"Tragischer Unfall"
Älter als 7 Tage

Deutscher Pilot in Finnland von Flugzeugtür erschlagen

KITTILÄ - Ein deutscher Pilot ist in Kittilä im finnischen Lappland von einer Flugzeugtür erschlagen worden.

Der 50-Jährige habe die Tür des Privatjets öffnen wollen, als sie ihm mit großer Wucht entgegengekommen sei, sagte ein Sprecher der Sicherheitsbehörde Otkes am Montag. Der Mann war sofort tot. Teile der Tür flogen bis zu zehn Meter weit. Passagiere waren zu dem Zeitpunkt nicht in der Nähe des Flugzeugs.

Foto
Unfall mit Golfstream G150 in Kittilä, © OTKES

"Das war ein tragischer Unfall", sagte der Sprecher. Nun werde das System untersucht, das den Kabinendruck regelt. Möglicherweise sei der Druck im Flugzeug so hoch gewesen, dass die Tür beim Öffnen regelrecht nach außen explodiert sei.

Zur Untersuchung zieht die Behörde Spezialisten aus den USA heran, wo die Maschine vom Typ Golfstream G150 (OE-GKA) gebaut wurde. "Wir müssen herausfinden, ob es ein Risiko gibt, dass so etwas wieder passiert", sagte der Sprecher. Das Flugzeug war in Österreich registriert, wurde laut Otkes aber von einer deutschen Firma betrieben.
© dpa-AFX, aero.de | 08.01.2018 15:33

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Beitrag vom 09.01.2018 - 21:52 Uhr
Modhinweis
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Warten wir ab, was die Untersuchungen ergeben werden.
Fly-away
Beitrag vom 09.01.2018 - 20:51 Uhr
Herr von Ohain,

es ist schon sehr mutig nur anhand eines Bildes zu Spekulieren, was wie wo passiert ist. Und nur, weil die Schaniere nicht abgerissen sind, heißt das noch lange nicht, dass die Tür nicht durch Überdruck aufflog.
Das eine ist die, möglicherweise durch menschliches Versagen unterstützte, Fehlfunktion, das andere die stabilität der Tür. Ich Verspreche ihnen, dass auch eine Airbus Tür nicht aus der Angel reißt, wenn sie trotz Druck geöffnet wird. (Allein beim Öffnen durch den Emergency Cylinder werden rigorose Kräfte frei)

Dieser Druck kann, das sei mal gesagt, nicht allzu hoch gewesen sein, denn sonst bekommt man die Tür auch nicht mehr auf, selbt wenn man will. Die Rechnung soll auch nur ein Beispiel sein, damit weniger bewanderte Leser sich ein Bild machen können.



Ist ja schonmal schön das sie meinen Beitrag auch gelesen haben und auf den Inhalt und nicht auf Formulierungen eingehen.

Sie sagten ja selber "Da sind in anderen Fällen schon Mechaniker durch den Hangar geflogen" wenn auch überspitzt und auf ihre Beispielrechnung bezogen so wiegt so eine kleine Tür sicher weniger als die meisten Mechaniker und liegt da so friedlich daneben - also zumindest die Schaniere, welche ja keine wirklich tragende Funktion haben also entsprechend schwach ausgelegt sein dürften, insbesondere in Längsrichtung, hätten da schon kapputgehen müssen.

Ich halte es wiegesagt auch für wahrscheinlich das zumindest ein geringer Überdruck herrschte den angenommen die Tür lag nur lose in ihrem Rahmen so muss sie ja von irgendwas "rausgeschubst" worden sein.
Ein zumindest statistisches Indiz für meine Behauptung ist ja auch die Tatsache das die ganze Zeit vom Abstellen des Jets bis zu diesem Moment nichts passiert ist, der Pilot könnte durch irgendwelche Klopf- oder Streichbewegungen in der Nähe der Tür den entscheidenden Schubs/ Stoß (zusätzlich zum leichten Überdruck - aber entscheidend war der nicht) ausgelöst haben.

Ist natürlich auch möglich das die Zelle den zu hohen Überdruck die ganze Nacht lang aushielt und dann dummerweise in genau diesem Moment die kritische Schwelle überschritten wurde (der Druck wäre ja bis dahin konstant gestiegen wenn ich sie richtig verstanden habe) aber unwahrscheinlich ist das schon.

"Herr Ohain" ist übrigens schon lange tot - er war der (mache sagen "ein") Erfinder des Strahltriebwerks für Flugzeuge.

Dieser Beitrag wurde am 09.01.2018 20:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.01.2018 - 19:28 Uhr
RIP!
Von einer Tür.... die Wirklichkeit ist überraschender als die Vorstellung.
Die Kraft die @Erster Wart ausgerechnet hat könnte als Beschleunigungskraft auf die Tür gewirkt haben = a (Beschleunigung) = F (Kraft) / m (Masse der Tür).
Das Ergebnis (die Türgeschwingkeit) führt zur kinetischen Energie E = 1/2 * v^2 *m

Wenn es denn ein Überdruck in der Kabine war. Könnten Gasdruckzylinder eine Ursache sein - wenn es sie dann überhaupt gibt? Wie werden die Türen im Normalfall geschlossen? Hydraulisch, Pneumatisch oder Elektrisch?
Nachtrag: Nur mit Muskelkraft?

Dieser Beitrag wurde am 09.01.2018 19:29 Uhr bearbeitet.


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