Tarifkonflikt
Älter als 7 Tage

Verdi: Bodenpersonal am Airport Stuttgart bekommt deutlich mehr Geld

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Germanwings Airbus A319 am Flughafen Stuttgart, © Flughafen Stuttgart GmbH

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STUTTGART - Im Tarifkonflikt am Stuttgarter Flughafen sieht es nach einer Einigung aus. Wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte, verständigten sich Arbeitgeber und Verdi am Montag auf eine Lohnerhöhung um insgesamt 1,40 Euro pro Stunde.

Der Tarifvertrag laufe drei Jahre, also rückwirkend von Januar 2017 bis Ende Dezember 2019. Die Bezahlung soll in drei Stufen angehoben werden - zum März um einen Euro und dann zum April der kommenden zwei Jahre um jeweils 20 Cent. Für die unterste Lohngruppe, die derzeit nur 9,20 Euro pro Stunde bekommt, wäre das ein Plus von 15,2 Prozent.

Eine Flughafen-Sprecherin wollte die Einigung am Montag zwar nicht bestätigen. Sie sagte aber, es sehe gut aus. Damit die Einigung gültig wird, müssen die Verdi-Mitglieder am Flughafen noch zustimmen.

Die Vorgaben gelten für die rund 300 Beschäftigten am Check-In und an den Gates. Verdi-Vertreterin Katharina Wesenick zeigte sich erleichtert. "Unser Ziel waren existenzsichernde Löhne am Airport", sagte die Gewerkschafterin. "Ein Euro mehr sofort und 1,40 Euro nach zwei Jahren können sich sehen lassen." Zudem bekommen Beschäftigte, die seit mehr als 15 Jahren in einem Vollzeitjob tätig sind, laut Verdi 50 Euro monatlich mehr sowie einen Urlaubstag extra.

In Berlin ging der Tarifkonflikt hingegen weiter - wegen Arbeitsniederlegungen beim Bodenpersonal an den Airports Tegel und Schönefeld wurden dort am Montag Hunderte Starts gestrichen. Am Dienstag fallen laut Stuttgarter Airport alle 32 Flüge zwischen Baden-Württembergs Landeshautstadt und Berlin aus.
© dpa-AFX | 13.03.2017 17:56

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Beitrag vom 13.03.2017 - 19:52 Uhr
Ein Euro mehr die Stunde sind "deutlich" mehr? Und wegen einem Euro mehr hat man plötzlich existenzsichernde Löhne? Bei einer 40 Stunden Woche (in einer 5 Tage Arbeitswoche) macht das grade mal 160 Euro aus, nach Steuern maximal 100! Und Verdi verkauft das jetzt als den großen Wurf.

Dieser Beitrag wurde am 13.03.2017 19:53 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.03.2017 - 18:58 Uhr
Ein gutes Ergebnis! Jetzt kann es für den Arbeitgeber in Berlin doch nicht mehr so schwer sein, ebenfalls mit einem vernünftigen Angebot den Streik zu beenden.
Ich wünsche den Berliner KollegInnen auch viel Erfolg!


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