Luftfracht
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Aerologic verstärkt Flotte mit neunter Boeing 777F

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Aerologic Boeing 777F, © LH Cargo

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LEIPZIG - Lufthansa Cargo ist seit dieser Woche wieder offiziell auf Gewinnkurs. Auch andernorts brummt das Geschäft mit Luftfracht: Aerologic verstärkt die Flotte mit einer neunten Boeing 777F. Die von Lufthansa Cargo und DHL betriebene Frachtairline profitiert vom Rückwind, der die Branche erfasst hat.

"Noch im August werden wir unser neuntes Frachtflugzeug vom Typ Boeing 777F in Leipzig willkommen heißen", sagte Josef Moser, Managing Director der Aerologic GmbH, aero.de am Freitag. "Die Maschine wird künftig mit der Registrierung D-AALI um die Welt fliegen."

Die mit Zulauf des neunten Vollfrachters entstehende Frachtkapazität werde "vollständig von unserem Anteilseigner DHL Express genutzt", ergänzte Co-Geschäftsführer Wolfgang Raebiger.

Aerologic übernimmt mit der D-AALI eine acht Jahre von LATAM eingeflogene 777F. Eine zehnte 777F könnte ebenfalls noch 2017 in Leipzig eintreffen, ist in Branchenkreisen zu vernehmen.

"Deutliche Kehrtwende in der Air Cargo"

Der aktuelle Höhenflug in der Luftfracht hat Lufthansa Cargo selbst ein Stück weit überrascht. Noch im März hatte der Konzern die Aktionäre auf eine längere Phase roter Zahlen im Cargogeschäft eingestellt, die Prognosen dann aber schnell nach oben korrigiert.

"Wir haben eine deutliche Kehrtwende in der Air Cargo gesehen", berichtete Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber Medienvertretern im Juli. "In diesem Jahr läuft es sehr gut für alle Beteiligten." Bis Juni flog Lufthansa Cargo einen operativen Gewinn von 78 Millionen Euro ein. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Verlust von 45 Millionen gestanden.
© aero.de | Abb.: DHL | 05.08.2017 09:51

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Beitrag vom 05.08.2017 - 10:39 Uhr
Na dann wird es auch mit den Niedrigzinsen bald vorbei sein, denn zu einer ohnehin brummenden Binnenkonjunktur zieht jetzt auch die Weltwirtschaft erneut an, welches die Nachfrage nach Kapital antreiben wird. Luftfracht wird als leading Indikator wieder mal seiner Eigenschaft gerecht. Die andere Seite der Medaille werden aber steigende Preise für Rohstoffe sein. Über kurz oder lang wird auch der Ölpreis steigen. Für die Luftfahrtbranche ist diese Entwicklung mit einem lachenden und einigen weinenden Augen zu sehen. Der Preisdruck aufgrund von Überkapazitäten in der Branche trifft dann auf Kostendruck aufgrund der anziehenden Konjunktur. Airlines die ihre Kostenbasis nicht (mehr) im Griff haben werden im kommenden Jahr schwer zu kämpfen haben. Allerdings freut es den Konsumenten zunächst. Weiter fallende bzw. stagnierende Yields ermöglichen manchem Verbraucher bis ins kommende Jahr günstige Flugangebote. Gesamtwirtschaftlich wird es wohl zu weiteren Lohnsteigungen kommen, verbunden mit einhergehender Inflationstendenz und dann auch wieder steigenden Zinsen.

Aber jetzt ist erst mal Partytime.


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