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Austrian-Crews sehen "Luft nach oben"

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Austrian Airlines Cabin Crew, © AAG Huber

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WIEN - Vor einer Betriebsversammlung am Mittwoch erhöht die Gewerkschaft vida den Druck auf Austrian: angesichts steigender Gewinne hätten die Mitarbeiter Anspruch auf ein "ordentliches Stück vom Kuchen".

Vida spricht von qualitativ hochwertiger Arbeit, die nicht zu Dumpinglöhnen verschleudert werden dürfe. Bei der Entlohnung in Cockpit und Kabine gäbe es noch "viel Luft nach oben".

So fordert Gewerkschafter Johannes Schwarcz die KV-Verhandlungen bis zur Betriebsversammlung auf Eis zu legen: "Sollten sich die Beschäftigten für eine große Personalbefragung aussprechen beziehungsweise neue Anträge einbringen, dann pausieren die Verhandlungen noch deutlich länger."

Nach harten Verhandlungen an der Existenzschwelle der Austrian und zwei forcierten Betriebsübergängen (zu Tyrolean, hin und zurück) einigten sich Management und Mitarbeiter 2013 auf neue Tarifverträge, sowohl für das Boden- als auch das fliegende Personal, mit substanziellen Abstrichen auf Seiten der Mitarbeiter. Der neue Abschluss der AUA galt als Richtschnur für den gesamten Lufthansa-Konzern.

Ein rigoroses Sparprogramm brachte die Lufthansa-Tochter 2013 auch wieder in schwarze Zahlen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Austrian erstmals mit einem Betriebsergebnis von über 100 Millionen Euro.

Einen kräftigen Wachstumsschub bescherte Austrian im Frühjahr die Übernahme zahlreicher Städteflüge von ihrem vormaligen Standort-Konkurrenten Niki. Entsprechend stockte die Airline auch ihr Personal auf, bis Juni um rund 500 Mitarbeiter, vor allem in den Cockpits. Dazu übernahm die AUA fünf weitere Airbus-Flugzeuge der Niki-Mutter Air Berlin.

Die für Mittwochmorgen angesetzte Betriebsversammlung betrifft rund 4.000 Mitarbeiter des fliegenden Personals. Zuvor kündigte die Gewerkschaft bereits weitere Maßnahmen an. "Wir werden sicherlich nicht davor zurückschrecken, den Druck, sollte es nötig sein, noch deutlich zu erhöhen", betont Schwarcz am Dienstag in einer Aussendung.
© aero.at | 05.12.2017 13:18


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