: Steigen nämlich die Tarifgehälter, steigen danach auch die AT-Bezüge, um den Abstand zu erhalten.

Fazit: Es sollte ein Kräftegleichgewicht geben, so daß faire Bedingungen vereinbart werden, die dem Unternehmen nicht wehtun, aber für die Belegschaft wichtig. Und zufriedene Mitarbeiter leisten mehr als unzufriedene - und damit sind gute Arbeitsbedingungen auch im Interesse der Anteilseigner.
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