Mehr Flugzeuge, neue Startflughäfen
Älter als 7 Tage

Lufthansa plant zweite Stufe der Eurowings-Langstrecke

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Eurowings Airbus A330-200, © eurowings

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FRANKFURT - Knallharter Wettbewerb statt Konsolidierung: nach Lufthansa entdecken IAG und Air France das Geschäft mit billigen Langstreckentickets. Lufthansa will den seit Ende 2015 erkämpften Vorsprung ihrer Günstigmarke Eurowings in diesem Segment aber mit aller Härte verteidigen.

Konzernchef Carsten Spohr lässt einen Ausbau der A330-Flotte und neue Startflughäfen prüfen.

"Wir brauchen Flugzeuge jenseits der sieben, die wir schon haben", sagte Spohr am Donnerstag mit Blick auf die sieben A330-200, die Eurowings bislang allein in Köln-Bonn stationiert. Berlin, Hamburg und Düsseldorf seien "interessante" Städte, um das Geschäftsmodell von Eurowings auf der Langstrecke weiter zu skalieren.

Doch Lufthansa ist längst nicht mehr allein. Neben den umtriebigen Preisbrechern Norwegian und WOW air tritt nun auch IAG mit Level neu in den umkämpften Selbstzahlermarkt ein. Level startet als virtuelle Airline mit zwei Airbus A330-200, die anfangs von der IAG-Tochter Iberia aus Barcelona heraus betrieben werden.

Perspektivisch werde Level jedoch als fünfte Airline innerhalb der IAG auf über 30 Flugzeuge entwickelt und sich an weiteren Flughäfen niederlassen, gab IAG-Chef Willie Walsh im März zu Protokoll. Bei Air France-KLM steht mit "Boost" eine weitere Produktion günstiger Langstrecken in den Startlöchern.

Lufthansa: IAG und Air France pinnen bei uns ab

"IAG und Air France kopieren unser Modell", sagte Spohr. Level startet im Juni mit Flügen nach Los Angeles, Oakland, Buenos Aires und Punta Cana. Air France-KLM nennt für Boost noch keine Ziele oder Zeitpläne, gestand kürzlich aber ein, dass Air France mit 35 Prozent ihrer aktuellen Langstrecken Geld verliert.

Billigflieger Norwegian öffnet unterdessen ein weiteres Kapitel und fordert die Konkurrenz auch mit kleinem Gerät und Dumpingpreisen über dem Atlantik heraus. Die Airline fliegt ab Juni mit neuesten Boeing 737 MAX 8 aus Irland und Großbritannien nonstop Ziele in Neuengland an.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Lufthansa | 31.03.2017 19:13

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Beitrag vom 02.04.2017 - 23:47 Uhr
Klar den Wähler wird es erst mal freuen das günstige Ticket.

Die Kinder des Wählers jedoch schon nicht mehr weil in ihrem viel zu teuren Ticket später möglicherweise 40% Zinsen enthalten sein könnten - der Staat braucht ja auch irgendwie Kohle. Und wenn die nicht mehr kommt weil keiner mehr ordentlich Steuern zahlt, die Firmen in irgendwelche günstigen Drittländer abwandern genau so wie die Industrie in den 90igern nach Ost und Südeuropa steigen garantiert die Schulden. Dann kommt auch ein Trump-Deutschland.

Ziemlich "weitsichtiges" denken....

Was das mit Eurowings zu tun hat?
Entweder sie passen sich Ryanair, Easyjet etc an und zahlen auch so "gut" wie es geht keine Steuern damit sie auch Wettbewerbsfähig sind oder das wird nicht klappen mit Eurowings.

Wenn Europa jedoch ein Verein ist wo nur noch die Gier und Ungerechtigkeit regiert - wer wünscht sich dann nicht langsam die eigene Kontrolle zurück?

Die Frage ist doch, was wollen die Wähler wirklich? Jetzt günstige Tickets und später das teure Ticket incl. 40% Zinsen?

Geschenkt gibt es nichts Freunde.....

Beitrag vom 02.04.2017 - 18:34 Uhr
Was hat das alles mit der EW Langstrecke zu tun? Das ist doch die selbe Schalllatte, die hier reflexartig abgespielt wird.

Dieser Beitrag wurde am 02.04.2017 18:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.04.2017 - 16:31 Uhr
Jetzt haben bald auch fast alle alten "national carrier" zum low Cost Model gefunden.
Ist den meisten Menschen eigentlich klar, was low cost heißt?
Das sind nämlich nich nur schöne günstige Tickets sondern beinhaltet auch Mitarbeiter, die keine normalen Arbeitsverträge haben, Selbständig in einer Firma im Ausland auf Zeit angestellt sind und neben einem base change von Heut auf Morgen ständig fürchten müssen, Steuern der letzten 10 Jahre zurück zu zahlen?
Seit ein paar Tagen gibt es hierzu einen schönen Bericht vom WDR über Ryanair. Den sollte man sich einmal ansehen.

Komisch das die europäischen Politiker überhaupt nichts tun gegen diesen Steuerbetrug? Als Pilot wird man schier gezwungen bei solchen Firmen zu arbeiten und illegale Verträge zu unterschreiben wenn man in Europa arbeiten möchte.

Wusste jemand das sogar die Piloten einer europäischen staatlichen Airline als Selbständige arbeiten müssen und keine Einkommnessteuern zahlen müssen? Bei LOT ist das der Fall.....
Warum verzichtet der Staat auf die Einkommensteuern? Vielleicht ist sein Gewinn dadurch größer weil dann die Airline wettbewerbsfähiger ist und mehre Umsatz generieren kann - aber was für ein Europa ist das?

Unsere Politiker schauen weg, wie bei Vielen anderen Dingen.



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