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Airbus baut Hubschrauber-Werk in China

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Airbus Helicopters EC135, © Airbus Helicopters, Archiv

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JINAN - Nahe der chinesischen Küstenstadt Qingdao werden in Zukunft Airbus-Hubschrauber produziert. Airbus errichtet dafür zusammen mit einem chinesischen Partner in Jimo ein eigenes Werk.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der Gouverneur der Provinz Shandong, Gong Zheng, gaben dafür am Donnerstag bei einem Treffen in der Provinzhauptstadt Jinan den offiziellen Startschuss.

In den kommenden Wochen wird mit der Errichtung des Werks begonnen, nachdem die endgültigen Verträge kürzlich unterzeichnet worden waren. 2019 würden die ersten dort gefertigtem Helikopter ausgeliefert, sagte der Geschäftsführer von Airbus Helicopters Deutschland, Wolfgang Schoder.

Die Hubschrauber sollten für Rettungsflüge, die Polizei, touristische Zwecke und bei der Hafenbehörde in Qingdao eingesetzt werden.

Das erste Grundsatz-Abkommen über die Lieferung von 100 H135 war bei einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei Chinas Premier Li Keqiang im Jahr 2014 unterzeichnet worden. Die ersten fünf Hubschrauber, die aber noch im bayerischen Donauwörth gefertigt werden, sollen nach Worten Schoders im kommenden Jahr ausgeliefert werden.

2019 sollen die ersten fünf Maschinen folgen, die bereits in China endmontiert, lackiert und eingeflogen werden sollen - später gefolgt von weiteren rund 15 Hubschraubern pro Jahr.

Schoder bezifferte das Auftragsvolumen mit rund 700 Millionen Euro. Airbus Helicopters will sich aber unter anderem auch um das Training der Piloten und die Wartung der Maschinen kümmern. Insgesamt liege das Auftragsvolumen damit sogar bei rund einer Milliarde Euro.

Airbus Helicopters hofft in China aber auf noch mehr Geschäfte: Derzeit gebe es im ganzen Land nur 300 kommerzielle Hubschrauber, sagte Schoder - in Europa dagegen 3000 bis 5000. "Das zeigt, wie groß das Entwicklungspotenzial ist", sagte Schoder und fügte hinzu: "Für uns ist China jetzt schon der größte Markt." Auch Gouverneur Gong Zheng sagte, 100 Hubschrauber seien nur ein "Anfangsziel".
© aero.de, dpa-AFX | 12.05.2017 08:10


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