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Ex-Air-Berlin-Chef verteidigt Millionengehalt

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Thomas Winkelmann, © FMG

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MÜNCHEN - Ex-Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann hat sein in der Insolvenz abgesichertes Millionengehalt verteidigt. Wegen des häufigen Wechsels an der Konzernspitze in der Vergangenheit habe man ihm einen Vierjahresvertrag angeboten, um ihm Zeit zu geben, die Luftfahrtstandorte des Konzerns in Düsseldorf und Berlin-Tegel in sichere finanzielle Häfen zu führen.

Dies erklärte Winkelmann am Freitag auf der Jahrestagung des Luftfahrt-Presse-Clubs in München. Air Berlin habe gewaltige Probleme mit sich geschleppt. Die Aufgabe habe ihn trotz der extrem schlechten Lage des Unternehmens gereizt.

Dass der Geldgeber Etihad so schnell den Stecker ziehen würde, davon sei keine Rede gewesen. Nach der Insolvenz als "Manager mit goldenem Fallschirm" hingestellt worden zu sein, tue weh, sagte Winkelmann.

Gleichzeitig lobte er die jetzt gefundene Lösung, die Flugzeugverkäufe an Easyjet und Lufthansa und die Übernahme von vielen Beschäftigten vorsieht. Angesichts des erweiterten Engagements von Easyjet und einer starken zu Lufthansa gehörenden Eurowings werde Berlin der große Gewinner sein, sagte Winkelmann.

Air Berlin hatte am 27. Oktober den Flugverkehr eingestellt, nachdem die Gesellschaft - mit 1,5 Milliarden Euro verschuldet - im August Insolvenz angemeldet hatte. Großaktionär Etihad wollte den Fortbestand des lange defizitären Unternehmens nicht weiter finanzieren.
© dpa-AFX | Abb.: FMG, Archiv | 17.11.2017 17:28

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Beitrag vom 21.11.2017 - 08:40 Uhr
@LP: das ist doch keine Neiddebatte, eher eine Ethik Debatte

@FloCo: absolut, das steht im Vertrag. Aber man kann doch trotzdem dazu eine Meinung haben. Meine, besonders zum Bonus, habe ich geäußert.

@Gordon: Etihad ist auf dem selben Level meiner "Wertschätzung". Ganz unten. Ich habe denen das sogar geschrieben, inkl. Rücksendung meiner Platiumkarte und Kündigung meiner Mitgliedschaft bei TopBonus (gehört ja jetzt komplett denen). Mein Vorwurf: das sie öffentlich verkünden, AB auf jeden Fall bis Ende November 2018 zu unterstützen und damit zigtausend Paxe in Sicherheit wiegen, um dann den "Stecker" zu ziehen. Das ist für mich Betrug. Aber offensichtlich mittlerweile völlig normal und trifft auch auf wohlwollendes Verständnis. Bei mir aber eben nicht.
Mit dem "Geld nehmen und Gutes tun", da haben Sie recht - guter Tipp für Herrn Winkelmann!
Beitrag vom 21.11.2017 - 07:04 Uhr
Guten Morgen Luftfahrtkollegen.

Laßt uns hier nicht so eine typische Neid - Debatte führen.

VG!

Beitrag vom 21.11.2017 - 06:06 Uhr
Trotzdem würde ich gerne Ihre Meinung zum Thema Bonus hören. Finden Sie die Auszahlung auch in Ordnung?

Das sehe ich wie Kollege FloCo: Ich bestehe auch auf Einhaltung meines Arbeitsvertrages, warum sollte Herr Winkelmann das nicht?

Ich kann auch Sie nicht verstehen! Warum würden Sie das Geld beim Ölscheich lassen, wenn Sie selbst damit z.B. viele caritative Dinge machen könnten?

Von Ihnen würde ich gerne wissen: Warum ist Winkelmann Ziel Ihrer Verachtung und nicht Etihad? Verachten Sie auch jeden freigestellten Fussballtrainer, der auf Einhaltung seines Arbeitsvertrags besteht?


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