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AEA: Golfairlines bedrohen Ordnung im Weltluftverkehr

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Emirates 777 , © Gerhard Vysocan, Edition Airside

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WASHINGTON - In ungewöhnlich scharfer Form kritisiert Ulrich Schulte-Strathaus, Generalsekretär der AEA (Association of European Airlines) die Golfairlines Emirates, Qatar und Etihad. Der politisch bestimmte Wettbewerb der Golfairlines stelle eine Bedrohung für die gesamte globale Luftfahrtordnung dar, der sich die ICAO annehmen  müsse, zitiert ATW Schulte-Strathaus aus seinem Vortrag im Internationalen Aviation Club in Washington.

Der AEA-Chef bezieht sich dabei vor allem auf die staatliche Steuerung der Golfairlines. Die staatseigenen Golfcarrier seien in erster Linie ein politisches Instrument zur Durchsetzung nationaler Interessen. Die vertikale Verkettung von Kommerz, Tourismus und Außenpolitik durch die dortigen "Staatsbesitzer" sei mit den Verhältnissen in Europa und den USA nicht vereinbar, und wahrscheinlich auch nicht anderswo, so Schulte-Strathaus.

Die drei Airlines hätten bei den Herstellern mehr neue Langstrecken-Sitze bestellt als alle US-Airlines gegenwärtig im Einsatz haben. In Summe erhalten die drei Golfcarrier in den nächsten fünf Jahren 425 Großraumflugzeuge. Und die würden überall hinfliegen, ungefragt.

Es mache keinen Sinn für Luftffahrtindustrie und Passagiere, wenn drei Airlines, von denen zwei noch nie einen Gewinn geschrieben haben, versuchen mit einem Einsatz von 100 Milliarden US Dollar die Weltluftkarte neu zu zeichnen.

Obwohl die Beschränkung von Marktzugängen kein geeignetes Mittel sei, regt Schulte-Strathaus an, die ICAO solle als eine Art WHO der Luftfahrt zumindest neue Mechanismen verhandeln, die gezieltes Kapazitäts-Dumping verhindern können. Wenn einzelne Regierungen damit über ihre Airline in alle Ecken der Welt drängen, müsse man sich was überlegen, so der AEA-Chef.
© aero.at | Abb.: emirates | 25.01.2011 00:27

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Beitrag vom 26.01.2011 - 10:40 Uhr
kann ich nur zustimmen!
Beitrag vom 25.01.2011 - 19:59 Uhr
Da kann ich FoolOnFire nur zustimmen, vor dem Öl sind die Jungs auf Kamelen durch die Gegend geritten und hab in Zelten gewohnt (nein keine Ironie oder Übertreibung). Kann man sogar alles auf Wikipedia nachlesen, und wer dem "Lexikon" nicht glaubt kann es auch sonst bei anderen NGO's oder bei Regierungsstellen nachlesen. Und wie gut die "handeln" können haben wir ja jetzt mit ihrer Umschuldung und der Finanzspritze aus Abu Dhabi gesehen. Da haben sie nur ihre Perlen wie Emirates geschützt.
Beitrag vom 25.01.2011 - 19:06 Uhr
@Inside Man:

Das Dubai vom Handel reich geworden ist stimmt nicht. Zwar war Dubai schon ein lange Handelszentrum, von Reichtum aber weit entfernt. Dieser kam erst mit den Erdölfunden in den 60er Jahren. Davor waren Perlen so ziemlich einzige Exportprodukt.

@Wolke
Das den meisten Passagieren etwas mehr Kompfort wichtiger ist als der Preis sieht man am Boom von Ryanair, der , gemessen an den Passagierzahlen, 5.Größten Fluggesellschaft der Welt. Bekannt für ihren sehr guten Service.


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