ITU
Älter als 7 Tage

Position von Flugzeugen künftig lückenlos erfasst

GENF - Die Position aller in der Luft befindlichen rund 59.000 Flugzeuge soll künftig nach einem einheitlichen Standard weltweit automatisch erfasst werden. Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) hat nach eigenen Angaben vom Dienstag beschlossen, verschiedene Überwachungssysteme jetzt zusammenzuführen.

Anlass ist unter anderem das spurlose Verschwinden des Malaysia-Airlines-Flugs MH 370 im März 2014 bei einem Flug von Kuala Lumpur nach Peking. Es gilt als wahrscheinlich, dass einer der Piloten alle Geräte zur Positionsbestimmung abgeschaltet hatte.

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Die ICAO will Positionsdaten von Flugzeugen lückenlos erfassen, © ITU

"Die technischen Verfahren für eine bessere Flugzeugüberwachung via Satellit bedeuten einen großen Schritt zur Rettung von Leben", sagte ITU-Generalsekretär Houlin Zhao in Genf. Diese Überwachung aus dem Weltraum ist vor allem dann nötig, wenn eine terrestrische Überwachung ausscheidet - wie über den Meeren, den Polarregionen oder entlegenen Orten.

Laut ITU sind im Durchschnitt zu jedem beliebigen Zeitpunkt gleichzeitig etwa 59.000 Flugzeuge in der Luft.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: ITU | 19.12.2017 15:38

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Beitrag vom 21.12.2017 - 12:34 Uhr
Abstellbare Transponder machen ja auch ohnehin nicht den geringsten Sinn für zivile Flugzeuge.

Was ich nicht ganz verstehe, ist, dass man nicht wenigstens anstrebt, die Flight Recorder auch gleich in ein Rechenzentrum zu verlegen.
Sicher, im Augenblick ist die lückenlose Netzabdeckung nicht da, aber das läßt sich ja machen.

Das Problem sind auch immer noch die Datenmengen. Aktuell gibt es noch keine Technologie, die diese Datenmengen dauerhaft vertragen kann. Möglich ist es sicherlich aufhetzt schon, aber eben nich für alle.
Mit jeder neuen Flugzeuggeneration werden diese Mengen auch noch mehr.
Und wenn ich mir mal zu Gemüte führe wie schlecht(unzuverlässig) der Datenfunk teilweise mit ATC läuft und das bei geringsten Datenmengen, graut es mir vor Datenschreibern am Boden ;-)
Beitrag vom 20.12.2017 - 09:25 Uhr
Abstellbare Transponder machen ja auch ohnehin nicht den geringsten Sinn für zivile Flugzeuge

Wer so etwas sagt denkt zu kurz:

1. Gibt es an vielen Flughäfen die Pflicht den Transponder an der Parkposition auszuschalten (weil sonst das Radarbild nicht mehr lesbar ist)

2. Gab oder gibt es sogar spezielle Lufträume, in denen der Transponder abgeschaltet werden muss, z.B. die Schiphol SRZ (auch wieder weil sonst das Radarbild unlesbar ist)

3. Kann ein technisches Gerät fehlerhaft arbeiten und damit fehlerhafte Daten an den Controller liefern.

4. Kann ein technisches Gerät überhitzen und wenn die Sicherung nicht anspringt mit der Zeit in Brand geraten.

Es gibt sicherlich noch mehr Gründe, aber diese fallen mir auf die Schnelle ein...
Beitrag vom 20.12.2017 - 09:18 Uhr
@Abstellbare Transponder machen ja auch ohnehin nicht den geringsten Sinn für zivile Flugzeuge.

Ich weiß nicht so recht, ob ich einen Transponder auf dem Hot Bus ohne Sicherung haben möchte. Das wäre ja schlussendlich die Konsequenz.


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