Tegel
Älter als 7 Tage

Easyjet fliegt erstmals innerdeutsche Linien

BERLIN - Während Lufthansa noch mit Brüsseler Wettbewerbswächtern über die Teilübernahme von Air Berlin schachert, ist Easyjet einen Schritt weiter. Der britische Günstigflieger plant mit 25 Airbus A320 und Mitarbeitern von Air Berlin in Tegel anfangs 250 Inlands- und 362 internationale Flüge pro Woche.

Orange statt rot: Easyjet füllt in Tegel Systemlücken, die Air Berlin hinterlassen hat. Von Tegel plant die Gesellschaft nach eigener Mitteilung ab dem 5. Januar wöchentlich 250 Flüge zu den innerdeutschen Zielen Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München.

Foto
Easyjet, © Easyjet

Auch werden 15 internationale Ziele ins Programm genommen. Das Angebot ist noch vorbehaltlich der kartellrechtlichen EU-Genehmigung. Easyjet ist in dieser Hinsicht aber zuversichtlich genug, einen Tegel-Flugplan und Frequenzen bis zum Ende der Wintersaison am 24. März zu veröffentlichen:

Inland
  • Düsseldorf, 26 Flüge pro Woche
  • Frankfurt, 68 Flüge pro Woche
  • München 102 Flüge pro Woche
  • Stuttgart, 54 Flüge pro Woche
International
  • Budapest, 14 Flüge pro Woche
  • Catania, 14 Flüge pro Woche
  • Kopenhagen, 28 Flüge pro Woche
  • Fuerteventura, 2 Flüge pro Woche
  • Helsinki, 14 Flüge pro Woche
  • Madrid, 14 Flüge pro Woche
  • Mailand Malpensa, 14 Flüge pro Woche
  • Palma de Mallorca, 28 Flüge pro Woche
  • Paphos, 2 Flüge pro Woche
  • Paris Charles des Gaulle, 28 Flüge pro Woche
  • Rom Fiumicino, 26 Flüge pro Woche
  • Stockholm Arlanda, 28 Flüge pro Woche
  • Tel Aviv, 14 Flüge pro Woche
  • Wien, 68 Flüge pro Woche
  • Zürich, 68 Flüge pro Woche
"Wir werden die führende Kurzstrecken-Airline in Schönefeld und Tegel sein", gab Noch-Easyjet-Chefin Carolyn McCall im November die Stoßrichtung vor. Die besonders dicht getakteten Flugfrequenzen nach Frankfurt, München, Wien und Zürich sorgen für Wettbewerb mit Lufthansa.

Doch auch Easyjet muss sich auf unbequeme Konkurrenz einstellen: Ryanair will im Sommer 2018 ebenfalls Flugzeuge in Tegel stationieren. "Wir erwarten in Kürze eine Bestätigung der benötigten Slots", teilte Ryanair am Freitag mit. Man werde 30 Prozent der Kapazitäten von Air Berlin ersetzen.

McCall hat in Tegel 60 Millionen Pfund (56 Millionen Euro) Anlaufverlust eingeplant, weil Auslastung und Erträge zunächst vergleichsweise gering erwartet werden.

Zudem verursache die Übernahme der 25 Flugzeuge und bis zu 1.000 Beschäftigten der Air Berlin Einmalkosten von rund 100 Millionen Pfund, darunter der Kaufpreis von 40 Millionen Euro sowie Aufwendungen für das Umrüsten der Flugzeuge, die Umstellung des Flugbetriebs und die Ausbildung neuer Leute.

Easyjet rechnet mit steigenden Ticketpreisen

Ab 2019 aber werde sich das Geschäft auszahlen, sagte McCall. Die Transaktion soll im Dezember abgeschlossen werden. Easyjet ist seit 2004 bereits am Flughafen Berlin-Schönefeld mit einer Basis und derzeit 51 Strecken vertreten, auf denen pro Jahr 5,3 Millionen Passagiere unterwegs sind.

Die Insolvenzen von Air Berlin und Monarch Airlines spielen Easyjet in die Karten - die Airline stellte ihren Aktionären gerade erst steigende Ticketpreise in Aussicht.

© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Easyjet | 06.12.2017 09:30

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Beitrag vom 07.12.2017 - 10:24 Uhr
Wenn man sich die Flugzeiten anschaut, dann wird man feststellen, dass eine Maschine in FRA übernachtet. Selbiges gilt für MUC und VIE.
Absolut korrekt. In der FRA-TXL Rotation sind tatsächlich zwei A320 involviert. Von stationiert würde ich da aber trotzdem nicht sprechen.

Dieser Beitrag wurde am 07.12.2017 10:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.12.2017 - 15:21 Uhr
Cogito.ergo.sum - nach unseren Informationen wird von den Air Berlinern keine Umschreibung auf eine UK-Lizenz verlangt.

Dennis Dahlenburg/aero.de
Beitrag vom 06.12.2017 - 12:39 Uhr
Wenn man sich die Flugzeiten anschaut, dann wird man feststellen, dass eine Maschine in FRA übernachtet. Selbiges gilt für MUC und VIE.


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