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Stuttgart will Direktflüge nach China und Dubai

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Terminal 3 am Flughafen Stuttgart, © Flughafen Stuttgart GmbH

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STUTTGART - Die neue Chefin des Stuttgarter Flughafens, Arina Freitag, peilt einen Ausbau des Streckennetzes ihres Airports an.

Man werde bei der neuen Bundesregierung "energisch darauf pochen, dass ab Stuttgart künftig auch Maschinen nach China und in die Vereinigten Arabischen Emirate fliegen können", sagte Freitag.

Landerechte werden auf politischer Ebene verhandelt - so hat sich Deutschland beispielsweise seit langem mit China verständigt, wo deutsche Maschinen landen dürfen und welche deutschen Airports Fliegern aus dem asiatischen Land offenstehen. Stuttgart zählt nicht dazu. "Eine neue Regierung könnte das aber ändern und neu verhandeln", so Freitag.

Bei den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Drehkreuzen wie Dubai ist derzeit hingegen die EU-Kommission am Drücker - sie wurde von den Mitgliedstaaten beauftragt, sich bis 2018 mit den Emiraten auf neue Rechte zu einigen. Danach sieht es nach den Worten von Freitag aber nicht aus.

"Wenn der Arbeitsauftrag an die EU-Kommission 2018 ausläuft, geht der Ball zurück an die einzelnen EU-Staaten - also könnte das Bundesverkehrsministerium bilateral mit den Emiraten verhandeln und hierbei auch Stuttgart für die Maschinen öffnen." Der Bedarf sei da. "Die Nachfrage ist erwiesenermaßen groß - Airlines wie Emirates würden sofort nach Stuttgart fliegen, wenn sie könnten."

Stuttgart hat einen mittelgroßen Flughafen, im Passagier-Ranking der deutschen Airports kommt man auf den 8. Platz. Von Januar bis August 2017 zählte der Standort 7,3 Millionen Passagiere, wie aus einer Statistik der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen hervorgeht. Spitzenreiter Frankfurt kommt auf 42,7 Millionen.

Gut 50 Airlines fliegen derzeit den Stuttgarter Flughafen an, eine der wichtigsten Kunden war bislang die inzwischen insolvente Air Berlin, die zeitweise eine Linie nach Abu Dhabi unterhielt. "Die Situation bei Air Berlin schmerzt uns", sagt Freitag. "Wir sind in Gesprächen mit anderen Fluggesellschaften."
© dpa-AFX, aero.de | 30.09.2017 09:17

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Beitrag vom 05.10.2017 - 13:34 Uhr
Eine absolut schwache und letztlich auch gefährliche Begründung, die den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet.
Mit der gleichen Begründung werden dann die Chinesen sagen, wenn ihr xx Autos nach China verkaufen wollt dann nur, wenn wir die gleiche Zahl xx Autos nach Deutschland verkaufen können, und das machen wir dann für jeden Industriezweig so weiter.
Klingt doch erst einmal ganz logisch, oder? Warum sollten die Deutschen zig mal so viele Autos nach China liefern als umgekehrt? Ach so, weil es die Deutschen sind oder weil sie genug davon haben? Ach nee, weil die Chinesen im Gegenzug drei Säcke Pfeffer geliefert haben den es bei und sonst nicht gibt. Stimmt, die Deutschen sind ja so was von besser. Nur bei den Piloten zahlen die Chinesen das deutlich bessere Gehalt. Na klar.
Beitrag vom 05.10.2017 - 09:49 Uhr


Warum soll denn die Anzahl der Flughäfen beschränkt werden.
Wenn es um die Ticketsteuer geht, dann schreien alle Airlines die Steuer muss weg, weil das eine Einschränkung der freien Marktausübung sei. Auch bei der Diskussion um eine Besteuerung von Kerosin wird laut gerufen, der Staat solle sich heraushalten. Wenn es um die Partikular-Interessen einzelner Fluggesellschaften und einzelner Airports geht, dann soll der Staat aber auf einmal Restriktionen vornehmen.

Beide Staaten haben sich darauf geeinigt, dass von den ansässigen Fluggesellschaften jeweils 4 Städte angeflogen werden können. Ich sehe hier kein Problem. Deutsche Fluggesellschaften dürfen ja auch keine 5 Flughäfen in den VAE anfliegen.

Eine absolut schwache und letztlich auch gefährliche Begründung, die den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet.
Mit der gleichen Begründung werden dann die Chinesen sagen, wenn ihr xx Autos nach China verkaufen wollt dann nur, wenn wir die gleiche Zahl xx Autos nach Deutschland verkaufen können, und das machen wir dann für jeden Industriezweig so weiter.
Das entspricht alt-testamentarischer Rechtsauffassung, Auge um Auge, Zahn um Zahn.


Nein, das ist ein Vertrag, den beide Länder aus freien Stücken abgeschlossen haben.
Beitrag vom 05.10.2017 - 09:12 Uhr


Warum soll denn die Anzahl der Flughäfen beschränkt werden.
Wenn es um die Ticketsteuer geht, dann schreien alle Airlines die Steuer muss weg, weil das eine Einschränkung der freien Marktausübung sei. Auch bei der Diskussion um eine Besteuerung von Kerosin wird laut gerufen, der Staat solle sich heraushalten. Wenn es um die Partikular-Interessen einzelner Fluggesellschaften und einzelner Airports geht, dann soll der Staat aber auf einmal Restriktionen vornehmen.

Beide Staaten haben sich darauf geeinigt, dass von den ansässigen Fluggesellschaften jeweils 4 Städte angeflogen werden können. Ich sehe hier kein Problem. Deutsche Fluggesellschaften dürfen ja auch keine 5 Flughäfen in den VAE anfliegen.

Eine absolut schwache und letztlich auch gefährliche Begründung, die den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet.
Mit der gleichen Begründung werden dann die Chinesen sagen, wenn ihr xx Autos nach China verkaufen wollt dann nur, wenn wir die gleiche Zahl xx Autos nach Deutschland verkaufen können, und das machen wir dann für jeden Industriezweig so weiter.
Das entspricht alt-testamentarischer Rechtsauffassung, Auge um Auge, Zahn um Zahn.


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