Flug MH370
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Malaysia Airlines setzt globales Flugverfolgungssystem ein

KUALA LUMPUR - Gut drei Jahre nach dem Verschwinden einer Boeing 777 will Malaysia Airlines ein globales und satellitengesteuertes Flugverfolgungssystem einführen. Diese neue Technologie könne Flugzeuge auch in entlegenen Gegenden in Echtzeit orten, sagte ein Sprecher der Fluglinie am Mittwoch.

Seinen Angaben zufolge will Malaysian Airlines das neue System 2018 als erste Fluggesellschaft überhaupt in Betrieb nehmen.

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Malaysia Airlines Airbus A380, © Ingo Lang

Die Entscheidung für eine solche globale Flugverfolgung per Satellit stellte das Unternehmen nicht mit dem verschwundenen Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord in Zusammenhang. Vielmehr sei diese neue Technologie erst seit kurzem verfügbar, sagte der Repräsentant.

Die Firma Aireon wird das System liefern, an dem SITAonair und FlightAware als Projektpartner mitwirken.

MH370 war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Vermutlich stürzte die Maschine in einem 120.000 Quadratkilometer großen Gebiet im Indischen Ozean ab. Die von Malaysia, Australien und China organisierte offizielle Suche verschlang rund 141 Millionen Euro und wurde am 17. Januar ergebnislos eingestellt.

Der mysteriöse Fall hatte vielfach den Ruf nach besseren Systemen zur Verfolgung des Flugwegs laut werden lassen. Das neue System, das sich auf die ADS-B-Technologie stützt, ermögliche es, Maschinen auch in Gegenden im Blick zu haben, in denen es bisher keine Überwachung gebe, teilte Aireon mit. Dazu gehören vor allem die Ozeane.
© aero.de, dpa-AFX, Bloomberg News | Abb.: Ingo Lang | 20.04.2017 08:19

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Beitrag vom 21.04.2017 - 09:53 Uhr
Für mich stellt sich die Frage wie das System mit Energie versorgt wird und ob es eine Möglichkeit gibt das ganze vom Cockpit zu unterbinden?

Beitrag vom 21.04.2017 - 09:43 Uhr
Ich habe ernste Schwierigkeiten, zu verstehen, warum die paar Datenreihen, die die Flugschreiber aufzeichenen, nicht über einen Daueruplink auf irgendwelche Server gepackt werden.
Eine persistente Internetverbindung ist ja offenbar bereits möglich.

Eine dauerhafte Verbindung ist nicht möglich. Lücken beim Satellitenwechsel gibt es immer noch. Über 70° Lat ist die Verbindung zu einem geostationären Satelliten ohnehin schwierig. Über Land könnte man via Mobilfunk alles abdecken, aber das ist a) in Sibirien auch eine anspruchsvolle Aufgabe und b) löst das Problem über 70% der Erdoberfläche nicht.
Beitrag vom 20.04.2017 - 23:47 Uhr
Ich habe ernste Schwierigkeiten, zu verstehen, warum die paar Datenreihen, die die Flugschreiber aufzeichenen, nicht über einen Daueruplink auf irgendwelche Server gepackt werden.
Eine persistente Internetverbindung ist ja offenbar bereits möglich.

Das live übermitteln der Daten vom FDR wäre sicherlich die 100% Lösung.

Aber die Lösung die MH geht ist doch schon ein großer Schritt nach vorne. So geht wenigstens nichts verloren und man weiß wo die letzte Position eines Flugzeugs in der Luft war.

Ich hoffe die restlichen Airlines werden MH freiwillig folgen und die Luftfahrt wieder ein wichtigen Schritt nach vorne bringen. Das sollten die ersten Lehren aus dem Desaster von MH370 sein.


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