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A380plus lässt Emirates (voerst) kalt

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Airbus A380plus, © aero.de

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PARIS - Aerodynamisches Feintuning statt neuer Triebwerke: Airbus hat auf der Paris Air Show die A380plus in den Ring geworfen und hofft auf eine Bestätigung durch einen Auftrag von Emirates. Doch der größte Abnehmer des Programms sieht erst noch Gesprächsbedarf.

"Ich mache mir eher über den Fortbestand der Produktion Gedanken", sagte Emirates-Chef Tim Clark am Mittwoch vor Medienvertretern in Paris. Emirates stehe in absehbarer Zeit vor der Entscheidung, erste A380 gegen neue A380 zu tauschen oder Leasingverträge zu verlängern.

Airbus habe Emirates die 4,70 Meter hohen Winglets, dem sichtbarsten Merkmal der Entwicklungsstudie A380plus, bisher weder als Retrofit für ihre 95 A380 angeboten noch für die 45 A380, die Airbus noch für die Airline bauen werde. Ein Folgeauftrag könnte das möglicherweise ändern, deutete Clark an.

Laut Insidern will Emirates bis zu 20 A380 nachbestellen, ist von der A380plus aber nicht völlig überzeugt. "Ich will keine Flugzeuge, die in absehbarer Zeit überholt sind", sagte Clark. Sofern Airbus die Flugzeuge, "die wir brauchen, zum richtigen Preis anbietet", werde Emirates "wahrscheinlich ein paar weitere" A380 bestellen.

In den 2020er Jahren werde Emirates ihre Flottestruktur zudem um Airbus A350 oder Boeing 787 erweitern und in nächster Zeit eine Wahl treffen.

Zusammenschluss mit Flydubai


Innerhalb der nächsten 18 Monate werde sich entscheiden, ob Emirates mit der Günstigairline Flydubai zusammengelegt werden kann, sagte Clark. Dadurch erhielte Emirates Zugriff auf eine 737-Flotte, könnte Flugpläne aufeinander abstimmen und Slots für neue Ziele freisetzen.

Am Drehkreuz Dubai International, von dort fliegen Emirates und Flydubai teils die gleichen Ziele an, seien Start- und Landefenster schon jetzt knapp und der Umzug an den neuen Flughafen Dubai Al-Maktoum werde sich um bis zu drei Jahre von 2025 in den Zeitraum 2026 bis 2030 verzögern, sprach sich Clark für einen Zusammenschluss mit Flydubai aus.

Emirates baute im laufenden Sommerflugplan Frequenzen auf USA-Linien ab und parkte kurzzeitig 13 Flugzeuge, von denen acht inzwischen auf anderen Strecken fliegen. Die Konkurrenz durch Günstigflieger auf der Langstrecke in Asien und Europa nehme Emirates weiterhin sehr ernst, betonte Clark. Er lote aus, ob in diesem Marktsegment Kooperationen möglich seien.
© aero.de, Bloomberg News, dpa-AFX | Abb.: aero.de | 22.06.2017 09:47

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Beitrag vom 22.06.2017 - 10:47 Uhr
Die Konkurrenz durch Günstigflieger auf der Langstrecke in Asien und Europa nehme Emirates weiterhin sehr ernst, betonte Clark. Er lote aus, ob in diesem Marktsegment Kooperationen möglich seien.

Soso... da dreht sich wohl der Spieß ein wenig rum...


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