Gläubigerschutz
Älter als 7 Tage

US-Commuter Republic in Insolvenz

INDIANAPOLIS - Die Regionalairline beantragte am Donnerstag vorsorglich Gläubigerschutz nach Kapitel 11. Grund sei Pilotenmangel und der Mainline-Trend zu größerem Gerät.

Mit einer Flotte von 250 Regionalflugzeugen - großteils mittelgroße E-Jets von Embraer - fliegt Republic als Vertragspartner von American, Delta und United täglich über 1.000 Rotationen zu 105 Zielen in den USA, Kanada und der Karibik. Die Airline beschäftigt rund 6.000 Mitabeiter.

Republic CEO Bryan Bedford erklärte den Schritt mit einem seit einigen Quartalen anhaltenden Geschäftsrückgang durch stillgelegte Flugzeuge, die mangels Piloten nicht mehr betrieben werden konnten.

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United Express Embraer E175, © Republic Airways

Als Ursache für den Pilotenmangel nennt Bedford die Ausweitung der Flugstunden-Minima für die Neuzulassung von Piloten im kommerziellen Flugbetrieb durch die US-Flugbehörde FAA. Erst im Oktober letzten Jahres einigte sich die Airline mit ihren Piloten auf neue Verträge. Das Gehaltsniveau der US-Regionalpiloten gilt allgemein als problematisch.

Unter Gläubigerschutz will die Republic Airways Holding zunächst ihre beiden Flugbetriebe Republic Airlines und Shuttle America fusionieren und künftig unter nur einem AOC betreiben. Auch will die Holding ihre Verträge mit den wichtigsten Kunden neu verhandeln, berichten informierte Medien aus dem Umfeld der Airline.

Republic ist seit 2011 die erste große US-Airline, die Gläubigerschutz beantragt. Die letzte Kapitel-11-Restrukturierung erfolgte bei American Airlines. Im Dezember 2013 konnte AMR ihre Reorganisation erfolgreich abschließen und schreibt inzwischen Rekordgewinne.
© aero.at | 26.02.2016 13:58

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Beitrag vom 26.02.2016 - 21:12 Uhr
Schon wieder eine Negativ-Nachricht für den sorgengeplagten Bombardier-Konzern. Republic steht nämlich mit 40 Festaufträgen für die CS 300 in den Büchern. Hoffentlich sind dabei nennenswerte Anzahlungen geleistet worden.

Nun läßt das Chapter 11 ja hoffen, daß Republic in Zukunft weiterhin fliegen wird und nach einer Restrukturierung auch neue Maschinen – i.w. geleased – bezahlen kann. Aber Bombardier wird selbst in solch einem günstigen Szenario die Zeit davonlaufen, wenn die Auslieferungen nach hinten verschoben werden.

Gruß Gustl


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