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Lufthansa paktiert mit Etihad-Beteiligung Jet Airways

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Jet Airways Boeing 777-300ER, © Ingo Lang

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DELHI - Lufthansa will tiefer in den indischen Flugmarkt vordringen und baut ihre Zusammenarbeit mit Jet Airways aus. "Wir bieten bereits Anschlussflüge mit Jet aus fünf Städten an, die wir selbst anfliegen", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Delhi. In der Partnerschaft gebe es noch viel Luft nach oben.

Mit Air India hat Lufthansa zwar einen Star-Alliance-Partner vor Ort. Das Tor ins indische Hinterland öffnet jetzt aber die neue Kooperation mit dem langjährigen Erzrivalen Etihad Airways.

"Etihad Airways ist ein Investor von Jet Airways", sagte Spohr. "Während wir unsere Kooperation mit Etihad Airways weiter ausbauen, möchten wir auch die bilateralen Beziehungen zwischen Lufthansa und Jet Airways stärken." Etihad Airways kontrolliert 24 Prozent von Jet Airways.

Indien ist mit fünf Zielen ein Schlüsselmarkt für Lufthansa und die Route München - Delhi war letzte Woche die erste Mission der A350-900. Mit Jet Airways will Lufthansa nachrangige Quellmärkte erschließen - in Indien vermutet der Kranich-Konzern noch jede Menge Potanzial.

A350 fliegt München - Mumbai

Auf der Linie Frankfurt - Pune werde Lufthansa die Frequenzen erhöhen, sagte Lufthansa-Regionalmanager Wolfgang Will. München - Mumbai stelle Lufthansa ebenfalls auf A350-900 um. Die neue Strecke der von Lufthansa komplett übernommenen Brussels Airlines von Brüssel nach Mumbai "startet Ende März".

Jet Airways wird seit geraumer Zeit von der Allianz Skyteam umworben und arbeitet auf der Langstrecke eng Air France-KLM zusammen. Den Flirt mit Lufthansa wird man im Skyteam mit einigem Argwohn zur Kenntnis nehmen.

Lufthansa und Etihad Airways vereinbarten Anfang Februar eine umfängliche Kooperation in den Bereichen Wartung und Catering und setzten Codeshare-Flüge in Kraft. In der Fernlichtperspektive kann sich Spohr sogar ein Gemeinschaftsunternehmen mit Etihad Airways vorstellen.

Von der schwer angezählten Etihad-Beteiligung Air Berlin mietet Lufthansa 38 Airbus A320 mit Crews an, um ihre Günstigtochter Eurowings und Austrian Airlines zu stärken. Über eine etwaige Zusammenarbeit mit Alitalia, die ebenfalls zum Etihad-Universums gehört, ist noch nicht entschieden.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Ingo Lang | 15.02.2017 11:45


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