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EU rüffelt US-Verfahren gegen Bombardier

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Bombardier CSeries, © Bombardier

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BRÜSSEL - Einstweilen ist der Bombardier CSeries der Weg in den US-Markt durch Strafzölle versperrt. Der kanadische Flugzeugbauer erhält jetzt Rückendeckung aus Europa. Die EU-Kommission moniert "eklatante Defizite" sowie methodische und rechtliche Mängel in dem Verfahren.

Die Delta-Drehkreuze New York und Los Angeles müssen auf die ersten CS100 noch warten, denn 75 Auslieferungen an Delta liegen wegen vorläufiger Strafzölle der US-Regierung auf Eis. Die Vereinigten Staaten und Boeing unterstellen Bombardier unlauteren Wettbewerb.

"Die Ermittlungen weisen eklatante Defizite auf, sowohl hinsichtlich ihrer Methodik als auch der gezogenen Schlüsse", rüffelt die EU-Kommission in einem "Case Letter" an US-Handesminister Wilbur Ross das Verfahren. Es sei zweifelhaft, ob die Methodik mit den Spielregeln der WTO vereinbar sei.

Die US-Regierung begründet die vorläufigen Strafzölle von 300 Prozent gegen die CSeries mit wettbewerbsverzerrenden Staatshilfen für das Programm und Dumpingpreisen, mit denen sich Bombardier den Auftrag von Delta gesichert habe. Besonders letzten Punkt will Brüssel nicht so stehen lassen.

Eine Feststellung von Preisdumping setze tatsächliche Importe voraus. Die seien bisher aber noch gar nicht erfolgt, heißt es an einer Stelle des siebenseitigen Kommissions-Papiers. Bombardier gerate in eine "kafkaeske Situation", wenn der Konzern zu seiner Entlastung "Unterlagen für etwas, das nicht existiert" vorlegen soll.

Bombardier vernetzt sich mit Airbus


Die neuen Airliner aus Kanada werden in Zukunft von Airbus vermarktet - der europäische Flugzeughersteller  fädelte im Oktober eine mehrheitliche Programmbeteiligung ein und will die CSeries auch in seinem US-Werk Mobile fertigen.

Die Kooperation mit Airbus will Bombardier als Zulieferer vertiefen. Bombardier stellt in seinem Werk Belfast Tragflächen für die CS100 und CS300 her und könnte in Nordirland auch Komponenten für Airbus produzieren, sagte Fred Cromer, Chef der Bombardier-Verkehrsflugzeugsparte, auf der Dubai Airshow.
© aero.de | Abb.: Bombardier | 24.11.2017 08:07


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