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Erhebliche Investitionen am Flughafen Tegel sinnvoll

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Start eines Airbus A330-200 der airberlin in Berlin Tegel, © airberlin

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BERLIN - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hält einen Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegel auch bei größeren Sanierungskosten für sinnvoll.

Bisher zu hörende Zahlen zu nötigen Investitionen, hätten ihn "nicht besonders beeindruckt", sagte Dobrindt am Freitag in Berlin. "Wenn wir damit es schaffen, dass diese Hauptstadt weltweit angebunden bleibt über Flughäfen, ist es in der Tat wert, auch in diesen Flughafen Tegel wieder einen erheblichen Betrag zu investieren." Er halte es für richtig, jetzt darüber nachzudenken, wie der Airport erhalten werden könne.

Aus Sicht des Berliner Flughafenchefs Engelbert Lütke Daldrup wäre ein dauerhafter Weiterbetrieb von Tegel auch wegen hoher Kosten unwirtschaftlich. Eine notwendige Grundsanierung des Komplexes aus den 1970er-Jahren würde mehr als eine Milliarde Euro kosten.

Eine maßgeblich von der FDP getragene Initiative hat einen Volksentscheid zur Offenhaltung Tegels parallel zur Bundestagswahl am 24. September erzwungen. Bisher ist die Schließung vorgesehen, wenn der künftige Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld irgendwann eröffnet wird.

Dobrindt warnte erneut vor fehlenden Kapazitäten angesichts des erwarteten Luftverkehrswachstums bis 2025 in Berlin. "Zu sagen, wir machen die Augen davor zu, dass es zehn Millionen Passagiere gibt, die wir nicht transportieren können, geht glaube ich nicht."
© dpa | 28.07.2017 20:35

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Beitrag vom 31.07.2017 - 04:57 Uhr
Dass einige Größen aus Politik und Wirtschaft bei den aktuellen Wachstumsraten in Aktionismus verfallen, verwundert wenig. Es wundert mich, als Laie, allerdings schon, dass eines bei dieser Diskussion außer Acht gelassen wird:
Das Wachstum wird zur Zeit hauptsächlich durch LCC generiert, die man vor fünfzehn Jahren in diesem Ausmaß sicher nicht auf dem Schirm hatte (gleiches gilt für CGN und DTM). Diese LCC werden irgendwann aber aufhören zu wachsen oder kanibalisieren gar "normales" Wachstum. Gleichzeitig ist in jedem dritten Artikel über den deutschen Luftverkehr von Überkapazitäten zu lesen.
Ist dieser Gedanke komplett abwegig, oder warum findet er in der Flughafendiskussion keinen Platz?

Man geht davon aus das der Luftverkehr weiter wachsen wird, und das weltweit.
Weil sich auch aufgrund steigender Wohlfahrt in der Welt mehr Leute fliegen leisten können.
Das Wachstum wird aber primär in Asien stattfinden.

Die Situation in den USA ist z.b. das sich dort nach der grossen Krise (Dotcom. & 9/11) die Fluglinien konsolidiert haben, ihr grosses Gerät weitgehend abgeschaft haben und nun das Angebot in einem Oligopol relativ begrenzt halten.

Das ist in Europa nicht passiert, es fliegen immer noch dauerhaft defizitäre Airlines umher (Air Berlin, Alitalia, Tap, um nur ein paar zu nennen), es hat keine echte Marktbereinigung stattgefunden, gleichzeitig haben die LCC enorme Kapazitäten aufgebaut, und zwar mehr als es Wachstum gab.
Auf der Langstrecke stehen von ME3+TK mittlerweile 160+ A380 und irgendwas um 200+ B777 bereit sowie einige B787 und A330, die enorme Kapazität bereit stellen.

Darum spricht man von Überkapazität, weil innerhalb der letzten 10-15 Jahre Airlines wie Ryanair und Emirates massive Kappazität in den Markt gepumpt haben.
Das Ryanair heute 400 B737 betreibt hat wohl keiner so sehen können vor 10 Jahren.
Beitrag vom 30.07.2017 - 18:41 Uhr
Dass einige Größen aus Politik und Wirtschaft bei den aktuellen Wachstumsraten in Aktionismus verfallen, verwundert wenig. Es wundert mich, als Laie, allerdings schon, dass eines bei dieser Diskussion außer Acht gelassen wird:
Das Wachstum wird zur Zeit hauptsächlich durch LCC generiert, die man vor fünfzehn Jahren in diesem Ausmaß sicher nicht auf dem Schirm hatte (gleiches gilt für CGN und DTM). Diese LCC werden irgendwann aber aufhören zu wachsen oder kanibalisieren gar "normales" Wachstum. Gleichzeitig ist in jedem dritten Artikel über den deutschen Luftverkehr von Überkapazitäten zu lesen.
Ist dieser Gedanke komplett abwegig, oder warum findet er in der Flughafendiskussion keinen Platz?
Beitrag vom 30.07.2017 - 13:23 Uhr
@MHalblaub
"Viele Berlins würden da sagen, lieber nachts schlafen als sich irgendwo sonst erholen müssen."
Dann kann man (Berliner) auch wie jetzt ggf. von Frankfurt oder München in die weite Welt reisen.
BER zu klein? Für wieviele Pax war Tegel ausgelegt? Dann gibt es halt ein Provisorium und später (vielleicht) ein weiteres Terminal.


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